die dunkler werdenden Tage lassen uns aufhorchen
Hansjürgen Bulkowski
Das Wortmaterial kommt zum Teil direkt aus zugehörigen Wortfeldern; alles ist hier – wie in den beigefügten bildkünstlerischen Arbeiten Zauners – wirbelig, torkelt, purzelt und dreht sich spiralig oder propellerartig. Dazu kommen in immer neuen Kombinationen Bildvorstellungen wie Schneise und Stelze, Leinwand und Projektor, Wackelbild und Wackelpudding, aber auch Rosenblüten und Flötenhaar, Sieb und Lasso, Mammut und Koalabär. Und Zauners bewährte Tierbildgenerationsmaschine bereichert die fantastische Zoologie auch in diesem Band um überraschende Kreationen, etwa den singenden „klarinettenrabenwedelbären“. Wie eine Flipperkugel rollen die immer neu zusammengewürfelten Wortballungen durch die Textseiten, in denen sich „alle jemals gedachten und gesprochenen worte“ in- und übereinandertürmen, sich balgend und haschend.
„ich habe also schon längst diese weltweit begehrte worterzählmaschine erfunden, jeder der zu mir rhizt erfährt sofort seine gesprochenen noch zu sprechenden wortflüsterwerte“, heißt es einmal. / , Die Presse
Hansjörg Zauner: Sie ist im Lieblingssong mit Skistöcken als Lächeln hängen geblieben: Prosa. Klagenfurt: Ritter, 2013
ISBN 3854155018, 9783854155010
Trakl, ein Liedermacher der Vorweltkriegsszene („ein Lied zur Guitarre, das in einer fremden Schenke erklingt“). Der kaputte Typ. Der soziale Versager. Der schwierige, bis unmögliche Freund. Nahezu alles misslang ihm im Leben, und buchstäblich alles gelang ihm im Gedicht. Trakl lebte ein Leben, das auf Gedichte ausgerichtet war. Nur öffentlich vortragen konnte er sie nicht.
Die einzige Lesung, die Trakl gab – zusammen mit dem Prosaisten Robert Michel am 10. Dezember 1913 bei einer im Innsbrucker Musikvereinssaal in der Museumstraße abgehaltenen Veranstaltung der legendären Zeitschrift „Der Brenner“, zu diesem Zeitpunkt längst Trakls wichtigstes Publikationsorgan –, litt denn offenbar unter der betont leisen Art seines Vortrags.
Nicht dass Trakl seine Stimme versagt hätte, vielmehr hat er seinen eigenen acht vorgetragenen Gedichten – sie gehören zu den Höhepunkten seines lyrischen Werks („Die junge Magd“, „Sebastian im Traum“, „Abendmuse“, „Elis“, „Sonja“, „Afra“, „Kaspar Hauser Lied“, „Helian“) – ihre wirkungsvolle stimmliche Umsetzung versagt. Oder war das Leise seiner Stimme einfach seiner notorischen Befangenheit und Nervosität geschuldet? / Rüdiger Görner, Die Presse
„Wir ehren ihn nicht nur im Rückblick, sondern auch im Hinblick darauf, dass er immer noch ein außerordentlich produktiver und innovativer Autor ist“, so Heinrich Detering, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in einem Gespräch mit der Deutschen Welle. Gerade auf diesen Aspekt hätte die Akademie besonderen Wert gelegt, so Detering. Der 1932 in Köln geborene Becker hat sich noch lange nicht aufs Altenteil zurückgezogen. Er schreibt fleißig weiter.
Und dass er auch noch viel Einfluss ausübt auf Jüngere, dass er also auch „innovativ“ ist, wurde bei der Frankfurter Buchmesse gerade noch einmal sehr deutlich. Becker stellte dort ein Buch zweier Germanisten vor, das besonders auf sein Frühwerk eingeht. Das war in den 1960er Jahren vom Zusammenspiel der verschiedenen Künste, Dichtung, Malerei und Collage, bildende Kunst und moderne Musik geprägt. Avantgardistisch und revolutionär, mutig und sperrig waren diese erste Texte Beckers – vieles, was heute als dichterische Avantgarde gilt, wirkt dagegen bieder.
(…)
In der Preisbegründung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung heißt es nun, Becker habe „die Gattungsgrenzen von Lyrik und Prosa beharrlich neu vermessen und verändert. Seine Gedichte leben aus einer sensiblen, sinnlichen, neugierigen Weltzugewandtheit und einer vollendeten, dabei ganz unaufdringlichen Sprachkunst.“ Bei aller bildlichen Brillanz und aller Lust am leuchtenden Detail der umgebenden Natur erkunde sie stets eine von den Spuren der Geschichte und ihrer Katastrophen gezeichneten Landschaft. Jürgen Becker mag mit seinen nunmehr 82 Jahren ein ungewöhnlicher und beim breiteren Lesepublikum wenig bekannter Autor sein, ein würdiger ist er allemal. / Jochen Kürten, Deutsche Welle
Zum Weiterlesen: Anne-Rose Meyer-Eisenhut und Burkhard Meyer-Sickendiek: „Fluxus und/als Literatur – Zum Werk Jürgen Beckers“, Verlag edition text + kritik, 978-3-86916-325-3. Beim gleichen Verlag liegt die Zeitschrift für Literatur vor, der Band VII/03 widmet sich dem Werk Beckers. Dort schreibt auch Buchpreisträger Lutz Seiler über den Büchner-Preisträger 2014. Die Auszeichnung wurde Jürgen Becker heute im Rahmen der Herbsttagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen.
Ist es für Sie schwierig, Ihr Jüdischsein in eigene Worte zu fassen?
Nein, jedoch setze ich mich in den Büchern, die ich schreibe, mit meiner jüdischen Identität auseinander. »Four Jews on Parnassus« etwa, das ich zu einer Zeit schrieb, in der ich wusste, dass meine Frau Diane Middlebrook an Krebs sterben würde, stellt die Herangehensweisen von vier jüdischen Intellektuellen, Benjamin, Adorno, Scholem und Schönberg, an ihre jüdische Identität dar; Walter Benjamin, der jüdische Deutsche oder deutsche Jude, der Zionist Gershom Scholem, dann Arnold Schönberg, der zum Protestantismus konvertierte und später wieder dem Judentum beitrat; ich selber habe mein Jüdischsein zwar nicht verneint, aber lange versteckt.
Im Wien meiner Kindheit vor unserer Flucht vor den Nazis waren wir »Weihnachtsbaum-Juden« – wir feierten kein Chanukka, aber stellten einen Weihnachtsbaum auf – ohne Christus. Als ich dann als traumatisierter Teenager und jüdischer Flüchtling in die USA kam, vermutete ich Antisemitismus an Orten, an denen er kaum existierte, oder erlebte seine amerikanisch-akademische Ausprägung. Damals gab es zum Beispiel an der Columbia University – in New York, der jüdischsten aller Städte – einen Numerus clausus, der besagte, dass nur zehn Prozent aller Medizinstudenten jüdisch sein durften. Harvard nahm bis 1938 keine jüdischen Professoren für englische Literatur auf, weil man dachte, Juden gehörten nicht zur englischen Kultur und könnten keine englische Literatur interpretieren. Die Chemie war lange ein antisemitisches Fach; während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es an führenden Universitäten nur eine Handvoll jüdischer Chemieprofessoren. Ich bin also nie mit meinem Jüdischsein hausieren gegangen; für viele klang mein Nachname »Djerassi« arabisch.
/ SARAH PINES: Carl Djerassi, der Entwickler der ersten Antibabypille, im Gespräch mit Sarah Pines über Sex, Chemie und seine Gedichte, Jungle World
Einen Eindruck von ihren Gedichten hat die gebürtige Mongolin Solongo Treml den Meringern bereits bei der Paarkunst vermittelt. Mit den Lyrikübertragungen aus ihrer Muttersprache ins Deutsche hat sie eine ganze CD zusammengestellt. Zur offiziellen Vorstellung am 7. November findet ein großer Festakt in der mongolischen Botschaft in Berlin statt.
Solongo Treml lernte schon seit ihrem neunten Lebensjahr Deutsch bei Missionaren. / Meringerin verfasst deutsch-mongolische Lyrik-CD – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine
Der Feldkircher Lyrikpreis, eine Initiative der Autorin und Literaturvermittlerin Erika Kronabitter gemeinsam mit dem Theater am Saumarkt, wird bereits seit 2003 international ausgeschrieben und soll deutschsprachige Lyrik auszeichnen.
Die Lyrik-Anthologie „Feldkircher Lyrikpreis“ erscheint jedes Jahr parallel zur Preisverleihung des Feldkircher Lyrikpreises Anfang November und gibt einen sehr reizvollen Einblick in die zeitgenössische Lyrikproduktion, denn neben Gedichten der drei Preisträger umfasst sie noch eine exklusive Auswahl an preiswürdiger Lyrik. / Vorarlberger Nachrichten
Erika Kronabitter (Hg.): „Lyrik der Gegenwart, Feldkircher Lyrikpreis 2013“, 174 S., Verlag Edition Art Science.
Gedichte von Hans Raimund aus unterschiedlichen Werkphasen hat die burgenländische „edition lex liszt“ in einem aus mehreren Gründen beachtenswerten Sammelband („Auf einem Teppich aus Luft / On a carpet made of air“) vereint. Keine „Best-of“-Blütenlese, sondern eine subjektive, vom Autor selbst getroffene, englischsprachigen Übersetzungen gegenübergestellte und in Zyklen gefasste Auswahl.
Die mühsame und oft unbedankte Praxis des Übersetzens und die Reflexion über Grenzen von Übersetzbarkeit, speziell bei Lyrik, beschäftigen den in Petzelsdorf (Bezirk Scheibbs) geborenen Niederösterreicher seit jeher. Umso reizvoller ist es nun, sorgfältige Mittel und entsprechende Zugänge mit ihm befreundeter Autoren und Übersetzer (Timothy O’Brien, David Chorlton, Robert Dassanowsky, Vera Neuroth und Christopher Whyte) zu erkunden. / Kleine Zeitung
Die Einladung aus Prizren, einen Binger Lyriker zum Lyriktreffen „Takimet e Gjeçovit“ zu entsenden, ist bestes Beispiel für einen lebhaften Austausch. Auch Oberbürgermeister Thomas Feser begrüßt diese Form des kulturellen Diskurses, u.a. ein Ergebnis seines letzten Besuchs in der Partnerstadt im Juli dieses Jahres. Der Binger Lyriker Sören Heim, der auch für die AZ schreibt, hat nun die Reise angetreten und das 43. Lyriktreffen „Takimet e Gjeçovit“ besucht.
Bei diesem renommiertem Lyriktreffen in Gedenken an Shtjefën Gjeçovi, einen katholischen Mönch und Autor, haben kosovarische und albanische Autoren und Gastautoren, darunter der Binger Sören Heim, ihre Werke vor etwa 500 interessierten Gästen vorgestellt. (…)
“ (…) Mit hochkarätigen Lyrikern zusammenzutreffen, bekannte kosovarische Schauspieler kennenzulernen, vor 500 Zuhörern zu stehen und dann mit einem Preis ausgezeichnet zu werden, der Presserummel und die Aufmerksamkeit, die man der Lyrik und meiner Person gewidmet hat, ist surreal. Der Preis Pena e Anton Pashkut, zu deutsch: Stift des Anton Pashku, (Paschku gilt als der Vater der modernen albanischen Literatur) ehrt mich.“ / Allgemeine Zeitung
Für seinen Gedichtband „Kein Schweigen bleibt ungehört“ wurde Horst Samson, Redaktionsleiter des Bad Vilbeler Anzeigers, mit dem Gerhard-Beier-Preis der Literaturgesellschaft Hessen ausgezeichnet. Die Feierstunde fand in Kronberg statt. (…)
Außerdem erreichte Samson die Nachricht, dass er für seinen gerade erschienenen Gedichtband „Das Imaginäre und unsere Anwesenheit darin“ mit der Stefan-Jäger-Ehrenmedaille in Rumänien ausgezeichnet wird. / Frankfurter Neue Presse
Horst Samson: „Kein Schweigen bleibt ungehört“ ist im Pop-Verlag Ludwigsburg, erschienen und kostet 14,99 Euro.
„Denn nahe, viel näher, als ihr es begreift,/Hab ich die Erde gesehn./ Ich sah sie von goldenen Saaten umreift,/Vom Schatten des Bombenflugzeugs gestreift/Und erfüllt von Maschinengedröhn./Ich sah sie von Radiosendern bespickt;/Die warfen Wellen von Lüge und Haß./Ich sah sie verlaust, verarmt – und beglückt/Mit Reichtum ohne Maß.“
So beginnt das „Lied von der Erde“, das den Schlusspunkt in dem sonst kabarettistischen, wenngleich auch unendlich menschlichen – mehr noch: menschenliebenden Stück „Weltuntergang“ setzt. Der Autor dieses Stücks ist Jura Soyfer, der trotz seiner Geburt am 8. Dezember 1912 in Charkow, heute Ukraine, damals Russisches Kaiserreich, als österreichischer Autor gilt. (…)
Am 13. März 1938 wird Soyfer festgenommen, ins KZ Dachau verschleppt und von dort ins KZ Buchenwald, wo der Dichter der Menschenliebe unter den unmenschlichen sanitären Zuständen an Typhus erkrankt und am 16. Februar 1939 stirbt. Im KZ Dachau hatte er als letztes Werk das „Dachau-Lied“ gedichtet. / Edwin Baumgartner, Wiener Zeitung
Selten war mehr Fauna und Flora als beim Finale des Münchner Lyrikpreises. Gab es jemals einen Zyklus über Kiefern? Sebastian Unger hat ihn verfasst, und Kathrin Schmidt hatte sich bereits in der Zeitschrift Ostragehege dazu geäußert: Die zentralen Gestirne dieser Gedichte seien Tiere und Pflanzen.
Markus Hallinger, der Preisträger des Wettbewerbs, brachte das Bild des Hasen, der, dem Dichter gleichgesetzt, mit abgezogenem Fell dasteht, „geschält wie die Sprache“. Von der Prozession der Schnecken über Bienenschwärme bis zum Pferd, das zwischen den Bäumen und überall sonst wohnt, reicht das Tierrepertoire des 1961 geborenen Autors. Seinen Gedichten war jene so oft und gern geforderte Lebenserfahrung anzumerken.
In Tobias Roths Texten – mehrfach als bukolische Idyllen bezeichnet – tauchte bereits im Titel der „Floratempel“ auf. Eines der gelungensten Gedichte des Abends trug die Überschrift „Versuch über Herden und Rudel“. Hier zeigte der Lyriker en passant seine Souveränität, ohne sich mit seiner Renaissance-Kenntnis in die Fänge der Tradition zu begeben. Dabei galt die Skepsis nicht den historischen Bezügen, sondern dem unzureichenden Bemühen, dieses hochintelligente Spiel mit einer Modulation ins Jetzt glaubhaft zu machen.
Bunt und schillernd auch die Tierwelt in Kathrin Bachs Gedichten: Kaninchen, Seehunde, Käfer, Wespen, Schwäne, Möwen und Fische. Ihre Texte, mal als Metamorphosen, mal als Traumsequenzen eingestuft, konnten nicht zuletzt durch die unangestrengte Form überzeugen. Bemerkenswert, für dieses Finale jedenfalls, war, dass auch ein Du zum Vorschein kam. Vielleicht waren es, ganz im Verborgenen, dunkel getönte Liebesgedichte, worauf nicht zuletzt der Vorgang des Ineinanderverschmelzens im Gedicht „aggregat“ hindeutete.
Konstantin Ames, gewiss kein Naturdichter, hatte doch zumindest „klassische Kühe“ aus seiner saarländischen Heimat zu bieten. Und wer kennt nicht Niedaltdorf und die legendäre Landstraße L 354, die an Jungbullen vorbeiführt und irgendwann einen Blick auf die Kirche des Guldendorfs Leiding erlaubt? Wer so radikal Provinz einbezieht, sie gleichermaßen amtlich wie sinnlich belegt, wer dazu die Mundart mitführt und auch auf das Wort „Kläranlagenseechen“ nicht verzichtet, der darf – finde ich – auch den Titel sprachanarchischer Heimatdichter führen! / Andreas Heidtmanns Bericht von der Endrunde des Lyrikpreises München vollständig im Poetenladen
Einige Krimtataren waren im Krieg zur Wehrmacht übergelaufen. Den Deportationsbefehl für diese Bevölkerungsgruppe unterschrieb Stalin im Mai 1944 persönlich. Er begann mit den Worten: „Viele Krimtataren haben das Vaterland verraten.“ Eine Woche später wurden 190000 Tataren nach Usbekistan abtransportiert.
Heute sagen viele Krimtataren, der eigentliche Grund für die Vertreibung sei nicht die Kollaboration gewesen. An der Volkstragödie seien „die Juden“ schuld. Das klingt nach einer antisemitischen Verschwörungstheorie. Bei einigen Krimtataren spürt man auch einen latenten Antisemitismus. Aber diese konkrete Behauptung hat einen historischen Hintergrund.
Mitten im Krieg hatte Stalin zwei Mitglieder des Sowjetischen Jüdischen Antifaschistischen Komitees nach Amerika entsandt, den Schauspieler Solomon Michoels und den Dichter Itzik Feffer. Die beiden sollten bei den amerikanischen Juden um Unterstützung für die Rote Armee werben. Nachdem die Krim 1944 befreit worden war, hoffte das Komitee, dass dort eine autonome jüdische Republik entstehen könnte, für Juden aus aller Welt. Noch zur Zarenzeit war die Krim ein Zentrum zionistischen Lebens gewesen. Hier wurden Aussiedler auf Palästina vorbereitet.
Während der NKWD im Sommer 1944 Hunderttausende Tataren, Griechen, Bulgaren und Armenier von der Krim vertrieb, trafen sich Michoels und Feffer mit Außenminister Molotow, um über einen jüdischen Staat zu sprechen. Gleichzeitig kamen Zehntausende Juden, die im Krieg geflohen waren, auf die Halbinsel zurück.
Stalin ließ Michoels und Feffer fallen, sobald die Generalversammlung der UN im November 1947 beschlossen hatte, den Staat Israel zu gründen. Wenige Monate später wurde Michoels ermordet. Feffer landete im Lager – wie auch die Ehefrau des Ministers Molotow, eine Jüdin.
Die meisten Vertriebenen durften erst nach 1991 auf die Krim zurückkehren. / Tim Neshitow, Süddeutsche Zeitung 20.10.
Itzik Feffer (auch Izik Fefer, jiddisch איציק פֿעפֿער, russisch Ицик Фефер, Исаак Соломонович Фефер; * 1900 in Schpola, Ukraine; † 12. August 1952 in Moskau) war ein sowjetischer jiddischer Dichter. Er wurde nach einem Schauprozeß gegen das Jüdische Antifaschistische Komitee in der „Nacht der ermordeten Dichter“ vom 12. zum 13. August 1952 ermordet.
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
To celebrate my 75th year, I’ve published a new book of poems, and many of them are about the way in which we come together to help each other through the world. Here’s just one:
Two
On a parking lot staircase
I met two fine-looking men
descending, both in slacks
and dress shirts, neckties
much alike, one of the men
in his sixties, the other
a good twenty years older,
unsteady on his polished shoes,
a son and his father, I knew
from their looks, the son with his
right hand on the handrail,
the father, left hand on the left,
and in the middle they were
holding hands, and when I neared,
they opened the simple gate
of their interwoven fingers
to let me pass, then reached out
for each other and continued on.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2012 by Ted Kooser from his most recent book of poems, Splitting an Order, Copper Canyon Press, 2014. Poem reprinted by permission of Ted Kooser and the publisher. Introduction copyright © 2014 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
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