103. BMW-Lyrik

Der Wagen fährt gut! Ich spüre den Genuss! Ich überlege, mein Tweedjackett anzuziehen. Ich denke an der Havelchaussee plötzlich über Shelley-Gedichte nach. Das muss der BMW sein. Ich mag das. / Die Welt

102. „Hobe“ und „dobe“

Es wurde deutlich, dass Dialekt immer mehr ein Exotendasein führt und vom Aussterben bedroht ist. Doch hat er auch seine Vorteile, wie der Abend zeigte. Denn er verkürzt Aussagen: Mit wenigen Worten kann mehr gesagt werden, es entsteht kein Sinnverlust. Der Sprecher vermittelt dem Hörenden ein anderes Erleben und Verstehen als im Hochdeutschen, erfuhren die Gäste.

Ein Beispiel: „Hobe“ bedeutet, dass eine Person sich oben befindet; gleichzeitig wird damit auch deutlich, dass diejenige Person, die das „hobe“ verwendet, sich ebenfalls oben befindet. Anders dagegen das „dobe“. Damit wird ausgedrückt, dass die Person, nach der gefragt wird, sich oben befindet. Derjenige, der in diesem Fall die Antwort gibt, sich aber im unteren Bereich oder woanders befindet. Zahlreiche Beispiele machten dies deutlich. / Lauterbacher Anzeiger 22.5.

101. Deutscher

Oft konnte man in den Achtzigerjahren ein deutschsprachiges Gedicht nicht allein am Thema, vielmehr an seiner Machart als Gedicht aus der DDR identifizieren, ohne den Autor zu kennen. Die Lyrik – Produktion in der DDR blieb weitgehend unbeeinflusst von artifizieller Hermetik, neuer Subjektivität oder dem aus den USA importierten Alltagsparlando der westdeutschen Lyrik nach 1968. Stattdessen fühlte sie sich ästhetisch und formal der Tradition der deutschen Klassik und Moderne verpflichtet, war also, wie auch andere Bereiche der DDR, viel „deutscher“ als die westdeutsche Poesie.

Beachtlich, dass ein Verlag es wagt, ein solch umfangreiches, überfälliges, aber, angesichts des erwähnten Stellenwerts der Lyrik in unserer Gesellschaft, kaum bestsellerträchtiges Standardwerk herauszugeben. / Südkurier

„Lyrik der DDR“. Hrsg. von Heinz Ludwig Arnold und Hermann Korte. S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main. 24,95 Euro

100. Freies Deutschland

Es ist eine selten reflektierte Tatsache, dass, wie Kemp betont, „das berühmteste Gedicht der Moderne“, T. S. Eliots „The Waste Land“, im Münchener Hofgarten beginnt und auffallend pointiert Deutsches ins Spiel bringt. Das verdankt sich Eliots kurze, aber intensive Vorkriegserfahrungen in Marburg, wo er bei Edmund Husserl studierte. Und diese Verbindung von deutschen Erfahrungswerten mit der englischsprachigen Moderne setzte sich während der Weimarer Republik fort, nämlich im literarischen Schaffen Christopher Isherwoods, W. H. Audens und Stephen Spenders. Diese jungen Autoren genossen das im Gegensatz zum damaligen Britannien moralisch „freizügige“ Deutschland, das sie als einen einzigen „summer of love“ wahrnahmen. Die Licht- und Freikörperkultur der Weimarer Republik wirkte auf diese Autoren des „Jungen England“ ebenso magisch wie (sexuell und intellektuell, wohl in dieser Reihenfolge!) befreiend. Vor allem Isherwoods Berlin-Faszination ließ ihn literarisch zu einem Neoimpressionisten werden, der sich angesichts der überwältigenden Vielfalt dieser Metropolis mehr und mehr nur noch als eine schreibende „Kamera“ verstand. / Rüdiger Görner, FAZ 21.5.

Wolfgang Kemp: „Foreign Affairs“. Die Abenteuer einiger Engländer in Deutschland 1900–1945. Hanser Verlag, München 2010. 383 S., Abb., geb., 24,90 €.

99. Wipfeltreffen

Im Mittelpunkt des zweiten musik-literarischen Wipfeltreffens am 28. Mai 2010 steht der „Titan der Worte“, der kanadische Lyriker, Romancier, Songwriter, Herzensbrecher und der achte der Sieben Weisen, Mr. Leonard Cohen.
Wie gewohnt werden an diesem Abend neben Nico Schütze und Raphael Dlugajczyk einige besondere Gäste, darunter Lisa Andersohn, Julia Gebauer, Robert Puls, Thilo Schwarz-Schlüßler und Alexander Zerning, in die Armee des Field Commanders eintreten und im Geiste Cohens auf dem lyrischen Schlachtfeld von Liebe und Haß, Schönheit und Fäulnis, Sehnsucht und Gnade den großen Krieg des Partisanen führen. / ND

98. Celans Kreidestern

Von der ehemaligen Geliebten eines berühmten Dichters, die erst ein halbes Jahrhundert später ins Licht der literarischen Öffentlichkeit tritt, könnte man eine Fuhre Allzumenschliches erwarten. Die einundachtzigjährige Brigitta Eisenreich erhebt subtilere Ansprüche. In die vielbearbeiteten Claims der Celan-Philologie dringt sie ein und sagt: Ich war’s! Ihr habt es nur noch nicht gewusst. / Wolfgang Schneider, FAZ 21.5.

Brigitta Eisenreich: „Celans Kreidestern“. Ein Bericht. Mit Briefen und anderen unveröffentlichten Dokumenten. Unter Mitwirkung von Bertrand Badiou. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2010. 266 S.

97. Höchstdotierter Preis an Paulus Böhmer

BILD meldets zuerst (da wird Huchel blaß!):

Der Dichter Paulus Böhmer erhält für sein lyrisches Gesamtwerk den Hölty-Preis für Lyrik in Hannover. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Das in fast fünfzig Jahren geschaffene Werk von Böhmer stehe einzigartig in der zeitgenössischen deutschen Literaturlandschaft, urteilte die Jury. Zu Böhmers Werken gehören unter anderem Titel wie «Mein erster Tod» und «Da sagte Einstein». Der von Stadt und Sparkasse gestiftete Hölty-Preis gilt mit 20 000 Euro als der höchstdotierte Preis für Lyrik im deutschsprachigen Raum. Er wird seit 2008 alle zwei Jahre verliehen. Damals ging der Preis an den Lyriker Thomas Rosenlöcher.

Mehr hat der HR

96. Jugend dichtet Gott

Die Jugendbeauftragten der Evangelischen und Katholischen Kirche der Region Gera schreiben einen deutsch-polnischen Lyrikwettbewerb für Jugendliche aus. Die III. Edition des Projektes „Jugend dichtet Gott“ steht unter dem Motto „Göttlich gute Gebote“. Eine Jury aus polnischen und deutschen Sprachlehrern sowie evangelischen und katholischen Theologen soll die Gewinner bis August ermitteln. Die ausgewählten Texte werden in die deutsche beziehungsweise polnische Sprache übersetzt und in einem Buch veröffentlicht. / Der Merkur

95. Tagebrüche

Jetzt lässt der Dichter, Literaturwissenschaftler und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift «Sic» erneut von sich hören: In «Tagebrüche» huschen Nachtgestalten und Tagträume durch kunstvoll versetzte Zeilen. Der Titel lässt auch Assoziationen wie Tagebücher, Tagebau oder Anbruch wie Abbruch aufkommen, zweifelsohne von dem klugen Poeten gewollt, der mit zuweilen sperrig anmutenden Sprachspielen und Strophen sprengenden Übergängen experimentiert.

Faszinierend sein Gedicht «THTR», ein «Theater ohne Vokale», das auf den THTR-300, den umstrittenen Thorium-Hoch-Temperatur-Reaktor in Hamm-Uentrop, zielt, der 1989 endgültig stillgelegt wurde. Wenzels Gedichte brauchen Konzentration und Aufmerksamkeit, lohnen diese «Arbeit» aber auch. / Grit Schorn, Aachener Nachrichten

94. Gedichte über Bäume

Vielleicht muss man sich die Gedichte laut vorlesen, um sie in all ihren Feinheiten würdigen zu können. Wie Hamburger etwa über dunkle O-Laute die massige Eiche tatsächlich auf dem Blatt verwurzelt, ist eine Kunst für sich: ‚On wide floorboards four centuries old, / Sloping, yet scarcely worn, I can walk.‘

Peter Waterhouse hat in seiner Übersetzung immer wieder erstaunliche Lösungen gefunden. Manchmal mag eine Formulierung etwas zu antiquiert klingen, etwa wenn er ‚Fearful because she loved it best‘ in ‚Furchtsam weil ihr Teuerstes‘ verwandelt. Doch kleine Umstellungen im Satzbau oder Wechsel auf andere Lautfelder erlauben es ihm andernorts, nicht nur die rhythmischen Variationen der Verse im Deutschen nachzubilden, sondern auch ihre atmosphärische Kraft. / NICO BLEUTGE, SZ 15.5.

MICHAEL HAMBURGER: Baumgedichte. Zweisprachige Ausgabe. Aus dem Englischen von Peter Waterhouse. Folio Verlag, Wien und Bozen 2009. 63 Seiten, 19,50 Euro.

93. Gedichte mit Wucht

… lautet der Titel der Kritik zum Konzert von Natalie Merchant in der Süddeutschen Zeitung von heute (Münchner Kultur):

Ergreifend: Natalie Merchant in der Freiheizhalle

Natalie Merchant hatte in ihrer Karriere bereits viele Posten inne. Folk-Idol, Labelbesitzerin, Philanthropin und immer auch Ausnahme-Songschreiberin. Letzteres ist mittlerweile obsolet. Denn sämtliche Texte auf ihrem neuen Album „Leave your Sleep“ hat sie geklaut, hat sich zumindest inspirieren lassen. Es sind vertonte Gedichte. Und schnell wird klar, dass es sich hier weniger um ein Konzert als vielmehr um eine Einführungs-Vorlesung in die angelsächsische Lyrik der letzten 200 Jahre handelt – …

92. Geld

Ein besonders inniges Verhältnis zum Geld haben einige Eidgenossen, was der Ostschweizer Josef Ackermann dem Publikum immer wieder beweist. Zuletzt durch seine fast selbstlose Beteiligung an der „Hilfe“ für „die“ Griechen. Seine „verrückte Form“ der „Hilfe“ kostet Ackermann nicht nur nichts, sie bringt ihm mehr Kohle in die Kasse, als er ausgibt für griechische Staatsanleihen, für die die deutsche Bundesbank sich verbürgt, während Ackermann die Zinsen von den griechischen Steuerzahlern kassiert. So dekliniert man „solidarische Hilfe“ auf schweizerisch-finanzkapitalistisch. Null Risiko – ein todsicheres Geschäft.

Was das Verhältnis „der“ Schweizer zum Geldschiebertum betrifft, ist das nur die halbe Wahrheit. Der Schweizer Dichter Charles Ferdinand Ramuz (1878-1947) lebte zeitlebens in Geldnot, aber nach seinem Tod schmückt sein Porträt die 200-Franken-Note. Wiedergutmachung auf schweizerisch. Solche sublime Rache ereilte auch den sehr konservativen Kapitalismuskritiker Jacob Burckhardt (1818-1897). Die Geldherren verewigten ihn zur Strafe auf der 1.000-Franken-Note. / Rudolf Walther, taz 18.5.

91. Poetry Foundation Launches Free POETRY iPhone App

New app turns iPhone into mobile library with hundreds of searchable and sharable poems

CHICAGO — The Poetry Foundation, publisher of Poetrymagazine, is pleased to announce the release of its new POETRY iPhone app (poetryfoundation.org/iphone), making available for the first time on a mobile device a virtual poetry library of more than 1,400 complete poems by classic and contemporary poets from William Shakespeare to César Vallejo to Heather McHugh.

The unique POETRY app offers hundreds of well-known poems by contemporary and classic poets, including T.S. Eliot, Pablo Neruda, Lucille Clifton, Emily Dickinson, and many, many others; easy access to new poems from the pages of Poetrymagazine; a topic-based searchable database of poems to suit any mood or occasion; a folder for saving favorite poems; the capacity to share poems with friends through Facebook, Twitter, or e-mail; and an engaging, user-friendly interface specifically designed for the iPhone.

“The POETRY app, unlike other poetry applications, draws from the best contemporary poems published in Poetry magazine, while also including much-loved poems from the public domain,” said Catherine Halley, editor of poetryfoundation.org. “Given the popularity of the iPhone and the successful launch of the iPad, we think this is an exciting, fun, and practical way to get more people reading poetry. With the POETRY app, great poetry is always accessible—during commutes, for instance, or between appointments.”

POETRY app users can find poems two ways, through the gamelike “Discover Poetry” interface, which allows users to find poems by chance, or through the “Find Poetry” interface, which enables people to search for poetry by keyword, subject, title, or poet.

Adventurous readers might choose the “Discover Poetry” option. Upon shaking the iPhone or pressing the Spin button, the phone becomes a slot machine, spinning through pairs of emotions and subjects such as “insecurity and love” or “nostalgia and youth,” and eventually settling on a list of poems characterized by one of these combinations. Users then try their luck, sliding through emotions or subjects and exploring poems related to various combinations.

The POETRY app is available free in the Apple iTunes Store. For more information or to download the app, visit poetryfoundation.org/iphone.

90. Dichtung aus Griechenland „Zwischen Kalliope und Krise“

Das 11.  poesiefestival berlin präsentiert am 7.6.2010 aktuelle Dichtung aus Griechenland.

In Griechenland erhebt eine neue Generation von Dichtern ihre Stimme. Sie setzt sich ebenso mit der reichen lyrischen Tradition des Landes auseinander wie mit dem aktuellen Geschehen. Von der Möglichkeit der Weltwahrnehmung durch Sprache bis zur Beschreibung der Situation in den Athener Straßen reichen ihre Themen. Am 7.6.2010 präsentiert das poesiefstival berlin zeitgenössische Dichtung aus Griechenland „Zwischen Kalliope und Krise“.

Der aus Tschetschenien stammende Jazra Khaleed (*1979, Grosny) bereichert die griechische Dichtung mit neuen Ideen und Rhythmen. Seine Lyrik ist eine Anklageschrift gegen die Ungerechtigkeiten im heutigen Griechenland.

Dimitra Kotoulas (*1974, Komotini) lyrische Stimme ist frei von Sentimentalität und Ästhetizismus. Ihre Gedichte, oft polyphone Monologe, sind eine andauernde Suche nach den richtigen Begriffen, die die Lücke zwischen Wort und Welt füllen könnten.

Die Gedichte von Yannis Stiggas (*1977, Athen) zeichnen sich ungeachtet seines Alters durch Reife und Klarheit aus, sie überzeugen durch die Kraft ihrer Bilder und starke Rhythmen. Durch die andauernde Gegenüberstellung von Innen- und Außensicht, abstrakten und konkreten Betrachtungen, bewegen sich seine Texte an den Rändern der Wahrnehmung, an den Grenzen der Poesie.

Deutlich älter als diese Dichter ist Titos Patrikios (*1928, Athen): Im Zweiten Weltkrieg war er Widerstandskämpfer und entkam nur knapp der Exekution. Während der Militärdiktatur wurde er politisch verfolgt, musste fliehen und lebte im Exil. Diese Erfahrungen bestimmen sein Leben und Werk. Der engagierte politische Dichter und sensible Erforscher der Wirklichkeit des Alltags und der Gefühle verbindet in seiner Dichtung scharfe, kritische Beobachtungen mit den Wunschträumen eines Menschen, der viel gelitten aber dennoch seinen Mut nicht verloren hat. Er wurde ausgezeichnet mit dem Griechischen Nationalpreis für Literatur.

Das poesiefestival berlin wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und findet statt in Kooperation mit der Akademie der Künste.

Mit freundlicher Unterstützung der MARITIM Hotels Berlin.

Mit freundlicher Unterstützung durch: Griechische Kulturstiftung, Zweigstelle Berlin, Hellenische Republik – Ministerium für Kultur und Tourismus

Mo 7.  Juni 2010, 18.30 Uhr

Poesiegespräch: Solange mich die Erinnerung bewohnt, kehre ich zurück

Akademie der Künste, Hanseatenweg 10

Mit Titos Patrikios (Autor, Athen)  Moderation: Maike Albath (Literaturkritikerin, Berlin)

Mo 7. Juni 2010, 20.00 Uhr

Zwischen Kalliope und Krise

Akademie der Künste, Hanseatenweg 10

Lesung mit Jazra Khaleed, Dimitra Kotoula, Titos Patrikios und Yannis Stiggas  Moderation: Giorgos Lillis (Autor, Bielefeld)

89. Harald-Gerlach-Literaturstipendium für Röhnert

Seit fünf Jahren lebt der Lyriker und Essayist Jan Volker Röhnert mit seiner Familie in Weimar. Der 33-Jährige erhielt gestern in Erfurt das mit 12 000 Euro dotierte Harald-Gerlach-Literaturstipendium. Aus Oberndorf bei Gera stammend, studierte er in Jena und lehrte hier auch sechs Jahre lang. Zuletzt war er als Lektor des Deutschen Akademischen Austauschdienstes an der Uni in Sofia tätig. Die Thüringer Allgemeine sprach mit ihm:

Lyrik wird seltener gelesen.

Ich wundere mich oft darüber. Eigentlich ist ein Gedicht das richtige Medium unserer Tage, wo man oft wenig Zeit hat. Die Vorliebe für die dicken Schwarten hat aber vielleicht etwas mit einem Verlangen nach Kontinuität zu tun. Und viele moderne Gedichte arbeiten wie ein Videoclip. Das macht vielen Probleme. Obwohl das Gleichzeitige unserer täglichen Erfahrung entspricht.

Mehr hier und hier.

Namensgeber des Stipendiums ist der in Erfurt geborene Schriftsteller Harald Gerlach, der vor 9 Jahren starb. Im März erschien aus Anlaß seines 70. Geburtstages ein Sammelband:

Harald Gerlach: So ist alles gesagt. Ausgewählte Texte aus den Jahren 1972-2000, hrsg. von Bettina Olbrich. Nora Verlagsgemeinschaft Dyck & Westerheide, Berlin, 168 S., 15 Euro (Besprechung)

80 Porträtgedichte Gerlachs über Dichter, Künstler, Freunde und Verwandte, darunter jenes über den Anakreontiker Johann Peter Uz, will der Weimarer Wartburg-Verlag im Herbst dieses Jahres vorlegen.