Kategorie: Deutsch

Es geht abwärts

ihr werdet das Unvermeidliche nicht abwenden/ denn es geht nun mal abwärts/ es geht bergab/ das sollte inzwischen allen klar sein

Du wusstest es nicht

die Drähte foltern
den Himmel, Gitter
wie gestern, vorüber,
Baumpinsel, Abschied,
vorbei. Du wußtest
es nicht.

Im engen Kreis der Schmäle

Was ist gestürzt,
Das steht doch auf.
Und was nicht sprach,
Das singt ein Lied.

wir wollen fortfahren mit dem Schieß

ihr honoren Gassenhauer, ihr Hasen
Schartenorchester, ihr empfindlichen
Tendenzen in ernstgemütlicher Lage

SAID

Ich rufe deinen Namen.
Du rufst zurück.
Und wir mißverstehen uns.

Fühllos auf Fühllosem

Oder willst du geduldig warten auf unser vergehendes Fleisch,
auf unseren vieljährigen Tod? Unser Vorsprung in den Staub ist
nur knapp.

Denn Furcht

DENN Furcht beherrscht seit langem eure Tage,
Furcht vor der Wahrheit. Eure Züge
sind fahl von Heuchelei und Lüge.

Joseph Conrad

Das Schiff
aber ist da. Hier steh ich. Ich hab in den Lungen
die unaufhörliche Ferne.
Und sag deinen Namen,
mein Schiff.

Hier im Nichts

Alle Liebesgedichte sind geschrieben,
keine Übertreibung war übertrieben.

Uwe Hübner (1951-2024)

Heimat

Dann ist man angekommen. In jenem herrlichen Terrain. Das auch mit Gosse und Rinnstein benannt wird.

August Stramm 150

(Ich leb und bin ein Toter)
ein Toter lebe ich
Ich war!
und jeder Blick stiehlt mir etwas
Und jedes Wort schüttelt eine neue Schaufel auf mein Grab
Das Herz wandert *verstellt *in *den

Montagsgedicht

Zwei runde Jubiläen heischen heute Aufmerksamkeit: der 150. Geburtstag von August Stramm und der 50. Todestag von Erich Kästner. Weil heute Montag ist, entscheide ich mich für ein Montagsgedicht von Kästner und lasse Stramm bis morgen warten. Im übrigen sind mir die beiden sehr… Continue Reading „Montagsgedicht“

Ein guter Mensch

Ein dunkler Mensch in seinem guten Drange
Ist sich des rechten Weges wohl bewusst.

Rainer M. Gerhardt (1927-1954)

ich habe die wimper mit grün gefärbt
auch habe ich in den schmelztiegel rot getan
ich will einen pinsel nehmen
und mit diesem die monde auf meinen brüsten malen

Heischesatz

Ach fiele doch ein Schnee, ein Schneien,
ein feines Schlichten über uns herein