Follow Lyrikzeitung & Poetry News on WordPress.com

Im Netz seit 1.1.2001

Abu Dhabi Aden Afghanistan Afrika Afrikaans Albanien Albanisch Alemannisch Algerien Altbabylonisch Altgriechisch Althochdeutsch Altägyptisch Amazigh Andalusien Andorra Angola Antike Arabisch Aramäisch Argentinien Armenien Armenisch Aserbaidschan Asien Australien Awadhi Babylonien Bahamas Bahasa Indonesia Bahrain Bairisch Balearen Bangladesch Belgien Belutschisch Bengali Benin Bhojpuri Biafra Bolivien Bosnien-Hercegovina Bosnisch Botswana Brasilien Bulgarien Bulgarisch Burkina Faso Byzanz Böhmen Chile China Chinesisch Côte d'Ivoire DDR Deutsch Deutschland Dominikanische Republik Dubai Dänemark El Salvador Elsässisch England Englisch Eritrea Estland Europa Finnland Frankreich Französisch Färöisch Gabun Galicien Galicisch Georgien Georgisch Ghana Gikuyu Griechenland Griechisch Großbritannien Guadeloupe Guarani Guatemala Guinea-Bissau Gujarati Guyana Gälisch Haiti Hausa Hazara Hebräisch Hethitisch Hindi Igbo Indien Indonesien Irak Iran Irland Island Isländisch Israel Italien Italienisch Jamaika Japan Japanisch Jemen Jenisch Jiddisch Jordanien Kabylisch Kambodscha Kamerun Kanada Kap Verde Kasachstan Katalanisch Katalonien Katar Kenia Ketschua Kirgistan Kolumbien Kongo (Brazzaville) Kongo (Kinshasa) Korea Koreanisch Kosovo Kreolisch Kroatien Kroatisch Kuba Kurdisch Kuwait Ladinisch Ladino Latein Lettland Libanon Libyen Liechtenstein Litauen Litauisch Luxemburg Madagaskar Maithili Makedonien Malawi Malayalam Malaysia Mali Malta Maltesisch Mandinka Maori Marathi Marokko Martinique Mauritius Mexiko Mittel- u. Südamerika Mittelenglisch Moldau Mongolei Mosambik Moselfränkisch Myanmar Mähren Namibia Nenzisch Nepal Nepal Bhasha (Newari) Nepali Neuseeland Niederdeutsch Niederlande Niederländisch Niger Nigeria Nigerian Pidgin English Nikaragua Nordamerika Nordfriesisch Nordirland Nordkorea Norwegen Norwegisch Ojibwe Okzitanisch Oman Osttimor Pakistan Palästina Papua-Neuguinea Paraguay Paschto Persisch Peru Philippinen Polen Polnisch Portugal Portugiesisch Pruzzisch Pulaar Quebec Reunion Romanes Rumänien Rumänisch Russisch Rußland Rätoromanisch Sambia Samoa Sanskrit Saudi-Arabien Schona Schottland Schweden Schwedisch Schweiz Scots Senegal Sephardisch Serbien Serbisch Serbokroatisch Serer Siebenbürgisch Simbabwe Sindhi Slowakei Slowakisch Slowenien Slowenisch Somalia Sorbisch Spanien Spaniolisch Spanisch St. Lucia Suaheli Sudan Syrien São Tomé e Príncipe Südafrika Südkorea Südsee Tadschikisch Tadschikistan Taiwan Tamilisch Tamâhak (Tuaregsprache) Tansania Tcaetcalaqwilizi Tem Thailand Tibetisch Togo Tschechien Tschechisch Tschetschenien Tschetschenisch Tunesien Turkmenisch Turkmenistan Türkei Türkisch Ubundu Uganda Ukraine Ukrainisch Uncategorized Ungarisch Ungarn Urdu Uruguay USA Usbekisch Usbekistan València Venezuela Vereinigte Arabische Emirate Vietnam Wales Weißrussisch Weißrußland Welt Wolof Xhosa Zypern Ägypten Äthiopien Österreich

logo2a

Falscher Larkin

Ein kürzlich entdecktes Gedicht, das sensationell als Werk des englischen Dichters Philip Larkin identifiziert worden war, hat sich als Dichtung eines anderen Autors entpuppt. Das Times Literary Supplement (TLS) hatte vergangene Woche (Ausgabe 22. Mai 2015) ein dreißigzeiliges Gedicht mit dem Titel “In and Out” veröffentlicht und verkündet, es handele sich um ein bisher unbekanntes Produkt Larkins, der als einer der bedeutendsten englischen Dichter des 20. Jahrhunderts gilt. Eine maschinengetippte Version war in den Unterlagen Larkins entdeckt und ihm von mehreren Experten zugeschrieben worden. Nun hat das TLS seinen Irrtum eingeräumt: Frank Redpath ist der eigentliche Autor. / Alexander Menden, Süddeutsche Zeitung

Gecachete Version des zurückgezogenen TLS-Artikels

Spezielle Literatur

Jedenfalls gelingt es dem Buchstabenjongleur und Silbenakrobaten, des Lesers Kopf ordentlich zum Glühen zu bringen. Das ist einerseits unterhaltsam, andererseits beeindruckend. Die Tatsache, dass Titus Meyers Schaffen konsequent ausufert, kann auf so manchen Leser allerdings selbstherrlich wirken. Doch letztendlich führt er lediglich das aus, was andere Virtuosen in anderen Bereichen praktizieren. Meyer ist der Rastelli, der Paganini, der Jordan Rudess, der Yngwie Malmsteen der technisch orientierten Lyrik. Er zeigt, was er kann. Er fühlt sich wohl damit. Und letztendlich merkt man, dass seine Arbeit auch mit einer Menge Enthusiasmus und Spaß schwanger ging und sicherlich noch lange gehen wird.

“Meiner Buchstabeneuter Milchwuchtordnung” ist spezielle Literatur für Leser mit speziellem Geschmack – eine Ader für derlei schriftliche Pirouetten-Schrauben-Flic-Flac-Salti, rückwärts, vorwärts und schräg von dunkel quadratwurzelnd, muss man schlichtweg aufbringen, um mit so etwas auch Spaß haben zu können. / Chris Popp, booknerds

Titus Meyer
Meiner Buchstabeneuter Milchwuchtordnung
Verlag: Reinecke & Voß
Erschienen: 2015
Paperback
Seiten: 88
ISBN: 978-3-94290-115-4

Literaturfest Salzburg

Literaturfest Salzburg 27. bis 31. Mai

Thomas Kunst, Maja Haderlap und Wulf Kirsten bei der Lyrikmatinee – Sonntag (31. 5.) 11 Uhr Edmundsburg – www.literaturfest-salzburg.at

Hier ein Gedicht von Thomas Kunst

Henninger Turm

Aber auch die wandelnde Topographie der Stadt wird zum Gegenstand der um Frankfurt am Main zentrierten Gedichte – etwa die drei Gedichte zu dem Henninger Turm in Sachsenhausen. Das circa 120 Meter hohe Getreidesilo war 1961 bei seiner Einweihung wohl das höchste Gebäude der Stadt; 2013 wird das Baudenkmal abgerissen.

Ähnlich wie die Gedichte zu dem gesprengten AfE-Turms des ebenfalls in Frankfurt am Main ansässigen Lyrikers Martin Piekar, dominiert hier ein Ton liebkosender Monumentalität: »abstrus wie sehr es dich / immer noch gibt wie viel ich mir / eingeprägt habe von dir gespiegeltem // in mir aufgehobenem ding aus luft. // schlummersilo. // […] // wie viel verspreche ich mir von diesem / leeren inneren bild […]« (Roloff: henninger turm 1).

Die geschichtliche Tiefe Roloffs beginnt nicht mit Karl dem Großen, sondern mit seinem Aufenthalt in der Stadt. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes nur seine Stadt, als ob sie nur in der Spanne seiner Erinnerung präsent und existent wäre, ein Ort ständiger Häutung und Wandlung mit ungeheuerlicher, unermüdlicher Energie:

»der horizont ist vage belegt wie / eine zunge die mit sich selber spricht / unter frankfurts zerschnittenem wolkenhimmel // ausgedampfte spur eines lichts das hinter die / zentralbank fällt hinter mein sofa aus den / augen raus und lange schatten wirft wer da- // steht wie ein abgerissener turm rotierende / henninger sturmhaube das flirren der / presslufthämmer sediert mich mein sommer // liegt eingeschlossen & / aus-« (Roloff: ›der horizont ist vage‹) / Paul-Henri Campbell, Fixpoetry

Marcus Roloff
reinzeichnung
Wunderhorn
2015 · 80 Seiten · 17,80 Euro
ISBN: 978-3-88423-501-0

Hans Bender ist tot

Der Schriftsteller Hans Bender ist tot. Der in Köln lebende Autor sei am Donnerstag im Alter von 95 Jahren gestorben, teilte der Hanser Verlag mit. Bender hatte 1954 zusammen mit Walter Höllerer die Zeitschrift „Akzente“ als Forum für deutsche Gegenwartsliteratur gegründet. Er gab auch „Konturen – Blätter für junge Dichtung“ sowie zahlreiche Anthologien heraus.

Der am 1. Juli 1919 als Sohn einer Gastwirtsfamilie in Mühlhausen im Kraichgau geborene Bender lebte seit 1959 in Köln. Er wird nach Angaben des Verlags in einem Ehrengrab in seiner Heimatgemeinde Mühlhausen beigesetzt. / Berliner Zeitung

Eines der “Gedichte in vier Zeilen”, denen er sich im Alter zuwandte, heißt “Jahrgang 1919“: “Nicht gefallen / Nicht ungehorsam gewesen zu sein. / Und weiterzuleben / Mit dieser Schuld”. / Süddeutsche Zeitung

Gestorben

Am 25. Mai 2015 starb der anarchistische Dichter Jesús Lizano in seiner Heimatstadt Barcelona. In seinen Gedichten und seinen politischen sowie philosophischen Schriften sprach er sich stets entschieden gegen Herrschaftsverhältnisse und Machtgefüge jeglicher Art aus und rief zur Solidarität aller Menschen als gleichgestellte Kreaturen auf. Die Menschheit habe die »Wilde Welt« der Tiere verlassen und befinde sich in der »Realen Politischen Welt«, die durch die »Reale Poetische Welt«, nämlich die Herrschaftslosigkeit, überwunden werden müsse.

Das lyrische Werk des 1931 geborenen spansichsprachigen Dichters, der oft als »Lizano de Berceo« firmierte (in Anlehnung an den mittelalterlichen spanischen Klassiker Gonzalo de Berceo), fasste er selbst in den Bänden Lizania. Aventura poètica 1945-2000 und Lizania. Aventura poètica 2001–2013 zusammen. Seine eigenwillige, Konventionen ignorierende Lyrik fand mit ihren überraschenden Bildern und Gedanken seit den 1990er Jahren zunehmend Beachtung sowohl bei spanisch- als auch bei katalanischsprachigen Literaten und Intellektuellen. Erst am vergangenen 17. Mai war ihm eine Veranstaltung im Rahmen der »Setmana de la Poesia de Barcelona« gewidmet worden, bei der Enric Casasses, David Castillo, Núria Martínez Vernis und andere Lizanos Gedichte vortrungen.

Sein vielleicht berühmtestes Gedicht lautet »Mamíferos« (Säugetiere)

Yo veo mamíferos.
Mamíferos con nombres extrañísimos.
Han olvidado que son mamíferos
y se creen obispos, fontaneros,
lecheros, diputados. ¿Diputados?
Yo veo mamíferos.
Policías, médicos, conserjes,
profesores, sastres, cantoautores.
¿Cantoautores?
Yo veo mamíferos…
Alcaldes, camareros, oficinistas, aparejadores
¡Aparejadores!
¡Cómo puede creerse aparejador un mamífero!
Miembros, sí, miembros, se creen miembros
del comité central, del colegio oficial de médicos…
Académicos, reyes, coroneles.
Yo veo mamíferos.
Actrices, putas, asistentas, secretarias,
directoras, lesbianas, puericultoras…
La verdad, yo veo mamíferos.
Nadie ve mamíferos,
nadie, al parecer, recuerda que es mamífero.
¿Seré yo el último mamífero?
Demócratas, comunistas, ajedrecistas,
periodistas, soldados, campesinos.
Yo veo mamíferos.
Marqueses, ejecutivos, socios,
italianos, ingleses, catalanes.
¿Catalanes?
Yo veo mamíferos.
Cristianos, musulmanes, coptos,
inspectores, técnicos, benedictinos,
empresarios, cajeros, cosmonautas…
Yo veo mamíferos.

Ich sehe Säugetiere.
Säugetiere mit den seltsamsten Namen.
Sie haben vergessen, dass sie Säugetiere sind,
und halten sich für Bischöfe, Klempner,
Milchmänner, Abgeordnete.
Abgeordnete?
Ich sehe Säugetiere.
Polizisten, Ärzte, Hausmeister,
Lehrer, Schneider, Liedermacher.
Liedermacher?
Ich sehe Säugetiere …
Bürgermeister, Kellner, Büroangestellte, Bauleiter.
Bauleiter!
Wie kann ein Säugetier sich nur für einen Bauleiter halten!
Mitglieder, jawohl, Mitglieder, sie halten sich für Mitglieder
des Zentralkomitees, der Ärztekammer …
Akademiker, Könige, Obristen.
Ich sehe Säugetiere.
Schauspielerinnen, Huren, Assistentinnen, Sekretärinnen,
Direktorinnen, Lesbierinnen, Kindergärtnerinnen …
Ehrlich gesagt, ich sehe Säugetiere.
Niemand sieht Säugetiere,
niemand erinnert sich offenbar daran, dass er ein Säugetier ist.
Bin ich etwa das letzte Säugetier?
Demokraten, Kommunisten, Schachspieler,
Journalisten, Soldaten, Bauern.
Ich sehe Säugetiere.
Marquis, Manager, Geschäftspartner,
Italiener, Engländer, Katalanen.
¿Katalanen?
Ich sehe Säugetiere.
Christen, Muslime, Kopten,
Inspektoren, Techniker, Benediktiner,
Unternehmer, Kassierer, Kosmonauten …
Ich sehe Säugetiere.
[üb.: à.s.]

Hier eine Meldung in El Mundo, hier eine in cultura21.

Finalists Announced for the 24th Neustadt International Prize for Literature

Neustadt Prize is known as “America’s Nobel” for literature; finalists are selected by an international jury of their peers with the winner to receive $50,000 cash prize

NORMAN, Okla. (May 27, 2015) – World Literature Today, the University of Oklahoma’s award-winning magazine of international literature and culture, today announced the finalists for the 2016 Neustadt International Prize for Literature. The Neustadt Prize is the most prestigious international literary award given in the United States, often cited as “America’s Nobel” for its reputation as a lead-up to the Swedish Academy’s annual selection. An international, nine-member jury of accomplished writers selected the shortlist, with their sole criterion for nominating finalists being distinguished and continuing literary achievement. Any living author in the world writing in any genre is eligible to be nominated.

The Neustadt Prize is celebrated for its exclusive focus on literary merit, being recognized as one of the most truly international literary awards given in the world. This year’s nominees are from around the globe, and, notably for the first time, female authors make up the majority of the finalists. Seven of the nine 2016 finalists are women; previously, the highest number of women nominees in a single year was four.

The finalists for the 2016 Neustadt Prize for International Literature* are:

  • Can Xue, China
  • Caryl Churchill, England
  • Carolyn Forché, United States
  • Aminatta Forna, Scotland/Sierra Leone
  • Ann-Marie MacDonald, Canada
  • Guadalupe Nettel, Mexico
  • Don Paterson, Scotland
  • Dubravka Ugresic, Croatia/The Netherlands
  • Ghassan Zaqtan, Palestine

Jury members will convene at the annual Neustadt Festival in October at the University of Oklahoma, where they will discuss the merits of each finalist and vote for the winner. The 2016 laureate, who will be announced at the festival’s closing banquet, will receive $50,000, a replica of an eagle feather cast in silver, a certificate of recognition and the next year’s Neustadt Festival hosted in his or her honor.

The Neustadt Prize was first given in 1970 to Italian poet Giuseppe Ungaretti. Notable winners have included Nobel Prize in Literature recipients Gabriel García Márquez (1972), Czeslaw Milosz (1978), Octavio Paz (1982) and Tomas Tranströmer (1990) as well as many well-known novelists, poets and playwrights. The 2014 Neustadt laureate was Mia Couto of Mozambique, who was recently shortlisted for the highly regarded Man Booker International Prize.

*Full finalist bios are attached to this release.

About the Neustadt International Prize for Literature

The Neustadt International Prize for Literature is a $50,000 biennial prize funded by a generous endowment from the Neustadt family of Ardmore, Oklahoma, and Dallas. The Neustadt Prize is the first international literary award of its scope to originate in the United States and is one of the very few international prizes for which poets, novelists and playwrights are equally eligible. The charter of the award stipulates that the Neustadt Prize be conferred solely on the basis of literary merit, and each laureate is chosen by a jury of writers that World Literature Today convenes on the University of Oklahoma campus.

About World Literature Today

Founded in 1927, World Literature Today is the University of Oklahoma’s award-winning magazine of international literature and culture. The mission of World Literature Today is to serve the international, state and university communities by achieving excellence as a literary publication, a sponsor of literary prizes and a cultural center for students. Now in its ninth decade of continuous publication, World Literature Today has been recognized by the Nobel Prize committee as one of the “best edited and most informative literary publications” in the world, and was recently called “an excellent source of writings from around the globe by authors who write as if their lives depend on it” (Utne Reader).

Finalists Biographies

Can Xue

Can Xue (Deng Xiaohua), whose pseudonym in Chinese means both “the dirty snow that refuses to melt” and “the purest snow at the top of a high mountain,” was born in 1953 in Changsha City, Hunan Province, China. She lived in Changsha until 2001, when she and her husband relocated to Beijing. Regarded as one of the most experimental writers in the world, Can Xue describes her works as “soul literature” or “life literature.” She is the author of numerous short story collections and four novels. Seven of her works have been published in English, and she also has published books of commentary on Borges, Shakespeare, Dante, Goethe, Calvino, Kafka and Bruno Schulz. Can Xue says all of her works are experiments in which she takes herself as the subject.

Nominated by: Porochista Khakpour / Work: Five Spice Street

Caryl Churchill

Playwright Caryl Churchill was born in September 1938 in London and grew up in the Lake District in Montreal. She was educated at Lady Margaret Hall, Oxford, where she drafted her first play. That play would be first staged in 1958, winning an award at the Sunday Times’ National Union of Students Drama Festival. Following, she would write a number of plays for BBC radio, The Judge’s Wife for BBC Television, and her first professional stage production, Owners, premiered at the Royal Court Theatre in London in 1972. She would go on to become Resident Dramatist at the Royal Court (1974–1975) before her play Serious Money (1987) would win the Evening Standard Award for “Best Comedy of the Year” and the Laurence Olivier / BBC Award for “Best New Play.” Churchill has authored more than a dozen plays in total and has also published translations for works such as Seneca’s Thyestes (2001). Her most recent work is Drunk Enough to Say I Love You? (2006), which premiered at the Royal Court Theatre. She lives in London and is often regarded as one of the most influential playwrights of the modern era.

Nominated by: Jordan Tannahill / Work: A Number

 

Carolyn Forché

Carolyn Forché was born in Detroit in 1950. She is the author of five books of poetry and has been distinguished with the Yale Younger Poets Award, Lamont Selection of the Academy of American Poets, Los Angeles Times Book Award and Robert Creeley Award. She also has been a finalist for the National Book Critics Circle Award. In 2004, she was named a trustee of the Griffin Trust for Excellence in Poetry, Canada’s premier award for poetry. Her fellowships have included the National Endowment for the Arts, a John Simon Guggenheim Fellowship, and a Lannan Foundation Fellowship. Beyond her writing career, Forché has dedicated herself to advancing human rights, being recognized with the Edita and Ira Morris Hiroshima Foundation Award for Peace and Culture in 1998 for her work. Forché is currently a professor of English and director of the Lannan Center for Poetics and Social Practice at Georgetown University.

Nominated by: Valzhyna Mort / Work: Selections from In the Lateness of the World (forthcoming) and other poems

Aminatta Forna

Aminatta Forna was born in Scotland, raised in Sierra Leone and Britain, and now lives in London. She is the award-winning author of the novels The Hired ManThe Memory of Love and Ancestor Stones. In 2014, she received Yale University’s Donald Windham–Sandy M. Campbell Literature Prize. In addition to her novels, she has published short stories and was a finalist for the 2010 BBC National Short Story Award. Her essays and articles have appeared in GrantaThe TimesThe Observer and Vogue magazine. Forna is a fellow and council member of the Royal Society of Literature and sits on the board of the National Theatre of Great Britain, the general committee of the Royal Literary Fund, and the council of the Caine Prize for African Writing. She has acted as a judge for a number of literary prizes and was most recently a judge for the 2013 Man Booker International Prize. Forna is currently a professor of creative writing at Bath Spa University, and she published her memoir, The Devil That Danced on the Water, in 2002.

Nominated by: Mukoma Wa Ngugi / Work: The Memory of Love

Ann-Marie MacDonald

Ann-Marie MacDonald is an author, actress and playwright. She was born in Baden Sölingen, in the former West Germany. After graduating from the National Theatre School of Canada, MacDonald moved to Toronto where she immersed herself in the vibrant alternative theatre scene. Her first solo-authored play, Goodnight Desdemona (Good Morning Juliet), was honored with the Chalmers Award, the Governor General’s Award and the Canadian Authors’ Association Award. Her later dramatic works have earned several Dora Awards, including “Outstanding New Musical” for Anything That Moves. In 1996, MacDonald’s first novel, Fall on Your Knees, was shortlisted for the Giller Prize, won the People’s Choice Award and was given the Canadian Booksellers Association’s Libris Award for “Fiction Book of the Year.” MacDonald’s second novel, The Way the Crow Flies, became an international bestseller, finalist for the Giller Prize and a Good Morning America Book Club pick. Her latest novel, Adult Onset, was published in 2014. Also a celebrated stage actress, she is currently working with director Alisa Palmer and musician Torquil Campbell on an adaptation of Shakespeare’s Hamlet for the Stratford Festival. MacDonald lives in Toronto and Montreal with her family.

Nominated by: Padma Viswanathan / Work: Fall on Your Knees

Guadalupe Nettel

Born in Mexico City in 1973, Guadalupe Nettel is a prolific Mexican author and a regular contributor to both Spanish- and French-language magazines. In 2006, she was voted one of the 39 most important Latin American writers under the age of 39 at the Bogotá Hay Festival. She is now based in Barcelona, where she works as a translator and holds writing seminars and workshops on Potential Literature. She is the author of several acclaimed works, including novels and short stories. Her recognitions include the Premio Antonin Artaud, the Gilbert Owen Short Story Prize and being named a finalist for the Premio Herralde, one of Spain’s most famous literary awards.

Nominated by: Valeria Luiselli / Work: The Body Where I Was Born

Don Paterson

Don Paterson was born in Dundee, Scotland, in 1963. He moved to London in 1984 to pursue a career as a jazz musician and began writing poetry at this same time. It was in the poetry that he found his true passion, and he has published numerous collections since. His works have won several awards, including the Forward Prize for “Best First Collection,” Whitbread Poetry Prize, Geoffrey Faber Memorial Award and the T. S. Eliot Prize. Most recently, he won the Queen’s Gold Medal for Poetry in 2010. He has also published two books of aphorisms, the compendium Best Thought, Worst Thought and has edited several anthologies. He is a fellow of both the Royal Society of Literature and the English Association. As well as poetry and aphorism, he has written drama for radio and theatre, including the melodrama The Land of Cakes for Dundee Rep, a collaborative work with composer Gordon McPherson. Paterson was honored by Queen Elizabeth II as an Officer of the Most Excellent Order of the British Empire in 2008.

Nominated by: Amit Majmudar / Work: Rain

Dubravka Ugresic

Dubravka Ugresic is one of Europe’s most distinctive novelists and essayists, with her work marked by a combination of irony and compassion. In 1991, as war broke out in the former Yugoslavia, Ugresic took a firm antiwar stance, critically dissecting Croatian and Serbian nationalism as well as the stupidity and criminality of war. Her activism made her a target for nationalist journalists, politicians and public figures, leading to a prolonged public ostracism and persistent media harassment that would cause her to leave Croatia. In her exile that in time became her emigration, Ugresic’s works – many of which detail the disintegration of her Yugoslav homeland and the fall of the Berlin Wall – rose in prominence, eventually being translated into more than 20 languages. She has been the recipient of several recognitions, most recently as a finalist for the National Book Critics Circle Award for Criticism in 2011 and as the winner of the 2012 Jean Améry Essay Prize. Her newest collection of essays is Europe in Sepia. Ugresic lives in Amsterdam.

Nominated by: Alison Anderson / Work: The Museum of Unconditional Surrender

Ghassan Zaqtan

Born near Bethlehem, Ghassan Zaqtan is a Palestinian poet, novelist and editor. Writing in Arabic, he has authored numerous poetry collections, the novel Describing the Past and the play The Narrow Sea, which was recognized at the 1994 Cairo Festival. He has been awarded the Griffin Trust for Excellence in Poetry, Canada’s highest poetry honor, and the National Medal of Honor in recognition of his contributions to Arabic and Palestinian literature. He has also edited the Palestine Liberation Organization’s literary magazine, Bayader, as well as the poetry journal Al-Soua’ra and the literary page of the newspaper Al-Ayyam. Founding director of the House of Poetry in Ramallah, Zaqtan has also served as director general of the Palestinian Ministry of Culture’s Literature and Publishing Department. He was previously a finalist for the Neustadt Prize in 2014 and has been considered for the Nobel Prize for Literature.

Nominated by: Wang Ping / Work: Like a Straw Bird It Follows Me

Ingolds Einzeiler

Der Taube gibt das Korn den Rest, das nährt und mehrt; als Spurenelement bleibt’s auf der Strecke.

Jeden Donnerstag punkt 11 Uhr veröffentlicht L&Poe ein ungedrucktes Monostichon des Schweizer Dichters Felix Philipp Ingold. Mehr

Land der Lyrik

Indonesien ist ein Land der Lyrik: Seit Jahrhunderten hat die Kunst der Poesie im diesjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse einen hohen Stellenwert, ziehen Lyrikdarbietungen Zuschauer und -hörer in ihren Bann. Im Vorfeld der Buchmesse will der Ehrengast auch in Deutschland die facettenreiche Poesie des riesigen Archipels stärker ins Bewusstsein rücken und präsentiert die spannende zeitgenössische indonesische Lyrik mit ihrer Fülle an Stimmen und Formen.

Erstmals erscheint ein einführender Überblick über die dynamische Lyrikszene im viertgrößten Land der Welt: Die erste deutschsprachige Sonderausgabe von Indonesiens wichtigstem Lyrikmagazin „JurnalSajak“, die am 28. Mai im Rahmen der Lesung „Indonesien, Archipel der Poesie“ im Literaturhaus Berlin offiziell vorgestellt wird, enthält Übersetzungen der wichtigsten indonesischen Gegenwartsdichter, darunter Goenawan Mohamad, Dichter, Essayist und Leiter des Nationalen Komitees zur Organisation des Ehrengastauftritts, sowie Agus R. Sarjono und Toeti Heraty. Ergänzt wird das Heft, das von Agus R. Sarjono gemeinsam mit dem deutschen Literaturwissenschaftler und Indonesienkenner Berthold Damshäuser zusammengestellt wurde, durch einführende Essays und Artikel. Das 160-seitige Heft kann ab dem 1. Juni für 9,90 € (inklusive Versand 12,- €) per E-Mail bestellt werden (info@berliner-literarische-aktion.de).

Unter dem Titel „Sprachfeuer“ werden Agus R. Sarjono und Berthold Damshäuser auch eine große Anthologie indonesischer Lyrik herausgeben, die Ende September beim Regiospectra-Verlag Berlin erscheinen wird. Sie wird deutsche Übertragungen von über 250 indonesischen Gedichten aus einem Zeitraum von hundert Jahren enthalten und liefert einen repräsentativen Überblick über das lyrische Schaffen in Indonesien seit dem Entstehen eines indonesischen Nationalbewusstseins. Unter den rund 25 in dieser Anthologie vertretenen Autorinnen und Autoren befinden sich die bedeutendsten indonesischen Lyrikerinnen und Lyriker, u.a. Chairil Anwar, Rendra, Toeti Heraty, Goenawan Mohamad, Taufiq Ismail, Sapardi Djoko Damono, Sutardji Calzoum Bahri, Dorothea Rosa Herliany, Afrizal Malna und Agus R. Sarjono. / Mehr

Shusaku Arakawa and Madeline Gins

As a poet interested in the social material of writing, I found a deep connection with the early paintings of Shusaku Arakawa and with Arakawa and Madeline Gins’s paradigmatic The Mechanism of Meaning (1971), as well as various early writings by Gins, particularly her essay on multidimensional architecture, which I published in 43 Poets (1984) in boundary 2 30 years ago (this work that anticipates much of Gins & Arakawa’s later work in what they called “procedural architecture”). Gins is the author of two literary masterpieces, The Mechanism of Meaning and Helen Keller or Arakawa (1994). These works, as well as Arakawa and Gins’s later works share a space with many of the poets and artists with whom I have been most engaged. / Charles Bernstein (More)

Besucher seit August 2009:

  • 1,435,352 Treffer

Schlagwörter

A.J. Weigoni Achim Wagner Adam Zagajewski Adolf Endler Adonis Albert Ostermaier Alexander Gumz Alexander Nitzberg Allen Ginsberg American Life in Poetry Andreas Altmann Andreas Heidtmann André Breton André Rudolph André Schinkel Angelika Janz Anja Utler Anna Achmatowa Ann Cotten Anne Carson Anthologien Anton G. Leitner Arne Rautenberg Arthur Rimbaud Axel Kutsch Barbara Köhler Berlin Bertolt Brecht Bert Papenfuß Bertram Reinecke Birgit Kreipe Björn Kuhligk Bob Dylan Brigitte Oleschinski Carl-Christian Elze Carlfriedrich Claus Charles Baudelaire Charles Bernstein Charles Simic Christian Filips Christian Lehnert Christine Lavant Christoph Meckel Christoph Wenzel Clemens Schittko Czesław Miłosz Dagmara Kraus Daniela Seel Daniel Falb Dante Darmstadt Die Zeit Diktionär Dirk Uwe Hansen Dorothea von Törne Dresden Durs Grünbein Dylan Thomas Düsseldorf e.e. cummings Edit Edward Hirsch Elke Erb Else Lasker-Schüler Emily Dickinson Erich Fried Ernest Wichner Ernst Jandl Eugen Gomringer Ezra Pound Federico García Lorca Felix Philipp Ingold Ferdinand Schmatz Frankfurt/ Main Frankfurter Buchmesse Frank Milautzcki Franz Hodjak Franz Josef Czernin Franz Kafka Friederike Mayröcker Friedrich Hölderlin Friedrich Nietzsche Friedrich Schiller Fußball Geistige Gummibärchen Georg Trakl Gerhard Falkner Gerhard Rühm Gerrit Wustmann Gertrude Stein Gottfried Benn Greifswald Günter Eich Günter Grass Günter Kunert H.C. Artmann Hadayatullah Hübsch Haiku Hamburg Hansjürgen Bulkowski Hans Magnus Enzensberger Hans Thill Harald Hartung Heiner Müller Heinrich Detering Heinrich Heine Heinz Czechowski Helmut Heißenbüttel HEL ToussainT Hendrik Jackson Hendrik Rost Hermann Hesse Herta Müller Hilde Domin Horst Samson Ilma Rakusa Ingeborg Bachmann Inger Christensen Islam Ists auch nicht Lyrik Jack Kerouac Jan Kuhlbrodt Jan Skudlarek Jan Volker Röhnert Jan Wagner Jayne-Ann Igel Joachim Sartorius Johannes Bobrowski Johannes R. Becher Johann Wolfgang Goethe John Ashbery Joseph Brodsky José F.A. Oliver Judith Zander Jürgen Becker Jürgen Brôcan Kai Pohl Karl Mickel Katharina Schultens Kathrin Schmidt Kerstin Becker Kerstin Preiwuß Kito Lorenc Klaus Merz Konstantin Ames Kristoffer Patrick Cornils Kurt Drawert Kurt Schwitters Köln Leipzig Leipziger Buchmesse Les Murray Lettrétage Liao Yiwu Li Bai Literaturwerkstatt Berlin Lutz Seiler Lyrikpreis München Léonce W. Lupette Machmud Darwisch Mara Genschel Marcel Beyer Marcel Reich-Ranicki Marcus Roloff Marina Zwetajewa Marion Poschmann Martina Hefter Martin Piekar Mathias Traxler Matthias Göritz Matthias Hagedorn Mea: Dingfest Mea: Garstig Mea: Liebesfest Mea: Poetologisch Mea: Sinnfest Mea: Wortfest Meine Anthologie Michael Braun Michael Donhauser Michael Krüger Michael Lentz Mirko Bonné Monika Rinck Musik München Münster Nadja Küchenmeister Nazım Hikmet Nelly Sachs New York Nico Bleutge Nobelpreis Nora Bossong Nora Gomringer Norbert Hummelt Norbert Lange Olga Martynova open mike Oskar Pastior Ossip Mandelstam Oswald Egger Pablo Neruda Paul Celan Paulus Böhmer Peter-Huchel-Preis Peter Hacks Peter Handke Peter Huchel Peter Rühmkorf Peter Waterhouse Pier Paolo Pasolini Poesiefestival Berlin Poetry Foundation Poetry Media Service Poetry Slam Politik Politische Lyrik Rainer Kirsch Rainer Maria Rilke Ralph Dutli Raoul Schrott Reiner Kunze Richard Duraj Richard Pietraß Richard Wagner (1952) Robert Frost Robert Gernhardt Robert Schindel Rolf Dieter Brinkmann Rolf Schneider Roman Bucheli Ron Winkler Rose Ausländer Sabine Scho Sappho Sarah Kirsch Schule Seamus Heaney Silke Peters Silke Scheuermann Simone Kornappel Sonett stan lafleur Stefan George Steffen Popp Stuttgart Stéphane Mallarmé Surrealismus Swantje Lichtenstein Sylvia Plath T.S. Eliot Ted Kooser Textenet Theo Breuer Thomas Brasch Thomas Böhme Thomas Kling Thomas Kunst Thomas Rosenlöcher Tobias Amslinger Tobias Roth Tomas Tranströmer Tom Bresemann Tom de Toys Tom Schulz Tristan Marquardt Ulf Stolterfoht Uljana Wolf Ulla Hahn Ulrich Koch Ulrike Almut Sandig Ulrike Draesner Urheberrecht Urs Allemann Urs Engeler Ursula Krechel Uwe Kolbe Valeri Scherstjanoi Vertonung Volker Braun Volker Sielaff W.H. Auden Walter Fabian Schmid Walter Höllerer Walt Whitman Welimir Chlebnikow Wien William Carlos Williams William Shakespeare Wislawa Szymborska Wladimir ­Majakowski Wolf Biermann Wolfgang Hilbig Wulf Kirsten Yoko Tawada Zensur Zürich Àxel Sanjosé Übersetzen
Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 340 Followern an