Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Die Roboter üben noch. Die Zeitungen werden sie vielleicht zuerst übernehmen. Natürlich werden die sich dabei verändern, wir gewöhnen uns langsam daran. Hat ja auch sein Gutes. Beim Standard erhält man zB meist gleich das passende Wetter zum Preis. Bienekpreis für Elisabeth Borchers? Das Wetter… Continue Reading „104. Das Wetter in …“
Gerhard Jaschke ist die Eminenz der Wiener Kleinverlagsszene, ein Klassiker, der keinen Staub ansetzt. Seine Gedichte »Alles Klar Natürlich« sind eine gelungene Text-Sammlung dieses engagierten Autors, Herausgebers des legendären Zeitschrift für Literatur und Kunst, dem Freibord. Für Gerhard Jaschke haben die offene Flanken für… Continue Reading „77. Einer muss es ja machen“
Gleichzeitig mit dem Georg-Trakl Preis 2012 vergibt das Land Salzburg den Georg-Trakl-Förderungspreis für unveröffentlichte Lyrik in der Höhe von 3.000 Euro. Einzureichen sind 15 unveröffentlichte Lyriktexte bis zum 25. April 2012. Daran erinnerte Kulturreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. David Brenner am 17.04. Die Texte werden einer… Continue Reading „62. Georg Trakl Förderungspreis 2012 für Lyrik ausgeschrieben“
Wolf Martin, lange Jahre mit seinem täglichen Gedicht „In den Wind gereimt“ in der „Kronen Zeitung“ vertreten, ist tot. Er sei nach schwerer Krankheit am Donnerstag in Wien im Alter von 64 Jahren verstorben. / Die Presse
Die Eröffnung bestreiten Literaten, die der russischen Literatur verbunden sind: Hendrik Jackson arbeitet u. a. als Essayist, Lyriker und Übersetzer. Als solcher hat er Alexej Parschtschikows noch zu Lebzeiten selbst zusammengetragene Gedichtsammlung Erdöl übersetzt. Jackson liest Texte des Dichters, ebenso eigenes. Originaldichtungen Parschtschikows, der den „Metarealisten“… Continue Reading „39. Linzer „Tage der Poesie““
Willi Resetarits (63) sprach mit den OÖNachrichten über Musik, das Unbewusste, Erfahrungen und H.C. Artmann: Ich möchte aber selbst Texte schreiben, mache es mir aber schwer, indem bei meinen Programmen immer ein Teil Artmann-Texte dabei sein muss. Warum? Weil ich ein blinder Verehrer bin.… Continue Reading „27. Heiliger Artmann“
Der „Kronendichter“ Wolf Martin hört auf (für Deutsche: die Neue Kronen-Zeitung, genannt „Krone“, ist Österreichs BILD). 28 Jahre lang hatte er in dem Blatt ein tägliches Gedicht publiziert, oft zur klammheimlichen Freude mancher Leser. Die Presse zitiert: Im Jahr 1994 wählte er etwa den… Continue Reading „136. Kronendichters letztes“
Rauris scheint ein kritisches Publikum zu haben: Der chinesische Literaturprofessor Wang Jiaxin – eigens aus Peking eingeflogen – las seine nicht zuletzt von deutscher Poesie inspirierte „Welt-Lyrik“ im chinesischen Original. Aber sein Publikum erreichte er auch in der deutschen Übersetzung von Autor und Chinakenner… Continue Reading „126. Mäklig“
So legitim also ein experimenteller Ansatz auch ist, wirtschaftlich gesehen erscheint er kaum mehr lukrativ. Publikumsverlage könnten sich eine solche Leidenschaft nicht leisten, nur zu schnell stünden sie vor dem Aus. Anders aber ist die Situation in Österreich, wo selbst zu Haiders Zeiten noch… Continue Reading „117. Experimentelle Literatur in Österreich“
Der Wiener Lyriker Martin Dragosits hat im März 2012 sein erstes Buch, das 2007 in einem literarischen Kleinverlag erschienen ist, wiederveröffentlicht und stellt es in elektronischer Form kostenlos unter einer Creative Commons Lizenz zur Verfügung. Die Anwendung dieser Lizenzen bietet Künstlern eine Reihe von… Continue Reading „109. Creative Commons“
Norbert Mayer (Die Presse) sprach mit der Rauris-Preisträgerin Maja Haderlap Die intellektuelle Entwicklung in Wien erfolgte auf Deutsch, während die Muttersprache das Lyrische geblieben ist. Ist sie weiter dominant als emotionelle Sprache? Das Deutsche wurde für mich zur Sprache der Reflexion. Bei meiner Muttersprache geht es… Continue Reading „108. „Ich übersetze mich nicht““
Seine Gedichte sind nicht traurig, sondern böse. Der Schmerz ist nur indirekt erschließbar. Die Geliebte hat ihn verlassen – und er grollt. „Der Schmerz ist mittlerweile fast verschwunden, / Verdrängt vom Groll. / Ergiebigem, fruchtbarem, stetig wachsendem Groll, / Kein schönes Gefühl, / Ebenso… Continue Reading „92. Kein schönes Gefühl“
Nicht jeder geht auf Lyriklesungen, und nicht jeder der hingeht kauft auch Gedichtbände. Trotzdem ist die Liebe zur Lyrik breit gestreut, und beim Lieben gibts auch Kummer, wie der schizophrene Dichter Alexander März wußte. Auch die Zeitungen an diesem Wochenende sind voll davon. „So… Continue Reading „76. Kummer mit Lyrik“
scheiß kunst. scheiß sozialer frieden. scheiß bedürfnisstruktur, noch einmal scheiß kunst. was ist aus uns geworden? […] Wenn man Stefan Schmitzers Gedichte liest, kann einem zwischendurch das Geimpfte aufgehen: Der Ärger über die Verhältnisse kommt hoch und der Ärger über die eigene Bequemlichkeit. Schmitzers… Continue Reading „51. Systemkritische Lyrik“
In der Wiener Kleeblattgasse hat Ende Jänner ein Buchshop eröffnet, in dem ausschließlich Romane und Abhandlungen von Frauen verkauft werden. Und Theorien über Feminismus. / Wiener Zeitung Die Theorien können anscheinend auch von Männern sein, wenn ich die Formulierung mal ernst nehme. Aber egal:… Continue Reading „46. Nicht neidisch“
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