23. 122 Dichter, 420 Gedichte, 680 Minuten

Vor Jahren brachte der Hörverlag die „Spoken Arts Treasury“ auf den Markt. Eine Sammlung mit Originalaufnahmen englischer und amerikanischer Dichter. Jetzt wird nachgelegt: In „Lyrikstimmen“ lesen 122 deutschsprachige Poeten der vergangenen hundert Jahre 420 ihrer eigenen Gedichte.

Claudia Baumhöver, die Chefin des Hörverlags sagt, sie rechne, sie glaube, sie hoffe, 5000 Exemplare dieses Großprojektes wider die alltägliche verlegerische Vernunft an die Hörer bringen zu können. Dann stockt sie kurz, gibt sich einen Ruck und fügt hinzu, sie „würde sich die Krätze freuen“, wenn sich 10000 Käufer dafür finden ließen.

Nun, niemand wird der Verlegerin die Krätze wünschen. Wohl aber möglichst vielen Liebhabern deutscher Lyrik das Vergnügen, sich eine Gesamtlaufzeit von rund 680 Minuten lang über alle zeitlichen und räumlichen Distanzen hinweg an ihren so sensiblen Gehörsinneszellen von den Stimmen einiger der besten Lyrikern der vergangenen hundert Jahre buchstäblich berühren zu lassen. Dichter kann man Dichtern wohl nicht kommen. / Uwe Wittstock, Die Welt 4.10.

Christiane Collorio, Peter Hamm, Harald Hartung und Michael Krüger (Hg.): Lyrikstimmen. Der Hörverlag, München. 9 CDs, 49,95 €.

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