Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
O wie du mich verkennest,
Daß du mich Schwätzer nennest!
Ja, meine Brüder selig,
Die schwatzten unausstehlich.
Unausstehlich!
Kommt gebt mir was zu fressen!
Ich bin der erste große deutsche Nachkriegsdichter;
Nur fehlt mir Fett und Eiweiß.
kerze schämt sich auf dem alpenkamm
herzen brechen gong kanal und lamm
platon holt noch mit dem kirchturm aus
blatt und ei und regen singen rund
Wie spät ist es eigentlich sind
die Kriege schon aus oder
beginnen sie erst
das Gefälle zwischen den Generationen ist derart hoch
daß sich mit einer heute Dreihundertjährigen
für mich kaum Gesprächsstoff böte
geschweige denn für sie
Bei den weißen Stiefmütterchen
Im Park wie ers mir auftrug
Stehe ich unter der Weide
Ungekämmte Alte blattlos
Siehst du sagt sie er kommt nicht
Was erhoffst du zu finden? Eine Arbeit,
die in der Trauer noch grinst, eine fetzige Bockwurst
oder eine Schießbude auf dem Jahrmarkt
„Du bist zu laut“
„In Deutschland macht man das nicht so.“
„Bei euch ist das vielleicht normal, hier nicht.“
Wer nirgends ist, ist niemand. Ich
Auf dem soundsovielten Breitengrad
Aber umgeben von nichts als Wasser und Luft
Bin nicht mehr ich.
Die Vorstädte wollen nicht mehr und gehn
In die blanke Stadt, die ihnen gehört.
Bis Aachen sind die Vorstädte umgelegt und geleert.
In Kiew blieb eine Brandmauer stehn
Du in Leipzig, ich auf einer fernen Insel
betrachten wir dasselbe, denselben Mond?
starrst ins unvertraute, liebliche landschaften sind passé, jeglicher grund aufgehoben, landvermessungssache
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