Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Jetzt ist das «Museum», über vierzig Jahre nach Ersterscheinen, in seiner wohl klassischsten Weise zu haben. Im Schuber, Dünndruck, mit kardinalrotem Leineneinband und rotem Lesebändchen. Der Anhang ist mittlerweile zu einer kleinen Literaturgeschichte der modernen Lyrik angewachsen. Dass das Buch in der Hand liegt… Continue Reading „Museum, neu“
Doch allzu kurz sind die Momente, in welchen Bonné die Pupillen weit stellt und Holzschachteln skizziert oder „Tuschzeichnungen von Blumen, / die es auf der Welt überhaupt nicht gab“. Am Ende ist er wieder bei seinen Diagnosen über das „nervöse Jahrhundert“ angelangt, die so… Continue Reading „Hibiskus Code“
Die letzte Lyrikpost hatte zwei Beiträge mit dem Namen „Michael Braun“ – hier ein Hinweis von einem der zwei MBs: was übrigens lustig ist: Der Rezensent von GRÜNBEIN in der NZZ ist nicht derselbe Michael Braun, der Mirko Bonné in der FR rezensiert hat.… Continue Reading „„Michael Braun““
fragmente für renate der wind bricht auf diese nacht quirrt weint habe die nacht gesehen kann nicht schlafen der bruder ist fortgegangen ich höre die tür hat geknarrt nun ist sie verschlossen ich habe fusstapfen gesehen in frischer erde CATULLUS CATULLUS keine kraft wenn… Continue Reading „Rainer M. Gerhardt“
Über ein deutsch-amerikanisches Treffen der poetischen Art berichtet Edward Hirsch in der Washington Post *) vom 10.7.03: Rainer Maria Rilke was 31 years old and living in Paris when he wrote his searching, off-balance sonnet „Self-Portrait in the Year 1906.“ My favorite translation, if… Continue Reading „Rilke-Imitation“
Vielleicht erstaunt im Band am meisten die kraftvolle Weise, wie Mayröcker Wörter und Worte schleudert, manchmal scheinbar maßlos, gleichwohl stets gemessen mit der Elle „gelungen oder nicht“, bringt sie doch, wie sie schreibt, der Gedanke an ein missratenes Gedicht um den Schlaf. Der viel… Continue Reading „Ausgespuckte Tage“
Poesie als Performance hat Zugkraft. Dabei sah es fast so aus, als wäre die gute, alte Lyrik ein Auslaufmodell. Ein armes Ding. Elitär und so was von egal. Denn: Wer liest schon noch Gedichte? Ist Lyrik nur was für Ewiggestrige? Im Gegenteil. Selten war… Continue Reading „Krisenzeiten sind Lyrikzeiten“
Poesie als Performance hat Zugkraft. Dabei sah es fast so aus, als wäre die gute, alte Lyrik ein Auslaufmodell. Ein armes Ding. Elitär und so was von egal. Denn: Wer liest schon noch Gedichte? Ist Lyrik nur was für Ewiggestrige? Im Gegenteil. Selten war… Continue Reading „Krisenzeiten sind Lyrikzeiten“
Zum dritten Mal bringen die Literaturhäuser von sechs deutschen Großstädten und des österreichischen Salzburg auf originelle Weise Poesie unters Volk. Poetischer Wetterbericht gefällig? Bitte schön: „und was für eine sonne diesen morgen“. Das Gedicht, das so beginnt, klebt an Plakatwänden und Litfaßsäulen in Köln,… Continue Reading „Lyrik an Litfaßsäulen 3“
ist jüngst der Deutsche Hörbuchpreis in der Kategorie «Beste Innovation» zugesprochen worden. «In der jungen Geschichte des Mediums», heisst es in der Begründung der Jury, sei es «das im Verhältnis von Schrift und Klang innovativste und konsequenteste Hörbuch». / Martin Zingg, NZZ 2.7.03 Christian… Continue Reading „Der Anthologie“
Das Poesiefestival Berlin präsentiert vom 26. Juni bis zum 5. Juli 2003 zeitgenössische Dichtung in ihrer ganzen Vielfalt, als Wortkunst oder in der Symbiose mit Musik, Tanz und Performance. Über 100 Künstler/innen aus 13 Ländern sind zu Gast. Ob von hier oder anderswo –… Continue Reading „Poesiefestival Berlin“
Der mit 10 000 Euro dotierte Hölderlin-Preis 2003 von Stadt und Universität Tübingen wird an Marcel Beyer verliehen. Die Auszeichnung für das epische und lyrische Gesamtwerk des 1965 im württembergischen Albstadt-Tailfingen geborenen und in Dresden lebenden Literaten wird am 21. Oktober überreicht. Am kommenden… Continue Reading „Hölderlin-Preis an Marcel Beyer“
Durch ihre Literarisierung verlor die Dichtung aber auch ihre Eindeutigkeit. Nicht nur weil, wie Plato bemängelte, alles Schriftliche offen interpretierbar war, da es bloss Worte, nicht aber Intonation, Mimik und Gestik zu registrieren vermochte, die bestimmten, wie etwas wirklich gemeint war. Nein: Zusätzlich zu… Continue Reading „Überblickbarer Text“
Beim Klagenfurter Wettlesen erhielt der in Prag geborene, in Deutschland lebende iranische Lyriker Farhad Showghi den 3sat-Preis. Die Walnußmaske, durch die ich mich träumend aß. Gedichte und Kurzprosa. Rospo Verlag 1998, Urs Engeler Editor (Vertrieb) Heimaten (mit A. Duden u. L. Seiler). Wallstein 2001… Continue Reading „Klagenfurter Wettlesen“
Das Totalitätsdenken war die radikalste Abstraktion der konkreten Welt und zugleich die tiefste Verbeugung vor der Realität, die dem menschlichen Denken je möglich war. An einer Stelle schrieb Hegel: „grabe einen Toten aus und befrage die Made, die an seinem Fleische nagt: Was der… Continue Reading „Dichter Hegel“
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