Veröffentlicht am 25. Juni 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
A: – hab acht lackaff, das kracht!
A: – hab dank, narr, was hat’s bracht?
A: – wart’s ab.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: anarchische Poesie, Artmann-Referenz, Avantgarde-Lyrik, Batman in der Lyrik, dadaistische Elemente, deutsche Avantgarde, experimentelle Poesie, hochroth Berlin, Jandl-Referenz, Kafka in der Lyrik, Klaus F. Schneider, Lautpoesie, literarische Collage, literarischer Dialog, Literatur und Wahnsinn, Lyrik und Popkultur, moderne Sprachkunst, Parataxe, Performance-Lyrik, poetisches Rollenspiel, postmoderne Dichtung, rumäniendeutsche Avantgarde, Sound poetry, Sprachgewalt, Sprachspiel, transdadaistische Dichtung
Veröffentlicht am 24. Juni 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
ich würde definitiv lange Erzählungen und noch längere
Gedichte schreiben.
Keine Romane, weil niemand mehr Zeit hat, sie zu lesen.
Aber Gedichte auch nicht.
Kategorie: Lettisch, LettlandSchlagworte: Astrid Nischkauer, •, Dichtung als Trost, existentialistische Poesie, Gedichte aus Lettland, Gedichte über Schreiben, introspektive Lyrik, Kalle Aldis Laar, Krista Anna Belševica, lettische Lyrik, Lyrik 2023, Lyrik und Schmerz, Lyrikübersetzung, lyrische Poetik, moderne Dichtung, parasitenpresse, poetische Selbstreflexion, Schreiben als Lebensform, Sinn der Kunst, weibliche Lyrik, zeitgenössische Poesie
Veröffentlicht am 22. Juni 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Vom Brocken aus, vom Ochsenkopf, wo die drahtigen Radarstationen knisternd in den Versfrequenzen wühlen, wird genommen, was man kriegen kann, man reicht nicht ran, die Tannen stehen eng und so freischützrauschend um die Findlinge aus Granit.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Antike in der Gegenwart, Daniel Bayerstorfer, Dürüm in der Dichtung, deutschsprachige Gegenwartsdichtung, Gegenwartslyrik, Hölderlin Referenz, Ironie in der Lyrik, Lyrik 2020er Jahre, Lyrik mit Popkultur, Lyrik und Mythologie, lyrische Textflächen, Neulich starb Antigone, Poetik des Alltags, postmoderne Lyrik, roughbooks, Sprachkritik in der Lyrik, Wetterumschwung der Grammatik
Veröffentlicht am 21. Juni 2025
von lyrikzeitung
2 Kommentare
Die Wünsche und die Triebe
Das Harte und das Weiche
Der Hunger und die Liebe
Das Schlaffe und das Steife
Veröffentlicht am 21. Juni 2025
von lyrikzeitung
1 Kommentar
Da sitzen sie
etwas zu glatt im Gesicht
und trinken Tee
blicken einander tief in die Augen
oder krümmen sich vor Lachen
Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Brendel 1931–2025, Brendel als Dichter, Brendel Todesnachricht, Christoph Buchwald, deutschsprachige Gegenwartsdichtung, Jahrbuch der Lyrik, künstliche Intelligenz in der Dichtung, Klavier und Poesie, literarisches Vermächtnis, Lyrik der Jahrtausendwende, Lyrik und Musik, Mensch vs. Maschine, Musiker als Lyriker, Nachruf Alfred Brendel, philosophische Poesie, Poesie und Gesellschaft, poetische Kritik an Technologie, poetischer Humor, Raoul Schrott, zeitgenössische Lyrik
Veröffentlicht am 20. Juni 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Ist Mars in den Bädern? Lebt wohl, Heerlager.
Badet selbst Mars? Fort mit euch, all ihr Kriege.
Ist Venus bei ihm? Friede, sei uns gegrüßt.
Das nämlich verlangt Federigos Schicksal.
Kategorie: Italien, LateinSchlagworte: / blandos Martiolo tuo susurros / fac et delitias libidinesque, / misce et suavia, / mollis illecebras decoro amanti, / mox tinge ambrosio liquore fessum, / somnus quo placidus per ossa serpat / et belli rapidus furor quiescat: / hoc, 1429-1505: Baiae. Zwei Bücher Elfsilber. Berlin: Verlagshaus Berlin, 2016 (Edition ReVers 04), adesto: / Hoc sors imperat ipsa Federici. / Tu vero, all ihr Kriege. Ist Venus bei ihm? Friede, aus: Giovanni Gioviano Pontano, bald dem Müden Ambrosia zu geben, bella: / Cumque illo est Cytherea? Pax, castra: / Marsne et ipse lavat? Valete, dass ihm tiefer Schlaf durch alle Glieder schleicht und der Wahnsinn des Krieges zur Ruhe kommt: Darum, du Süße des Himmels, dulce coeli / et terrae decus, einzige Linderung, Giovanni Gioviano Pontano, hoc te rogat ipse Federicus., iunge dulce murmur; / his lusus adhibe beatiores, kleine Venus, lass alles genüsslich und begehrlich sein, mische süßes Flüstern in deine Küsse; zu diesem Spiel noch seligere Spiele, sei schmiegsam deines Geliebten Verlockung, sei uns gegrüßt. Das nämlich verlangt Federigos Schicksal. Du, Tobias Roth, umschmeichle den kleinen Mars mit Gesäusel, unicum et levamen, Venerilla, Zierde der Erde
Veröffentlicht am 19. Juni 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
auf wegen gehts keinen schritt / weiter. jeder gedankenzusatz ein / abschnitt im robotermärchen (aus: Herakles)
Veröffentlicht am 18. Juni 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Sie hatte ja keine Ahnung,
dass sie etwas anderes sein könnte
als eine Frau, dennoch hielten sie alle
für eine Betrügerin, weil sie als
Hermaphrodit an einem Frauenwettbewerb
teilgenommen hatte.
Veröffentlicht am 16. Juni 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Kennst du das Land in dem die Toten leben
Dort hab ich seinerzeit möbliert gewohnt
Sie hatten dort die besten Bibliotheken
Und alle Schatten wollten was bewegen
Sogar die Macht war dort hinter dem Mond
Veröffentlicht am 15. Juni 2025
von lyrikzeitung
1 Kommentar
es wäre eine täuschung zu meinen, das wortspiel sei ein sprachspiel. auf ein sprachspiel lässt man sich ein, freiwillig oder unfreiwillig.
das sprachspiel steht einem offen.
man kann seine teilnahme an ihm verweigern um den preis des ausschlusses. man kann seine regeln annehmen um den preis des kompromisses.
Veröffentlicht am 14. Juni 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Die Konstruktion von Gedichten ist ein
in der Mitte durchgerissenes Segel
und von Moder bedeckt
Veröffentlicht am 13. Juni 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Es rütteln an ihren silbernen Ketten
Der Löwe, der Stier und der Große Bär,
Aus brodelnden Welten fährt zischend ein Tropfen
Hinunter in das schwarzgähnende Meer.
Veröffentlicht am 12. Juni 2025
von lyrikzeitung
1 Kommentar
wer belügt
wer bedroht gewissenlos
wer befiehlt Gewalt
wer verübt erneut Verbrechen
wer vergrößert die Kraft der Waffen
wer produziert
wer verdient am Tod
wie entzerren wir den gordischen Knoten
Veröffentlicht am 11. Juni 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
dass die tomatenpflanzen in den giebeltöpfen
so hoch wachsen dass der dichter nur die hand
aus dem fenster zu strecken braucht
um die paradeisäpfel zu ernten
Veröffentlicht am 10. Juni 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Ich zeichne mich
Mit geraden Strichen
Meine Nase ist der Hauseingang
Meine Augen sind Fenster
Mein Gesicht ist eine Mauer
Meine Stirn ist der Teppich
Neueste Kommentare