88. Meine Anthologie: Jürgen Dziuk an Li-Tai-Bo

Jürgen Dziuk

an Li-Tai-Bo

in den Büchern steht,
Du bist ertrunken,
als Du den Mond
aus dem See
schöpfen wolltest


doch sag‘,
was nirgendwo steht:
ist es Dir
gelungen?

In: was bleibt ist Ferne. Gedichte. Hrsg. von Àxel Sanjosé und Richard Dove . Weilerswist: Verlag Ralf Liebe 2007, S. 109

Jürgen Dziuk wurde 1960 in Nürnberg geboren, er studierte Amerikanische Kulturgeschichte, Sinologie und Ethnologie in München, bereiste u.a. Taiwan, Nepal und Singapur und übersiedelte 1993 aus beruflichen Gründen nach Malaysia, wo er schon 2004 starb. Sein Werk wurde bis auf wenige Ausnahmen erst postum in dem Band veröffentlicht, aus dem dieses Gedicht stammt.

87. Der letzte Marxist

Der italienische Schriftsteller Edoardo Sanguineti ist am Dienstag (18.5.) in seiner Heimatstadt Genua gestorben. Der Dichter, Kritiker und Übersetzer war Mitbegründer der „Gruppo 63“, einer 1963 in Palermo entstandenen Bewegung junger italienischer Schriftsteller, die in Anlehnung an die deutsche „Gruppe 47“ gegen die damalige Gesellschaft aufbegehrte.* …

Man konnte sich schon mal die Zähne an seinen Gedichten ausbeißen. Da war nichts irgendwie schnell Konsumierbares, weit und breit kein Sonnenuntergang, kein Herz und Schmerz. Reime hasste er. In der Welt so wie sie nun mal ist, reimt sich ja auch nichts und lieblich, rosenumrankt ist schon mal gar nicht. / CARL WILHELM MACKE, Titel-Magazin

In a tribute, President Giorgio Napolitano recalled how he came to know and appreciate Sanguineti when the two were Communist lawmakers in Parliament from 1979-1983. State TV said Sanguineti liked to call himself „the last Marxist.“

Feltrinelli, which published much of his work, hailed him as a „stubborn and intelligent critical conscience of our time, a craftsman of language and formidable poet of provocation and play.“

Sanguineti, who was born in Genoa in 1930, was an expert on Dante, taught literature at several Italian universities, wrote plays and essays as well as poems. / AP

Mehr: Der Standard / Trierischer Volksfreund / La Stampa / la Città di Salerno („La lezione di Sanguineti nella Salerno del ’68“

Ausschnitte aus Berios Laborintus II nach (u.a.) Texten von Sanguineti:

http://www.youtube.com/watch?v=D68nomyXlxs

Volker Sielaff stellte den Autor jüngst in sprache im technischen zeitalter vor:

Polyglotter Spieler, Mystiker leiblicher Ekstase
Der italienische Dichter Edoardo Sanguineti
(aus Heft Nr. 186, S. 134-135)

Vgl. L&Poe 2009 Mrz #80. Renner: „Neue Serie“ ab 2009

* aber in ästhetischer Hinsicht aufgeschlossen zur Avantgarde hin war. Sagen wir: einer Gruppe 47, der Oskar Pastior hätte beitreten können?

86. Edition Rugerup

Rugerup, 17.05.2010

Liebe Freunde der Edition Rugerup,

Ilma Rakusa hat kürzlich in einer sehr schönen Rezension von Innokentij Annenskijs “Wolkenrauch” die Edition Rugerup in der NZZ “verdienstvoll” genannt. Da ging mir auf, daß “verdienstvoll” nichts mit “verdienen” zu tun hat. Was nicht so schlimm wäre, kämen im Herbst nicht eine Anzahl schöne Bücher heraus und somit Kosten auf uns zu.

Wir suchen deshalb Bücherpaten, die ihr Lieblingsprojekt unterstützen. Geplant sind:

“Beredter Norden – schottische Lyrik seit 1900”

65 schottische Dichter werden von 26 herausragenden ÜbersetzerInnen  vorgestellt. Iain Galbraith hat seit über einem Jahrzehnt an dieser außergewöhnlichen Anthologie gearbeitet, die nicht nur eine neue Welt öffnet, sondern auch deutlich Spaß macht.

“So schmeckt ein Stern – norwegische Lyrik des 20. Jahrhunderts”

Klaus Anders und Andreas Struve haben die schönsten norwegischen Gedichte des letzten Jahrhunderts ausgewählt, übersetzt und mit einem Vor- und Nachwort bereichert.

“Legende vom Abholen” – ein neuer (und grandioser) Gedichtband von Thomas Kunst, dessen “Estemaga” wir vor zwei Jahren veröffentlicht haben.

“Das Schachspiel”

Jan Kochanowski (1530 – 1584) war der erste Dichter, der auf polnisch (und nicht etwa auf latein) schrieb und gilt bis heute als Begründer der polnischen Dichtkunst. In diesem erzählenden Gedicht spielen zwei Edelmänner Schach um die Hand der dänischen Prinzessin, einem verhilft sie diskret zum Sieg. Thomas Daiber hat das Gedicht nicht nur in überzeugenden Reimen und Rhythmen übersetzt, sondern auch in einem klugen Nachwort kommentiert. Die Schachpartie kann man nachspielen!

Derek Mahon – Ausgewählte Gedichte

Mahon wird in Irland als einer der großen Dichter aus der Generation von Seamus Heaney geschätzt, viele halten ihn für dem Nobelpreisträger ebenbürtig. Margitt Lehbert und Hans-Christian Oeser stellen sein Werk erstmals auf deutsch umfassend vor.

Ob wir das alles schaffen? Wenn nicht, das Frühjahr 2011 kommt bestimmt! Aber ein wenig zittern wir vor den Druckkosten, das schöne Aussehen unserer Bücher liegt uns sehr am Herzen. Wenn eines dieser Projekte Sie besonders begeistert, können Sie durch eine Patenschaft helfen, das Buch zu ermöglichen.

Es grüßt sehr herzlich Margitt Lehbert

Nimrod Förlag AB Edition Rugerup
Önneköp 8047 24298 Hörby Schweden
tel/fax: +46 415-60337 email: info@rugerup.de
www.rugerup.de

Rugerup in L&Poe

85. Li Bai in Vancouver

Die Gedichte des chinesischen Dichters Li Bai (701-762) wurden am Montagabend in Vancouver gefeiert, als zur Eröffnung des Monats des asiatischen Erbes in der kanadischen Stadt Werke des Meisters in 10 Sprachen vorgelesen wurden.

Die Gruppe World Poetry Extravaganza, die sich vorgenommen hat, das Werk der großen Dichter der Welt zu verbreiten, erzählte die Lebensgeschichte des Dichters aus der Tangdynastie (618-907), die als Gipfelzeit der chinesischen Lyrik gilt, in Richmond, der benachbarten Satellitenstadt, wo Chinesen fast die Hälfte der 193.000 Einwohner darstellen.

Der Sinologe Jan Walls nannte ihn einen der größten chinesischen Dichter neben Du Fu and Wang Wei. Während er über die Zeiten in China immer gelesen wurde, erreichte er den Westen erst 1862 über eine französische Übersetzung. H.A. Giles brachte ihn 1901 ins Englische. Walls sagte, an Li Bai schätze er besonders seinen Humor und seinen Sinn für romantische Stimmungen. Li Bai war ein großer Wanderer, der schrieb, wo immer er sich aufhielt. Er „machte Erlebnisse unvergeßlich in einer einprägsamen Sprache, gleich ob man ihn auf Chinesisch, Englisch oder in irgendeiner anderen Sprache liest.“  / Al Campbell, Xinhua 18.5.

Den Text der französischen Übersetzung, die auch Grundlage für die deutsche Fassung von Hans Bethge war, findet man hier:

Poésies de l’époque des Thang
traduites du chinois et présentées
par le Marquis d’Hervey-Saint-Denys

Zuletzt in L&Poe

Aus dem alten Archiv (oben rechts über „Archiv“ erreichbar):

  • 2002 Nov # Den Beginn einer monumentalen Geschichte
  • 2004 Jan # China setzt sich mit einem Dichter auseinander,
  • 2005 Jan #58. Abschied
  • 2005 Okt #39. Nationales Poesiefestival in Ma’anshan (China)
  • 2005 Nov #6. Erstes „Fest der Dichter“ in Anhui
  • 2007 Jul #40. Der Dichter Li Bai
  • 2008 Mrz #15. WRITING ON THE WALL

84. Gut an Schernikau

… ist, das ich ihn so vorstellen kann, wie er die Schriftstellerin Gertrude Stein vorstellte. Ronald M. Schernikau lebte von 1960 bis 1991, er war ein Deutscher und sehr dünn und ziemlich arm, er lebte in Berlin und Leipzig, er liess sich manchmal den Oberlippenbart kürzer schneiden und er übte den Beruf des Genies aus.

Der Verbrecher Verlag hat jetzt Aufsätze, Reportagen und Gespräche Schernikaus gesammelt. Viele davon sind in der DVZ/die tat, einer ehemaligen, der DKP nahe stehenden Zeitung erschienen. / Stefan Gleser, Berliner Umschau

Ronald M. Schernikau: Königin im Dreck. Texte zur Zeit. Hg. von Thomas Keck. Verbrecher Verlag, Berlin 2009. 304 S. ISBN: 978-3-940426-34-5. 15,00 Euro

83. Asher Reich und SAID

Der heute 62-Jährige, der von 2000 bis 2002 Präsident des deutschen PEN-Zentrums war, ist ein Grenzgänger zwischen zwei Kulturen geblieben. Nur einmal, nach dem Sturz des Schah 1979, versuchte er kurz eine Rückkehr in den Iran, doch das Regime der Mullahs, das sich dort etablierte, stieß ihn ab. Er reiste wieder nach Deutschland. Das Niemandsland, schreibt er, könne man „nur mit Liebe befruchten“.

Jetzt hat sich SAID an einem besonderen Brückenschlag versucht. In dem Buch „Das Haus, das uns bewohnt“, führt er ein poetisches Zwiegespräch mit dem israelischen Dichter Asher Reich.

Der 72-jährige Reich war noch in einem Palästina geboren worden, das unter britischem Protektorat stand. Er wuchs im orthodoxen Stadtviertel Jerusalems auf, das er mit 18 Jahren verließ. Der Journalist wurde mit seinen Gedichten zu einem der bedeutendsten Schriftsteller Israels.

„Das Haus, das uns bewohnt“: Das sind jeweils 40 Gedichte von SAID und Reich, die aufeinander reagieren, sich antworten. / Claus-Jürgen Göpfert, FR 18.5.

Asher Reich und SAID, 18.5., 20 Uhr, Hessisches Literaturforum im Mousonturm, Frankfurt, Waldschmidtstraße 4, 069/24449941

82. Ausgezeichnet

Die österreichische Dichterin Friederike Mayröcker wird am Dienstag (18. Mai, 19.00 Uhr) mit dem Horst-Bienek-Preis für Lyrik der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgezeichnet. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wird der 85-Jährigen in der Münchner Residenz überreicht, wie die Akademie mitteilte. Mayröcker sei eine „der kreativsten und vielseitigsten Sprachkünstlerinnen der Gegenwart“. Ihre „imposante Produktion“ zeichne die „magische Art und Weise“ aus, „wie es ihr gelingt, ihre abgeschlossenen und veröffentlichten Werke, sei es nun Lyrik oder Prosa, immer wieder durch neue Sprach- und Schreibfindungen zu übertreffen“. / Freie Presse

81. American Life in Poetry: Column 269

BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE

It is enough for me as a reader that a poem take from life a single moment and hold it up for me to look at. There need not be anything sensational or unusual or peculiar about that moment, but somehow, by directing my attention to it, our attention to it, the poet bathes it in the light of the remarkable. Here is a poem like this by Carolyn Miller, who lives in San Francisco.

The World as It is

No ladders, no descending angels, no voice
out of the whirlwind, no rending
of the veil, or chariot in the sky—only
water rising and falling in breathing springs
and seeping up through limestone, aquifers filling
and flowing over, russet stands of prairie grass
and dark pupils of black-eyed Susans. Only
the fixed and wandering stars: Orion rising sideways,
Jupiter traversing the southwest like a great firefly,
Venus trembling and faceted in the west—and the moon,
appearing suddenly over your shoulder, brimming
and ovoid, ripe with light, lifting slowly, deliberately,
wobbling slightly, while far below, the faithful sea
rises up and follows.

American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2009 by Carolyn Miller, from her most recent book of poems, Light, Moving, Sixteen Rivers Press, 2009. Reprinted by permission of Carolyn Miller and the publisher. Introduction copyright © 2009 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.

80. Poetry-Slam-Landesmeisterschaft in Mannheim

Beim „BW-Slam“ 2010, der ersten Poetry-Slam-Landesmeisterschaft, wurde viel gelacht. …

Der Pokal, Ruhm und Ehre sowie ein Startplatz bei den deutschsprachigen Meisterschaften im Ruhrgebiet gingen an den Heidelberger Lokalmatador Daniel Wagner. / ka-news

79. Iranischer Dichter ausgezeichnet

Der Friedrich-Rückert-Preis, den die Stadt Coburg alle zwei Jahre vergibt, ist grundsätzlich keine politische Auszeichnung. Er steht, wie der diesjährige Preisträger Dr. Essmâ’il Cho’i gestern bei seiner Ehrung im Riesensaal von Schloss Ehrenburg sagte, für die Annäherung des christlich geprägten Westeuropas an die islamische Welt, für die Verständigung von Okzident und Orient. Trotzdem bekam der Festakt eine politische Dimension, als Essmâ’il Cho’i, einer der großen alten Herren der modernen iranischen Poesie und einer der letzten lebenden Repräsentanten der zweiten Blüte der persischen Lyrik, den Gästen aus Kultur, Wirtschaft, Politik und staatlicher Verwaltung sein Schicksal schilderte. / Wolfgang Braunschmidt, Neue Presse 17.5.

78. Poesiefestival in Marrakesch

In Marrakesch fand am 14. und 15.5. zum 5. Mal ein internationales Dichtertreffen statt. Es stand unter dem Motto „Die Poesie – eine universelle Brücke zwischen den Kulturen“. Dabei wirkten auch das Goethe-Institut und das Instituto Cervantes mit. Es gab auch einen Akzent auf „gewisse Dichter im Exil oder im Gefängnis“.

[Namen dieser gewissen Dichter fallen nicht. Auch über den deutschen oder spanischen Beitrag schweigt der Artikel. Die Website des Goethe-Instituts Marokko schweigt über das Festival und bringt lediglich halbwegs einschlägig einen Artikel über Herta Müller. Außerdem verweist sie auf einen Veranstaltungskalender in französischer Sprache, bei dem z.B. Oskar Pastior auftaucht, von dem eine französische Ausgabe präsentiert wurde. Aber der Kalender geht nur bis April.]

In einem Wettbewerb wurden junge Dichter zwischen 16 und 20 aufgerufen, Texte in den Sprachen Arabisch, Amazigh (Berbersprache) und Französisch einzureichen. Der Preis für Amazigh ging an Jamal Ennaciri, der für Arabisch an Boustane Chaimae und für Französisch an Jad. / aufaitmaroc 16.5.

77. Mit dem Bild bricht die Botschaft

Auch Krause, 1961, ist ein Demontierer. Seine Gedichte sind Bauwerke – aus Stilen und Farben und Anklängen. Fast mit dem Wort wechselt er den Gestus. Ganz so, als misstraue er den üblichen Lyrismen, dem Eingänglichen durchkomponierter Verse sowieso. Selbst dann, wenn er sich mit den strengen Gedichten Buonarottis beschäftigt hat: „Satansziege frisst die Reifen der Vollendung an …“ Wer da erwartet, er würde jetzt die Satansziege beim Reifenfressen sehen, der irrt. Mit dem Versbruch bricht auch das Bild: „Namen wie Missionen stromauf zu den Dörfern“. Und mit dem Bild bricht die Botschaft. …

Die Worte sind – je öfter benutzt, um so stärker – mit Bedeutungen beladen. Manche Worte sind die Mahnmale ihrer selbst geworden. Nicht nur das Wort Pforte. Man könnte aus moderner Dichtung ein ganzes Vokabelwerk machen, in dem sie gewürdigt werden, weil selbst die Dichter nicht mehr sehen, wie ehrwürdig sie sind, all diese: festgezurrt, Waldgrund, Nüstern und Klippen, grobschlächtig und kubisch, innewohnen und umwallen.

Das Ergebnis: Texte mit Ecken, Kanten, scharfen Wendungen und einem gepflegten Arbeitscharakter. Der Dichter lässt nicht nur beim Arbeiten zuschauen. Er fordert auch vom Leser Arbeit am Wort-Werk. Das ist dann also Entscheidungssache, ob man noch eine Stunde Arbeit mit Dieter Krause dransetzt. Oder sich doch lieber umsäuseln lässt von Ovid oder Buonarotti.  / Ralf Julke, Leipziger Internet-Zeitung 17.5.

Dieter Krause „Farbkammern“, Leipziger Literaturverlag, Leipzig 2010, 12,95 Euro

76. Popikone Rimbaud

… Rimbaud besitzt auch 120 Jahre nach seinem Tod eine Faszination, die ihm längst den seltenen Rang eines geradezu universellen Phänomens von zeitloser Gültigkeit verschafft hat. Diese Bedeutung, die Rimbaud geradezu als den Archetyp heutiger Pop-Ikonen ausweist, denen er den Nachweis überzeitlicher Geltung jedoch uneinholbar voraus hat, dokumentiert sehr anschaulich die von Claude Jeancolas gestaltete Ausstellung „Rimbaudiana. L’éternité d’une icône“, die derzeit in Paris gezeigt wird. / JOHANNES WILLMS, SZ 12.5.

„Rimbaudiana. L’Eternité d’une icône“, bis 1. August. Galerie des bibliothèques, 22, rue Malher, Paris IV. Der Katalog kostet 39 Euro.

75. Petrarcapreis wieder da

Mit der Verleihung an Friederike Mayröcker im vergangenen Jahr ist der Hermann-Lenz-Preis aufgegeben worden. Er hatte zehn Jahre bestanden. Der Stifter des Preises, Hubert Burda, und die Jury (Peter Hamm, Peter Handke, Alfred Kolleritsch und Michael Krüger) vergeben nun wieder den vor fünfzehn Jahren ausgesetzten Petrarca-Preis, der in den Jahren 1975 bis 1995 an Lyriker wie Zbigniew Herbert, Jan Skácel, Tomas Tranströmer und Philippe Jaccottet vergeben worden war. Die Verleihung des neuen Petrarca-Preises wird zum ersten Mal im Juni auf Schloss Salem stattfinden. Die ersten beiden Preisträger sind der Franzose Pierre Michon und der Italiener Erri de Luca. / SZ 10.5.

74. Gestorben

Rane Arroyo, a poet and UT* creative writing professor, died May 7 of a cerebral hemorrhage.

“His death is a great tragedy and loss for poetry and Puerto Rican literature in the United States,” said Lawrence La Fountain-Stokes, a Latino studies and Spanish professor at the University of Michigan. / Toledo Free Press

*) University of Toledo, Ohio