BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
I recognize the couple who are introduced in this poem by Patricia Frolander, of Sundance, Wyoming, and perhaps you’ll recognize them, too.
Denial
He called it “his ranch,”
yet each winter day found her beside him
feeding hay to hungry cows.
In summer heat
you would find her in the hayfield—
cutting, raking, baling, stacking.
In between she kept the books,
cooked, cleaned
laundered, fed bum lambs.
Garden rows straight,
canned jars of food
lined cellar walls.
Then she died.
I asked him how he would manage.
“Just like I always have,” he said.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2009 by Patricia Frolander, and reprinted from her most recent book of poems, Grassland Genealogy, Finishing Line Press, 2009, by permission of Pat Frolander and the publisher. Introduction copyright © 2010 by The Poetry Foundation. Introduction copyright © 2009 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Mit seinem „Lexikon-Roman“ schrieb Andreas Okopenko zukunftsweisende Literaturgeschichte, mit seiner Lyrik ging er stets eigene, eigenwillige Wege: Gestern, Sonntag, Vormittag ist der bedeutende österreichische Dichter und Staatspreisträger 80-jährig gestorben. …
„Ich bin nicht nur meinen Anfängen, sondern auch meinem Wesen nach Lyriker“, betonte Okopenko und auch sein meist beachtetes Werk, das „Lexikon einer sentimentalen Reise zum Exporteurtreffen in Druden“ ist unter diesem Aspekt zu verstehen: Weithin nur „Lexikon-Roman“ genannt ist der Text aus 1970 enzyklopädisch in Stichworten von A bis Z aufgebaut und mit Querverweisen versehen. Als eine der ersten Vorwegnahmen von Netzliteratur und Hypertext wird hier der Leser dazu aufgefordert, sich einen individuellen Roman zu basteln. Seit 1998 gibt es den Avantgarde-Klassiker tatsächlich als veränderbare CD-Rom-Version, an der Okopenko auch mitarbeitete. / Der Standard 28.6.
Mehr: Zintzen.org / Kurier / ORF / Kulturministerin Claudia Schmied zum Tod von Andreas Okopenko /
Links: Andreas Okopenkos „Lexikon einer sentimentalen Reise zum Exporteurtreffen in Druden“ ist jetzt als Hypertext auf CD-ROM erschienen, Die Zeit 25/1998 / Interview mit Okopenko / Christiane Zintzen, Traumbilder | Traumberichte /
In L&Poe:
Neuere Beiträge hier
(die älteren sind im Archiv erreichbar)
Im gut besuchten Vortragssaal des Goethe-Museums war jetzt der Diplomat Stéphane Hessel zu Gast. Im Gespräch mit Professor Bernd Witte stellte er dort sein jetzt im Grupello Verlag erschienenes Buch „Ô ma mémoire – Gedichte, die mir unentbehrlich sind“ vor. Es ist die ungewöhnliche Form einer Autobiographie, denn anhand von 88 Gedichten, die er im Laufe von Jahrzehnten auswendig gelernt hat, reflektiert Stéphane Hessel sein überaus bewegtes Leben. / Rheinische Post
Fußball habe nun doch nichts mit Krieg zu tun, schrieb ein Kommentator neulich beim Sieg der Serben. Tennis vielleicht schon eher („Bum-Bum-Becker“)? Der Wimbledondichter Matt Harvey schreibt, der Rasen von Wimbledon sei „mehr als Rasen“:
it’s a lawn – just a lawn
but it’s more than a lawn
it’s a dance floor, a war zone, a platform, a stage
showcase, coliseum, a ring, a fight cage
big top, debating hall, combat arena
goldfish bowl, cauldron, a cliche convener
petri dish, pressure cooker, drama provider
physics laboratory, small hadron collider
…
Ein paar Tage eher schrieb er über Andy Murray, „one of ours“:
if ever he’s brattish
or brutish or skittish
he’s Scottish
but if he looks fittish
and his form is hottish
he’s British
Unter den Autoren der Romandie ist er ohne Zweifel eine singuläre Erscheinung, inzwischen über neunzig Jahre alt: Georges Haldas. … Dem Lyriker und poetischen Chronisten Haldas widmet die Literaturzeitschrift «Orte» nun ihre jüngste Nummer, mit einem anregenden und informativen Querschnitt durch sein Werk, von 1942, als «Cantique de l’aube» erschien, bis 2000, dem Erscheinungsjahr der «Poésie complète», eines über 900 Seiten starken Wälzers. … Viel Empathie und Phantasie auf engem Raum: Die Zeitschrift «Orte» macht hier einen dringenden Vorschlag zur Wiederbegegnung mit einem höchst ungewöhnlichen Autor. / Martin Zingg, NZZ 23.6.
«Orte» Nr. 162: «Georges Haldas, Poète». Zu beziehen über Orte-Verlag, Rüteggstrasse 48, 9413 Oberegg. info@orteverlag.ch.
2.PoetryToGo-Version 27.6.2010
TomDeToys | 27. Juni 2010 | 2:42
G&GN-INSTITUTE 27.6.2010: 19.MobilePoetryClip @ http://www.PoetryToGo.de (c) TM POEMiE 16.-18.6.2010 NEW COLOGNE (BERLIN) / This final OFFicial Version is the second part in the series of 5 videos for the poem „PARANORMALE PAUSCHALITÄTEN (KOAN IM KANON)“ that was written from 16th to 18th June 2010. The series was spoken at sunday morning between 10 and 12 a.m. when the neighbours went to church. The church bells started to ring at 9:50 o’clock, the original water video was already shot June 19th at Landwehrkanal (channel of river Spree) in Berlin-Kreuzkölln.
Tom de Toys, 16.-18.6.2010: „PARANORMALE PAUSCHALITÄTEN (KOAN IM KANON)“ = alles liegt im ganZen / etwas ist geschehen / morgen gibt es nicht / und wir sind mittendrin / ich glaube daß du / da bist wo die liebe / keine fragen stellt / im gegensatz zu den / touristen die grund- / sätzlich nur im weg / rumstehen weil sie / nirgends hingehören / wenn das leben länger / dauert als vorher- / gesehen nehme ich mir / 1 jahr urlaub um mich / mit dem ganZen nicht / mehr zu b-schäftigen / als ob ein zauber darin / läge denn das rätsellose / bleibt ein OFFenes / geheimnis selbst / für unverhältnis- / mäßig schlaue leute / scheint die sonne falls / die sonne scheint auf / jeden rücken jeder / über1ander gestapelt / schlafenden schildkröte / die geduldig vOM / regenplätschern auf / dem unendlichen / meeresgrund träumt //
To punish
men for their endless sins
God gave me
this fair skin,
this long black hair.
Um die Männer zu bestrafen
für ihre endlosen Sünden
gab mir Gott
diese glatte Haut
dies lange schwarze Haar.
From: Universes in Collision. Men and Women in 19th Century Japanese Prints (Bayly Art Museum) http://www.lib.virginia.edu/dic/bayly/docs/columna3.big.html
Yosano Akiko (1878-1942)
Jemanden lieben
der die Liebe nicht erwidert
ist dasselbe wie im großen Tempel
sich vor dem Hintern eines Hungerteufels
in den Staub werfen.
Aus: Ooka Makoto, Dichtung und Poetik des alten Japan. München und Wien: Carl Hanser Verlag 2000, S. 68.
Ahiomohanu
hito wo omohu ha
ohotera no
gaki no shirihe ni
nukatsuku gotoshi
Amare una persona
che non ci riama,
è come prostrarsi
dietro a un’immagine
del demone della fame
nel grande tempio.
Nr. 608 Transkription des Originals und italienische Nachdichtung
(von der Homepage von Aldo Tollini )
Kasa no Iratsume, um 750
Das Gedicht stammt aus dem Manyoshu (Sammlung der 10.000 Blätter), der ersten bedeutenden Anthologie japanischer Lyrik, die etwa um 760 zusammengestellt wurde und mehr als 4500 Gedichte enthält. Mehr als ein Drittel der Gedichte stammen von Frauen. Die Dichterin Kasa no Iratsume kennt man nur aus dieser Anthologie.
Wer hätte das gedacht: Georg Kreisler, den wir alle von den Tango tanzenden Tanten und den toten Tauben im Park her kennen, entpuppt sich im fortgeschrittenen Alter allen Ernstes als veritabler Lyriker.
Aber was heißt hier „allen Ernstes“? Es heißt: Eigentlich war er schon immer, als er noch Chansons und Couplets fürs Kabarett schrieb, ein Lyriker. Nur: Wir haben es bisher nicht gemerkt. Er selbst wohl auch nicht. Denn er sagt: „Liedertexte sind mit Gedichten nicht zu vergleichen.“ Welch ein Irrtum! Das Reich der Lyrik ist größer, als ihre Verweser sich das träumen lassen. / Wulf Segebrecht, FAZ 25.6.
Ich hatte ja bislang immer gedacht, wir Lyriker wären die Weltmeister der Unverständlichkeit, aber Löws Wechsel sind unverständlicher als jedes Gedicht, als jeder Wortwildwechsel. / Albert Ostermaier, Die Welt 25.6.
Wer frische Luft atmen will, braucht Jean Kriers neues Buch „Herzens Lust Spiele“. So etwas hat man hierzulande noch nicht gelesen. Besser gesagt: So etwas liest man hierzulande nicht. Kein Wunder – der deutschsprachige Dichter lebt in Luxemburg. Dabei sind seine Texte gar nicht so froh und sorglos und dennoch strahlen sie bei aller Ernsthaftigkeit eine unbeschwerte, lebensbejahende Fröhlichkeit aus. Diese Fröhlichkeit ist fragil und aus vielen authentisch anmutenden Krisen gewachsen.
Sprachlich gesehen werden kunstfertig Wortfindlinge, Textsplitter, Zitatsprengsel und Satzstummel aus allen möglichen Kontexten zu einer völlig neuartigen Textur verwoben. Jean Kriers Sprache wirkt jedoch nicht nur recycelt: Alles, was er findet, wird auf äußerst reizvolle Art eingebaut, verwertet und eingearbeitet in einen erfrischenden Sprach-Kosmos, bei dessen unerwarteten Schwenks einem die Spucke wegbleibt. / Armin Steigenberger, Die Berliner Literaturkritik 11.6.
KRIER, JEAN: Herzens Lust Spiele. Gedichte. Poetenladen Verlag, Leipzig 2010. 88 S., 15,80 €.
… URHEBER, WEIL DIE ANDEREN SIND JA EHER INDUSTRIEHEBER
Von Rainer Wieczorek
Gedicht zur Straßenverkehrsordnung
Ein autofahrender Fahrradfahrer
du Arsch
Pisssack
eines fahrradfahrenden Autofahrers.
Arschloch
hoffentlich nehmense dir bald den Führerschein ab
Wichser
Mißgeburt
Penner
Schwein
Affenarsch
Idiot und Vollidiot
Et cetera
e t c Punkt
u s w Punkt
StVO und die Gewaltigkeit im deutschen Sprachraum
für fahradfahrende Fahrradfahrer.
Da sagt der Gammler prost und kifft sich einen auf zwei Rädern,
rot über rote Ampeln dem Morgenrot entgegen,
locker bleiben
Kommandierer.
Gedroht zurück flucht euch impulsisches Villon:
Dieses stinkende Weltverpester Pack
verteert bis in den Verstand
geleicht – gerast
Freiheit plappernd, so ein Quatsch
deutsche Automobilindustrie meisterlich am pupsen
bis zur Blähung
bis es platzt
empatieloses Geblech
da vergeht mir alle Höflichkeit, dem Rainerllon.
Rainer Wieczorek am 25.6.2010 zu Schnauzlin
—
Rainer Wieczorek (Künstler/Soziologe/DADAsoph) www.rainerwieczorek.de
POSTANSCHRIFT: „Produzentengalerie Rainer Wieczorek“ Reuterstr. 85 in 12053 Berlin, 030 61 3456 2
„Evolutionsbüro“ Greifswalderstr. 20
mit „Streikposten 2“ und der „KUNSTdemokratie“
… ein Brief von Angelika Janz an das Schweriner Kulturministerium und eine Rede von Peter Wawerzinek zur Eröffnung einer Ausstellung des Rügener Künstlers Walter G. Goes.
Hier: http://pomlit.wordpress.com/
Peter Wawerzinek liest morgen, Sonnabend, 10.00 – 11.00 Uhr in Klagenfurt, live auf 3sat, auch im Internet, Text und Film im Netz abrufbar.
Handschriften, Drucke, Erstausgaben: Zum 200. Geburtstag von Ferdinand Freiligrath (1810-1876) wird am Dienstag in der Universitäts- und Landesbibliothek der Heine-Uni eine Ausstellung über Werk und Leben des Dichters eröffnet. Die Exponate stammen vom Hermann-Smeets-Archiv der Heimatfreunde Bilk. / Die Welt
(Bis 12.8.)
Neueste Kommentare