Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Veröffentlicht am 26. Juli 2015 von lyrikzeitung
Thomas Kunst zum Tod von Ulrich Zieger:
ulrich fehlt mir fürchterlich. ich liebte ihn von anfang an mehr als jeden anderen deutschen dichter. er spielte in seiner eigenen: gänzlich unerhörten liga. seine gedichtbände „neunzehnhundertfünfundsechzig“…“große beruhigte körper“…“vier hefte“…“l’atelier“ und „aufwartungen im gehäus“ sind von einem anderen stern: besseres gab es nicht und wird es demzufolge nicht mehr geben… kam in den 90er jahren ein päckchen aus montpellier: aus der rue henry: dann gab es festivalstimmung bei mir in der bayreuther strasse in leipzig: kassetten über kassetten: bemalte: beschriftete: in seelischer verausgabung zusammengestellte: betrunkene kassetten… jim und jeff: mecca normal: andy prieboy… ach alles… ich soff und hörte zu… wir waren dicht beeinander… fuhren zusammen nach umbrien: den alten paul wühr besuchen: tranken uns dort um den verstand: schönheit und süden und der leidenschaftlich bittere ausverkauf an poesie… er fehlt mir viehisch… aber ich hab seine bücher: ich hab seine stimme im ohr: ich hab seine handbemalten kassetten… das sind heiligtümer: ja.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Thomas Kunst, Ulrich Zieger
Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..
Kann zu diesem Blog derzeit keine Informationen laden.
Hat dies auf Novastation rebloggt.
LikeLike