Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Felix Philipp Ingold: «Jeder Zeit andere Gedichte». Droschl Verlag, Graz 2002. Fr. 23.- / St. Galler TAGBLATT , 11. November 2002 – In der gleichen Zeitung stand am 8.11. die Meldung, daß 1100 Jahre alte, mit Neumen aufgezeichnete gregorianische Gesänge des „Codex Sangallensis 390-391“… Continue Reading „Jeder Zeit andere Gedichte“
(sic) druckt Auszüge aus einer Lobrede Michael Brauns auf Michael Donhauser (zur Verleihung des Christian-Wagner-Preises ): Denn es gibt etwas, was diese Lesart (der Naturmagie, d. Red.) stört, etwas, das nicht aufgeht in der unio mystica zwischen Dichter und Naturding. Es ist das zögerliche,… Continue Reading „Die Leonberger Kreiszeitung“
– wenn es nach Enzensberger geht. Der nämlich fordert in der FAZ vernünftige Preise für seine Gedichte: Die Buchproduktion ist, soweit ich sehen kann, die einzige Branche, bei der – um im Bild zu bleiben – ein Hamburger genausoviel kostet wie ein Tournedos und… Continue Reading „Schlechtere Zeiten für Lyrik“
Ralph Freedman: Rainer Maria Rilke. Der Meister. 1906–1926. Aus dem Amerikanischen von Curdin Ebneter. Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 2002, 520 S., 16 S. Bildtafeln, Fr. 59.–. / Landbote 9.11.02
Frankfurter Anthologie der FAZ (9.11.02): Peter Huchel, Späte Zeit (Jürgen Busche).
In den Tagen nach dem 11. September sagte der Dichter Gunter [sic!] Kunert im deutschen Fernsehen, er wolle um Gottes Willen nichts gegen seine türkischen Mitbürger sagen. Doch leider hätten sie nun einmal ein anderes Verhältnis zur Gewalt. „Wenn sie einem Katholiken sagen: ,Geh… Continue Reading „Navid Kermani: Grassierende Islamfeindlichkeit“
Ein Artikel der Süddeutschen präsentiert den 20jährigen Kanonier Rudolf Augstein als Lyriker und Verschwörer (8.11.02): „O Gott, ich habe das Große gewollt, / Ich wollte den Himmel offenbaren…“ Kein gemeiner Soldat, sondern ein Dichter wollte er werden, und Expressionismus lag damals in der Luft.… Continue Reading „Rudolf Augstein“
„Du bist wie eine Blume“ wurde ausreichend oft in Musik gesetzt – rund 400 mal, sagt die Liedvertonungsbilanz. Man kann es immer wieder neu versuchen, sagte sich der Komponist Wilhelm Killmayer Mitte der Neunziger. Und verwandelte gleich drei Dutzend Heine- Gedichte erneut in Klavier-Tenor-Miniaturen.… Continue Reading „Heinrich Heines Gedicht“
Der Urgrund dieser Poesie ist magisch, und er ist mündlich. Die blutrote Schrift ist nur ihre behelfsweise Notation; um wirksam zu sein, müssen die Fluch- und Segensformeln gesprochen und gesungen werden. Wie in seinem letzten Gedichtband hat Kling also auch jetzt, zeitgemäß modifiziert und… Continue Reading „Fluch- und Segensformeln“
Weniger Behagliches widerfährt dagegen Franz Josef Czernin im Gespräch mit dem Germanisten Sebastian Kiefer, zumal der Poetik-Unterredung Kiefers semantische Analyse und Interpretation von Czernins «elemente, sonette» vorangestellt sind. Der Lyriker gerät als Folge davon in die paradoxe Situation, die Reflexion seines Schaffens auf den… Continue Reading „Babylonisch“
Der Weimarer Lyriker und Erzähler Wulf Kirsten erhält den Schiller-Ring 2002. Kirsten werde für seine Verdienste um die deutsche Sprache und Literatur geehrt, teilte die Deutsche Schillerstiftung in Weimar mit. Die mit 30 000 Euro dotierte Auszeichnung wird am Donnerstag in der Bayerischen Akademie… Continue Reading „Schiller-Ring geht an Wulf Kirsten“
Im neuen Titel -Magazin bespricht Klaus Hübner rapähnliche Westerngedichte: Franz Dobler: Der Tag an dem ich allen Glück wünschte. Kunstmann Verlag. 2002. CD. ISBN 3-88897-317-1. Außerdem Gedichte von Florian Vetsch. / 3.11.02
Er war so etwas wie der Heimatdichter der Obdachlosen: Günter Bruno Fuchs . Vollzeitpoet und um die Häuser ziehender Ganztagstrinker, ein dicker Mann aus Berlin-Kreuzberg, wo er 1977 mit nur achtundvierzig Jahren an den Folgen seines bacchantischen Lebenswandels starb. Seine Arbeit, seine ganze Kunst… Continue Reading „Dichter im Kneipentritt“
Für die FR besucht Norbert Hummelt das Grab Friedrichs II., der als deutscher Kaiser in Palermo die italienische volkssprachliche Dichtung begründete: Da ist es bezeichnend, dass der modern denkende Staufer Friedrich, sizilianischer Thronerbe und seit 1220 Kaiser des deutschen Reichs, an seinem berühmten Hof… Continue Reading „Grab Friedrichs II.“
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