12. Phänomen

Den Massenexodus der Rumäniendeutschen in den Westen nach dem politischen Umbruch 1989 überlebte die rumäniendeutsche Literatur vor allem durch das Fortbestehen deutscher Schulen, in denen junge Rumänen deutsche Literatur nicht nur lesen, sondern auch schreiben. Das ist ein einmaliges europäisches Kulturphänomen, dass anderssprachliche Muttersprachler in ihrer Bildungssprache Deutsch beachtliche Lyrik, Prosa, ja selbst Dramatik verfassen. So gelingt es der rumäniendeutschen Literatur als eigenständige Literatur zu überleben.

Ingmar Brantsch zeigt auf, dass sich eine junge Generation rumäniendeutscher Literaten ausgebildet hat, die auf einem erstaunlich hohen Niveau eine besondere deutsche Literatur ausprägt. / Siebenbürgische Zeitung

Der Deutsch-Rumänische Kulturkreis Köln lädt für Sonntag, den 29. Januar 2012, 16.00 Uhr, zum Themenabend „Das Weiterleben der rumäniendeutschen Literatur nach dem Umbruch“ in die Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b, 50678 Köln ein.

11. Gestorben

Die Schriftstellerin Eleanor Ross Taylor starb am 30.12. im Alter von 91 Jahren in Charlottesville, Va. Lange fand sie wenig Beachtung, erst in den letzten Jahren häuften sich wichtige Preise, Höhepunkt war der mit $100,000 dotierte Ruth Lilly Prize for Poetry, mit dem 2010 ihr Lebenswerk geehrt wurde. Dabei hatte sie Aufmerksamkeit eher gescheut.

Sie veröffentlicht in 50 Jahren 6 Bücher, zuletzt „Late Leisure“ (1999).

In einem ihrer neueren Gedichte,  „Wrapping Things Up,,  heißt es:

Now I’ll set out – the night
is lightly starred, sparks
moving micewise without sound.
I am Indians traveling
to new campgrounds.

/ Dannye Romine Powell, Charlotte Observer.

10. Sprachspieler – 50 Jahre Lyrik im Deutschlandfunk

Aus dem literarischen Leben

Sprachspieler – 50 Jahre Lyrik im Deutschlandfunk (4) Seit 3 Tagen sendet der Deutschlandfunk im Büchermarkt Lyrikkonserven zur Feier des Jubiläums. Bisher u.a.

  • Hans-Magnus Enzensberger liest: „Zukunftsmusik“
  • Gerhard Rühm liest: „Dokumentarische Sonette“u.“Lautgedichte im Wiener Dialekt“

Morgen folgt

  • Robert Gernhardt: „Würstchen im Schlafrock oder September mit Goethe“ (04.01.2012 16:10 Uhr – Erstsendung: 27. Januar 1999)

(Teil 5 am 5.1.12)

Alles hier zum Nachhören (man kann die Sendung auch als Podcast abonnieren).

9. Lichtgestalt der Moderne

Zwar ist der russischen Lyrikerin Anna Achmatowa (1889–1966) die höchste literarische Würdigung, der Nobelpreis, versagt geblieben, doch die Verehrung, die sie zu Lebzeiten genoss, wie auch ihr stetig wachsender Nachruhm machen sie gleichwohl zu einer Lichtgestalt der europäischen Moderne – kaum ein anderer Autor des vergangenen Jahrhunderts ist in Malerei, Skulptur oder Fotografie so oft dargestellt worden wie sie, kaum ein anderes lyrisches Werk hat man so extensiv übersetzt, ausgedeutet, vertont und illustriert wie das ihre, und kaum jemand sonst hat in Briefen, Tagebüchern oder Erinnerungsschriften zeitgenössischer Sympathisanten so viel Präsenz gewonnen. …

Die nun seit kurzem auch in deutscher Sprache vorliegenden «Erinnerungen an Anna Achmatowa» erweisen sich als ein rückhaltlos voreingenommener Nachruf, der die Dichterin hochleben lässt als künstlerische, moralische und intellektuelle Führungskraft einer Epoche des Horrors. …

Der rasant hingeschriebene, weder die Erzähllogik noch die Chronologie respektierende Text ist darüber hinaus ein epochales Zeitzeugnis von unmittelbar anrührender Authentizität – subjektiv, eigensinnig, provokant, ungemein klug und souverän, dabei völlig illusionslos, bisweilen auch ausgesprochen zynisch.

An Zynismus grenzt hier etwa die radikale Neubewertung der russischen literarischen Moderne. Diese sieht die Autorin dominiert von Ossip Mandelstam, dem angeblich einzig die Achmatowa und Pasternak das Wasser reichen können, während die kanonisierten Autoren des Symbolismus und Futurismus – von Alexander Blok bis hin zu Chlebnikow und Majakowski – lediglich als Komparsen der Literaturgeschichte in Erscheinung treten oder explizit als Kriecher, Schönredner, gar als «Kretins» abgefertigt werden . . .  / Felix Philipp Ingold, NZZ 3.1.

Nadeschda Mandelstam: Erinnerungen an Anna Achmatowa . Aus dem Russischen von Christiane Körner. Kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Pawel Nerler. Bibliothek Suhrkamp 1465, Berlin 2011. 205 S., mit zahlreichen Abbildungen, Fr. 27.50.

8. Neue Bibliographien

bei Lyrikwiki, u.a. Arno Holz und Thien Tran. Zahlreiche weitere in der Warteschleife.

Übrigens gibt es zum gestrigen Preisrätsel noch keine ausreichende Antwort. 2 Einsender fanden eine Quelle (von 3).

7. Preisfrage

„This word, so darkly on my eyelids, would have signified less; my friend“ – allein, der verdatterte Lyriker mißverstand die Zeichen.

Der erste, der 3 oder mindestens 2 der hier verwobenen Intertextstellen herausfindet und mir flugs per Mail schickt, erhält ein wertvolles Buchgeschenk:

Moses Rosenkranz: Visionen. Gedichte. Aachen: Rimbaud 2007.

(Es gewinnt der erste, der 3 oder falls das keiner schafft 2 Stellen angeben kann. Google hilft nur bedingt, schätze ich.)

6. Kalendersprung

In dieser deprimierenden Lage hat nun ausgerechnet Samoa ein Licht der Hoffnung angezündet. Auf den ersten Blick schien der Entschluss der Regierung des Pazifikstaats, die Uhren schon zwei Tage vor Silvester um 24 Stunden vorzustellen und über die Datumsgrenze zu springen, zwar auch noch den letzten mentalen Haltegriff mit in den Abgrund zu reißen: den Kalender, das Kontinuum Zeit. Mit unschönen Kollateralschäden: Ein kompletter Tag landete auf dem Müllhaufen der Geschichte. Und alle am Freitag, den 30. Dezember auf Samoa Geborenen wurden lebenslang ihres Geburtstags beraubt. Doch wann war je ein zeithistorischer Quantensprung poetischer besungen worden? „Wir springen durch die schwindenden Schatten der Nacht über die Zeit, um einen neuen Tag einzuläuten, Samstag, den 31. Dezember“, hatte Regierungschef Tuilaepa Sailele Malielegaoi in der Hauptstadt Apia feierlich verkündet. Bislang lag Samoa in der östlichen Hemisphäre der Welt, nun liegt es in der westlichen, zeittechnisch auf Augenhöhe mit Australien und Neuseeland, seinen lebenswichtigen Handelspartnern. Der Kalte Krieg hätte nie so lange gedauert, hätte man sich früher auf diese Art virtuelle Geschichtspolitik besonnen. Und gegen Samoas beherzten Schritt in eine bessere Zukunft wirkt Mao Zedongs „Großer Sprung“ in China Ende der fünfziger Jahre wie ein autistischer Kinderstreich. / Ingo Arend, taz

5. Zweihundertsiebenundsechzig

Mehr als ein, mehr als zwölf gute Dutzend: die von Theo Breuer initiierte Liste der Lyrikbände 2011 wächst weiter fast täglich und liegt momentan bei 267. Vollständigkeit anzustreben wär töricht: aber ich mache noch etwas weiter und rufe auch die Leser zur Mitarbeit auf. Es gibt ja so Zahlenspiele, Theo Breuer hat sie verschiedentlich gespielt. Liegt die Zahl der Lyrikbände pro Jahr nahe 20, 200 oder eher 2000? Zwischen 20 und 30 Bücher werden, wie aus unterrichteten Kreisen verlautet, von den Juroren jährlich für die Auszeichnung als bester Lyrikband des Jahres nominiert. Wieviele Bände FAZ, Süddeutsche oder Zeit im Jahr besprechen, ließe sich ermitteln. In unserer Liste fehlen nicht nur zahlreiche, ach was die meisten Klein- und Kleinstverlage, sondern auch noch viele sogenannte Große (wir wissen, im Bereich Lyrik sind viele Kleine größer als die Großen) sind kaum oder unvollständig erfaßt. Und was ist mit österreichischen oder Schweizer Verlagen, welche deutschen Bände erschienen in Rumänien oder anderen Ländern? Nach meiner jetzigen Schätzung käme man auf 1000 oder mehr. (Ich will das nicht erreichen, aber die Schätzung präzisieren).

Auch die Debütantentafeln 2010 und 2011 werd ich bei guter Stunde vervollständigen – eine Fortsetzung 2012 wirds eher nicht geben. Auch da gings ja um Verifizierung anhängender Mutmaßungen.

Sie finden alle bibliografischen Einträge schnell, wenn Sie in der Schlagwortwolke auf „Theo Breuer“ klicken.

4. Edition Muschelkalk

Der Weimarer Roland Bärwinkel, geboren 1958 in Magdeburg, legt mit „Bevor es zu spät wird“ erstmals eine eigenständige Sammlung von Gedichten vor, an der er lange und intensiv gearbeitet hat. Beeindruckend Langgedichte wie „Wagner hört John Malkovich in Ravello“. Ungewöhnlich die Anordnung der Gedichte in alphabetischer Reihenfolge.

Katrin Marie Merten, Jahrgang 1982, stammt aus Jena, lebt heute in Leipzig und ist als Lyrikerin bekannt. Erstmals legt sie elf Erzählungen unter dem Titel „Rückwärtslaufen“ vor. „Es handelt sich um klug komponierte, subtil inszenierte und leise erzählte Texte“, beschreibt Kai Agthe die Sammlung, die sich spannungsreich mit zwischenmenschlichen Beziehungen auseinandersetzt.

Die „Edition Muschelkalk“ steuert auf den 40. Band zu. „Den wollen wir unbedingt erreichen“, sagt der Herausgeber, der gegenwärtig bereits den nächsten Jahrgang vorbereitet. Den Grundstein für die Reihe legte Wulf Kirsten im Jahr 2000 mit seiner Thüringen-Bibliothek, die mit zehn Bänden im Hain-Verlag Rudolstadt veröffentlicht wurde. Seit 2002 gibt Kai Agthe die Bände heraus, die im Wartburg Verlag erscheinen. Im deutschsprachigen Literaturraum ist die „Edition Muschelkalk“ ein Phänomen, gerade deshalb gebührt ihr unbedingte Aufmerksamkeit. / Annerose Kirchner, Ostthüringer Zeitung

3. BONANZA REPARATUR

Das Jahr fängt gut an. Der erste Fund im 12. L&Poe-Jahr stammt von Facebook sowie heute:

BONANZA REPARATUR oder DAS LASSO DER POESIE. DIE WAHRHEIT ÜBER COWBOYLYRIK – DER FILM

mit:

  • Ulf Stolterfoht, als Hoss Cartwright, der Hauptheld
  • Hans Mayer & Walter Jens, in Doppelbesetzung als der weise Ben Cartwright
  • Prof. Dr. Hans Ulrich Treichel, als Adam C.
  • Norbert Hummelt als Little Joe

(Yoko Tawada kandidierte mit traditionell-originellen Buchstabensuppenrezepten bisher vergeblich für die Rolle des Kochs Hop-Sing. Stelle n.n. besetzt!).

In Special-Guest-Rollen:

  • Michael Lentz als Bruce Carradine
  • Häuptling Pappenfuß vom Stamm der Gorekerouac als Indianer-Joe aus „Die Abenteuer des Tom Sawyer“
  • Ann Cotten gibt die verschleppte weiße Lady, die in einer Prenzlauer Höhle gefangen gehalten wird. Neutrale Beobachter (NZZ) wollen den Ort auch als Heslacher Grotte erkannt haben (unweit der Schillereiche, wo die Räuber – die Söhne der Großen Bärin: Urs Engeler, Urs Widmer und Urs Allemann – bei Kalumet den Rütli schworen)
  • Monika Rinck war ursprünglich für die Rolle der Apanatschi vorgesehen, wogegen Uschi Glas vehementen Protest einlegte, die ihre Rolle mit Silke Scheuermann besetzt sehen will
  • für die Rolle des Winnetou konnte noch kein adäquater Darsteller gewonnen werden, einflussreiche Kreise bestehen auf Ilija Trojanow als Idealbesetzung.
  • Als Tierstimmenimitator und Studiogeräuschmeister kommt Valeri Scherstjanoi zum Dauereinsatz, eine Leihgabe der “Мосфильм“ / Mosfilm Gesellschaft.
  • Die Balletteinlage „TANZ DER GROßEN OCHSEN“ wird bestritten von Harald Hartung, Marcel Reich-Ranicki und Christoph Buchwald; die Frauenquote wird mit Sigrid Löffler erfüllt.
  • Die Solisten für den „TANZ DER KLEINEN OCHSEN“ werden in einem Auswahlverfahren aus Teilnehmern des Wettbewerbs „Dopen Mike“ gekürt;
  • der Jury präsidiert Monsignore Burkhard Spinnen.
  • Musik: IM Sezession & die Eindümpelnden Neubauten, dirigiert von Sir Uwe Tellkamp.

In einem prägnanten Kurzauftritt wird Raoul Schrott zu sehen sein. Er reitet den Wallach Wiglaf und führt einen Trek dt-öst. Siedler an, die, da Utah schon von den Mormonen besetzt war sowie von den Amischen auch aus New-Heslach vertrieben, mit Gil-games die Hauptstadt von Missionouri gründen, wobei sie ständig den Fluss übersetzten.

In einer Episode kommt Herta Müller zum Zuge, die auf den Spuren Nikolaus Lenaus die Stätten ihres nächsten Buches „Wellenschaukel hin und zurück“ besucht. Sie reist zusammen mit Richard Wagner-Lowrin, einem Botanisierer und Völkerkundler, den eine obgleich jeglicher Anwandlung von Eifersucht abhold sich zunehmend sorgende T. Adorna verfolgt … handelt es sich doch bei letztgenanntem um den unabdingbaren Mitherausgeber ihrer schon für die Bestenliste reservierten Untersuchung: „Teil 2: Die Seele deutscher Aussiedler“.

In einer anderen Szene wird ein weiterer dt. Nobelpreisträger zu sehen sein, der sich für den Erhalt der Prärie einsetzt, da diese die Lebensgrundlage des Wappentiers seines nächsten Romanprojektes „Das Bison“ ist.

Die Produzenten forderten unbedingt ein Kritiker-Revolverduell, entweder zwischen Felix Philipp Ingold und Klaus Nüchtern oder zwischen Wild Iris Radisch und Reverend Michael Braun, wobei jedes Mal André Vladimir Heiz als Marshall Mc Luhan für die neudefinierte Ordnung im Poets Corral sorgen sollte. Die angefragten Herrschaften erklärten sich jedoch allesamt für überzeugte Pazifisten und Schützenfestverweigerer, die nie ein Schießeisen in die Hand nehmen würden, nicht mal einen Spielzeugcolt oder Wasserpistole, und viel besser mit Messer und Gabel umgehen zu wissen … so dass dieses nun als Computerspiel auf den Markt kommen soll, ergänzt durch spawning Varianten wie „Literature-houses of the rising sun / Friede den Bretterhütten Euterpes“.

Mike Krüger, der Impressario der erfolgreichen Carl Hanser Rating-Agentur, bestand zusammen mit dem Honorarkonsul von New Mexiko, Joachim Sartorius, auf einer Rolle für Durs Grünbein, andernfalls jegliches Sponsoring entfällt, woraufhin es zu einer schwarzweiß Sequenz kommt, in der er als Ostküsten Johnny Depp immer tiefer in den wilden Westen hineingezogen wird, nach lateinischen Quellen in der Dichtung der Navajo Indianer suchend … aus welchen Jagdgründen ihn freilich alsbald Raoul Schrott vertreibt.

* Gerhard Falkner, als Regieassistent von Roland Emmerich vorgesehen, zog die Obliegenheiten eines Casting-controllers und Front-Stuntmans vor.

Ideen, Recherche, Mitarbeit – Klaus Thaler

1. FOLGE

 Jetzt & hier aber sind die Seminaristen und Magister gefragt!

2. Cowboy Poetry

Seit gut 200 Jahren gibt es Cowboy Poetry: Gedichte, in denen Cowboys aus ihrem Leben erzählen. Cowboy Poetry ist die eigenständige Gattung der amerikanischen Literaturgeschichte, in Europa weitgehend unbekannt.

1. Januar 2012, 9:05 Uhr

Feature, Radio Bremen

Lesetip:

  • Ulf Stolterfoht und der Lyrikkurs des Literaturinstituts Leipzig: Cowboylyrik. Roughbook, Band 3. Urs Engeler Editor, Basel 2009. 80 S.

2011 in review

Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.

Hier ist eine Zusammenfassung:

Etwa 8.500.000 Menschen besuchen jedes Jahr das Louvre Museum in Paris. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 240.000 mal besucht. Wenn dieses Blog eine Ausstellung im Louvre wäre, würde es etwa 10 Jahre brauchen um auf die gleiche Anzahl von Besuchern zu kommen.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

[Nachricht von wordpress.com]

120. Nicht harmlos

Bis 2010 hat der Rutesheimer Architekt Volker Kittelberger Christian Wagner für einen harmlosen Blumendichter gehalten. Das hat sich inzwischen geändert: Er hat eine ganze Anzahl von Wagner-Gedichten vertont und eigene Lieder über ihn geschrieben, in denen er in bestem Schwäbisch Wagners Situation als schlecht gelittenen „Tagdieb im Flecken“ reflektiert. / Stuttgarter Zeitung/ Leonberger Kreiszeitung

119. Keine Lyrik mehr

Der Lyrikmonat Dezember geht zu Ende, ab morgen wird uns Google mit täglichen Lyriknachrichten verschonen derart (Auswahl aus den letzten 3 Tagen):

Bei der besinnlichen, aber auch fröhlichen Feier der Chorgemeinschaft Lahr in der Dammenmühle standen Lieder, Gedichte und Musikstücke…

… trugen ein Gedicht über eine schöne Bescherung, … über die Weihnacht vor. … las eine kurze Weihnachtsgeschichte. Im Rahmen der Weihnachtsfeier wurden auch langjährige Mitglieder geehrt.

… ließ die Zeit Theodor Storms wieder lebendig werden mit der Geschichte unter dem Tannenbaum, aus der das bekannte Gedicht „Von drauß vom Walde komm ich her“ stammt.

… gab später noch einmal ein Gedicht zum Besten

Der Nikolaus … hatte für jedes Kind etwas dabei, viele konnten dazu gar ein Gedicht vortragen. Natürlich hatte er auch für alle Erwachsenen etwas mitgebracht.

… las das Gedicht „Die Botschaft“, bevor ein weiteres weihnachtliches Musikstück angestimmt wurde. Das Gedicht „Ich hol dir die Sterne vom Himmel“ wurde …vorgetragen. Ein weiterer Programmpunkt war das Lied „Alle Jahre wieder“.

Jedes Kind sang ein Lied oder sagte ein Gedicht auf. Zur Belohnung gab es Obst oder Schokolade aus dem Eselskarren.

„Gesegnet sei die heilige Nacht, die uns das Licht der Welt gebracht“, rezitierte Bürgermeister … das Mörike-Gedicht „Die Heilige Nacht“. Um die Mittagszeit des Heiligabends hatten sich 200 Besucher auf dem Platz vor dem Rathaus versammelt…

So seit Ende November tagein tagaus. Ab morgen (oder in Bayern ab 7.1.) ist damit Schluß und das Wort „Lyrik“ für 11 Monate wieder dem politischen Gegner oder dem eigenen Unklartext vorbehalten.

118. Lyrik

Muhammad Ali: „Wann wird es schon je wieder einen Boxer geben, der Gedichte schreibt, Runden voraussagt, jeden besiegt, Menschen zum Lachen bringt, Leute zum Weinen bringt und der groß und ganz besonders hübsch ist wie ich es bin? In der Geschichte der Welt, seit Anbeginn der Zeit hat es niemals einen Boxer wie mich gegeben.“ / BILD