DONNERSTAG, 03.03.2011
IM TOTEN WINKEL BLINDER BIENEN
LESUNG MIT KATHRIN SCHMIDT UND MARCUS ROLOFF
blinde bienen und im toten winkel des goldenen schnitts – so heißen die aktuellen Gedichtbände von Kathrin Schmidt und Marcus Roloff, zwei der interessantesten lyrischen Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur und gleichzeitig zwei der gegensätzlichsten.
Kathrin Schmidts Gedichte sind geprägt von den wunderbar leichtfüßigen Wort- und Klangspielereien der Autorin, es sind Texte, die die Kunst der Sprachjonglage auf höchstem Niveau zelebrieren. Roloff entwirft in seiner Lyrik eine biographische Kartographie: Seine Gedichte schwirren durch Zeit und Raum und suchen Ortschaften seines Lebens auf – seien es die erinnerten Orte seiner Kindheit oder das Frankfurter Bahnhofsviertel. Eines ist Schmidt und Roloff aber gemein: Die Bilder, die sie in ihren Texten verarbeiten, überraschen stets durch den jeweils ganz eigenen Blick auf die Welt.
Kathrin Schmidt wurde 1958 in Gotha geboren. Nach ihrem Psychologiestudium arbeitete sie einige Jahre als Kinderpsychologin, seit 1994 ist sie als freie Autorin tätig. Obgleich sie zu den versiertesten Lyrikerinnen ihrer Generation gehört und zahlreiche Gedichtbände veröffentlicht hat, feierte sie mit dem Roman Du stirbst nicht ihren größten Erfolg und erhielt dafür den Deutschen Buchpreis 2009.
Marcus Roloff wurde 1973 in Neubrandenburg geboren. Er studierte Neuere Deutsche Literatur, Philosophie und Kulturwissenschaft in Berlin. Sein erster Lyrikband, Herbstkläger, erschien 1997, es folgten zwei weitere Bände sowie zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften. Marcus Roloff lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
Eintritt: 6,-/3,-
Im Berlin der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts war Kaléko auf dem besten Weg sich als erfolgreiche Schriftstellerin und Lyrikerin zu etablieren. Mit ihrer pointensicheren „Großstadtlyrik“ hatte sie sich die Herzen der Berliner erobert. 1933 erschien ihr erstes Buch, das „Lyrische Stenogramheft“, deren erste Auflage bald vergriffen war. Ernst Rowohlt druckte die zweite und wagte es, 1935, ihr „Kleines Lesebuch für Große“ herauszubringen. Als sich herausstellte, dass Mascha Kaléko Jüdin ist, wurden die Bücher beschlagnahmt, ihre Werke fielen der nationalsozialistischen Bücherverbrennung zum Opfer. Die polnisch-deutsch-jüdische Dichterin emigrierte nach Amerika. / merkur-online
Am kommenden Samstag, 19. Februar 2011, wird in der Festhalle Pirmasens einer der Höhepunkte im Programm des Hugo-Ball-Jahres 2011 stattfinden: Zur „Langen Nacht der Preisträger“ reisen nicht weniger als zehn der bisherigen Hugo-Ball-Preisträger an und werden sich in Talkrunden und Lesungen mit Moderation und Musik präsentieren. So berühmte Autoren wie Judith Hermann, Klaus Wagenbach, Robert Menasse, Feridun Zaimoglu oder Thomas Rosenlöcher – um nur einige zu nennen – zeigen ihre Entwicklung seit der jeweiligen Verleihung des Hugo-Ball-Preises auf. Sie wurden stets von einer findigen und mit der richtigen Portion Spürsinn für Schriftstellerkarrieren ausgestatteten Jury ausgewählt, was sicher auch als eine Auszeichnung für den Hugo-Ball-Preis selbst zu werten ist, den die Stadt Pirmasens seit 1990 alle drei Jahre verleiht.
Gleich am darauf folgenden Morgen, am Sonntag, 20.Februar, wird mit der Verleihung des Hugo-Ball-Preises 2011 an den Schriftsteller Andreas Maier der nächste Höhepunkt im Rahmen des Hugo-Ball-Jahres geboten: die nicht minder hochkarätig besetzten Laudatoren, der Büchner-Preisträger Arnold Stadler und der Literaturkritiker Michael Braun, werden den Hauptpreisträger und den des Förderpreises, den Lyriker Ulrich Koch, würdigen. Stilvoll umrahmt wird die Preisverleihung von Balthasar Streiff, dem bedeutendsten Schweizer Alphornkünstler unserer Tage, der traditionelle undzeitgenössische Elemente dieses Musikinstrumentes perfekt und einfühlsam zuverbinden weiß.
Am 22. Februar 2011 feiert die Stadt Pirmasens den 125. Geburtstag von Hugo Ball, der 1916 im Cabaret Voltaire in Zürich mit Dada eine der wichtigsten Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts begründet hat, mit einem Festvortrag des Professors für Kunsttheorie und Ästhetik, Bazon Brock, im Carolinensaal.
Um den Valentinstag herum tummeln sich unfehlbar bei Literaturfreaks im WWW Beiträge über die erotischsten Verse der Dichter. Selbstverständlich sind die bösen Buben wie Byron und Shelley immer gut vertreten, aber erstaunlicherweise wird die Dichterin, die in meinen Augen die aphrodisierende Wirkung des geschriebenen Wortes am besten kennt, dabei so gut wie nie genannt.
Was mich an Emily Dickinson so fasziniert, ist, daß sie von außen betrachtet ein schlichtes, sprödes und provinzielles Mädchen aus New England war, die wahrscheinlich als alte Jungfer belächelt wurde, dazu bestimmt, jungfräulich zu sterben, aber dank ihrer unheimlichen Bildkraft ähneln ihre Sätze virtuellem Striptease. Ihre Worte flirten, scherzen und kitzeln die Vorstellungskraft.
Schreibt Stephanie Green in der Huffington Post und rückt einige „klassische“ Beispiele ihrer unartigen und doch schönen Gedichte ein, nicht ohne die Warnung: Versuchen Sie nicht, diese Gedichte allein in Ihrer Wohnung zu lesen. Hilfreich kann ein romantischer Partner sein oder ein elektronisches Gerät.
G&GN-INSTITUT NEUKÖLLE ALAAF / Das fragt sich der „ehemalige“ Dichter Herr De Toys im 14.Teil seines Therapietrip-Tagebuchblogs (www.Schmer-Zen.de) nach 7-wöchiger Analyse seiner somatoformen Symptome in einer Spezialklinik, als er sich über sein eigenes „trivial-esoterisches“ Gedicht ‘ANKUNFT’ aus dem Jahre 1991 wundert – und kommt zu folgenden Kurzschlussfragen:
„(…) DIENT DAS DISSOZIA-TIEFE nur als notwendige technik, um überhaupt in das leere der leere vorzustoßen? ganz abgesehen von der schier unlösbaren urfrage, ob es sich hierbei um „literatur“ handeln darf oder lediglich um eine aufgeschriebene selbsterfahrung (esoterik par excellence!). ist DAS womöglich der unterschied zwischen somatoformer und anti-neurotischer (desublimierter „direkter“) bewußtseinsaktivität: NICHT das totale ausblenden der mystischen leere an sich sondern die FREIGESETZTE FÄHIGKEIT, dieses schockierende kosmologische loch NICHT MEHR BESCHREIBEN zu müssen (um sich doch wieder an einen als worthülse verpackten GEDANKEN ÜBER DAS GESICHTSLOSE metaphorisch zu klammern -wie der falsche nihilist an das wortwörtlich nichtssagende wörtchen „nichts“ [dessen wahre natur transdualistisch OHNE das antipodische „alles“ gemeint ist, weil es wie das tao BEIDE SEITEN DER MEDAILLE AUF DERSELBEN „GROßEN“ SEITE der leeren unendlichkeit enthält {ein koan: stell dir das ganze sein als gigantische goldmünze mit nur 1 einzigen seite vor, auf der in geheimschrift eingestanzt zu lesen steht: „KEIN WORT HAT GÜLTIGKEIT – SELBST DIESER SATZ NICHT!“}]-, weil die aus dem loch resultierende Grundlose Inwesenheit als unerträgliches schleudertrauma auf die noch-neurotisch „entwurzelte“ psyche wirkt) sondern „es“ einfach nur im bewußtsein zu integrieren, es permaekstatisch zu verankern in einem der vielen noch ungenutzten hirnräume im hintersten winkel der schaltkreislabyrinthe. und dann ist da ja außerdem noch der LESER: je nachdem, ob er beim „lyrischen“ lesen in einem stabilen persönlichkeitskern ruht („stabil“ kann hier groteskerweise beides bedeuten: sowohl unneurotisch offen als auch genügend dicht sublimiert – welch ironie des schicksals!) oder selbst sowieso schon wegzufliegen droht, kann die lektüre für ihn entweder befreiend (bestätigend) oder beunruhigend (beängstigend) wirken, schlimmstenfalls sogar denselben „mystisch-psychotischen“ schub auslösen, der zur niederschrift führte? ich habe keine ahnung, ob lyrik „an sich“ solch eine macht auf die wahrnehmung ausüben kann. liegt die macht alleine beim leser oder zieht der text wie eine getarnte zauberformel den leser in seinen bodenlosen bann? ich würde spontan behaupten, daß beides stimmt und abhängig ist von der jeweiligen bewußtseinsverfassung beim lesen, WIE eigenmächtig ein leser sich des textes „bemächtigen“ kann oder/und ihm ausgeliefert ist. (…)“
DER GANZE TRIP: http://www.TherapieTRIP.de/
(incl. Festrede für den verabschiedeten Chefarzt)
Die mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung habe sich die junge Autorin, die zugleich Leiterin des «kookbooks»-Verlags ist, gleich in doppelter Hinsicht verdient, so Jochen Hieber, Vorsitzender der Jury. «Uns beeindrucken das hohe ästhetische Niveau ihrer Lyrik und der gemäßigt avantgardistische Ausdruck. Zugleich möchte die Jury sie auch für ihre verlegerischen Leistungen auf dem Feld der jungen, zeitgenössischen Literatur ehren», erklärte Hieber. …
«Daniela Seels Lyrik vermeidet jede falsche Feierlichkeit und spielt das komplizierte poetische Spiel mit der Sprache viel lieber mit ernster Leichtigkeit und aller Lust zum Experiment», heißt es in der Entscheidungsbegründung. Neben der «herausragenden Poetin» sei sie «eine ,möglich Macherin‘ zeitgenössischer Lyrik».
Die anstehende Veröffentlichung ihres ersten Gedichtbandes, «ich kann diese stelle nicht wiederfinden», war dabei «nur der Anlass für die Entscheidung und nicht der Hauptgrund», legt Hieber dar. / Patrick Wichmann, Frankfurter Neue Presse
Die Jury begründete die Vergabe des Förderpreises damit, dass die Texte in diesem Buch „Sensibilität im Wortsinn vorführen, Sinnlichkeit bis in die feinsten Nuancen erkunden. Daniela Seels Lyrik verfährt kompromisslos auf höchstem ästhetischem Niveau, vermeidet jede falsche Feierlichkeit und spielt das komplizierte poetische Spiel mit der Sprache viel lieber mit ernster Leichtigkeit und aller Lust zum Experiment. Neben der herausragenden Poetin würdigt die Jury auch die verlegerische Tätigkeit Daniela Seels. …“ Daniela Seel gründete 2003 den Verlag „kookbooks“, mit [sic] sie Werke vielversprechender junger Autoren herausgibt. Auch zwei Gedichtbände des Förderpreisträgers 2008, Hendrik Jackson, sind im Programm.
Mitglieder der Jury des Friedrich Hölderlin-Preises sind Vorsitzender Jochen Hieber (F.A.Z.), Oberbürgermeister Michael Korwisi, Kulturdezernentin Beate Fleige, Professor Dr. Anne Bohnenkamp-Renken (Freies Deutsches Hochstift), Professor Dr. Heinz Drügh (Johann-Wolfgang-Goethe-Universität), Professor Dr. Gerhard Kurz (Hölderlin-Gesellschaft) sowie der jeweilige Vorjahrespreisträger. / Frankfurt-live.com
Die Association des Amis de Paul Verlaine – Freundeskreis Paul Verlaine – ruft dazu auf, Geld zu spenden, um die Wohnung, in der der Dichter Paul Verlaine geboren wurde, zu kaufen und eine Gedenkstätte zu errichten. Aber es eilt. Die Wohnung in Metz steht zum Verkauf. Man brauche sehr schnell die Summe von 300.000 €. / bibliobs
Der österreichische Autor Arno Geiger erhält den mit 20.000 Euro dotierten Friedrich Hölderlin-Preis 2011 der Stadt Bad Homburg. Der 42-Jährige ist der erste Schriftsteller, der nach dem Förderpreis im Jahr 2005 nun auch den Hauptpreis erhält. …
Den mit 7.500 Euro dotierten Förderpreis zum Friedrich Hölderlin-Preis erhält die Lyrikerin Daniela Seel. Der Preis wird am 5. Juni übergeben. / Kurier
Die Jury bezeichnete die gebürtige Frankfurterin als „Geheimtipp der jüngeren Lyrik“. Ihr Gedichtband „ich kann diese stelle nicht wiederfinden“ wurde als Buch gewürdigt, dessen Texte Sensibilität im Wortsinn vorführten und Sinnlichkeit bis in die feinsten Nuancen erkundeten. / FR
Elektrolyrik Darmstadt, Franziska Maurer
Das P-Magazin Darmstadt schreibt in der aktuellen Ausgabe Februar:
Passen Lyrik und elektronische Musik zusammen? Lyrik erschließt sich meist erst nach mehrmaligem Lesen und Reflektieren. Der Genuss kommt in Etappen. Für unmittelbare Extase sorgt dagegen elektronische Musik. An diesem Abend im Schlosskeller wird die Mixtur versucht: In Lounge-Atmosphäre gibt es die Vermengung von Lyrik und elektronischen Sounds. Martina Weber, Silke Peters und Özlem Üzgül Dündar werden ihre Vokal-Werke zum hintergründigen Beat der Darmstädter Djanes Franziska Maurer (Bedroomdisco) und Doris Vöglin (DontCanDJ) vortragen. Initiatorin des Projekts Bianca Gillich moderiert und führt durch den Abend.
Schloßkeller Darmstadt
Dienstag 22.2.
Beginn: 20:30 Uhr
Eintritt: 4 €
Einen Vers des sizilianischen Dichters Salvatore Quasimodo (1901-1968) kennt fast jeder in Italien auswendig: Die Wendung „Und gleich ist es Abend“ hat es zum geflügelten Wort gebracht. Anhand einer vorbildlich gestalteten, zweisprachigen Ausgabe ist der Nobelpreisträger von 1959 jetzt auch bei uns neu zu entdecken. Die kundig kommentierte Auswahl bietet einen Querschnitt durch das Werk; rund die Hälfte der 110 Texte kann man zum ersten Mal auf Deutsch lesen.
Der ehemalige Landvermesser und spätere Literaturprofessor Salvatore Quasimodo gilt als großer Repräsentant des Hermetismus, einer Strömung, die an das Erbe des Symbolismus anknüpft und das Gedicht als Chiffre begreift. Quasimodos Klangmagie, die symbolisch aufgeladenen Motive wie Wind, Wolke, Wasser, Licht, Baum, Sumpf, die syntaktischen Muster mit Verkürzungen, dem Verzicht auf Artikel und einem schillernden Gebrauch der Präpositionen passten in das Schema der neuen Richtung. / Maike Albath, DLR
Salvatore Quasimodo: Gedichte 1920 – 1965. Italienisch – Deutsch
Ausgewählt und übersetzt von Christoph Ferber, mit einem Nachwort von Georges Güntert und Kommentaren von Antonio Sichera
Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung, Mainz 2010
332 Seiten, 20 Euro
Bernhard ein begabter Lyriker? Mitnichten. Ein pathostrunkener Dilettant, dem jedes Gefühl für Form fehlt. Es ist das harsche Urteil eines Mannes, der den Editionsplan der Bernhard-Werkausgabe kennt. 2014 wird es den Band 21 geben. Lyrik. Herausgeber: Raimund Fellinger. 3000 Blatt mit Gedichten liegen noch im Gmundener Thomas-Bernhard-Archiv, und das ist nur der Rest eines Autodafés, das in den Fünfzigern stattgefunden hat. Die Editionsgeschichte von Bernhards Lyrik ist ebenso durchwachsen wie ihr Verkaufserfolg. 1958 werden vom Band „Unter dem Eisen des Mondes“ 1000 Exemplare gedruckt. 1968, also nach dem großen Erfolg von „Frost“, warten davon noch 739 auf Käufer. Als Lyriker war Bernhard ein Netzwerker, der 1955 mit einem gewissen Sepp Hödlmoser bei der Bundespolizeidirektion Salzburg „Wochen der Dichtung“ anmeldet, deren Autoren er auch gleich noch publizistisch abfeiert. Bei S. Fischer, der dann doch nicht sein Verlag wurde, macht Bernhard Verträge über zukünftige Werke, unter anderem den Band „Dichtung I“. Aber das Selbstbewusstsein bröckelt, bis Bernhard 1961 ein Ende seiner lyrischen Produktion verkündet. / Paul Jandl, Die Welt
Bei Facebook gefunden: Anlässlich des 65. Geburtstages des Schriftstellers Gert Jonke und der Verleihung des ersten Gert-Jonke-Preises am 6. März im Musil Haus gibt es im RAJ (Badgasse 7, 9020 Klagenfurt) vom 8. Februar bis 6. März dreizehn (13) Jonkegedichte auf der schwarzen Tafel zu lesen. Die Auswahl der Gedichte wurde von Wilhelm Huber besorgt. (Der österreichische Schriftsteller war 2009 gestorben).
Ein syrisches Militärgericht hat eine junge Bloggerin zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ihr wird Spionage für die USA angelastet. Syrische Menschenrechtler und die US-Regierung bezeichneten den Vorwurf als absurd.
Nach Angaben der Organisation «Human Rights Watch» hatte die 19-jährige Tal Al-Malluhi in ihrem Blog Gedichte und andere Texte veröffentlicht, die sich mit dem Leid der Palästinenser auseinandersetzen. Im Dezember war sie spurlos verschwunden. / kuvi.de
Der Amerikanist Walter Grünzweig, die Komponistin Olga Neuwirth, die Prinzipalin des Wiener Kabinetttheaters, Julia Reichert, und der Schriftsteller Ilija Trojanow sprechen über das berühmteste Gedicht der englischsprachigen Literatur.
Am 29. Jänner 1845 erschien „The Raven“ erstmals im New Yorker „Evening Mirror“ und machte den Verfasser über Nacht berühmt und zum Mittelpunkt der literarischen Salons und Soireen. Das „long poem“ über einen Protagonisten, der sich in düsteren Träumen nach seiner verstorbenen Geliebten sehnt, vereint alle Motive, die für Poes Schaffen typisch sind: der Tod einer schönen jungen Frau; der einsam trauernde Liebende; die masochistische Sucht nach Affirmation seines Leids und die quälende Ungewissheit, ob es ein Leben und vielleicht ein Wiedersehen nach dem Tod gibt. / Eva Schobel, ORF
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