Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Norbert Mayer (Die Presse) sprach mit der Rauris-Preisträgerin Maja Haderlap Die intellektuelle Entwicklung in Wien erfolgte auf Deutsch, während die Muttersprache das Lyrische geblieben ist. Ist sie weiter dominant als emotionelle Sprache? Das Deutsche wurde für mich zur Sprache der Reflexion. Bei meiner Muttersprache geht es… Continue Reading „108. „Ich übersetze mich nicht““
Seine Gedichte sind nicht traurig, sondern böse. Der Schmerz ist nur indirekt erschließbar. Die Geliebte hat ihn verlassen – und er grollt. „Der Schmerz ist mittlerweile fast verschwunden, / Verdrängt vom Groll. / Ergiebigem, fruchtbarem, stetig wachsendem Groll, / Kein schönes Gefühl, / Ebenso… Continue Reading „92. Kein schönes Gefühl“
Nicht jeder geht auf Lyriklesungen, und nicht jeder der hingeht kauft auch Gedichtbände. Trotzdem ist die Liebe zur Lyrik breit gestreut, und beim Lieben gibts auch Kummer, wie der schizophrene Dichter Alexander März wußte. Auch die Zeitungen an diesem Wochenende sind voll davon. „So… Continue Reading „76. Kummer mit Lyrik“
scheiß kunst. scheiß sozialer frieden. scheiß bedürfnisstruktur, noch einmal scheiß kunst. was ist aus uns geworden? […] Wenn man Stefan Schmitzers Gedichte liest, kann einem zwischendurch das Geimpfte aufgehen: Der Ärger über die Verhältnisse kommt hoch und der Ärger über die eigene Bequemlichkeit. Schmitzers… Continue Reading „51. Systemkritische Lyrik“
In der Wiener Kleeblattgasse hat Ende Jänner ein Buchshop eröffnet, in dem ausschließlich Romane und Abhandlungen von Frauen verkauft werden. Und Theorien über Feminismus. / Wiener Zeitung Die Theorien können anscheinend auch von Männern sein, wenn ich die Formulierung mal ernst nehme. Aber egal:… Continue Reading „46. Nicht neidisch“
Der Autor Peter Waterhouse (55) erhält den Großen Österreichischen Staatspreis 2012, die auf Vorschlag des Kunstsenats zuerkannte höchste Kunst-Auszeichnung der Republik Österreich. Das teilte das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur am Freitag in einer Aussendung mit. Waterhouse verfasst Lyrik, Essays, Erzählungen, Romane und… Continue Reading „37. Großer Österreichischer Staatspreis für Waterhouse“
Gleichzeitig mit dem Georg-Trakl Preis 2012 vergibt das Land Salzburg den Georg-Trakl-Förderungspreis für unveröffentlichte Lyrik in der Höhe von 3.000 Euro. Einzureichen sind 15 unveröffentlichte Lyriktexte bis zum 25. April 2012. … Die Texte werden einer unabhängigen Jury ohne Bekanntgabe der Namen der Autorinnen… Continue Reading „24. Trakl-Förderpreis“
Gedichte gelten heute als voll uncool. Wordrap, das ist dann wieder sehr cool. Friedrich Achleitner kommt diesem jugendkulturellen Sprachideal wohl ziemlich nahe, wenn er Zeilen zum Besten gibt wie jene, die ein Innviertler „Idyll“ kurzfasst: „jausn trogn / zähnd eischlogn“. Achleitner, 1930 in Schalchen geboren… Continue Reading „125. Uncool“
Angesichts der Allgegenwart von Facebook und Twitter ist eine andere Form der Online-Kommunikation und weltweiten Vernetzung ein wenig ins Hintertreffen geraten: die Blogs. Dabei ist die Blogosphäre älter als Facebook. Die ersten Online-Tagebücher tauchten bereits in den 1990er Jahren auf, Facebook ging erst 2004… Continue Reading „119. litblogs“
Sprachsalz-Gala vom 12.9.08, Hall in Tirol; Parkhotel Ausschnitt aus der Lesung von Klaus F. Schneider ; Aufnahme Rainer Haake.
Zum dritten Mal vergibt das Stuttgarter Schriftstellerhaus einen Förderpreis Lyrik aus dem Kreis der BewerberInnen für ein Stipendium, dank der finanziellen Unterstützung durch den VS Baden- Württemberg. Ausgezeichnet wird der österreichische Lyriker, Essayist, Musiker und Prosaautor Christoph W. Bauer für den Zyklus „getaktet in… Continue Reading „108. Herzstärkende Fremde“
Walter Buchebner ist einer der großen Unbekannten der österreichischen Literatur nach 1945 geblieben. Zu seinen Lebzeiten erschienen die Gedichte hauptsächlich in Literaturzeitschriften, Einige offizielle Anerkennungen gab es für seine Werke. So erhielt er den Förderpreis des Wiener Kunstfonds und den Theodor-Körner-Preis für Lyrik. Nach… Continue Reading „98. Großer Unbekannter“
In den ersten Jahren dieses Jahrhunderts sind in Österreich zwei Dichter gestorben, von denen man erwartet und gewünscht hätte, dass sie ihr Werk, das sich in den jeweiligen Konturen allerdings längst erkennen liess, noch um den einen oder anderen Aspekt bereichern. Die Rede ist… Continue Reading „87. Überraschende Textgebilde“
Mag sein, dass die intensive Beschäftigung mit Musik, die ja nur sehr eingeschränkt über eine Semantik verfügt, Rühms Literaturauffassung geprägt hat, und es versteht sich, dass er auch auf dem Gebiet eine Vorliebe hat für konstruktivistische Tendenzen. Sein Lehrer war Josef Matthias Hauer, der… Continue Reading „75. Potenzial rationalen Denkens“
Lieber schreibe ich Lyrik, die allenfalls 50 Leute lesen, als das zu tun, wozu der Erfolgsautor und sein Verlag neuerdings einladen. / KATHARINA TIWALD, Die Presse 17.2.
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