Ror Wolfs bisheriges Gesamtwerk umfasst mehr als zwanzig Bücher – von den großen Prosawerken „Die Gefährlichkeit der großen Ebene“ und „Nachrichten aus der bewohnten Welt“ über die balladeske und reimschöne Lyrik von „Hans Waldmanns Abenteuern“ und „Pfeifers Reisen“ bis hin zu den Kurzprosastücken, die an Hebels Kalendergeschichten erinnern – ein Vergleich, der Ror Wolf gut gefällt. Eckhard Henscheid hat im Falle Ror Wolfs von der Verwunderung dessen gesprochen, „der immer mal wieder vom Mond auf die Erde gefallen ist und nach ersten Worten sucht“. Und für die Büchner-Preisträgerin Brigitte Kronauer ist Wolf sowieso „einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart“.
Und doch ist dieser bis heute immens produktive Schriftsteller kein Vielgelesener, auch wenn viele seiner Hörspiele regelmäßig gesendet werden. Das heißt, eine Seite gibt es im Wolf’schen Werk Wolf, über die man die Rubrik „Kurzzeitige, heftige Popularität“ schreiben könnte: die Rede ist von seinen Texten über den Fußball – in Collagen, Hörspielen und Gedichten hat Wolf diesen Sport gewissermaßen als Fortsetzung der Wirklichkeit mit anderen Mitteln besungen. Derart zum Beispiel: „Ein Mann, kein Reißer und kein Eisenbeißer; / er spielte hinter Seeler Haller Held; / erschien wie Fantômas im Mittelfeld / und strahlte auf, man nannte ihn: den Kaiser.“ / Hilmar Klute, SZ 2.1.
[16.1. Voraussichtlich an diesem Tag wird bekanntgegeben, wer den Peter-Huchel-Preis 2010 gewinnt]
[28.1. National Poetry Day (‚Gedichtendag‘) in den Niederlanden]
[8.-21.3. „Frühling der Dichter“ in ganz Frankreich. Le 12e Printemps des Poètes, baptisé „Couleur femme“ sera placé sous le signe de la poésie au féminin, méconnue au fil des siècles.]
18.-21. 3. Buchmesse Leipzig Ob gedruckt oder als e-Book, sämtliche Bücher finden sich in Leipzig – beim wichtigen Frühjahrstreffen der internationalen Buch- und Medienbranche
[21.3., passend: Welttag der Poesie, 1999 von der UNESCO ausgerufen]
[1.-30.4. April is the cruellest month: National Poetry Month in den USA]
[3.4. Karsamstag Geburtstag des Dichters Peter Huchel. An diesem Tag wird alljährlich der Peter-Huchel-Preis in Staufen/ Br. vergeben]
[5.4.-11.4. Woche der türkischen Poesie bei L&Poe]
[6.4. Griffin Poetry Prize Shortlist Announced]
[23.4. Welttag des Buches]
[10.5. An diesem Tag im Jahr 1933 wurden in den meisten deutschen Universitätsstädten, auch in Greifswald, unter dem Beifall von Studenten und Professoren Bücher mißliebiger Autoren verbrannt. In der DDR, die auch ihre Probleme mit dem freien Buch hatte, wurde dieser Tag als „Tag des freien Buches“ mit Veranstaltungen landesweit begangen. Immerhin.]
[4.-12.6.] 11. poesiefestival berlin: Poesie zwischen Bosporus, Sueskanal und der Straße von Gibraltar
[11.-18.6. Poetry International Festival Rotterdam]
6.-8.8. 14. Intern. Berliner Bierfestival Auf der Karl-Marx-Allee kann der längste Biergarten der Welt besucht werden [vgl. Karl Mickel: Bier. Für Leising]
[26.-29.8. 30. ERLANGER POETENFEST]
[26.8. Runokuu (Poetry Moon) Festival in Helsinki]
15.9.-26.10. Internationales Literaturfestival Berlin Es geht um Prosa, Lyrik, Literaturverfilmungen und Kinderbücher der Gegenwart. Autoren aus aller Welt lesen und diskutieren. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf Osteuropa
6.-10.10. Frankfurter Buchmesse Die größte Buchmesse der Welt findet seit 1949 jährlich in der Messe Frankfurt statt. Gastland 2010 ist Argentinien, das Motto heißt „Kultur in Bewegung“
[9.10. National Poetry Day in Großbritannien… auch wieder passend zur Buchmesse]
[6.-12.11.Latinale 2010 – 5. Mobiles lateinamerikanisches Poesiefestival mehr]
[19. bis 24.11. Das erste Konstanzer Poesiefestival „dichter dran. Auf den Versen junger Lyrik“]
10.12. Nobelpreisverleihung Am Todestag von Alfred Nobel überreicht der schwedische König die Auszeichnung in Stockholm.
[22.12. National Haiku Day, USA]
(wird erweitert. Gern mit Ihren Anregungen und Vorschlägen)
Vorschau 2011
7.-21.3. PoesieFrühling Berlin
Adorno bezieht fortan die Rolle des Außenstehenden, des Exzentrikers, der das Absurde heranziehen muss, um den Wahnsinn – die Zerstörung der deutsch-jüdischen Kultur – auszuhalten. Sätze wie „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“ oder wenig später „Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch“ werden sprichwörtlich. Es sind Musterbeispiele für Adornos Verfahren, Wahrheit aus Übertreibung zu gewinnen. Denn nur aus der schieren Übersteigerung eines Gedankens bis zu dem Punkt, an dem er kaum noch denkbar ist, könne sich sein Kern ergründen lassen. Philosophie nach altem Wertmaßstab sei fortan nicht mehr möglich. Trotzdem wird er sein Diktum über Lyrik nach Auschwitz einige Jahre später zurücknehmen. Vielleicht der einzige Satz, den er jemals korrigierte. / ANANDA MILZ, Rheinische Post 9.1.
Craig Arnold (1967 – 2009) kümmerte sich nicht um die Fehden zwischen den tonangebenden Dichterclans in New York und San Francisco. Er stand unakademisch und souverän über den Schulen der engagierten, neoromantischen oder rein sprachartistisch orientierten Poetiken. Der Dichter, der auch als Band-Musiker auftrat, gehört dennoch zu einer ganz besonderen Spezies – jener Künstler, die früh und gewaltsam starben und damit zur Legende wurden. Dem Rockstar Jeff Buckly, der im Mississippi umkam, hat er das Gedicht „Grace“ gewidmet. Dem Pop-Musiker Ian Curtis, der sich – von Epilepsie und Drogen gebeutelt – das Leben nahm, porträtierte er in „Leader of Men“. Er selbst verschwand im vergangenen Jahr auf mysteriöse Weise, als er auf einer japanischen Insel Vulkanstudien betrieb. Die Zwischenreiche, von denen die Gedichtauswahl aus den Bänden „Schalen“ und „Fleisch geworden“ erzählt, sind keineswegs provinziell. Arnold entwarf einen neuen Typus des Reise-, Ding- und Liebesgedichts mit einzigartig intensiven Sprachbildern, in denen Leben und Tod, Liebe und Hass, Vision und Realität zusammenfließen oder dramatisch aufeinander prallen. / Dorothea von Törne, Die Welt 9.1.
fleischgeworden.
Von Craig Arnold. A. d. Engl. v. Jan Volker Röhnert. Luxbooks, Wiesbaden. 24 S., 18,50 Euro.
Außerdem in der Sammelrezension:
Hier noch Dort
Von Bernard O’Donoghue. A. d. Engl. v. Andreas Flückiger. Athena, Overhausen. 120 S., 12,90 Euro
Wo Poesie auf Erkenntnisse baut, braucht sie als Gegenpart Aktion: Delfine springen und verdampfen, kleine Truppen Beamter werden aus dem Fenster geworfen, zersägte Jungfrauen verschwinden und ein nickendes Haupt, ein „plexus samt enthaltenen gedanken“. Lauter kuriose Details – Bruchstücke aus Trivialitäten – formen sich zu rhythmisch und semantisch komplexen Strukturen. Daniel Falb, der 1977 in Karlsruhe geborene, heute in Berlin lebende Politikwissenschaftler, Physiker und Philosoph ist ein Wort- und Gedankenspieler, der das Material seiner akrobatisch durchdachten Verse aus Alltagsbeobachtungen filtert. Die ordnet er zu brillanten Skulpturen und Stillleben. Darin mischen sich: Gesellschaftsdiagnose, ein ebenso befremdeter wie lakonischer Ton, das Agieren von Figuren in beschädigten Leben, ein jegliches Pathos unterwandernde Ironie und Sarkasmus, die Symbiose von wissenschaftlich-technischen Begriffen, Alltags- und Umgangssprache, Sachlichkeit und unbändige Fantasie. / Dorothea von Törne, Die Welt 9.1.
BANCOR.
Von Daniel Falb. kookbooks, Idstein. 56 S., 19,90 Euro.
Der kleine Heidelberger Verlag „Das Wunderhorn“ startet mutig eine neue Lyrikedition: die „Reihe P“. Als Herausgeber amtieren keine Geringeren als Ernest Wichner, Joachim Sartorius und Hans Thill. Zum Auftakt sind Gedichte des bekanntesten Gegenwartsautors der Ukraine, Juri Andruchowytsch, erschienen. Er ist bei uns vor allem als Romancier, Essayist und kritischer Chronist des osteuropäischen gesellschaftlichen Umbruchs im Gespräch, in der Ukraine vor allem als Kultautor und Lyriker von fünf Gedichtbüchern. Der deutsche Auswahlband vereint Verse aus den Bänden „Exotische Vögel und Pflanzen“ (1985 – 1990) und „Lieder für den toten Hahn“ (1999 – 2004). Welch ein merkwürdiger Gegensatz: Die Aura des untergegangenen Galizien weht dunkel und geheimnisvoll durch die Verse des 1960 in Iwano-Frankiwsk, dem früheren galizischen Stanislau, geborenen Andruchowytsch und mischt sich mit dem liedhaften, frechen Ton der literarischen Performance-Gruppe „Bu-Ba-Bu“ (Burlesk-Blagan-Buffonade), die der Autor 1985 mitbegründete. / Dorothea von Törne, Die Welt 9.1.
Werwolf Sutra.
Von Juri Andruchowytsch. A. d. Russ. v. Stefaniya Ptashnyk u.a. Wunderhorn, Heidelberg. 89 S., 17,80 Euro.
Lieber Franz, ich danke dir.
Ich danke Dir, ich danke Dir sehr.
Ich danke Dir, das fällt uns nicht schwer.
Ich danke Dir, danke Dir ganz toll.
Weiß gar nicht, was ich alles sagen soll.
Ich danke Dir, Du bis ein Schatz.
Dies sage ich Dir in einem Satz.
Ich danke Dir, das fällt nicht schwer.
Um diese Dankeszeilen streiten sich jetzt ein Fußballboss und die hessische Hobbydichterin und Lyrikverkäuferin Anette Pfeiffer-Klärle. Mehr hier (und natürlich überall sonst).
Vgl. L&Poe 2009 Dez #12. Faßbuller
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nicht nur Hochhäuser, Knete und Schulden, sondern auch eine Lyrikakademie. Selbige, in Abu Dhabi, hat gerade eine zweite, überarbeitete Version eines Buches herausgegeben,
das Licht auf einen der bedeutendsten Nabati- (volkssprachlichen)Dichter der Neuzeit wirft: Jakub (Yacoub) Al Hatimi. „Yacoub Al Hatimi, His Life and Poetry“ von Sultan Al Amimi, dem Direktor der Akademie, behandelt eine symbolträchtige Figur der Lyrik der Emirate sowohl in ihrer volkssprachlichen (Nabati-) als auch klassischen (Fassih-)Gestalt. Das Buch basiert auf dreijährigen Forschungen Amimis, es enthält vier Kapitel.
Das erste Kapitel behandelt Leben und Werk Hatimis und das zweite seine Nabati-Gedichte, die mit Fußnoten und Worterklärungen mitgeteilt werden. Das dritte seine klassischen Gedichte und das vierte solche, von denen man annimmt, daß sie von ihm stammen könnten.
Hatimi wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts geboren und starb am Anfang des 20. Viele seiner Gedichte gingen verloren, weil sie nicht aufgezeichnet wurden und weil Leute starben, die sie auswendig kannten, aber nicht aufschrieben. Seine Gedichte betonen die vier Ziele der Poesie: Lob; Liebe; Weisheit; und Darstellung.
Hatimi spielt in seinen Gedichten drei verschiedene Rollen: die erste ist der Beduinendichter, der in der Wüste lebt, sein Kamel reitet und Wörter benutzt, die die Wüstenlandschaft reflektieren; die zweite ein Dichter am Meer, dessen Welt mit Tauchen und Perlen angefüllt ist; die dritte ein Dichter, der stolz ist auf seine Verse und wie sie eine Flut weiser Sprüche reflektieren, und der stolz darauf ist, Reime und Wörter zu benutzen, die dem Durchschnittsmenschen unbekannt sind, aber die Hellen ansprechen.
„Die Lyrik Hatimis stellt eine wichtige Etappe in der Geschichte der Lyrik der Emirate dar, besonders weil der Dichter vor 100 Jahren starb“, sagte Amimi./ gulf in the media 7.1.
Die amerikanische Lyrikerin Susan Howe ist seit September zu Gast in der American Academy in Berlin. Drei Ausschnitte aus einem Interview mit kultiversum:
Über Emily Dickinson:
Sie hat mir den Weg gewiesen. Ihr Werk hat mein Interesse an literarischen und historischen Dokumenten der frühen Geschichte der Vereinigten Staaten geweckt, denn ich hatte immer das Gefühl, dass ich verstehen muss, woher ihre Stimme, ihr Klang und die Intensität ihrer Gedichte kommen. Die Faszination für historische Dokumente führte für mich zu der Frage nach der Beziehung zwischen Bildender Kunst und Dichtung – ich habe ja ursprünglich Bildende Kunst studiert. Und ich fragte mich, ob man die wunderschönen handschriftlichen Fragmente, die Dickinson hinterlassen hat, nicht auch als Bildende Kunst betrachten könnte – ich denke schon.
Über ihre Zusammenarbeit mit dem Musiker David Grubbs:
Die Pariser „Fondation Cartier“, eine Stiftung, die zeitgenössische Kunst fördert, hat uns zusammengebracht. Ich glaube, der Grund, dass die Zusammenarbeit auf Anhieb so gut funktioniert hat, liegt in unserer gemeinsamen Verwurzelung in einer musikalischen Tradition, die dominiert ist von John Cage und Charles Ives. John Cage spielt für uns beide eine große Rolle, weil er in seinem Werk Bildende Kunst, Dichtung und Musik vereinigte. Außerdem verbindet David und mich das Interesse an der Collage und am Zitieren. Die Zusammenarbeit mit ihm hat meine Art, Gedichte zu schreiben, verändert. Es ist tatsächlich so: wenn wir „Souls of the Labadie Tract“ performen, dann bekomme ich manchmal das verrückte Gefühl, dass durch den Zusammenklang von Wort und Musik eine telepathische Verbindung zu dieser längst vom Erdboden verschwundenen Sekte, von der dieses Gedicht erzählt, hergestellt wird.
Über die Festlichkeiten zum Mauerfall-Jubiläum:
Ich bin nicht zum Brandenburger Tor gepilgert, aber ich habe hier in der Academy am Fernseher zugeschaut, was dort passiert ist am 9. November. Ich fand, dass die Musiker, die sie sich für dieses Fest ausgesucht haben, eine ziemliche Katastrophe waren – warum haben sie nicht die Rolling Stones gefragt?
Petr Halmay wurde 1958 als Sohn des Schriftstellers Karel Šiktanc in Prag geboren. Da sein Vater sich nicht an das Regime der sogenannten „Normalisierung“ anpassen wollte, das nach der Niederschlagung des „Prager Frühlings“ von 1968 in der ČSSR errichtet wurde, erlebte der junge Petr sehr bald aus nächster Nähe die Folgen einer totalen gesellschaftlichen Ausgrenzung. Karel Šiktanc schrieb seine besten Gedichte ohne Aussicht auf Veröffentlichung im eigenen Land.
Auch Petr Šiktanc, der inzwischen den Namen Petr Halmay angenommen hatte, durfte vor 1989 seine Texte nicht veröffentlichen. Mittlererweile sind in den vergangenen zwanzig Jahren insgesamt fünf Gedichtsammlungen von ihm erschienen.
Für den vorliegenden Gedichtband „Schlusslichter“ hatte Halmay im Jahr 2007 den in seiner Heimat angesehenen Jan-Skácel-Preis erhalten. Christa Rothmeiers Übersetzungsleistung gelingt es, die Begründung der Preis-Jury, Halmay stehe in der Tradition der besten mährischen Dichter, nachzuvollziehen.
Keinerlei Weinerlichkeit, aber eine leichte Wehmut durchzieht diese Verse. Ein nüchterner zivilisatorischer Realismus und wahrgenommene Natur schließen einander nicht aus. Es scheint, als atme jemand tief durch um zum Beschluss zu kommen, die Dinge um sich herum wie auch das eigene Leben noch einmal ganz neu wahrzunehmen und zu begreifen. / Volker Strebel, literaturkritik.de
Petr Halmay: Schlusslichter. Gedichte.
Übersetzt aus dem Tschechischen von Christa Rothmayer.
Edition Korrespondenzen, Wien 2008.
73 Seiten, 17,90 EUR.
ISBN-13: 9783902113610
Der surrealistische Dichter und Dramatiker Radovan Ivšić starb im Alter von 89 Jahren, teilte der französische Verlag Édition Gallimard gestern mit. Während der deutschen Besetzung Kroatiens, aber auch unter der kommunistischen Titoherrschaft durfte er nicht publizieren. 1954 verließ er Kroatien und ging nach Frankreich. Dort schloß er sich den Surrealisten an und schrieb Gedichte und Theaterstücke. 2004 erschien bei Gallimard eine Sammlung unter dem Titel Poèmes. / Actua Litté 8.1.
Texte von Ivšić sind in dem legendären Band „Das surealistische Gedicht“ („surrealistischer Ziegelstein“) enthalten, der im Jahr 2000 in 3. Auflage bei Zweitausendeins erschien. In späteren Jahren schrieb Ivšić vorwiegend Französisch. (Die fremde Sprache, sagt Ivšić, half ihm Distanz zu gewinnen). Der Berliner Autor Richard Anders, der in den 60er Jahren als Lektor in Zagreb arbeitete, erzählt, daß Ivšić – in dessen Zagreber Wohnung er unterkam – ihn in den Kreis um André Breton einschleuste und was er von ihm über automatisches Schreiben lernte. (Richard Anders: Wolkenlesen. Über hypnagoge Halluzinationen, automatisches Schreiben und andere Inspirationsquellen. Greifswald 2003).
Mehr: culturenet.hr (engl.) /
„Radovan Ivsic, Surrealist Radovan Ivsic, der Dinosaurier des Surrealismus, verbrachte das 20. Jahrhundert in Poesie, Dramaturgie und politischem Engagement“ mehr
Radovan Ivsic, European surrealist, cafebabel
Foto: Mit André Breton
Toyen – Radovan IVSIC. (Grafik)
Literary series replete with performances, readings
CHICAGO—The Poetry Foundation announces a diverse and exciting series of events for Spring 2010. Along with a series of poetry readings, the Poetry Foundation continues to explore Modernism in tandem with the Art Institute of Chicago and the Goodman Theatre, and poetry takes the stage in illuminating tragic and comedic plays. Noteworthy events include a reading by Nobel Prize winner Derek Walcott, a look at the avant-garde writers who shaped Modernism, and a performance of Seamus Heaney’s version of Sophocles’ The Cure at Troy.
*****
Thursday, February 4, 6PM
Poetry Off the Shelf: Rae Armantrout
Film Row Cinema
Columbia College
1104 South Wabash Avenue, 8th Floor
Free admission
Rae Armantrout is a professor of writing in the literature department at the University of California at San Diego. She is the author of 10 books of poetry, including Versed (Wesleyan, 2009), a finalist for the National Book Award, and Next Life (Wesleyan, 2007), which was selected by Publishers Weekly as one of the best poetry books of 2007.
Co-sponsored with Columbia College
WIR KÖNNTEN UNS AM LAUF DES ZEIGERS STÖREN,
Daß die Sekunden in die Jahre zielen
Und unsern Altersunterschied verspielen:
Mit dir zusammen Curtis Stigers hören,
Mit dir zusammen bis ins hohe Alter
Zu Rewe gehen und in Betten liegen,
Solange ficken, bis wir nichts mehr wiegen
Und Gründe haben, wegzufliegen, kalter
Und wehmütiger Rauch über den Flüssen,
Ist das der Rücken oder schon dein Po,
Das wissen meine Finger viel genauer.
Hier oben brauchen wir auch keinen grüßen,
Wir wären endlich gleichalt, hielten so
Geduld und Glück für aufgetaute Trauer.
/ Thomas Kunst (Leipzig)
Im Facebook-Album von Mario Ambrosius „Fotos – Can you guess who they are?“ – über 50 tolle Fotos – die Leser raten, wer dargestellt ist, und sie sind gut darin. Hier zB Hans Bellmer und Unica Zürn (der Link ist vielleicht nur erreichbar, wenn man bei Facebook eingeloggt ist).
hier: http://www.lauter-niemand.de/
gabs zu Weihnachten Action und also Neues zu lesen. Man erfährt, daß die 10. Ausgabe im Frühjahr 2010 erscheint (und man kann noch Texte einsenden). Es gibt endlich ausführliche Informationen und Texte zum Preis für politische Lyrik
(l&poe 2009 Okt 106. preis für politische lyrik)
Hier die Liste der Preisträger (jedenfalls steht bei diesen 3 das Wort Preisträger unter dem Namen)
Jeweils Wohnort und Geburtsdatum:
sowie eine oder eigentlich 3 Listen, mir nicht ganz durchsichtig, von weiteren Autoren in der Auswahl:
Engere Auswahl (alphabetisch):
Autoren in Auswahl (alphabetisch):
Vorwort und Texte der Preisträger und der anderen Autoren sind in html oder pdf zu lesen: nichts wie hin! (Und herumstöbern: in der Lauter Niemand Poetik gibts zahlreiche Statements und Texte schon bekannter und künftig bekannter Autoren)
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