Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Soviel schrieb der „Bauerndichter“ John Clare (1793-1864). Der Independent vom 10.10.03 über eine Biographie des Dichters. Hier eine Gedichtprobe: First Love I ne’er was struck before that hour With love so sudden and so sweet, Her face it bloomed like a sweet flower And… Continue Reading „3 000 Gedichte“
Der Lyriker Adolf Endler hat den mit 10.000 Euro dotierten Hans-Erich-Nossack-Preis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI) erhalten. Zwei Förderpreise der jährlich verliehenen Auszeichnung gingen in Höhe von je 7.500 Euro an die Autoren Kathrin Röggla und Valeri Scherstjanoi, Mitglied des Bielefelder Colloquiums Neue… Continue Reading „Nossackpreis an Endler“
Raoul Schrott erhielt Montag im [Wiener!] Bundeskanzleramt aus den Händen von Kunststaatssekretär Franz Morak den mit 7.300 Euro dotierten Förderungspreis für Literatur 2002. „Schrott beweist, dass große literarische Entwürfe kein Minderheitsprogramm sein müssen“, würdigte Morak den Romancier, Lyriker, Essayist, Herausgeber, Übersetzer und Poetologen Schrott… Continue Reading „Förderungspreis an Raoul Schrott“
Alle reden von der Krise des Buches. Aber in Russland ist die Rettung in Wahrheit schon gelungen. Die Tiere haben die Macht in den Verlagen übernommen und das Marketing radikal modernisiert. Eine Satire von Wjatscheslaw Kuprijanow, Die Zeit 42 / 2003
Der 63-jährige Multikünstler Dmitrij Prigow lebt meistens in Moskau und veröffentlichte bislang ein Dutzend Bücher – seit 1989. Er ist also ein sehr junger Autor: so jung, dass sich sein über 30-jähriger Sohn grämt, weil sein Vater anscheinend nie erwachsen wird. Dmitrij Prigow hatte… Continue Reading „40 000 Gedichte“
„Meine Nackademie“ heißt der Band, den die lyrischen unter den sächsischen Akademikern füllten. Und schon aus dem Titel ist zweierlei zu hören: eine typisch sächsische Portion Selbstironie – und das Thema des Bandes, das mit dem Untertitel „Liebesgedichte aus Sachsen“ nur angedeutet ist. Es… Continue Reading „Sächsischer Eros geballt“
Darmstadt/Frankfurt – Der Berliner Sebastian Krämer ist gestern in Darmstadt zum besten deutschsprachigen „Straßen-Poeten“ gekürt worden. Der 27 Jahre alte Entertainer verwies in der Endrunde des „7. German International Poetry Slam“ den 33 Jahre alten Bonner Michael Schönen auf den zweiten Platz. Krämer wiederholte… Continue Reading „Bester deutschsprachiger „Straßen-Poet““
Achim Wagner: Bully (Berlin. Blücherstraße) Rolf Schneiders Berliner Anthologie, Berl. Morgenpost 5. Oktober 2003
Die Darmstädter Jury hat die Mandelstam-Biographie von Ralph Dutli zum „Buch des Monats Oktober“ gewählt. Andreas Isenschmid schwärmte in der ZEIT: „Man ist über sechshundert Seiten von Dutlis schneller, muskulöser, warmer und farbiger Sprache gefangen.“ Am Samstag (4.10.03) stellt Iris Radisch in der Sendung… Continue Reading „„Buch des Monats““
Weiterhin beliebt und entsprechend gefragt ist die konventionelle, penibel gereimte, auf Alltagsthemen und Allerweltsgefühle eingestellte Gebrauchslyrik, die massenhaft in Zeitungen, Magazinen oder Almanachen abgelagert wird. Künstlerisch ernst zu nehmende, allenfalls experimentell agierende oder hermetisch beiseite sprechende Dichter – die Moskauer Gruppe der «Metaphysiker» um… Continue Reading „Normalisazija“
Harald Hartung zeigt in der FAZ vom 4.10.03 an, daß A.E. Housmans Hauptwerk jetzt zweisprachig auf Deutsch erschienen ist: Hans Wipperfurth, der Übersetzer, verhehlt nicht die Schwierigkeiten seines Unternehmens. Das Knappe, Archaische des Originals, das zugleich schwerelos und luzid wirkt, ist nicht leicht in… Continue Reading „A Shropshire Lad“
Neu im Berliner Zimmer: Vom Klang der Lyrik. Versuch einer Annäherung an das Sonett. Ein Essay von Rüdiger Heins. / 1.10.03
Neu in Edit: Gedichte von Steffen Popp / Jan Wagner über die Kölner Reihe parasitenpresse. / 1.10.03
Während die eine (frankophone) Fraktion mit fast demütiger Zurücknahme der eigenen Kreativität den Aspekt der Werktreue bzw. der übersetzerischen Genauigkeit betonte und entschieden für zweisprachige Ausgaben plädierte, gerierte sich die andere (germanophone) Fraktion als eigensinniges Enfant terrible: Er könne sich durchaus vorstellen, Übersetzungen zu… Continue Reading „Nachdichten – francophon oder germanophon“
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