Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Veröffentlicht am 23. Februar 2018 von lyrikzeitung
Elisabeth Langgässer
(* 23. Februar 1899 in Alzey; † 25. Juli 1950 in Karlsruhe)
Licht im Februar
Wahrheit ohne Scheinen,
Alles ist noch klar,
Strömend von dem reinen
Licht im Februar.
Fülle der Figuren,
Kronen und Geäst,
Ferne die Lemuren,
Leer ist noch das Nest.
Anbeginn der Worte,
Zeichen, froh und still,
Urkristall der Orte:
Buschlabee, Tripstrill.
Ehemals und Immer
Hörnen durchs Revier,
Eingedenk und Nimmer –
Haimonskinder vier.
Geisterhafter Wonnen
Unzerstücktes Spiel,
Jede kaum begonnen,
Alle schon am Ziel.
Aus: Transit. Lyrikbuch der Jahrhundertmitte. Hrsg. Walter Höllerer. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1956, S. 29f
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Elisabeth Langgässer, L&Poe-Anthologie
Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..
Kann zu diesem Blog derzeit keine Informationen laden.
Was mag hinter den Worten „Buschlabee, Tripstrill“ stecken? In der letzten Strophe steht in der Anthologie von Höllerer übrigens „Unterstücktes“…
LikeLike
wahrscheinlich ein Druckfehler. Hab stillschweigend aus einer anderen Quelle korrigiert
LikeLike
das ist schön. danke fürs lesen dürfen…
LikeGefällt 1 Person