120. Versnetze 2 – Virtuelle Lesung (real in Leipzig)

Textenet

Dienstag, 24. November 2009 um 21:30 Uhr

Werkstatt für Kunstprojekte:
Versnetze 2 – Virtuelle Lesung
Moderation: Michael Gratz

Dienstag abend gibts beim Leipziger Textenet-Festival eine ganz besondere Lesung. Vier Autoren + 3 Überraschungsgäste lesen

Axel Kutsch ist ein Kölner Lyriker und außerdem ein Anthologist vor dem Herrn. Versnetze – Das „große Buch der neuen deutschen Lyrik“ erschien 2008 mit der fruchtbaren Idee, Gedichte jenseits der Grenzen von Generationen oder ästhetischen Schulen zu versammeln. Die Netzkarte der deutschen Bahn und das Postleitzahlenbuch bieten das neutrale Ordnungsprinzip. Wer sich über Gedichte ärgert, die ihm nicht nach dem Herzen gesprochen sind, verkennt vielleicht das großherzige und, ja: demokratische Prinzip dieser Ordnung. Es war ja eine Besichtigung und für den Leser eine Einladung zur Reise durch alle Ecken des Landes von Pommern bis Baden und von Schleswig bis zur Donau. Nicht zu vergessen Ausflüge über die Grenze.

Ein Jahr später liegt der 2. Band vor, und dazwischen gabs noch die politisch grundierte Deutschland-Anthologie. Ich sehe diese Anthologien für mich selber als unverzichtbare Quellen und für die Öffentlichkeit als Versuch, Grenzen zu durchstoßen. Grenzen, wie man sie leicht überall beobachten kann: ob bei den Sachwaltern des Literaturbetriebs im großen Feuilleton, im Buchhandel oder auch bei den Lesern, Liebhaber oder „Profis“. Vielleicht ein zum Scheitern verurteilter Versuch, aber die Bücher sind ja da. Und auch wir sind da, auch ich – wie Sie auf dem Bildschirm oder der Leinwand sehen. In dieser Lesung sollen Stimmen aus dieser Netzwelt versammelt werden. Bertram hat Vorschläge gemacht, ich habe zugestimmt, wohl auch mit Gegenvorschlägen. Einige Autoren waren aus technischen Gründen nicht erreichbar. Dafür habe ich mir erlaubt, 3 Überraschungsgäste mitzubringen.

Sie hören und sehen heute, ich folge Axel Kutschs mit Mehdorn abgestimmter Anordnung:

  • Johanna Schwedes aus Leipzig (1979 Frankfurt/ Main)
  • Angelika Janz aus Aschersleben in Vorpommern  (1952 Düsseldorf)
  • Stan lafleur aus Köln (1968 Karlsruhe)
  • Und Àxel Sanjosé aus München. (1960 Barcelona)

Außerdem drei Überraschungsgäste. Drei der vier ausgewählten Lyriker haben jeweils 15 Minuten in ein Video gelesen, außerdem liest die einzige in Person anwesende Autorin, Johanna Schwedes, live. Die Lesung wird also ca. 90 Minuten dauern.

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