Was weiß man im Westen schon über polnische Lyrikerinnen und Lyriker? Eigentlich nur so viel: dass sie unaussprechliche Namen haben und zum Beispiel Wisława Szymborska oder Czesław Miłosz heißen. Vielleicht kennt man sogar noch ein Gedicht oder weiß, dass die beiden Erwähnten Literatur-Nobelpreise für Polen eingeheimst haben. Aber das dürfte dann auch schon alles sein. Dabei liegt den Polen Lyrik genauso im Blut wie den Italienern die Oper oder den Franzosen das Kochen. Die polnische Sprache ist so biegsam und flexibel, dass man einfach darin dichten muss, ob man will oder nicht.
Nun hat die polnische Sprache einen neuen Kandidaten für den Nobelpreis hervorgebracht. (…)
Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki heißt der neue polnische Zungenbrecher (…)
Und irgendwann – gegen Ende des Buches – wird klar, dass nur eine einzige Sorte von Dichtern über den Tod und die letzten Dinge schreiben darf. Jene, die überaus lebendig sind. Dann die können, wie Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki, die Dinge so auf den Punkt bringen: „ich sage der tod ist wie ein märzregen / der über zwei studenten in den bergen zu viel / weiß und sie trotzdem zu sich nahm / mal mädchen und mal jungen mimend.“ / Radek Knapp, Die Presse
Eugenisz Tkaczyszyn-Dycki
Tumor linguae. Gedichte. Aus dem Polnischen von Michael Zgodzay und Uljana Wolf. Zweisprachige Ausgabe. 224S., geb., €22 (Edition Korrespondenzen, Wien)
Jürgen Theobaldy ist ein Stiller im Lande. Mitte der achtziger Jahre, auf dem Höhepunkt seines mit Lyrik und Prosa erschriebenen Erfolgs, klinkte er sich aus dem Berliner Literaturbetrieb aus und siedelte nach Bern über, wo er als Protokollant im Bundeshaus arbeitete und Gedichte publizierte sowie zwei in der Schweiz spielende Romane , die nicht die ihnen gebührende Beachtung fanden. Nun legt Theobaldy an versteckter Stelle, im Peter-Engstler-Verlag, einen grossartigen Lyrikband vor, der ins Handgepäck deutschsprachiger Japan-Besucher gehört, weil er ein verkappter Reiseführer ist und mehr leistet als die gelungene Aneignung, nein Anverwandlung einer fernen, uns fremden Kultur. Statt einer Charakteristik zwei Stilproben: «Wie herzlich nimmt er die Yen, / die das Taxameter zeigt. / Wenn Sie ihn kränken wollen, / versuchen Sie ihm mehr zu geben.» – «Und Tōkyō? Iss davon, / aus Elfenbein, aus Holz die Stäbchen / die dir eine Freundin legt, / iss dieses hier, iss dieses da, / lass Tōkyō unerklärt.» /
Jürgen Theobaldy: Hin und wieder hin. Gedichte aus Japan. Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2015. 112 S., € 16.–.
Der Lyriker Rainer Kirsch ist am Freitag mit 81 Jahren in Berlin gestorben. 1934 im sächsischen Döbeln geboren, hatte Kirsch bis zur Wende in der DDR gelebt – trotz heftigen Schwierigkeiten mit der SED, aus der er 1958 ausgeschlossen worden war. 1961 brachte er in der Anthologie «Bekanntschaft mit uns selbst» erste Gedichte heraus, später folgten auch gemeinsame Arbeiten mit der Lyrikerin Sarah Kirsch (1935–2013). Mit ihr war er acht Jahre verheiratet. Im Eulenspiegel-Verlag ist eine Ausgabe der Werke von Rainer Kirsch erschienen.
(…) Er gehörte zu dem Kreis der sogenannten «Sächsischen Dichterschule», dem neben anderen auch Elke Erb, Karl Mickel und Sarah Kirsch angehörten. / Neue Zürcher Zeitung
Rainer Kirsch
TOD DER DICHTER
Was, wenn wir trinken
Die Sterne
Oben
Fühln sie?
Eine Gasmasse
Lacht nicht, zerläuft ein Planet
Noch brüllt sie. Wir
Üben uns, leisezusprechen
Gradstehn gradstehn
Und altern
Stolz
Steinernen Gesichts
Nur das Herz schneller
Dossier bei Planet Lyrik
Der Dichter und Fotograf Denis Roche, Gründer der Reihe «Fiction & Cie» bei Seuil und Autor von etwa 30 Büchern, starb am 2.9. in Paris im Alter von 77 Jahren.
In der Reihe «Fiction & Cie», die er von 1974 bis 2004 leitete, erschienen Bücher von Pynchon, Guyotat, Sontag, Derrida, Olivier Rolin und in jüngerer Zeit Antoine Volodine, Chloé Delaume oder Tiphaine Samoyault.
1980 veröffentlichte er «Dépôts de savoir et de technique», das er für sein wichtigstes Buch hielt, er bezeichnete es als „eine sehr merkwürdige Textsorte, unmöglich, einer Gattung zuzurechnen, Texte, die nach einer sehr strengen Methode geschrieben wurden.“ / Nouvel Obs
In Deutschland ist er kaum bekannt. Im gerade erschienenen Heft 85 des Schreibheft stehen einige Gedichte aus dem Zyklus „Die Dichtung ist unzulässig“.
Hier ein Dossier auf Englisch.
Mit Silke Scheuermann, Paulus Böhmer, Sascha Anderson, Marcus Roloff, Safiye Can, Wilson de Oliveira & Tom Schlüter
Frankfurt ist nicht erst seit Goethe eine Literaturstadt, die Anfänge liegen weit früher. So hielten sich sogar im Mittelalter schon Minnesänger und -dichter in der Stadt am Main auf. Auch aus diesem Grund wollten wir Frankfurter Dichterinnen und Dichter in die Romanfabrik einladen, denn die Dichtkunst gilt es zu zelebrieren und zu feiern, wo immer es geht: Ob in freiem oder gebundenem Ausdruck, im erhabenen oder im derben Ton, ist die Poesie doch immer das Erste und das Höchste aller Schriftstellerei.
Die fünf Vertreter dieser Kunst – Paulus Böhmer, Sascha Anderson, Silke Scheuermann, Marcus Roloff und Safiye Can – sind so unterschiedlich im Ton und im Ausdruck, daß jedem etwas gegeben wird.
Die im Jazz wie in der lateinamerikanischen Musik beheimateten Musiker Wilson de Oliveira (Tenorsaxophon) und Tom Schlüter (Klavier) geben nicht nur Intermezzi.
Eine Veranstaltung zum 30jährigen Jubiläum der Romanfabrik.
Freitag, 11. September / 20.00 UHR
Eintritt: 10 Euro (ermäßigt: 7 Euro)
Romanfabrik
Ich bitte alle Beteiligten und Unbeteiligten um Entschuldigung für die spontane Entscheidung, aus dieser Ankündigung des 5. Poesie-Fests im Düsseldorfer Heine-Haus die schrägeren stärkeren Partien hervorzuheben.
„Gedichte sind gut – für die Haut.“ (Michael Krüger)
(…)
Nicht alle Verse von Dichtern erschließen sich dem Leser leicht. Zu denen, die in Rätseln schreiben, gehört die diesjährige Debütantin des Poesiefestes: Carolin Callies, die beim Eröffnungsabend am Freitag, 4. September, im Heine-Haus auftritt. „Die schreibt schon etwas schräg“, gibt Selinde Böhm zu, doch mache es großen Spaß ihre Gedichte zu lesen. „fünf sinne & nur ein besteckkasten“ heißt der von Kritikern kürzlich hoch gelobte Gedichtband, aus dem die junge deutsche Dichterin liest.
Der Eröffnungsabend ist eher unpolitisch. Neben dem Debüt findet eine Lesung mit dem Lyrik-Altmeister Jürgen Becker statt. Er rezitiert aus seinem Gedichtband „Scheunen im Gelände“. Zudem gibt es mit Anneke Brassinga einen sprachlich sehr originellen Gast aus den Niederlanden. In ihrer Heimat gilt sie als Sprach-Magierin. Zu ihrem Schreibstil gehören lange Fantasie-Bandwurmwörter. So heißt ein Gedicht: „Meide das Sonntagmittagsglibberpuddinggrün“. Politisch unverdächtig ist auch das traditionelle Kinder-Poesiefest am Samstagnachmittag von 14 bis 16 Uhr.
(…)
Das Fest beginnt am Freitagabend, 4. September, 19.30 Uhr, im Heine-Haus an der Bolkerstraße 53. Samstag, 14 bis 16 Uhr, findet das obligatorische Kinder-Poesiefest statt. Um 18 Uhr startet der politische Schwerpunkt-Teil im Saal der Literatur-Buchhandlung.
(…) Auf [Joachim Sartorius] folgt der kritische chinesische Dichter und Sänger Liao Yiwu, der mittlerweile in Deutschland lebt und in seinem Heimatstaat Einreiseverbot genießt. Den Samstagabend beschließt der in Baden-Württemberg geborene und in Neuss aufgewachsene Marcel Beyer. Seine Gedichte und Prosa-Texte setzten sich immer wieder mal mit der deutschen Geschichte auseinander. / Westdeutsche Zeitung
Erfurt/Weimar. „Zukunft braucht Herkunft“, sagt Wulf Kirsten und zitiert damit einen Essay des vor einigen Wochen verstorbenen Philosophen Odo Marquard. Die Herkunft ist der rote Faden seiner Dankesrede, die er heute in Erfurt hält. Denn Verwurzelung ist in einer globalisierten Welt wichtiger denn je. Kirsten hat sein ganzes bisheriges Dichterleben nach seinen Wurzeln geschürft und sie produktiv gemacht, um Perspektiven aufzuzeigen. „Er verwandelte seine sächsische Herkunftslandschaft und thüringische Wahlheimat in einen poetischen Stoff mit weitem Horizont“, lobt die Jury. Heute Nachmittag wird dem Schriftsteller und Autorenförderer Wulf Kirsten in der Erfurter Staatskanzlei der mit 12 000 Euro dotierte Thüringer Literaturpreis überreicht.
(…)
Mit seiner widerständigen Poetik hat er den inoffiziellen Kanon der DDR-Lyrik und ebenso den Landschaftsdiskurs der gesamtdeutschen Lyrik entscheidend geprägt, hieß es auf einem Kolloquium, das die TU Braunschweig im vorigen Jahr zu Kirstens 80. Geburtstag ausrichtete. / Frank Quilitzsch, Thüringische Landeszeitung
Es gibt nur eine Stimme, die auf allen Lippen trocknet. Aber keinem gehört sie. Keiner hat sie je gehört.
Jeden Donnerstag punkt 11 Uhr veröffentlicht L&Poe ein ungedrucktes Monostichon des Schweizer Dichters Felix Philipp Ingold. Mehr
Für das Projekt „Kunst/Natur“ holt sich das Berliner Museum für Naturkunde erstmals Kreative ins Haus. Angie Pohlers berichtet im Tagesspiegel:
Sehr rätselhaft bleibt das Vorhaben von Sâadane Afif. Der französische Installationskünstler bereitet für den 29. November eine Weltuntergangs-Performance mit einem Chor vor – passenderweise im großen Dinosauriersaal.
Dort sind derzeit schon die Banner mit den Gedichten der Berliner Autorin Sabine Scho zu sehen. Unter dem Titel „The Origin of Senses“ hat sie sich mit Sinnen und Sinnlichkeit beschäftigt und verpackt die Erfahrungswelt einzelner Tiere in lakonischen bis witzigen Versen voller naturwissenschaftlicher und kultureller Querbezüge. Etwa in „Schimpanse“, einem Gedicht, das seine Struktur von einem Gedicht des US-Amerikaners William Carlos Williams geliehen hat und von der Fütterung eines gierigen Affen erzählt. Im Original aus dem Jahr 1934 rechtfertigt sich ein lyrisches Ich für seine Gier nach Pflaumen. „Gib dem Affen Zucker“ – ein Sprichwort, mit dem Sabine Scho im dazugehörigen Heft den Bogen zwischen beiden Gedichten schlägt. Kongenial dazu: Andreas Töpfers zahlreiche Illustrationen, die daraus ein Biologielehrbuch für Surrealisten machen.
Johannes Vogel, seit 2012 Generaldirektor des Museums, kennt künstlerische Projekte im naturwissenschaftlichen Raum schon aus seiner Zeit als Chefkurator der Botanikabteilung im Londoner Natural History Museum. Er war es auch, der „Natur/Kunst“ vor drei Jahren anregte. Insgesamt vier Projektrunden sind geplant, die nächste soll im kommenden Sommer stattfinden.
Weitere Informationen unter kunst.mfn-berlin.de
Vor 50 Jahren starb Johannes Bobrowski
Jede Generation muss Bobrowski neu entdecken, nicht selbstverständlich gehört er zum Kanon deutschsprachiger Literatur, auch wenn seine Texte in einigen Bundesländern Schulstoff sind. Im März gab sich Bundespräsident Joachim Gauck als Fan zu erkennen, mit einer Literarischen Soirée im Schloss Bellevue, die, so vermutete die „Süddeutsche Zeitung“, „auch als Feierstunde des Kulturprotestantismus gewünscht“ war, denn Bobrowski war, in der DDR nicht selbstverständlich, bekennender Christ und Lektor im christlichen Union Verlag.
Schwer zu sagen, wie es weitergegangen wäre mit Bobrowski und der DDR, wenn er überlebt hätte. Er ist wenige Wochen vor dem 11. Plenum gestorben, jenem Rundumschlag der SED gegen Schriftsteller, Künstler und Filmemacher, aus dem die wenigsten Betroffenen unbeschadet hervorgingen. / Annett Gröschner, Die Welt
Am 54. Lyrikfestival im makedonischen Struga vom 26.-31.8. nahmen 44 Dichter aus 29 Ländern teil. Dazu gehörten Yusef Komunyakaa (USA), Bei Dao (China) und der syrische Dichter Adonis. Mexiko war in diesem Jahr Schwerpunktthema, 4 mexikanische Dichter stellten sich vor. Aus Deutschland nahm Michael Augustin teil, aus der Türkei Bejan Matur, Metin Celal und İsmail Kılıçarslan. Die Teilnehmer hielten auch Lesungen in Skopje, Ohrid und anderen Städten. Den Goldenen Kranz erhielt der chinesische Dichter Bei Dao, frühere Preisträger waren Adonis und Komunyakaa.
Mit Jan Brandt, Klaus Merz und Terézia Mora konnten drei herausragende Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur für die diesjährige open mike-Jury gewonnen werden. Beim öffentlichen Finale des Literaturwettbewerbs, das vom 6. bis 8. November 2015 im Heimathafen Neukölln in Berlin stattfindet, entscheiden sie über die Preisträger.
Jan Brandt sorgte 2011 mit seinem Debüt „Gegen die Welt“ (Dumont) für Furore. Der Roman wurde von der Kritik hochgelobt, stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und wurde mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. In diesem Jahr erschien das zweite Buch von Jan Brandt, der Reisebericht „Tod in Turin“.
Klaus Merz „gehört zu den Schriftstellern, die sich mit schmalen, aber gewichtigen Büchern in die deutschsprachige Literatur der Gegenwart eingeschrieben haben“ (NZZ). Er schreibt Prosa und Lyrik und veröffentlichte zahlreiche Bände, zuletzt die Novelle „Der Argentinier“ (Haymon 2009) und die Gedichtbände „Aus dem Staub“ (2010) und „Unerwarteter Verlauf“ (2013). Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Basler Lyrikpreis 2012 und dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg 2012.
Terézia Mora ist Autorin und Übersetzerin. 1997 war sie Preisträgerin des open mike, 1999 debütierte sie mit dem Erzählungsband „Seltsame Materie“, für den sie mehrfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Ingeborg Bachmann-Preis. 2004 erschien der von der Kritik hochgelobte Roman „Alle Tage“, für den sie u.a. den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt. Zuletzt erschien der Roman „Das Ungeheuer“ (Luchterhand 2013), der mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde.
In diesem Jahr kamen beim open mike knapp 600 Texte in die Auswahl für das Finale. Sechs LektorInnen aus renommierten deutschsprachigen Verlagen, Doris Plöschberger (Suhrkamp Verlag), Sandra Heinrici (Kiepenheuer&Witsch), Andreas Rötzer (Verlag Matthes&Seitz), Sabine Dörlemann (Dörlemann Verlag), Christiane Schmidt (freie Lektorin) und Reto Ziegler (Edition Korrespondenzen), sichten nun die anonymisierten Einsendungen und wählen bis zu 22 NachwuchsautorInnen aus, die am 7. und 8. November beim open mike ihre Texte dem Publikum und der Jury präsentieren. Die Jury kann drei Preise vergeben, einen davon für Lyrik. Die Preise sind mit insgesamt 7.500 EUR dotiert.
Die Wettbewerbstexte erscheinen im November als Anthologie im Allitera Verlag.
Der open mike ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Literaturwerkstatt Berlin und der Crespo Foundation in Zusammenarbeit mit dem Allitera Verlag und dem Heimathafen Neukölln. Mit freundlicher Unterstützung durch den Fachbereich Kultur des Bezirksamtes Neukölln.
Freitag 6.11. – Sonntag 8.11.2015
23. open mike
Internationaler Wettbewerb junger deutschsprachiger Prosa und Lyrik
Ort: Heimathafen Neukölln, Karl-Marx-Str. 141, 12043 Berlin
Weitere Informationen unter www.literaturwerkstatt.org
“Only Sufi poets can guarantee national unity,” World Punjabi Congress chairman Fakhar Zaman said on Tuesday.
Zaman made the remarks at a conference on Khwaja Farid. He said only Sufi poets could guarantee national unity due to their emphasis on tolerance, brotherhood and love that could overcome the social and political degeneration.
Zaman said Farid lived in a time when the Punjab had been annexed by the British who were quickly establishing their paramountcy over the Indian subcontinent. He said the celebrated words of the poet “patt angrezi thaney” were an eloquent testimony to his anti-British leanings. Zaman said former premier Zulfikar Ali Bhutto had also commenced his last speech before the Supreme Court with a famous line by the poet. / Tribune.com.pk
Khwaja Ghulam Farid (Urdu: خواجہ غُلام فرید) or Khwaja Farid (1845–1901) – the most famous 19th-century sufi poet of the Indian subcontinent, polyglot, scholar and writer. (Wikipedia)
Anna Maria Carpis Gedichte besitzen etwas Blitzschnelles und Unmittelbares. Die Mailänder Lyrikerin und Übersetzerin, 1939 geboren und im Brotberuf jahrzehntelang Germanistikprofessorin, packt den Leser am Schopf und zieht ihn hinein in Alltagsgeschehnisse mitten in Mailand oder Venedig.
„Meine lieben Gedichte,/ so klein und arrogant,/ wie Geckos in einer Sommernacht,/ die Finger ausgebreitet, lauernd auf den Wänden“, heißt es einmal, und der Vergleich mit dem huschenden Reptil passt zu ihrem Gestus der Plötzlichkeit. / Maike Albath, DLR
Anna Maria Carpi, Entweder bin ich unsterblich. Gedichte
Aus dem Italienischen übersetzt von Piero Salabè
Carl Hanser Verlag, München 2015
155 Seiten, 15,90 Euro
Unkontrollierte Migration, Banlieue-Unruhen, Terrorherrschaft – vieles von dem, was uns heute umtreibt, hat Hans Magnus Enzensberger vor Jahrzehnten vorausgesagt. Es lohnt, seine Essays wiederzulesen.
meint Martin Meyer in der Neuen Zürcher Zeitung.
Gemeint sind Enzensbergers drei Essaybände
Jetzt hat der Verfasser seine Texte neu auflegen lassen und sie um ein viertes Kapitel ergänzt, das lautet: «Coda: Der vergessene Gottesstaat. Eine Parabel».
Hans Magnus Enzensberger: Versuche über den Unfrieden. Suhrkamp-Verlag, Berlin 2015. 184 S., Fr. 17.90 / €12,00
Neueste Kommentare