Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Ja, die DDR war eine Diktatur, die Meinungen unterdrückte und Menschen drangsalierte und daran schließlich scheiterte. Joachim Walther hat unbestreitbare Verdienste im Sammeln und Bewahren von Informationen, die wenig bekannt waren oder drohten vergessen und verdrängt zu werden. Aber, wenn der Zeitungsbericht treu berichtet,… Continue Reading „85. Keine Legendenbildung“
Mehr als 50 Fälle sind dokumentiert, in denen junge Menschen wegen „Herabwürdigung der DDR“ beispielsweise in einem Gedicht zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden oder sie hatten verbotene Literatur gelesen. Einer erhielt zwei Jahre Gefängnis, weil er „1984“ von George Orwell an Freunde verliehen hatte. Tragisch… Continue Reading „80. Für ein Gedicht ins Gefängnis“
ES GEHT ZU ENDE WAS BISHER WAR, und die Stimmen sind fern wie morgens um fünf, wir werden uns nie mehr wiedersehen, wir werden vergessen. Man siehts an der Luft, an den Augen der Leute, überall rollen sie die Erinnerungen ein, heut sah ich… Continue Reading „79. Anderes Gedicht“
EIN KOPF AN EINEM KOPF IST NIE ZU WENIG Wozu noch Trennungen, die wir nicht merken Und Abschiede, die unsere Liebe stärken Ich hab in deinem Haar versehentlich Die Hand mit meinem Schlüssel liegen lassen Von allen Anhängern zuerst die Brücken Wir küssen nicht… Continue Reading „78. Gedicht“
in Rumänien mit unbequemen Fragen. / Markus Bauer, NZZ 16.10. Dazu auch Richard Wagner, FAZ 16.10.
Der Lessing-Preis 2011 des Freistaates Sachsen (13.000) geht an Monika Maron aus Berlin (sachsen.de) und Ralf Rothmann erhält den diesjährigen Walter-Hasenclever-Preis der Stadt Aachen (20.000) (Aachener Nachrichten). Preisträger der Förderpreise zum Lessing-Preis (je 5.500) sind der Leipziger Andreas Heidtmann und Renatus Deckert aus Dresden. Der aus Dresden… Continue Reading „76. Preise“
Werden Sie Jury-Mitglied! Die taz verleiht in diesem Jahr beim open mike zum vierten Mal den taz-Preis der Publikumsjury. Die taz-Publikumspreis-Jury besteht aus fünf Personen, eine davon können Sie sein. Werden Sie Jury-Mitglied! Bitte senden Sie ein kurzes Schreiben an die taz: Was interessiert… Continue Reading „74. Die taz-Publikumsjury zum 18. open mike 2010“
Aus Dieter Schlesaks Blog: 24.September. Ob das ein Leben ist im Bildschirmauge/ sonst Nichts? Doch jetzt lese ich Gedrucktes, ich kann es mit der Hand anfassen, das Papier, darüber streichen: In die Akzente (zum 70 von Oskar Pastior, als er noch lebte) schrieb ich… Continue Reading „73. Zu Oskar Pastiors Lyrik. GedichtGedichte an den Rand geschrieben“
ICH BAU MIR IN MEIN WASCHBECKEN WAS EIN, Aus Seifensplittern und mit Streichholzstangen, Serviettenabfall, Marshmallows, gefangen In Tesafilm, Terrassen, lediglich Sirenen, acqua alta, Kemenaten In einer Steilwand in der Calle Corner Palazzo Barbarigo, eingefrorener Amaro Montenegro ist kein Garten Bei aufgedrehtem Hahn verlieren Atem… Continue Reading „70. Gedicht“
Wolfgang Berends liest aus seinem Band Erdabstoßung. Montag, 18. Oktober 2010, 20:00 Uhr Lyrik Kabinett, Amalienstraße 83a/Rgb., 80799 München Erdabstoßung ist der erste Band von Wolfgang Berends (Jahrgang 1966). Der Titel lässt sich, so das Nachwort von Daniella Jancsó, „nicht nur derart deuten, daß die… Continue Reading „69. Erdabstoßung“
Frauen als Dichterinnen und Komponistinnen ist ein musikalischer Gottesdienst in der Stadtkirche an diesem Sonntag, 17. Oktober, ab 17 Uhr, gewidmet. „Und Mirjam nahm die Pauke und sang.“ Der älteste poetische Text der Bibel geht auf eine Frau zurück: Prophetin Mirjam war eine Sängerin… Continue Reading „67. Mirjam“
„Jeder von Euch kann ein Dichter sein. Ihr müsst nur die Schönheit der kleinen Dinge erkennen.“ Mit diesen Worten hat der Gablenberger Poet Harry Fischer diese Woche nicht nur die Schüler der Klasse 6b der Werkrealschule Ostheim für Gedichte begeistert. / Caroline Leibfritz, Stuttgarter Nachrichten
Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) lädt zur BUCH WIEN 10 Internationale Buchmesse (18.–21. November) und Lesefestwoche (15.–21.November): Erwartet werden rund 200 heimische und internationale AutorInnen, dieihre Neuerscheinungen vorstellen. Ganz im Sinne der Brückenfunktion Wiens gilt einbesonderes Augenmerk der Literatur aus Südost- und Zentraleuropa.… Continue Reading „65. Wien: Die Stimmen der Nachbarn hören“
Ferdinand von Schirach: In einem Strafprozess haben wir am Ende der Beweisaufnahme eine Theorie dessen, was geschehen ist. Es ist aber nur eine Theorie, es ist nicht die Wahrheit selbst, nicht die Wirklichkeit. Jede Theorie ist falsifizierbar, wir können sie unter Umständen widerlegen: Jeder… Continue Reading „64. Gericht und Gedicht“
[… ] Dem Fehlen beherrschender Schreibweisen geben die Herausgeber von Lied aus reinem Nichts zurecht nach und stellen in ihrer Bestandsaufnahme des vergangenen Jahrzehnts lieber die Vielfalt des lyrischen Sprechens aus. Mit ihrer kompromisslos-qualitativen Sammlung legen Michael Braun und Hans Thill nicht nur die… Continue Reading „63. Unfassbar im Dazwischen“
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