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Veröffentlicht am 4. Februar 2016 von lyrikzeitung
Höhepunkt des Abends war Wolfgang Rihms Vertonung der „Harzreise im Winter“, einer beinahe schon expressionistischen Dichtung, in der das Klavier der ausdrucksvollen, freien Gesangslinie dialogisch eine zweite Stimme entgegensetzt. Gerhaher und Huber gestalteten dies mit einer stupenden Verzahnung von Klavier- und Bariton-Stimme, die beide seismografisch aufeinander reagierten.
Bleibt nur zu hoffen, dass nach „Wandrers Sturmlied“, das Richard Strauss 1885 für sechsstimmigen gemischten Chor und Orchester vertonte, auch die letzte noch nicht vertonte der großen Hymnen Goethes, „Der Wandrer“, noch einen mutigen Komponisten findet. Dann wären alle sieben komplett. / Klaus Kalchschmid, Süddeutsche Zeitung 27.1.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Johann Wolfgang Goethe, Klaus Kalchschmid, München, Richard Strauss, Vertonung, Wolfgang Rihm
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