11. Warum nicht kämpfen?

„Ganze Bibliotheken wurden über John Ashbery geschrieben“, sagte mir der Kritiker Harold Bloom. „Ich finde das einfach albern. Es geht alles um die Idee, daß er ein französischer Dichter ist, der auf Englisch schreibt. Oder daß er ein Sprachpoet (language poet) ist. Das ist alles Blödsinn.“

„Ich denke nicht, daß man John in das Schubfach einer speziellen Schule stecken sollte“, sagte Alice Quinn, frühere Lyrikredakteurin des New Yorker. „Ich glaube, er zeigt uns eher was poetisches Denken ist. Es ist zugleich chaotisch und kohärent. Es gelingt ihm, eine Menge des handgreiflichen Lebendigseins einzufangen.“

Seine Verleumder sagen, er ist zu kompliziert. Seine Fans sagen die Gegenpartei weiß nicht, wie man Gedichte liest.

„Klar kämpfen die Leute mit seinen Gedichten“, sagt Paul Muldoon, Frau Quinns Nachfolger beim New Yorker, in einer eMail. „Warum auch nicht? Wir kämpfen um zu gebären und um geboren zu werden. Wir kämpfen um Sex. Einige von uns sogar um zu sterben.“

/ Michael H. Miller sprach mit John Ashbery, New York Observer

Im Frühjahr erscheint John Ashberys „Flow Chart“ in der Luxbooks-Reihe „Americana“.  Ein Langgedicht von 500 Seiten, das als zentrales Spätwerk des Amerikaners gilt, auf deutsch jedoch bislang unveröffentlicht blieb.

10. Gespräch

Es wispert, flüstert, scherzt, erörtert und schwatzt in ihren Versen, als wollte sie Seite für Seite das Wort Leonid Lipawskis, eines ihrer Gewährsmänner aus der Petersburger Moderne, einlösen. Sie zitiert es gern: «Wie schön ist ein uneigennütziges Gespräch. Zwei Göttinnen stehen hinter den Redenden: die Göttin der Freiheit und die Göttin der Ernsthaftigkeit . . . sie hören interessiert zu.» Martynova redet so mit Rilke, Dickinson, Goethe, Novalis, Properz oder Dante, vor allem aber mit den zur Stalinzeit totgeschwiegenen, dann zumeist ermordeten Schriftstellern, welche versteckt und in Armut die russische Moderne des 20. Jahrhunderts fortführten, neben Lipawski: Daniil Charms, Nikolai Olejnikow, Nikolai Sabolozki, Alexander Wwedenski. / Beatrice von Matt, NZZ 3.1.

Olga Martynova: Von Tschwirik und Tschwirka. Gedichte. Aus dem Russischen von Elke Erb und Olga Martynova. Literaturverlag Droschl, Graz 2012. 96 S., Fr. 24.90.

9. Wie Troglodytennester

In Luc Bondys Gedichten stehen die Dinge manchmal auf dem Kopf. Wenn hier jemand frühmorgens in seinem Zimmer einen Fussel schluckt, fängt er nicht etwa an zu husten, sondern macht eine eigentümliche Erfahrung: ‚Es waren Glücksfäden, / sie verstrickten sich in meiner Kehle, / hingen da wie Troglodytennester.‘ / NICO BLEUTGE, Süddeutsche Zeitung 27.12.

Luc Bondy: Toronto. Gedichte. Paul Zsolnay Verlag, Wien 2012. 61 Seiten, 14,90 Euro.

8. Rose Ausländer aus Czernowitz

Ab 1946 lebte Rose Ausländer wieder in New York. Neue Gedichte schrieb sie in englischer Sprache, so verhasst war ihr alles Deutsche geworden. 1956 gelang es ihrer Dichterkollegin Marianne Moore, sie zu überzeugen, wieder in ihrer Muttersprache zu schreiben. Die Begegnung mit Paul Celan 1957 brachte sie dazu, ihren Stil zu modernisieren, den Rhythmus freier zu gestalten, auf Reime zu verzichten. 1965 verlegte sie ihren Lebensmittelpunkt nach Düsseldorf. Ihr zweiter Gedichtband „Blinder Sommer“ (1965) bescherte ihr den Durchbruch. Sie unternahm noch einige Reisen, ehe sie 1972 ins Nelly-Sachs-Haus, das Altenheim der Jüdischen Gemeinde in Düsseldorf, zog. Dort blieb sie literarisch produktiv, selbst nachdem sie 1977 erklärte, ihr Bett nicht mehr verlassen zu wollen. Jedes Jahr erschien ein neuer Lyrikband von ihr, es häuften sich die Auszeichnungen. Ihre Gedichte, in denen sie Exil, Verlust und Heimatlosigkeit ausdrückte, wurden in viele Sprachen übersetzt. Ungebrochen blieb bis zuletzt ihr Glaube an die sinnstiftende Macht des Wortes: „Ich Überlebende/des Grauens/schreibe aus Worten/Leben.“ / Peter Kohl, Rheinische Post

7. Spiritualität und Gesundheit

Spiritualität (Sorin Cerin)

1460. In einer kranken und gescheiterten Gesellschaft wird aus Spiritualität ein Ödipuskomplex.*

Aus: Wisdom Collection (2009). Englische Übersetzung bei archive.org. Die Sammlung umfaßt 7012 Aphorismen in 6 Büchern. Sorin Cerlin ist ein rumänischer Philosoph und Autor von Aphorismen, Essays, Romanen und Gedichten. Er wurde 1963 in Baia Mare geboren.

*) Nach dem Englischen.

6. Der Reim (Daltschew)

Atanas Daltschew (1904-1978)

Der Reim ist keine äußere Verzierung, sondern ein organischer Bestandteil des Verses. Hat er einmal Eingang in ihn gefunden, bestimmt und verändert er seinerseits alle anderen Elemente, einschließlich des Inhalts. Das Denken in Reimen ist ein Denken mit den vier, fünf Endworten einer Strophe.

Fragm. 173

 

Der Reim ist eine sehr eigensinnige und despotische Freundin, die einen inspirieren, mit ihren Launen aber auch zugrunde richten kann. Was mich betrifft, so habe ich mich niemals von ihrem Witz betören lassen und war stets bereit, mich von ihr zu trennen, sobald ich sah, daß wir uns nicht verstanden. Mich beginnt diese Klingel sogar richtig zu belästigen, die wie meine Schreibmaschine am Ende jeder Zeile unausweichlich läutet.

Fragm. 173

 

Vor lauter Reimen kann man nicht sehen, ob noch etwas anderes in seinen Gedichten enthalten ist.

Fragm. 174

 

Der Reim ist schön durch die Überraschung, die er mit sich bringt, und in diesem Sinne ist er ein Element des Humors. Nicht von ungefähr findet er weiteste Anwendung in humoristischen Gedichten, und seine besten Meister sind die Humoristen: bei uns Podwyrsatschow und Smirnenski, in Rußland Marschak. Im ernsten Gedicht ist er hingegen weniger angebracht, dort stört er häufig, da er die Aufmerksamkeit des Lesers ablenkt.

Fragm. 175

 

 

Atanas Daltschew, Fragmente. Übersetzt und herausgegeben von Norbert Randow. Leipzig: Reclam 1980, S. 65f.

Mehr von Daltschew

5. Gereimt

Eine der zumindest in Deutschland verkanntesten Eigenschaften des Reims drückt der bulgarische Dichter Atanas Daltschew so aus: „Der Reim ist auch ein Element des Humors.“ Hätte Günter Grass, der das hier noch wußte, seine politischen Gedichte gereimt, wären sie weniger bierernst-bärbeißig dahergekommen. Ob Ulf Dunkel Humor hat, weiß ich nicht – er beschreibt sich jedenfalls als Selbstdenker und nicht -reimer. Hier sein Gedichtle im Wortlaut:

Wetzt das Messer, singt ein Lied,
Ab die Vorhaut von dem Glied.
Kinder können sich nicht wehren,
darum müssen sie uns ehren.
Wir verstümmeln, wir beschneiden
Recht und Vorhaut; allen beiden
muss man hier den Garaus machen,
denn wir steh’n auf solche Sachen.
Und ihr Schreien hilft so wenig,
denn wer festhält, ist der König.
Wir bestimmen, was hier Recht.
Wer dagegen ist, ist schlecht.
Gründe sind uns ganz egal,
der Verstand, der kann uns mal.
Bist Du für ein intaktes Glied,
so bist Du gleich Antisemit.

Wie man an den beiden letzten Zeilen sieht, kann man die humoristische Wirkung durch Beugung des Metrums verstärken, genauer gesagt liegt hier Doppelbeugung vor, indem 1. das trochäische Gedicht hier in Jambus wechselt und dieser 2. durch Tonbeugung verformt wird:

Bist DU für EIN inTAKtes GLIED,
so BIST Du GLEICH AnTIseMIT.

(Über den Zusammenhang von „Messer wetzen“ und Juden- bzw. Antijudentum vielleicht ein andermal. Auch die Redesituation – man beachte das changierende „wir“ – läßt sich gut analysieren.)

4. Fast alle

Ein gereimtes Gedicht mobilisiert die Massen… der Blogger zumindest. So beim notorischen Freitag:

Ulf Dunkel ǀ Nachruf für einen aufrechten Demokraten — der Freitag

vor 1 Tag – Man hat es mal wieder geschafft. Der Zentralrat der Juden in Deutschland bestimmt, wer in Deutschland gewählt werden darf und wer nicht!

Was der Freitag kann auch Focus, selbstredend:

Ulf Dunkel sollte sich nicht zurückziehen – Leser-Kommentar 

http://www.focus.de/…/ulf-dunkel-sollte-sich-nicht-zurueckziehen-muss- …

vor 19 Stunden – Ulf Dunkel sollte sich nicht zurückziehen: nur weil er gesagt hat was fast alle Deutschen denken. Ein Glaube der die Verstümmelung von …*

Er selber sieht sich als Selbstdenker:

Ulf Dunkel (ulf42) on Twitter

Ulf Dunkel. @ulf42. Sum, ergo cogito. Ich bin, also denke ich. – Selbstdenker, Softwarekaufmann, Entwickler, Übersetzer, Autor, Musiker, einsamer Wolf und 

Ein Herr Schiller, der auch unter dem Namen Goethe auftritt, ist andrer Meinung:

375.

Ich.

Denk‘ ich, so bin ich! Wohl! Doch wer wird immer auch denken?
Oft schon war ich, und hab‘ wirklich an gar nichts gedacht!

Wir berichten bestimmt weiter.

*) …  Penissen voraussetzt, gehört verboten. Könnte man auch manches Weltproblem gleich mit lösen! Eine titanische Arbeit, wer wenn nicht wir?

Geschützt: Kalendarium

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3. Twitteratur

Große Gedanken im kleinen Format

Dank des Kurznachrichtendienstes Twitter ist der Aphorismus in Form des Mikroblogging eine auflebende Form. Bestand die Modernität des Aphorismus bisher in seiner Operativität, so entspricht diese literarische Form im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit der Denkgenauigkeit der Spätmoderne. Es ist sozusagen Twitteratur.

Holger Benkels »Gedanken, die um Ecken biegen« gehen jedoch weiter als der geschriebene Text; sie sind kein Ende, sondern ein Anfang. Sie versuchen, diesen kleinen Rest an Sprache etwas aufzuhellen, und wagen es seine Ränder verstehbar zu machen. Benkels Aphorismen folgen keinem linearen und systemischen Denken, sie entfalten sich vielmehr assoziativ und labyrinthisch. In seinen Aphorismen gehen Poesie und Sprachkritik ineinander über.

Der Aphoristiker spricht seine Gedanken frei und verfolgt sie nicht. Benkels Aphorismen sind eine Prosaform zwischen Poesie und Philosophie, verwandt mit Essay, Sprichwort und Epigramm. Ein Genre der Gegensätze: knapp gefaßt, aber weit gedacht, pointiert formuliert, aber metaphorisch offen, sehr subjektiv auf den Begriff gebracht, aber mit Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Diese »Gedanken, die um Ecken biegen« sind kurz, konzise, rhetorisch markant, nichtfiktional und stehen für sich allein, sind also nicht Teil eines längeren Textes. Benkel arbeitet oft mit sprachlichen Mitteln wie Antithese, Neologismus und Paradoxon. Vieles ist so dicht und so intensiv, daß es zu kleinen poetischen Einheiten wird.

Als gelernter Lyriker schreibt Benkel gleichsam in Zirkelbewegungen, auf die Momente zu, da etwas aufgeht. So lassen sich Aktivität und Passivität, Tun und Erleiden, Begreifen und Ergriffen–Werden kaum unterscheiden. Es sind Augenblicke, in denen Probleme gelöst, Überzeugungen gebildet und Einsichten gewonnen werden – mentale oder auch seelische Ereignisse, in denen sich nicht nur das Denken, sondern auch das Leben ändern kann. Einige von Benkels »Gedanken, die um Ecken biegen« haben Konsequenzen nicht allein für das Leben und Denken desjenigen, dem da etwas aufgeht.

Diese Aphorismen sind zugleich Ausdruck eines fast paradox anmutenden Verhältnisses zur Literatur: eher reflexiv, kritisch und distanziert und eben dadurch tiefergehend. Das literarisch Wertvolle daran ist, daß er das Spiel mit den Wörtern nicht als bloße Etüde betreibt. Vielmehr schimmert hinter all seinen Spracherkundungen ein existentieller Kern, das kleinstmögliche Ganze.

/ Matthias Hagedorn

Gedanken, die um Ecken biegen, Aphorismen von Holger Benkel, Edition Das Labor, Mülheim 2013

2. »lyrix« 2013: Zeitgenössische Lyrik im Museum

Im Januar 2013 startet „lyrix“ in die sechste Wettbewerbsrunde. Wie im vergangenen Jahr werden wir jeden Monat zu Gast in einem anderen Museum sein. Im Zentrum der zwölf Monatsthemen steht 2013 ausschließlich zeitgenössische Lyrik.

Gemeinsam mit dem Deutschen Museumsbund wurden auch für 2013 wieder zwölf interessante und spannende Exponate unterschiedlicher Museen aus ganz Deutschland ausgewählt. Die Themen der einzelnen Wettbewerbsmonate beziehen sich auf diese Exponate sowie auf ein thematisch passendes zeitgenössisches Gedicht. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13. Die Einsendung der Gedichte erfolgt wie bisher per E-Mail.

Für Lehrerinnen und Lehrer werden begleitende Unterrichtsmaterialien zu den Monatsthemen beziehungsweise den zwölf Gedichten der einzelnen Wettbewerbsmonate angeboten. Begleitend zum Wettbewerb veranstaltet „lyrix“ bundesweit Schreibwerkstätten, in denen Jugendliche mit namhaften Autoren erste Erfahrungen im Kreativen Schreiben sammeln und an eigenen Texten arbeiten können. Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich per E-Mail an info-lyrix@dradio.de über die Schreibwerkstätten informieren. / DLF

1. Auf ein Neues

… von beat pop zum äthe­ri­schen gedicht von verlegenheitsversen zu gele­gen­heitsge­dichten von sonnen­strahl und thun­derstorm zu schnee­gestö­ber von kinovativer sp∙r∙a∙c∙h∙­sch∙r∙öp­f∙ung zu kongenia­ler nach­empfin­dung hommage remix und anverwandlung vom poesie aller länder und zeiten in die zange nehmenden gedicht des poeta doctus zum naiven no­tat des art-brut-tex­ters von der chiff­rierten zur intertextuel­len ver­flechtung von der notgebore­nen atta­cke zur müßigen be­sin­nung von allego­rie met­ony­mie em­blem und symbol zu salopplyrik ohne ›wenn‹ und ›aber‹ vom absurd anmutenden oxymoron zum grotes­k eifernden paradoxon vom narbenfrohen non­sens zum warz­weißen tief­sinn from poems with to poems without punchline von sehr naturrei­ner krautpoesie über schwer metaly­rische gedichtge­dichte zum mehr tiktak­tisch klugen lehr­ge­dicht von poets’ poetry zum gedicht für jeder­mann von stil­len um eine meta­pher bloß ranken­den versen zur schrillen hekti­schwil­den übern ganzen blattraum und weit dar­über hin­aus sich winden­den mon­tage oder endloszeile vom stak­kato zum ge­schmeidi­gen vom surre­alen purzel­baum über disso­nanz und lautlyrik zur magi­schen volks­liedstro­phe­ von der urba­nen häuser­zeile bis zur rustika­len zeitge­mäß frag­men­tier­ten bezie­hungs­weise fremdelnden sumpf­dotter­blume im schneegestöber 2010 // der ›dichter‹ liegt vor hitze stockt der mut / in heißen lüften ist kein wort dabei / die zeit der großen verse ist vorbei / und in den brüsten seh ich geizt die glut // der wurm ist nah hier hilft wohl bloß noch ducken / und sich mit schicken kämmen zu bestücken / die feisten schrei­ber gehen schon an krucken / die dreisten leser wollen sich ver­drücken

Aus:

B∙U∙C∙H∙S∙T∙A∙B∙E∙E∙T

31. Dezember 2012

Von 

Gedichte im deutschen Sprachraum 2012 • Ein listenreicher Glückblick

(KuNo)

2012 in review

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

Etwa 55.000 Touristen besuchen Liechtenstein jedes Jahr. Dieser Blog wurde 2012 280.000 Mal besucht. Wäre es Liechtenstein, würde es 5 Jahre dauern, bis so viele Menschen es gesehen haben. Dein Blog hatte mehr Besucher als ein kleines Land in Europa!

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

122. Das Letzte

Die Beschneidungsdebatte um den niedersächsischen Grünen-Landtagskandidaten Ulf Dunkel ist vorerst beendet: Der 50-Jährige zog am Montag die Konsequenzen aus der scharfen Kritik an seinem Gedicht zur Beschneidungspraxis. Dunkel werde im Fall eines Wahlsiegs auf sein Mandat verzichten, sagte Michael Jäger vom Grünen-Kreisverband Cloppenburg am Montag auf dapd-Anfrage. Der Vorstand des Kreisverbands begrüße die Entscheidung. (…)

Dunkel war in die Kritik geraten, nachdem er im Internet ein umstrittenes Gedicht zur Beschneidungspraxis von Juden und Muslimen veröffentlicht hatte. Darin heißt es: „Wetzt das Messer, singt ein Lied, ab die Vorhaut von dem Glied. Kinder können sich nicht wehren, darum müssen sie uns ehren.“ Daraufhin hatte der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, mit Empörung reagiert und Dunkels Rückzug gefordert. „Das Machwerk von Herrn Dunkel strotzt nur so vor hasserfülltem Hochmut gegenüber Juden und Muslimen“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. / Die Welt

Letzte Chance für ein Skandalpoem im Alten. Aber das Neue ist ja nicht weit. Auf ein Neues!

121. Litfaßsäule

Silke Peters auf dem Bahnhofsvorplatz
Odile Endres auf dem Bahnhofsvorplatz

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