82. Engagement-Party

Zum internationalen Kulturfestival Hifa in Simbabwe kommen junge Lyriker der afrikanischen Literaturszene mit ihren Texten und nennen Missstände beim Namen – auch wenn sie dafür von den Regierungen gegängelt werden.

Das Motto des Festivals 2011 heißt: „The Engagement-Party“. Chirikure setzt auf Dichterkollegen, die sich einmischen. Engagieren. Deswegen unter anderem hat er Ngwatilo Mawiyoo aus Kenia eingeladen. Ihre Gedichte sind typisch; nicht nur für dieses Festival, vielleicht sogar für die afrikanische Literatur insgesamt.

Mir fällt auf: Keiner der Dichter und nicht ein einziges Gedicht kommen ohne den konkreten Bezug zu den politischen und gesellschaftlichen Missständen aus. Diese Literatur richtet sich direkt an die Menschen. In Europa würde man solchen Texten schnell einen Mangel an Kunstsinn oder ästhetischem Vermögen attestieren. Für Afrikaner gehören sie zur Überlebensstrategie. Alles andere wäre Luxus. Und so klingt das bei der botswanischen Lyrikerin T.J. Dema:

„Gedichte sind ein Scheißdreck, wenn sie nichts zu lehren haben.
Ja, ich behaupte: Gedichte sind so was von sinnlos,
wenn sie nicht das Publikum erreichen,
für das sie geschrieben worden sind.“

/ Indra Wussow, DLF

Harare International Festival of the Arts – Kulturfestival Hifa

 

81. Sindhidichter verunglückt

Der Sindhidichter Hassan Dars starb am Donnerstag im Alter von 45 Jahren in Hyderabad an einem Verkehrsunfall. Seine Anhänger betrauern ihn als einen inspirierenden und sozial aktiven Dichter. Er war mit der Dichterin Amar Mahboob verheiratet, die beiden wurden in ihren unterschiedlichen Schreibstilen bewundert.

In seiner Jugend regte der Kampf um Demokratie junge Künstler und Journalisten dazu an, ihr Talent für sozialen Wandel im Land einzusetzen. In dieser Zeit blühte die Sindhilyrik auf, hunderte Bände mit Gedichten und Kurzgeschichten wurden veröffentlicht, die den Widerstand der Massen thematisierten.

Auch Hassan schrieb mehrere lange Gedichte, die später in Urdu und Englisch übersetzt wurden. Bekannte Sänger vertonten seine Gedichte.

Der Kritiker Rauf Nizamani schrieb, Hassan Dars war der Dichter der Politik und der Liebe. Seine Gedichte seien außergewöhnlich in ihrer Bildsprache. Sein Tod sei ein großer Verlust für die Sindhiliteratur.

Angesichts der tragischen Umstände seines Todes wurde eine offizielle Untersuchung des Unfalls gefordert. Die Regierung solle sich um die Sicherheit des Straßenverkehrs und die Verbesserung der medizinischen Notfallversorgung kümmern. / Jan Khaskheli, The News.com (Pakistan)

80. Die andere Saite

Poesiegespräch: Silvio Rodríguez – Die andere Saite

Sa 18.6. 18:30
Akademie der Künste, Pariser Platz, Clubraum
Eintritt €5/3

Mit Silvio Rodríguez Kuba und Dieter Ingenschay Romanist, Berlin

Rodríguez ist der bekannteste Singer / Songwriter Kubas und vielleicht sogar Lateinamerikas, er war die Stimme der kubanischen Revolution. Seit den 70er Jahren ist er nicht nur mit seinen Liedern bekannt, sondern auch durch seine Filmmusiken, sein Gitarrenspiel sowie sein politisches Schaffen als überzeugter Kommunist. Dieter Ingenschay befragt Rodríguez zu seiner Poesie, seiner Musik und seinem Traum von einem gerechten Kuba.

79. La Liesette Littéraire

Liesette ist Bielerin. Als zweisprachige Mischpoetin spricht sie fliessend Französisch und Deutsch.

Sie ist die Jahresanthologie des Schweizerischen Literaturinstituts in Biel, die Texte von Studierenden, Dozierenden und Ehemaligen vereint.

Du kannst Liesette hier bestellen: liesette@hkb.bfh.ch.

Du kannst in sie hinein schmökern.

Oder interessiert dich ein Blick hinter die Kulissen?

 

Lisette möchte gelesen werden.
Bonne lecture!

78. Neue Arabische Welt

Colloquium: Neue Arabische Welt

Sa 18.6. 18:00
Akademie der Künste, Pariser Platz, Black Box
Eintritt €5/3

Mit Ali Al-Jallawi Bahrain Deeb Ägypten El Général Tunesien Hend Hammam Ägypten Hind Shoufani Palästina Abdouldaim Ukwas Libyen  Moderation Arian Fariborz Politologe, Islamwissenschaftler und Journalist, Köln

Revolution, politischer Umsturz, Protest: Die Arabische Welt ist in Bewegung. In der Diskussion wird nach dem künstlerischen Umgang mit den derzeitigen Umbruchprozessen und gewaltvollen Auseinandersetzungen gefragt. Wie manifestieren sich Wünsche und Sehnsüchte in dichterischen Formen? Inwieweit bahnt sich die Wut ihren Weg in die Texte? Wie sieht die Situation in den unterschiedlichen Ländern und regionalen Wirklichkeiten aus? Welche Rolle spielen die Dichter in den Protesten, sind sie Beobachter, Katalysatoren oder gar Tongeber?

Neue Arabische Welt

Sa 18.6. 20:00
Akademie der Künste, Pariser Platz, Plenarsaal
Eintritt €10/7

Mit Ali Al-Jallawi Bahrain Deeb Ägypten El Général Tunesien Hend Hammam Ägypten Hind Shoufani Palästina Abdouldaim Ukwas Libyen  Moderation Pyranja Rapperin, Journalistin, Berlin

Die jungen Poeten und Performer aus der Arabischen Welt stellen ihre Werke und ihre Sicht auf das Alltagsleben vor. Jenseits von gängigen Orientalismen wird ein Wortkaleidoskop dargeboten, das von klassischer Poesie  über poetry performance bis hin zu Rap reicht. Die Vielstimmigkeit der jungen Künstler spiegelt die unterschiedlichen Lebensrealitäten in Ägypten, Bahrain, Libyen, Tunesien und dem Libanon wider und ermöglicht einen facettenreichen Einblick in eine heterogene Region aus erster Hand.

77. Yves Bonnefoy im Gespräch

Poesiegespräch: Das Unvollendbare. Yves Bonnefoy im Gespräch

Sa 18.6. 17:00
Akademie der Künste, Pariser Platz, Clubraum
Eintritt €5/3

Mit Yves Bonnefoy Frankreich und Wolfgang Matz Lektor und Übersetzer, Deutschland

Yves Bonnefoy, der Doyen der französischen Gegenwartslyrik, unterhält sich mit seinem Übersetzer Wolfgang Matz, Hanser Verlag, über sein vielschichtiges poetisches und essayistisches Werk.

76. Poesie@Pecha Kucha

poesiefestival berlin

Sa 18.6. 15:30

Akademie der Künste, Pariser Platz, Black Box
Eintritt frei

Mit Jörn Dege Literaturzeitschrift Edit, Leipzig Andreas Heidtmann poetenladen, Leipzig  Brigitte Labs-Ehlert Intendantin des Literatur- und Musikfests »Wege durch das Land«, Ostwestfalen-Lippe Jörg Piringer Autor, Wien Sabine Scho Autorin, Berlin Daniela Seel Verlegerin KOOKbooks, Berlin Friedrich W. Block Kurator der Stiftung Brückner-Kühner, Kassel sowie Thomas Wohlfahrt Leiter der Literaturwerkstatt Berlin

Einige der interessantesten Projekte der deutschsprachigen Lyrikszene haben Pecha Kucha-Präsentationen vorbereitet, eine Vortragsform aus Japan, die mittlerweile Kultstatus erlangt hat. 20 Bilder â 20 Sekunden pointierter Rede fordern jedem Vortrag nicht nur Anschaulichkeit ab, sondern die Konzentration auf das Wesentliche. Die Veranstaltung bietet der Poesie einen performativen Marktplatz und setzt überraschende Wirkungsparameter frei.

75. Poets‘ Corner

poesiefestival berlin

Sa 18.6. ab 11:00

In den Bezirken
Eintritt frei

Die Dichter Berlins erobern die Stadt. Sommerlesungen in den Bezirken.

11:00–13:00 Treptow-Köpenick Wagendorf Lohmühle Lohmühlenstraße, Ecke Kiefholzstraße. Bei schlechtem Wetter ebenfalls dort.
Mit Konstantin Ames, Luise Boege, Alexander Gumz, Rery Maldonado, Stephan Reich, Nikola Richter, Julia Trompeter

12:00–13:30 Tempelhof-Schöneberg Ullsteinhaus, Dachterrasse 6. OG über Innenhof, Mariendorfer Damm 1–3. Bei schlechtem Wetter im Bistro im Foyer des Haupteingangs.
Mit Tobias Amslinger, Nora Bossong, Birgit Kreipe, Georg Leß, Jinn Pogy, Ulf Stolterfoht

13:00–15:00 Neukölln Garten der Poesie (Streuobstwiese) Richardplatz 3. Bei schlechtem Wetter im kleinen Saal der Ev. Brüdergemeine, Kirchgasse 14.
Mit Nico Bleutge, Tom Bresemann, Catherine Hales, Simone Kornappel, Björn Kuhligk, Juliane Liebert, Philip Maroldt, Katharina Schultens

15:00–16:30 Junge Dichter erkunden Mahrzahn
Marzahn-Hellersdorf Lesegarten Schloss Biesdorf Alt-Biesdorf 55. Bei schlechtem Wetter im Schloss.
Mit Rebecca Ciesielski, Kristoffer Cornils, Max Czollek, Lea Schneider, Isabella Vogel

15:30–17:30 Vom Leben in den großen Städten
Charlottenburg-Wilmersdorf Straßencafé der Ausstellung 125 Jahre Kurfürstendamm Kurfürstendamm / Ecke Uhlandstraße. Bei schlechtem Wetter im Institut Français, Kurfürstendamm 211.
Mit Daniel Falb, Mara Genschel, Ursula Krechel, Norbert Lange, Wilfried N’Sondé, Johann Reißer, Jan Skudlarek, Lutz Steinbrück, Rainer Stolz

16:30–18:00 Pankow Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner Prenzlauer Allee 227 / 228. Bei schlechtem Wetter ebenfalls dort.
Mit Timo Berger, Lars-Arvid Brischke, Ricardo Domeneck, Hendrik Jackson, Anne Krüger, Björn Schäfer, Ron Winkler, Carsten Zimmermann

17:00–18:30 Mit fremder Feder – vom Fremdsein in der Sprache Lichtenberg-Hohenschönhausen Studio im Hochhaus Zingster Str. 25. Bei schlechtem Wetter ebenfalls dort.
Mit Zehra Çirak, Dieter M. Gräf, Renata Lucic, Stefan Monhardt, Tzveta Sofronieva

 

74. Sonnabend beim poesiefestival berlin: Dichtraum, Denkraum

Dichtraum, Denkraum

U-Bahnhof Brandenburger Tor
10:00 Tom Bresemann 12:30 Daniela Seel 15:00 Eberhard Häfner 
Eintritt frei

73. Eröffnung des poesiefestivals berlin

poesiefestival berlin

Eröffnung: Dichtraum, Denkraum

Fr 17.6. 17:00
U-Bahnhof Brandenburger Tor
Sa 18.6.–Fr 24.6. jeweils 10:00–17:00
Konzeption: Ursula Krechel
Eintritt frei

Den Dichtern live bei der Arbeit zusehen, das ermöglicht die soziale Installation, die an historisch gewichtigem Ort, in dem U-Bahnhof Brandenburger Tor, entsteht. Berliner Dichter zeigen, wie sie denken und wie aus dem Gedachten Gedichte werden. Sie stellen sich der Leere, dem Unwägbaren, aus dem das Gedicht kommt, in direktem Kontakt mit dem Publikum.

 

Weltklang – Nacht der Poesie

Fr 17.6.20:00
Maxim Gorki Theater, Am Festungsgraben
Eintritt €10/7, inklusive Anthologie mit den Übersetzungen

Mit Marcel Beyer Deutschland Iva Bittová Tschechien Yves Bonnefoy Frankreich Tsead Bruinja und dem Musiker Jaap van Keulen Niederlande Billy Collins USA El Général Tunesien Kim Hyesoon Südkorea Silvio Rodríguez Kuba und Kathrin Schmidt Deutschland  Moderation: Knut Elstermann Journalist, Berlin

Das poesiefestival berlin beginnt mit einem internationalen Konzert aus Stimmen, Sprachen und Versen. Zu Weltklang – Nacht der Poesie treten die Meister der Dichtkunst auf und entfachen ein Feuerwerk zeitgenössischer Lyrik, das ihre ganze Bandbreite präsentiert: von der klassischen Lesung über Rap und Lautpoesie bis hin zum Songwriting.

72. Auszeichnung für Textdichter

Der Erfurter Musiker Clueso wird in diesem Jahr mit dem Fred-Jay-Preis geehrt. Die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung soll Musiker würdigen, die mit ihren Texten „Außergewöhnliches im Bereich des populären deutschsprachigen Lieds“ geleistet haben, teilte die Gema-Stiftung als Schirmherr am Donnerstag in München mit. / Kölner Stadt-Anzeiger

71. Garten-Gedichte

Poesie im Museumsgarten des Dresdner Stadtmuseums mit Martina Hefter, Jörg Bernig und Volker Sielaff

Der Mensch beginnt an dem Tag zu leben, an dem er einen Garten anlegt“, sagt ein chinesisches Sprichwort. Dem Garten widmet sich noch bis zum 26. Juni eine Ausstellung im Dresdner Stadtmuseum.

Der Botaniker erzählte uns“, so beginnt ein Text des amerikanischen Lyrikers Gary Snyder, „drüben bei Davis Lumber, zwischen Innenausstattung und Klempnerei, wächst ein griechischer Lorbeer. Nicht viel Duft, aber das ist der, den die Dichter trugen.“

Was die Dichter heute zum Thema zu sagen haben, kann man in einer Lesung mit Martina Hefter, Jörg Bernig und Volker Sielaff erfahren. Im Garten des Stadtmuseums, unter Winterkirschen, in der Nähe eines kleinen Wasserbeckens und auf einem Teppich aus Thymian, lesen die drei Autoren am Mittwoch, den 22. Juni 2011 Garten-, Natur- und Landschaftsgedichte von sich und anderen. Der Eintritt zu dieser Lesung ist frei.

70. »Pfeile aus dem Köcher«

Die neue »Schock Edition« wird heute in Berlin vorgestellt

Die zweite Folge der »Schock Edition« enthält Einzelhefte von Bert Papenfuß (»Pro tussi à gogo«), Clemens Schittko (»Manifest der Nachhut«), Brigitte Struzyk (»Das backsteinfressende Moos«), Su Tiqqun (»Im Geröll des Auges«) und Ralf S. Werder (»Bruchland«). Der gebürtige Dresdener Werder hatte im Herbst 1989 an diese Zeitung einen Leserbrief geschickt. Der Leiter der Abteilung Kultur antwortete: »Die Vorstellung macht mich grausen, Leute wie Sie hätten das Sagen«. Zwei Jahrzehnte später verschreiben sich Werder und die vier anderen Autoren nach wie vor dem nicht Marktförmigen. Die Texte sind verdichtete Miniaturen oder holen weit aus. Andere verweisen auf Philosophie und Mythologie. Bert Papenfuß verwandelt Verszeilen aus dem Hávamál der »Edda« in: »Besser ist’s, quick als lebendig zu sein; / wer flitzt, kriegt den Bogen. / Flammen sah ich schlagen / aus dem Feuerlöscher – / Pfeile aus dem Köcher«. / Robert Mießner, junge Welt

»Schock Edition«, Herausgegeben von Kai Pohl, Epidemie der Künste / Distillery, Berlin 2011, 24 Euro

Präsentation heute 22 Uhr, Rumbalotte continua, Metzer Straße 9, Berlin

69. Anton G. Leitner 50

Zu seinem Geburtstag hat Leitner im Daedalus-Verlag auch eine Sammlung mit eigenen Gedichten veröffentlicht: „Die Wahrheit über Uncle Spam und andere Enthüllungsgedichte.“

Die Jahresschrift „Das Gedicht“ ist Leitner ein besonderes Herzensanliegen: „Solange ich noch arbeitsfähig bin und ich mir das leisten kann, werde ich ,Das Gedicht‘ machen.“. Dank seiner guten Kontakte gelingt es ihm, die Zeitschrift Jahr für Jahr überwiegend mit Originalbeiträgen von Dichtern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zu bestücken.

Leitner ist zudem ein leidenschaftlicher Lyrik-Missionar, der immer wieder nach neuen Wegen sucht, Gedichte unter das Volk zu bringen. Daher hat er vor einem Jahr ein neues Projekt gestartet: Einen Youtube-Lyrik-Kanal, der auch junge Menschen für Gedichte begeistern soll. „Dasgedichtclip“ zeigt Mitschnitte von Lesungen, aber auch inszenierte Clips, vielfach mit einem Augenzwinkern. Denn Leitner will keine abgehobene Lyrik. Er will mit Gedichten möglichst viele Menschen erreichen. / Die Welt

68. Morgen startet…

das poesiefestival berlin

Wort, Klang und Musik – das 12. poesiefestival berlin spürt vom 17.–24.6.2011 dieser Verbindung nach.

Eröffnet wird das Festival traditionell mit »Weltklang – Nacht der Poesie«, mit dabei sind u. a. Iva Bittova (Tschechien), Marcel Beyer (Deutschland), Yves Bonnefoy (Frankreich), Tsead Bruinja (Niederlande), Billy Collins (USA), Kim Hyesoon (Südkorea), Silvio Rodríguez (Kuba) und Kathrin Schmidt (Deutschland).

Der tunesische Rapper »El Général« ist die Stimme der Proteste in Nordafrika und schuf die Hymnen, die dem Umsturz Wort und Ton gaben. Ein ganzer Tag widmet sich den dichtenden Tongebern der Revolutionen in Ägypten, Bahrain, Libanon, Libyen und Tunesien.

Der diesjährige Übersetzungsworkshops »VERSschmuggel« setzt den Schwerpunkt auf Frankreich und Deutschland. Das poesiefestival berlin präsentiert zudem neue Poesie von Dichtern, die ihre Heimatländer, ob in Afrika oder im Kaukasus, verlassen mussten und nun die Dichtkunst ihrer europäischen Exilländer mit bestimmen.

Zeitgenössische Poesie und elektronische Musik bringt e.poesie in Relation – und bezieht dabei die Architektur der Akademie der Künste am Pariser Platz bewusst mit ein. Fünf Komponisten aus Israel, Russland, Tschechien, den USA und den Niederlanden vertonen die Werke zeitgenössischer internationaler Dichterkollegen aus Island, Palästina, Russland, den Niederlanden und der Schweiz und beziehen Positionen zwischen deklamiertem Text, Instrumentalmusik und Klang- bzw. Lautperformance.

Das diesjährige Colloquium widmet sich dem Songwriting, ein großes Konzert mit Thomas Meinecke, Gustav und Peter Licht schließt das poesiefestival berlin.

Ein umfangreiches Programm mit Veranstaltungen für Kinder, Performances, Lesungen und Filmen, der Installation »Denkraum, Dichtraum« nach einer Idee von Ursula Krechel, der „Movens“-Installation zur Präsentation und Vermittlung von Poesie sowie der stadtweiten Lesung „Poets’ Corner“ runden das poesiefestival berlin ab.

Das poesiefestival berlin ist ein Projekt der Literaturwerkstatt Berlin in Kooperation mit der Akademie der Künste. Es findet statt mit freundlicher Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds.

17. – 24. Juni 2011

poesiefestival berlin
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, Berlin

Informationen: www.literaturwerkstatt.org