Wäre der Mensch das perfekte Instrument zum Dechiffrieren eines Palimpsests, dann würde er vor der Seite sitzen, den Text mit dem Finger abfahren, ihn mit den Lippen Wort für Wort nachbilden und seine Struktur als Hypertext in alle Verkettungen nachvollziehen. So zumindest wurde es in mittelalterlichen Skriptorien gelehrt, wobei es einen Unterschied macht, ob man – wie es die Mönche glaubten – den Text in Abhängigkeit von der Heilsgeschichte liest, als Metatext mit einem deutlich abgesteckten Rahmen – Tradition 1 – oder vor einem diffus sich in alle Richtungen ausbreitenden Raum, wie ihn ein zweiter Begriff von Tradition bietet.
Norbert Lange: Quellenkunde – Palimpsest und Persönlichkeit. In: Norbert Lange, Das Geschriebene mit der Schreibhand. Aufsätze. Leipzig: Reinecke & Voß 2010, S. 27.
Der Dichter Li Po war eine Art Bohemien der lieber auf Reisen war als sich in Hofintrigen zu verstricken:
Gedanken einer ruhigen Nacht
Vor meinem Bett | das klare Mondlicht streift
Ich dacht‘ es sei | am Boden lauter Reif
Ich heb das Haupt | und schau den klaren Mond
Und senk das Haupt | ein Heimweh mich ergreift
In der Rezitation, die Sie hier hören können, folgen Titel, Namen des Dichters und die 4 Zeilen unmittelbar auf einander:
Jìng Yè Si, Li Bai
Chuáng qián . míng yuè guang
Yi shì . dì shàng shuang
Jû tóu . wàng míng yuè
Di tóu . si gú xiang
Es sind 4 Zeilen mit 5 Schriftzeichen, gruppiert in 2 und 3, die selber nur einen einzigen Klang haben. Reime sind daher immer männlich. Zeile 3 fängt oft eine Änderung an, hier das Heben des Hauptes vom Blick nach unten hoch zum Himmel, zum Mond hin, und reimt sich nicht mit den andern Zeilen. Die 4. Zeile bindet die vorigen Zeilen zusammen: alles was die Augen gesehen haben, auch die Illusion des Reifes, erlangt eine innere Wahrheit: zu lang ist man auf Reisen und die Sehnsucht nach der Heimat kommt auf.
/ Jan Kellendonk, Klever Wochenblatt – vgl. hier
Selbst wenn ich Technologiekritik gemeinhin hoch schätze, vermag ich weder das Problem noch den Pessimismus Kurt Drawerts nachzuvollziehen. Jedenfalls, solange unsere Kultur noch so etwas wie die Lyrikreihe des Hochroth-Verlags hervorbringt und ich die Option habe, meine Abendlyrik in einem stillen Zimmer vom Papier abzulesen. Ich wüsste nicht, welcher Techniker mir das nehmen wollte. Und daher bleibt mir die ganze Aufregung fremd – in einer unangenehmen Weise. / Ben Kaden, Libreas
Vgl. L&Poe 119 hier
Kein anderer namhafter Komponist hat sich in den letzten Jahrzehnten so beharrlich auf das Lied eingelassen wie Wolfgang Rihm. Als bürgerliche Kunstform par excellence war gerade das Klavierlied in der Nachkriegsmoderne in eine Krise geraten. Rihm konnte es für sich zurückgewinnen, indem er in den 1970er Jahren ein Projekt über die Krise des bürgerlichen Subjekts daraus machte – mit Vertonungen grenzgängerischer Dichter wie Hölderlin, Celan oder Ernst Herbeck. Vergleicht man die expressive Überschärfe und das versehrte Singen im grandiosen «Wölfli-Liederbuch» von damals mit Fluss und Melos in den Rilke- oder Goethe-Stücken der letzten Jahre, wird der weite Weg deutlich, den Rihm seither stilistisch gegangen ist. / NZZ 5.7. über
Etwas Neues entsteht im Ineinander. Wolfgang Rihm als Liedkomponist. Die Gedichtvertonungen. Hrsg. von Hansgeorg Schmidt-Bergmann. Rombach-Verlag, Freiburg im Breisgau 2012. 228 S., € 22.–.
Der Literaturpreis 2012 des sächsischen Kunstministeriums geht an den Lyriker Andreas Altmann. Mit seinem Schaffen habe er sich im gesamten deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht, begründete das Ministerium am Sonntag in Dresden die Auszeichnung. Die Dichtung des 1963 in Hainichen nordöstlich von Chemnitz geborenen Mannes, der heute in Berlin lebt, zeichne sich durch magische Bildkraft und einen unaufdringlichen Ton aus. Der mit 5500 Euro dotierte Preis soll im Herbst übergeben werden. /Mehr: Die Welt
aus einem thread :
Michael Gratz konkret: in wenigen tagen werd ich ein doppelt großen eReader haben, mit elektronischem stift zum dreinschreiben. dann fängts an ernst zu werden.Freitag um 15:19 · Gefällt mir
Michael Gratz es fängt an ernst zu werden / es hört auf spiel zu sein / und zwei ist eins. oder soFreitag um 15:19 · Gefällt mir
Richard Duraj solange sie nicht wie gedruckte bücher sind, könnte es spannend werden. ist schon schlimm, wenn im neuen medium dem alten hinterhergehechelt wird. denke da zb an fixpoetrys autorenbücher, die sich „blättern“ lassen. sowas erinnert nur daran, was es nicht ist, nicht, was es sein könnte.Freitag um 16:06 · Gefällt mir
Michael Gratz im internet „browsen“ zehrt ja auch von der bildlichkeit, wie auch „lesezeichen“, ja „webseite“ Freitag um 16:09 · Gefällt mir
Michael Gratz wie schon buch von den buchenholztafeln kommt, auf die man zuerst schrieb, bei den germanen, weil man keine wachstafeln wie die römer auf lager hatte. auch in buchstabe lebt die pucklichte verwandtschaft fort. buch, als ursprünglicher haufen buchentafeln, auf die man „stäbe“ einritzt, wie die runen, die aus einer senkrechten linie (stab) und paar verzweigungen bestanden. ebuch ist also eine lustige mischung römischer, germanischer, neuzeitlicher von handschriften bis buchdruck und elektronischer schichtenFreitag um 16:26 · Gefällt mir
Armin Steigenberger kennt ihr drawerts jüngsten artikel „der entrissene text“ (NZZ 21.07.?) da geht es auch um site und seite und e-book usw. ich fand das sehr differenziert dargestellt, auch sehr kritisch, allerdings ist nur die entgegnung dazu bereits online http://libreas.wordpress.com/2012/07/25/derentrissene_text/ dennoch scheint mir drawerts statement nicht ganz ohne zu sein, wenn auch auf libreas einige punkte stehen, die abzuwägen sind… eine der thesen lautet, dass literarische texte im netz verlieren, sie „klingen“ in diesem referenzrahmen anders, das medium verändert auch die inhalte usw.
It’s the frei< tag> 2012-Countdown (22): Kurt Drawert und der entrissene Text
libreas.wordpress.com Ben Kaden zu Kurt Drawert: Der entrissene Text. In: Neue Zürcher Zeitung, Nr. 168, 21.07.2012, S.21 (bislang nicht online) „Das bleibt nun so: ein Leben mit hübschen Maschinen, fortschrittlich, ohn…
Gestern um 03:07 · Gefällt mir
Michael Gratz danke für den hinweis. drawerts text wird für nichtabonnenten wohl nicht online gestellt. (vor gut 15 jahren war die nzz fast komplett frei online. heute, wenn ich sie lesen wollte, müßte ich, in greifswald, mich für ein digitales abo entscheiden, denn das geschätzte blatt schafft es zwar bis berlin, aber nicht bis zu mir. nicht am gleichen tag). und ehrlich gesagt reicht mir die entgegnung mit den paar zitaten schon. denn natürlich ändert sich immer alles. die verschriftlichung hat die griechische literatur verändert, das haben genausoviele als skandalon empfunden wie heute die digitalisierung. sapphos texte wurden für den mündlichen vortrag geschaffen, aber in ihrer lebenszeit begann das aufschreiben. sonst hätten wir vermutlich garnichts mehr von ihr. die erfindung des buchdrucks vernichtete die herrliche kultur des abschreibens und der buchmalerei, das ist auch schon eine weile her. kann auch nicht jeder mönch werden. eine option bleibt es dennoch immer. nein, ich kann dem gejammer wenig abgewinnen. ich halte es mit dem dichter uwe greßmann: „in den kurven spielen / straßenbahnen geige. / ach so mancher denkt da / seiner freundin oder / träumt von kommenden dingen / aber die meisten klagen / und nennen es ohrenbetäubenden lärm (…) / ganz einfach weil sie wie so oft / die feier im alltag nicht sehen // der der die seitenstraße langgeht kann ja / sucht er die eintrittskarte / in der manteltasche auch / das konzert der fahrzeuge da schon hören / falls er keine zeit mehr hat / die musische stätte direkt aufzusuchen.“ jetzt aus dem gedächtnis zitiert aber garantiert fast wörtlich, weil ich es so oft gelesen und vorgelesen habe daß ichs auswendig kann. das bleibt mir offen trotz schrift und buchdruck. und mein lesegerät, falls es heute kommt, wird mir meine bibliothek nicht wegnehmen, ebensowenig wie mein gedächtnis.Gestern um 05:46 · Gefällt mir
Armin Steigenberger drawerts artikel ist auch nicht völlig polemikfrei. so klingt eben der zitierte satz, er habe noch nie ein e-book in der hand gehabt, eingebettet in die „gesamt“polemik, doch viel ironischer und auch humorvoller, als es der ausschnitt glauben lässt. Gestern um 13:49 · Gefällt mir
Zu Kurt Drawerts Artikel in der NZZ (21.07.2012) und Ben Kadens Replik auf http://libreas.wordpress.com/2012/07/25/derentrissene_text/ vom 25.07.2012
Armin Steigenberger Es scheint, dass derjenige, der auch nur irgendwas gegen das Internet vorbringt, heute sofort unter Generalverdacht steht, was ich eigentlich genauso eindimensional finde. Insofern ist Ben Kadens Replik in summa eine ziemlich vorhersehbare Reaktion und an neuen Argumenten, die mich wirklich überrascht hätten, kommt gar nichts.
Stattdessen ist die Methode ja die althergebrachte: Man entreiße (!) Textteile dem Kontext, füge ihn in einen anderen Kontext ein und prügle polemisch auf ihn ein. Ben Kaden hat durch Verkürzung etliche bedenkenswerte Aspekte mal eben weggewischt. Die Argumentationen, man habe ja noch ein Leben „neben“ dem Computer (und in diesem alle Freiheit?), sind eigentlich allesamt auch recht banal: dass Herr Ben Kaden in der Schlange auf der Post anstehen muss, um sich danach wieder im Büro einzufinden, ist ein denkbar schlecht gewähltes Beispiel für die Freiheiten des RL. Und so bleiben solche Reflexe nur die typischen und auch typisch langweiligen Konterkarierungen. Schon die von Kaden verwendeten Schnipsel aus dem Originaltext lesen sich ganz anders, wenn man etwas mehr „Fleisch“ mitliefert.
Im Prinzip geht es doch nur darum, dass ein Text in einem Buch gelesen ganz anders wirken kann als ein Text, der (irgendwo immer zwischen Tür und Angel) auf dem Bildschirm gelesen, anders rezipiert wird, werden muss, weil das Internet als „Resonanzraum“ kein störungsfreier Raum ist, sondern nebenher allerhand „Interferenzen“ passieren, wo man auch permanent zusätzliche Infos bekommt, die man nicht bestellt hat, die aber die Rezeption, das „sich-Einlassen“ stören; z. B. all diese Werberahmen und Nachrichtenticker (mit Katastrophenmeldungen u. v. m.) oben und unten schaffen eine permanente (auch emotionale) Parallelrezeption, die sich nicht ausblenden lässt. „Die beschriebene Seite Papier, abgelegt auf unserem Schreibtisch, kann absolut sein. Nichts greift sie an, was ausserhalb ihrer selbst ist. Allenfalls ein paar aufgeschlagene Bücher in näherer Umgebung könnten zu einem Anlass werden, Sätze zu vergleichen und ins Verhältnis zu den eigenen zu bringen. Aber alle diese Prozeduren sind bereits durchlaufen, das haben wir in zäher Mühe schon überwunden. Dieser gleiche souveräne Text aber, der eine Person symbolisch verkörpert, zerfliesst, sobald er in die virtuelle Maschine, in die Megabox eingespeist wird – er wird semantisch entrissen.“
Hinzu kommt die Tatsache, dass Drawerts NZZ-Artikel nicht im Netz verfügbar ist, was gewissermaßen gewollt ist – alles andere wäre ja wieder eine Einladung zum Entreißen, würde seine These nur belegen, dass eben alle Texte verlieren, sobald sie online sind und somit zu Verkürzung und Überlassung einladen. Denn diesen Text im Blog zu besprechen wäre vergleichbar damit, eine Blogdiskussion über die These abzuhalten, ob Blogdiskussionen nicht per se haltlos sind: eine contradictio in adiecto. Insofern wird Drawerts Artikel nun selbst „entrissener“ Text, in Ausschnitte zerbröckelt und unterlegt mit Bockwurst und Bier. „Der entrissene Text kann sich in keiner Weise je wieder finden. Hier und dort tauchen ein paar Reste von ihm auf, bleiben Spannungen, die immanent sind, erhalten, aber sein einzigartiger Komplex, seine semiologische Architektur ist beschädigt. Es ist, wie einen Pianisten der Philharmonie ans Klavier auf den Marktplatz zu zerren: Was immer er spielt, es klingt nach Bockwurst und Bier. Die Signifikanten des Raumes stören die des Textes ununterbrochen, und diese Okkupation ist nur zu verhindern, indem der Raum gemieden und das Medium ausgelassen wird. Es wäre konsequent, aber nicht praktisch, und deshalb bedienen wir es weiter. Und damit jetzt nicht der Eindruck einer singulären Klage entsteht eines Schreibers und seines Textes, auf den die Welt gut verzichten kann – es geht hier nicht nur um eine Produzentenkrise, sondern ebenso um die Krise des Konsumenten, der um seine Möglichkeiten des Lesens gebracht und um jede Form der Nachhaltigkeit betrogen wird.“
Nebeneinander stehen zwei Freiheitskonzepte: Freiheit des Netzes vs. Freiheit der Buchrezeption. Auch wenn ich das Bild der „saugenden“ Röhre nicht durchweg gelungen finde, weil angstgesteuert, will sagen technikfeindlich und irgendwie zu allgemein-apokalyptisch, so zeigt es doch, dass etwas passiert, sobald man sich dem Bildschirm zuwendet, und eben nicht nur psychologisch. „Die Veränderung der Textintention durch die Verschiebung des Textes in ein anderes Medium wollen wir beobachten und stellen fest, dass es keine Verbindlichkeit der Signifikate gibt. Die Flüchtigkeit des Netzes wird zur Flüchtigkeit des Textes. Wir lesen auch schneller auf einem Bildschirm als in einem Buch, weil der Fliesstext unterhalb des Textes permanent mitläuft, gleichviel, ob wir ihn sehen – wir denken ihn mit. Es ist schlichter Unfug, von einer Freiheit des users zu sprechen, wenn dieser schon präfiguriert ist, noch ehe er eingeschaltet hat. Wie eine Ratte, die unter Reizstrom steht, erinnert er sich an die subtile Forderung der Maschine, sich hineinziehen und die Texte entreissen zu lassen. Diese Prozedur ist Minimalkonsens und, wie in einem Gang in die Sauna, Entkleidungsverpflichtung.“
So ist für mich der Drawert-Artikel wesentlich vielschichtiger, als die Ben-Kaden-Replik wahrhaben will.
Heute um 13:29 · Gefällt mir
Michael Gratz klar sind da bedenkenswerte gedanken drin. aber das apokalyptische finde ich schon nervend. ich würd den spieß umdrehen: ich seh die hektik auf seiten der warner und mahner. (ähnlich wie dort opitz schrieb: „wenn man mir ne pistole auf die brust setzte“, was gar nicht drohte. sondern er suchte nur nen aufhänger für seine attacke auf den vom papst abgesegneten stolterfohtsatz oder sowas.
Heute um 14:19 · Gefällt mir
Ohne die Lyrikanthologien von Axel Kutsch wäre das literarische Leben im deutschen Sprachraum deutlich ärmer. Lyrik erreicht seit jeher ihre Leser vorzugsweise über Sammelbände, und immer wieder leisten diese zusätzlich Erweckungsdienste für junge Autorinnen und Autoren, die hier Vorbild und Meister entdecken und hoffentlich auch die Erkenntnis, daß fast noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Lyrik ist nie homogen, resultiert sie doch aus zahllosen Stimmen und Stilen, die hier eine Reihe von Berührungspunkte aufweisen, dort aber auch kaum eine Ähnlichkeit aufweisen. Den 50.000 ernsthaft um eigene Lyrik bemühten Autoren stehen vielleicht 500 Lesern gegenüber, die Lyrikbände käuflich erwerben – und zwar jeweils nur den besten eines Jahrgangs. Gottfried Benn hat behauptet, von seinen Einnahmen aus der Lyrik habe er die Kosten für seine Zündhölzer bestritten. Um Geld kann es also nicht gehen.
Die Stimmenvielfalt in »Versnetze_eins« bis »Versnetze_fünf« erscheint wichtiger als die Auslese. (…)
Die gegenwärtige deutschsprachige Lyrik ist von einer ungeahnten Produktivität und Vielfalt. In den letzten Jahren haben sich unzählige neue Stimmen gemeldet – mit sehr unterschiedlichen Ansätzen und nicht selten in einer intensiven Auseinandersetzung mit der lyrischen Überlieferung.In den Traditionslinien, die Axel Kutsch in »Versnetze_eins« bis »Versnetze_fünf« aufzeigt, geht es um die Rückkehr zur Aufklärung. Axel Kutsch stimmt dem zu, aber nicht zu derselben Art von Aufklärungsliteratur. Einfach mit Aufklärung oder Klassik weiterzumachen geht gerade dann nicht, wenn man besonders stark damit sympathisiert. Das ist ein großer Gedanke Ezra Pounds: »Um etwas wieder zu tun, muß ich es neu machen. « / Matthias Hagedorn, Fixpoetry
Bücherliste
Etliche Dichter und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts waren fasziniert von den wald- und wasserreichen Landschaften Brandenburgs und suchten sich dort ihre Refugien – in Dörfern, Kurorten, Villenkolonien.
Als Freizeitsitz oder fürs ganze Leben. 16 dieser Autoren stellt Edda Gutsche in ihrem soeben erschienen Buch über Schriftstellerorte in Brandenburg vor. Darunter auch Bertolt Brecht in seiner „Eisernen Villa“ in Buckow in der Märkischen Schweiz, Einsiedler Franz Fühmann in seiner Waldhütte bei Märkisch Buchholz, Peter Hacks auf seinem burgähnlichen Landsitz bei Mittenwalde, Eva Strittmatter in Schulzenhof im Ruppiner Land, wo sie seit 1954 zusammen mit Erwin Strittmatter lebte und Verse auch aus der Stille schöpfte. Oder der Erfinder der „Heiden von Kummerow“, Ehm Welk. An seinem Geburtshaus in Biesenbrow steht einer von Welks Sinnsprüchen: „Heimat ist nicht immer dort, wo wir zur Welt kommen – Heimat ist, wo wir lieben.“ / Christoph Stollowsky, Tagesspiegel
„Ich musste auf’s Land, das war mir klar ….“, Schriftstellerorte in Brandenburg von Edda Gutsche, vbb-Verlag, 19.95 Euro.
Lesen (Nietzsche)
Aus: Lyrikwiki
23 [22] Fast bei allen Philosophen ist die Benutzung des Vorgängers und die Bekämpfung desselben nicht streng, und ungerecht. Sie haben nicht gelernt ordentlich zu lesen und zu interpretiren, die Philosophen unterschätzen die Schwierigkeit wirklich zu verstehen, was einer gesagt hat und wenden ihre Sorgfalt nicht dahin. So hat Schopenhauer ebensowohl Kant als Plato völlig mißverstanden. Auch die Künstler pflegen schlecht zu lesen, sie neigen zum allegorischen und pneumatischen Erklären.
Aus: Friedrich Wilhelm Nietzsche: Fragmente 1875-1879, Band 2 – Kapitel 24
[ENDE 1876 – SOMMER 1877]
[Dokument: Mappe loser Blätter]
Anmerkung:
pneu|ma|tisch <gr.-lat.>:
1. (Philos.) das Pneuma (1) betreffend.
2. (Theol.) geistgewirkt, vom Geist Gottes erfüllt;
pneumatische Exegese: altchristliche Bibelauslegung, die mithilfe des Heiligen Geistes den übergeschichtlichen Sinn der Schrift erforschen will.
Duden – Das Fremdwörterbuch, 9. Aufl. Mannheim 2007 [CD-ROM]
Pneu|ma das; -s <gr.; Hauch, Atem>:
1. (Philos.) in der Stoa ätherische, luftartige Substanz, die als Lebensprinzip angesehen wurde.
2. (Theol.) Geist Gottes, Heiliger Geist
Duden – Das Fremdwörterbuch, 9. Aufl. Mannheim 2007 [CD-ROM]
Eine wachsende Schar indischer Diplomaten sucht emotionale Erleichterung in Lyrik und kreativem Schreiben, um den Blues des Arbeitsplatzes und den Stress des Entscheidenmüssens zu bekämpfen. Sie ergießen ihr Herz in ihr Schaffen, das oft nahe an den Geist der Rebellion grenzt.
Während Diplomaten wie Vikas Swarup, Navtej Sarna und Navdeep Suri Romane und Kurzgeschichten schreiben, bereicherte der neue indische Botschafter in Argentinien, Amarendra Khatua, das Genre der Diplomatenpoesie mit einem Band Liebesgedichten: „Love Abracadabra“. / zeenews.india
Die deutschsprachige Lyrik der Gegenwart bietet vor allem in Literaturzeitschriften und im Internet immer wieder einmal Anlaß zu Diskussionen. Dabei geht es großenteils um die Frage, ob sie nicht zu schwierig, verschlüsselt, elitär oder gar unverständlich sei, um eine breitere Leserschaft zu erreichen. Gerade die moderne Poesie war hierzulande nie massentauglich. […] So wird Lyrik weiterhin jenseits der Bestsellerlisten ihr langes Leben fortsetzen und Leser finden, die bereit sind, sich auch auf das Schwierige und mitunter Unverständliche einzulassen.
In Versnetze_fünf wird man zahlreiche Beispiele jener Poesie finden, die sich dem raschen Verstehen entzieht […]. Allerdings lege ich als Herausgeber dieser Reihe auch immer Wert darauf, dem leichter zugänglichen, sagen wir: dem „klaren“ Gedicht ein Forum zu bieten.
Die Versnetze-Bände sind nicht einseitig bzw. stromlinienförmig ausgerichtet. […] Die deutschsprachige Dichtung der Gegenwart zeichnet sich nicht zuletzt durch ihre pulsierende Vielfalt aus – sei sie nun schwer oder leicht zugänglich. […]
/ Axel Kutsch in seinem Vorwort zur eben erschienenen Anthologie Versnetze_fünf
Axel Kutsch (Hrsg.): Versnetze_fünf. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart. Weilerswist : Verlag Ralf Liebe 2012
aus einem chat (danke pega mund):
hm. beim frühmorgendlichen stöbern grade das gesehen: http://prominentenraten.blog.de/2012/07/27/brunopoliks-tweets-website-deutschen-bundestages-14261050/
(ja, weiß nicht, was ich von diesem brunopolik halten soll. er ist mir akut grad ein wenig unangenehm mit dieser deus-ex-machina-wadlbeißer-ich-habe-das-patent-rezept-attitüde.)
Brunopoliks Tweets auf der Website des deutschen Bundestages! – Brunopoliks Prominentenraten
prominentenraten.blog.de
danke für den link. naja. kann auch nicht jeder im bundestag twittern. genau lesen könnte man trotzdem immer. ich saß gestern abend in lubmin-sur-mer vor einer gaststätte und ließ mir einen eisbecher schmecken. aus dem innern drang laute bumsmusik, klang nach hochzeitsfeier. es störte ein wenig, aber ich saß doch im freien am meer. in der tasche hatte ich was zum lesen für notfälle (andre rudolphs confessional poetry), aber es trat keiner ein. wir hatten einen schönen sommerabend.
auf diesen kleinen zwitscherfenstern bemerkt man den unterschied vielleicht nicht. stimmt aber trotzdem nicht. ein problembär schreibt da:
Der Tanz geht weiter. Die Lyrikzeitung veröffentlichte am 26.07.12 einen Beitrag des Bielefelder Lyrikers Hellmuth Opitz, den sie mit Polemisch titelte. Es geht darin um die Rezeption von heute veröffentlichter Lyrik. In die kompetenten Kommentare habe ich mich mal eingemischt und dem elitären Lyrik-Betrieb meine Poetry entgegengesetzt. Und das vor allem, weil mehrfach beklagt wurde, dass den heutigen Dichtern Realitäts/Wirklichkeitsnähe fehle. Die ist freilich meinen Texten von Reden aus dem Deutschen Bundestag nicht abzusprechen. So erscheinen über Twitter meine Tweets mit diesen Haiku-Strophen sogar immer wieder auf der Website des Deutschen Bundestages. Ich kann dazu nur spotten: Lyrik-Eliten, wo lebt ihr eigentlich?
mit verlaub: keineswegs hat die lyrikzeitung einen beitrag des bielefelder lyrikers veröffentlicht und mit „polemisch“ überschrieben. sondern sie hat bzw. ich hab einen text von ihm zitiert. ich halte das für einen unterschied. vielleicht im zwitscherrahmen nicht darstellbar, aber dafür gibts das spektrum der möglichkeiten. ich würde die kleine debatte und die rolle des problembären darin auch anders fassen, aber geschenkt.
mein gott ja, wenn dieser bruno will, kann er darüber spotten, daß einige immer noch kammermusik mögen. oder neue musik. wo es doch so fidele bumsmusik gibt, die jeder versteht ohne sich in einen elitären konzertsaal begeben und dafür noch zahlen zu müssen. wo ich lebe? jedenfalls nicht in den wandelgängen des bundestags. (wird fortgesetzt)
Wir sollten Ingold dankbar sein, denn wenn konservativ bewahrend heißt, dann ist diese Anthologie im Wortsinne konservativ, und sie bewahrt das, was an der russischen Lyrik einmal revolutionär war, oder zumindest eine Ahnung von dem, was im Grunde an ihr noch revolutionär ist, und das war oder ist eben nicht die gereimte Feier der Arbeiterklasse und ihres als Oktoberrevolution bezeichneten Aufstandes, der ja wesentlich nur ein Putsch von sich selbst zur politische Avantgarde erklärenden Bolschewiki gewesen ist. …
Der Gedanke einer literarischen Evolution scheint mir auch einer der grundlegenden dieser Anthologie. Es handelt sich also zum Glück nicht eben um die achtzigste Blütenlese oder um ein Best-of der russischen Lyrik, sondern stellt diese als ein sich entwickelndes, sich ausdifferenzierendes lebendiges Gefüge dar. Und auch deren Geschichte hat unter diesem Gesichtspunkt alle Statik verloren. Deshalb scheint es mir auch folgerichtig, dass in der Präsentation der Texte, die Chronologie umgekehrt wurde. Ich schlage dem Leser demnach auch vor, sich an die vorgeschlagene Reihenfolge im Buch zu halten. Man beginnt also in der unserer Zeit am nächsten gelegenen Textkonstruktionen, zum Bespiel denen Prigovs oder anderen Dichterinnen und Dichtern des Informell, und begibt sich auf eine Abenteuerreise ins Vergangene, das einem zuweilen sehr Präsentsisch erscheint. Und natürlich sind nicht alle Texte von gleichermaßen hoher Qualität. Zuweilen geht es sehr holprig zu auf dem Weg rückwärts durch die Zeit. Umso mehr wird man Entschädigt wenn man auf die Texte der Leuchttürme der russischen Dichtkunst trifft, und Namen wie Achmatowa, Chlebnikow und Charms sind hier nur Beispiele. / Jan Kuhlbrodt, fixpoetry
»Als Gruß zu lesen« Russische Lyrik von 2000 bis 1800. Ausgewählt, herausgegeben und übersetzt von Felix Philipp Ingold
536 Seiten. Leinen mit Leseband € 33.00 ISBN 9783908777656 Dörlemann Verlag Zürich 2012
«Auf Gletscherbetten» friert sich hier jemand «um den Schlaf» und klettert «am Nachtseil» in den Spalt hinunter zur Quelle. Oder die Frühlingssonne scheint auf «wintertrockene Haut» und hinterlässt «ein Flirren von lichtweissen Wänden». Man merkt es gleich, wenn man in dem ersten Gedichtband der jungen Zürcher Autorin Anne-Marie Kenessey (geb. 1973) zu lesen beginnt: Hier arbeitet jemand ambitioniert und lustvoll mit der Sprache. Das ist kein alltägliches Reden; auch wenn die Verse vielfach von Alltäglichem handeln. Vielmehr werden hier alle Erscheinungen virtuos in Wortkunst verwandelt. / Roman Bucheli, NZZ
Anne-Marie Kenessey: Im Fossil versteckt sich das Seepferd vor dir. Gedichte. Edition Klaus Isele, Kreuzlingen 2012. 108 S., Fr. 19.90.
32. ERLANGER POETENFEST – 23. BIS 26. AUGUST 2012
PROGRAMMINFORMATION
Das 32. Erlanger Poetenfest lässt vom 23. bis 26. August literarische Höhepunkte des Frühjahrs Revue passieren und wirft noch vor der Frankfurter Buchmesse einen ersten Blick auf viel versprechende Neuerscheinungen des deutschsprachigen Bücherherbstes. Über 80 Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Literaturkritiker und Publizisten kommen zu Lesungen, Gesprächen und Diskussionen nach Erlangen. In großen Porträts werden die international renommierten Autoren Uwe Timm, A. L. Kennedy und Jean-Philippe Toussaint vorgestellt. An den Nachmittagen im Schlossgarten treten unter anderem Olga Martynova, Marcel Beyer, Clemens J. Setz, Dea Loher, Alexander Nitzberg, Anne Weber, Gerhard Seyfried und Jenny Erpenbeck auf, für Kinder und Jugendliche finden Autorenlesungen und Aktionen statt. Gespräche und Diskussionen beschäftigen sich unter anderem mit der Entmachtung der Politik, der Zukunft Europas und der Urheberrechtsdebatte. Anlässlich ihres neuen Romans gibt Ljudmila Ulitzkaja Auskunft über Russland, der Neuseeländer Anthony McCarten kann über einen aktuellen Roman und einen Film-Start sprechen. An die im Dezember letzten Jahres verstorbene Christa Wolf erinnert eine Soirée mit Weggefährten der Schriftstellerin. Bayern 2 überträgt seine „Nacht der Poesie“ live aus dem barocken Markgrafentheater, die Neunte Erlanger Übersetzerwerkstatt, Ausstellungen und Filme sind weitere Programmpunkte des viertägigen Festivals, zu dem einmal mehr über 10.000 Besucher erwartet werden.
Die Bayern 2-Nacht der Poesie mit Tanja Dückers, Nora Gomringer, Uwe Kolbe, Reiner Kunze und Bernhard Wunderlich alias „Wunder“ bildet den Auftakt des 32. Erlanger Poetenfests (23.8., 20 Uhr). Das erste Autorenporträt (24.8., 20:30 Uhr) stellt Uwe Timm, einen der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller vor. Zum Porträt International (25.8., 20:30 Uhr) kommt mit der 1965 im schottischen Dundee geborenen A. L. Kennedy eine der herausragenden Stimmen der britischen Gegenwartsliteratur, die auch als Standup-Comedian auftritt, mit ihrem druckfrischen Roman „Das blaue Buch“ nach Erlangen. Ebenso vielseitig ist der belgische Romancier, Regisseur und Fotograf Jean-Philippe Toussaint (26.8., 20:30 Uhr). Seine Trilogie „Sich lieben“, „Fliehen“ und „Die Wahrheit über Marie“ war ein Bestseller im französischsprachigen Raum, im Herbst erscheint in Deutschland der anlässlich seiner Ausstellung im Pariser Louvre entstandene Essay-Band „Die Dringlichkeit und die Geduld“.
Am Wochenende (25. und 26.8.) lesen und diskutieren nachmittags im Erlanger Schlossgarten: Olga Martynova, Stephan Thome, Marjana Gaponenko, Marcel Beyer, Kerstin Preiwuß, Clemens J. Setz, Rainer Merkel, Dea Loher, Alexander Nitzberg, Benjamin Stein, Nora Bossong, Nicol Ljubić, Arezu Weitholz, Andre Rudolph, Michael Maar, Anne Weber, Julia Schoch, Michael Buselmeier, Gerhard Seyfried und Jenny Erpenbeck. Kinder- und Jugendbuchautoren präsentieren auf dem Jungen Podium Literatur für alle Altersgruppen: Gerald Jatzek, Albert Wendt, Zoran Drvenkar, Michael Römling, Bettina Kupfer, Arend Agthe, Susann Opel-Götz und Katja Behrens.
„Wer hat die Macht im Staat?“, fragt die traditionelle Sonntagsmatinee mit Daniela Dahn, Friedrich Dieckmann, Mathias Greffrath, Roland Roth und Christoph Schwennicke. Dass Europa mehr bedeutet als Bankenkrise und Euro-Rettung, diskutieren Dieter Bachmann, Hans Christoph Buch, György Dalos und Olga Martynova unter dem Titel „Schafft sich Europa ab?“. Florian Felix Weyh will im Gespräch mit Uwe Jochum, Wilfried F. Schoeller und Benjamin Stein der Urheberrechtsdebatte auf den Grund gehen. Mit der „Literatur-Verteidigerin“ Sigrid Löffler und dem „Vor- und Nachdenker der deutschen Einheit“ Friedrich Dieckmann werden zwei Persönlichkeiten gewürdigt, deren Namen eng mit dem Erlanger Poetenfest verbunden sind. Die Reihe zu den großen Mythen des 20. Jahrhunderts setzt Peter Glaser im Dialog mit Florian Felix Weyh unter dem Titel „Rocket Boys“ fort – diesmal zum Thema Raumfahrt. Akustische Erlebnisse verspricht die Vorstellung ungewöhnlicher Hörbuch-Editionen und Bayern 2 sendet sein Büchermagazin Diwan live vom Erlanger Poetenfest. Unter dem Titel „Rede, dass wir dich sehen“ erinnert Friedrich Dieckmann mit Daniela Dahn, Sonja Hilzinger und Kathrin Schmidt an die im vergangenen Jahr verstorbene Schriftstellerin Christa Wolf.
Anlässlich ihres neuen Romans „Das grüne Zelt“ spricht Ljudmila Ulitzkaja über die Chancen für Bürgerrechte und Zivilgesellschaft im heutigen Russland, Jörg Baberowski diskutiert sein mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnetes, nicht unumstrittenes Sachbuch „Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt“, durch Hanjo Kestings „Grundschriften der Europäischen Kultur“ erfahren wir, „woher wir kommen“ und die Zeichnerin Vika Lomasko dokumentiert jüngste Prozesse gegen russische Künstlerinnen und Künstler. Im Gespräch mit Hajo Steinert stellt Anthony McCarten aus Neuseeland – Gastland der Frankfurter Buchmesse 2012 – seinen neuen Roman „Ganz normale Helden“ und als Preview den Film „Am Ende eines viel zu kurzen Tages“ vor.
Einblicke in die Faszination des literarischen Übersetzens vermittelt das offene Arbeitstreffen der Neunten Erlanger Übersetzerwerkstatt mit Gerhard Falkner, Friedrich Koch, Margitt Lehbert, Constantin Lieb, Nora Matocza, Alexander Nitzberg, Andreas Nohl, Angela Plöger, Hans Raimund und Wolfgang Schlüter. Anlässlich des 100. Todestags von Bram Stoker wird in Gesprächen, Lesungen und Filmausschnitten bis nach Mitternacht die dauerhafte Faszination des Vampirismus analysiert. Mit „Text“ bringt das Theater Erlangen ein Stück von Jérôme Junod zur Uraufführung, in psychedelischer Vernetzung von Free Jazz und Voodoo Rock lässt das Kammerflimmer Kollektief Texte von Dietmar Dath erklingen und Poetry Slammer aus ganz Deutschland treten auf der Open Air-Bühne des Kulturzentrums E-Werk an.
Die Ausstellung „Parcours“ des Kunstpalais Erlangen präsentiert Installationen von Thomas Locher an der Schnittstelle von Bild und Text. Weitere Ausstellungen zeigen Arbeiten von Lorenzo Mattotti zu „Hänsel und Gretel“, Vika Lomaskos Comic „Verbotene Kunst“, ein Experiment zum Thema „Arten“ der Literaturzeitschrift „Blumenfresser“ und – im Rahmen der „Druck & Buch“ – Buchkunst von 24 Kleinverlage aus Deutschland, der Schweiz und Ungarn. Literaturverfilmungen und Dokumentationen sind teilweise in exklusiven Previews zu sehen, musikalisch wird das 32. Erlanger Poetenfest von Benjamin Boone (Saxofon/Live-Elektronik) und Stefan Poetzsch (Violine/Viola/Live-Elektronik) umrahmt.
Die Moderatorinnen und Moderatoren des 32. Erlanger Poetenfests 2012 sind Maike Albath, Verena Auffermann, Niels Beintker, Michael Braun, Friedrich Dieckmann, Herbert Heinzelmann, Dirk Kruse, Adrian La Salvia, Sigrid Löffler, Wilfried F. Schoeller, Hajo Steinert, Florian Felix Weyh und Cornelia Zetzsche.
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