69. Erdabstoßung

Wolfgang Berends liest aus seinem Band Erdabstoßung.

Montag, 18. Oktober 2010, 20:00 Uhr
Lyrik Kabinett, Amalienstraße 83a/Rgb., 80799 München

Erdabstoßung ist der erste Band von Wolfgang Berends (Jahrgang 1966). Der Titel lässt sich, so das Nachwort von Daniella Jancsó,

 „nicht nur derart deuten, daß die Erde andere Körper abstößt [als Gegenbewegung zur Schwerkraft]. Ebensogut könnte es heißen, daß die Erde […] abgestoßen wird […]. Abstoßung bedeutete hier zugleich ‚Abneigung‘, ‚Ablehnung‘ und ‚Verwerfung‘,  als wäre die Erde ein anstößiges Gebilde, ein körperfremdes Transplantat, eine untragbare Last“. [Von da vielleicht die Entkörperlichungstendenz im Abschlussgedicht, das den Titel „Poesie“ trägt:] „Dein Boot wird von Fahnen / im Fluß getrieben // mal aussteigen / den Berg hoch // leichter werden / lichter werden // die letzten Worte / trägt der Mund // nicht mehr“

Wolfgang Berends: Erdabstoßung. Wenzendorf, Stdtlichter Presse 2010, 132 S.

68. Antonio Machado fünfbändig

Als 1956 – in Spanien herrschte immer noch Franco – der spanische Lyriker Juan Ramón Jiménez den Literaturnobelpreis erhielt, hiess es in der Verleihungsurkunde ausdrücklich, er erhalte diese Auszeichnung gleichzeitig im Namen zweier verbotener spanischer Dichter – Federico García Lorca und Antonio Machado. García Lorca, der von den Franquisten bestialisch ermordete Dichter, war damals in Deutschland bereits eine Art Legende, Machado aber nur Kennern bekannt. Erst 1964 erschien von ihm hierzulande ein schmaler Band mit Gedichten, und es musste 1996 werden, bis der wagemutige Verleger Egon Ammann den ersten Band einer grossen und prächtig aufgemachten Machado-Ausgabe vorlegte, die nun mit dem fünften Band ihren Abschluss gefunden hat. / Peter Hamm, NZZ 16.10.

67. Mirjam

Frauen als Dichterinnen und Komponistinnen ist ein musikalischer Gottesdienst in der Stadtkirche an diesem Sonntag, 17. Oktober, ab 17 Uhr, gewidmet. „Und Mirjam nahm die Pauke und sang.“ Der älteste poetische Text der Bibel geht auf eine Frau zurück: Prophetin Mirjam war eine Sängerin der Befreiung. Auch in der Geschichte geistlicher Lyrik gibt es viele Frauen. Einige haben ihren Weg ins evangelische Gesangbuch gefunden. Ihre Lieder gehören zu den bekanntesten und meist gesungenen Liedern. / Main-Spitze

66. Jeder kann ein Dichter sein

„Jeder von Euch kann ein Dichter sein. Ihr müsst nur die Schönheit der kleinen Dinge erkennen.“ Mit diesen Worten hat der Gablenberger Poet Harry Fischer diese Woche nicht nur die Schüler der Klasse 6b der Werkrealschule Ostheim für Gedichte begeistert. / Caroline Leibfritz, Stuttgarter Nachrichten

65. Wien: Die Stimmen der Nachbarn hören

Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) lädt zur BUCH WIEN 10 Internationale Buchmesse (18.–21. November) und Lesefestwoche (15.–21.November): Erwartet werden rund 200 heimische und internationale AutorInnen, dieihre Neuerscheinungen vorstellen. Ganz im Sinne der Brückenfunktion Wiens gilt einbesonderes Augenmerk der Literatur aus Südost- und Zentraleuropa.

In Kooperation mit KulturKontakt Austria und unter Mitwirkung internationaler Kulturinstitute sind zur BUCH WIEN auch in diesem Jahr zahlreiche AutorInnen geladen, u. a. stellt die beeindruckende ukrainische Erzählerin Oksana Sabuschko in der Hauptbücherei am Gürtel ihren neuen Roman „Museum der vergessenen Geheimnisse“ vor. Im Rahmen der Nacht der Poesie wird die Taschenbuchreihe tradukita poezio vorgestellt, die der südosteuropäischen Lyrik gewidmet ist und von TRADUKI und der edition korrespondenzen herausgegeben wird. Erwartet werden Luljeta Llheshanaku aus Albanien, Lidija Dimkovska aus Makedonien und Marko Pogacar aus Kroatien. / bücher.at

64. Gericht und Gedicht

Ferdinand von Schirach: In einem Strafprozess haben wir am Ende der Beweisaufnahme eine Theorie dessen, was geschehen ist. Es ist aber nur eine Theorie, es ist nicht die Wahrheit selbst, nicht die Wirklichkeit. Jede Theorie ist falsifizierbar, wir können sie unter Umständen widerlegen: Jeder gute Richter weiß das. Wir können also der Wahrheit nahekommen, mehr aber auch nicht. Und das Gesetz ist immer noch das Beste, das wir haben. Ich möchte keinen Volksentscheid über die Schuld eines Menschen – das wäre aber die Alternative zu unseren Gerichtsverfahren.

Standard: Die Theorie von der Wahrheit ist Ihnen genug?

Schirach: Es kann ja nicht mehr geben. Wir müssen ein Mittel haben, um Zeugen, objektive Beweise zu werten. Dieses Mittel ist das strenge Beweisrecht. Die Strafprozessordnung ist der Filter, durch den alle Beweise müssen. Ich finde es befriedigend, wie wir durch Formalisierung Wahrheit erreichen. Es ist wie bei einem Gedicht: Etwas stärker Formalisiertes gibt es nicht in der Literatur. Ein gutes Haiku (japanisches Kurzgedicht; Anm.) ist ganz und gar wahr. Literatur ist auch Formalisierung, gefilterte Wirklichkeit. Würde Literatur vollständig die Wirklichkeit abbilden, wäre sie völlig uninteressant. Formalisierungen sind ein Weg, Dinge begreiflich zu machen, ein Weg zur Wahrheit.

(…)

Standard: Sie litten damals an Synthäsie, sahen Buchstaben als Farben. Ähnliches kommt in Ihrem Buch vor.

Schirach: Geht heute noch, wenn ich mir Buchstaben vorstelle.

Standard: „B“ ist…

Schirach: Das „B“ ist braun, das „H“ist gelb , „A“ ist blau, und so fort.

/ Renate Graber, DER STANDARD 16.10.

63. Unfassbar im Dazwischen

[… ]
Dem Fehlen beherrschender Schreibweisen geben die Herausgeber von Lied aus reinem Nichts zurecht nach und stellen in ihrer Bestands­aufnahme des vergangenen Jahrzehnts lieber die Vielfalt des lyrischen Sprechens aus. Mit ihrer kompro­misslos-quali­tativen Sammlung legen Michael Braun und Hans Thill nicht nur die kenntnisreichste Auslese der Nuller­jahre vor, sondern auch eine Evo­lutions­geschichte der Dichtung. Die Zielrichtung der Kapitel stellt eine Dramatik her, die den Lebenslauf einer Dichtung suggeriert: Wo im ersten Kapitel das Gedicht im Sinne eines sensorischen Apparates die Wahr­nehmung erst erlernt, so erkundet es in den nach­folgenden Kapiteln die Welt; es wird sozia­lisiert in der Politik und der Liebe, bevor es als poeto­logisches Gedicht über sich selbst nachdenkt, es schließ­lich mit sich selbst abrechnet und über den Tod meditiert, bevor es seinen ver­storbenen Ver­fassern in Form von Stelen noch einmal die Ehre erweist. Was die Heraus­geber mit dieser prozes­sualen Ent­wicklung schaffen, wirkt nicht nur erzählerisch, sondern wirkt, als hätten alle Dichter des ver­gan­genen Jahr­zehnts an einem einzigen, gemeinsamen Text geflochten, nämlich diesem einen Lied aus reinem Nichts.
[…]
Das Gedicht des letzten Jahr­zehnts kennt keine eindeutig ort­bare Herkunft und kein Ziel. Es tänzelt an einem dritten Ort und oszil­liert unfassbar im Da­zwischen, was selbst für den Dichter spannend ist: heraus­zutüfteln, wo einen das Gedicht eigentlich hinführt, wo es hin will mit einem. In seiner Unent­schlossen­heit ist es jedoch stets begleitet von einem reflexi­ven Moment. Nichts wird naiv oder unüber­legt aus der Tradition über­nommen; und die Gegen­warts­dichtung speist sich substan­tiell aus der Tradition. Ob aus kritischen oder ironi­schen Per­spek­tiven, ob als technisch ange­schrägtes Natur­gedicht oder als Hölderlin-Fragmen­tation, auch auf die Lyrik­geschich­te blickt das derzeitige Gedicht mit seinen tausenderlei Augen. / Walter Fabian Schmidt, Poetenladen

Michael Braun, Hans Thill (Hrsg.): Lied aus reinem Nichts. Deutschsprachige Lyrik des 21. Jahrhunderts. Heidelberg, Das Wunderhorn 2010, 248 S., 26, 80 Euro

62. Türkische Literatur in Stuttgart

Keines der Werke aus den Bereichen Roman, Lyrik, Kinderliteratur bis hin zum politischen Sachbuch ist bisher übersetzt. Vertrieben wird die türkische Literatur in Stuttgart vorwiegend über die Vereine oder über das Internet, berichtet Bülent Bozkurt vom Freundschafts-und Solidaritätsverein.

In diesem Jahr ist das Literaturwochenende dem großen Erneuerer der türkischen Lyrik, Nazim Hikmet (1902 bis 1963), gewidmet. Über ihn und seine 28 Jahre währende Inhaftierung in der Türkei informiert eine Fotoausstellung und am Samstag um 14.30 Uhr sind Gedichte von ihm zu hören. / Stuttgarter Nachrichten

 

61. Goethe!

Er kräht historische Kraftwörter („Hurenfurz“), doch schon im nächsten Atemzug formen seine Dichterlippen ewige Lyrik. Die Soundtrack-Streicher kommen aus dem Zupfen gar nicht mehr heraus, so keck geht es hier zu. …

In launigem Biografismus mischt Stölzl Goethes Leben mit dessen eigener Dichtung – und mit den Freitagsfilmen der ARD. / Daniel Benedict, Neue Osnabrücker Zeitung

„Goethe!“ D 2010. R: Philipp Stölzl. D: Alexander Fehling, Miriam Stein, Moritz Bleibtreu, Volker Bruch, Burghart Klaußner, Henry Hübchen. 100 Min. Ab 6 Jahren.

60. Pakistan erklärt

Vier pakistanische Autoren erklären westlichen Kollegen, wie man sich ihrem Land literarisch am besten nähern kann:

Wenn Sie die Nase voll haben von Mangos, dann lesen Sie:

Najam Hussain Syed
Afzal Ahmed Sayed
Hasan Dars

Das sind alles Dichter? Dichter, die nicht auf Englisch schreiben? Nicht mal auf Urdu? Sie könnten ihr Dienstmädchen fragen oder den genial-verrückten Onkel, ob er ihnen ein wenig beim Übersetzen hilft.

/ Mohammed Hanif, SZ 9.10.

Hier die englische Fassung des Originalartikels aus der Literaturzeitschrift „Granta“, deren Nr. 112 einen Pakistan-Schwerpuinkt hat. (Online auch das Gedicht „Life and Time“ von HASINA GUL)

 

59. Papierstreifen an den Wänden

Carmen Tartarotti hat sich auf die Suche gemacht nach der geeigneten Form, von dieser Frau und ihrem Werk zu erzählen, und sie hat sie tatsächlich gefunden: eine Sammlung von Eindrücken, Kamerafahrten durch Räume, kleine Papierstreifen an den Wänden, auf der Maschine geschriebene Fragmente der Poesie, Archivmaterial und alte Fotografien, Momente aus dem Alltag, Lesung, Reisen der Erinnerung – wie eine Fahrt zum Wiener Südbahnhof, in das Restaurant, in das sie mit Jandl früher sonntags zum Essen ging. / SUSAN VAHABZADEH, SZ

Mehr: Hans-Dieter Schütt, ND 16.10.

DAS SCHREIBEN UND DAS SCHWEIGEN, D/Öst/I 2009 – Regie: Carmen Tartarotti. Drehbuch: Carmen Tartarotti, Georg Janett. Kamera: Pio Corradi. Schnitt: Carmen Tartarotti, Ferdinand Ludwig. Mit: Friederike Mayröcker, Edith Schreiber, Peter Huemer, Bernhard Fetz. Real Fiction, 90 Minuten.

58. Zungenrednerei

Eine eher mitlächelnde Sorte von Humor, „fünf gerade sein zu lassen“, zeigt sich mir im 1.Korintherbrief des Paulus, den ich um anderthalb Kapitel erweitert habe: Im 14. Kapitel geht es um die Zungenrednerei, den Poetry-Slam der Griechisch-Rapper in der Korinther Gemeinde. Der anscheinend doch immer streng herumwütende Moralapostel Paulus verbietet oder verflucht diese Exzesse hier keineswegs. Er beschreibt sie nur, erinnert daran, daß man ja auch gerne was verstehen möchte von dem sibyllinischen Silbensilber, und dann wirft er trocken ein, daß er selbst auch ganz gute Reime rappen könne, aber daß ihm fünf Wörter der Deutung, der Vernunft, der Verständigung mehr wert seien als tausend Wörter Slamschlamm. Und vor allem (und dabei stelle ich mir lebhaft die Korinther Gemeindeversammlung vor) die Frauen, diese vom Geist getriebenen Frauen, die nur so übersprudeln vor lauter Zungenreden, — die sollen doch gefälligst die Klappe halten, und wenn sie Fragen haben, mögen sie doch zuhause ihre Ehemänner löchern — und jetzt stelle ich mir lebhaft die evangelischen Pfarrerinnen vor, die über solche Bescheide von Luthers Lieblingsapostel keine Miene verziehen. Ich lache auch nicht, ich bleibe ganz ernst und gefaßt. / Hans Zimmermann (Görlitz )
http://12koerbe.de

 

57. Olga Martynova: Von der Lyrik zur Prosa

Dass sie sich der Prosa zuwandte, hatte mehrere Gründe: „Ich habe vielleicht zehn Jahre überlegt“, erzählte sie Anfang September in einem Interview, „ob ich mich in Prosa versuche. Ich hatte ziemlich viel Material, das ich unbedingt erzählen wollte, das aber nicht in Gedichtform passt, das eben nur in Prosa ausgedrückt werden kann. Und als ich Elke Erb besuchte, die vieles von mir und meinem Mann Oleg Jurjew ins Deutsche übersetzt hat, so wie ich vieles von ihr ins Russische, schenkte sie mir ein Buch von Joseph Roth. Es war ein wunderbares Buch, ich habe es auf der Rückfahrt im Zug nach Frankfurt verschlungen und bin darin über diesen Satz gestolpert: ‚Sogar Papageien überleben uns‘. Ich war glücklich und dachte, dass dies ein wunderbarer Titel wäre. Ich glaube, in diesem Moment ist die Entscheidung gefallen, dass ich doch ein Prosabuch schreiben würde.“ / Friederike C. Raderer, ORF


56. Keats-Shelley poetry prize for Simon Armitage

A poem inspired by a vain search for icicles in the warm winter of 2008/9 has won Simon Armitage this year’s Keats-Shelley poetry prize.

The prize, which encourages the writing of poems of „modern relevance and Romantic inspiration“, set its 2010 entrants the theme of „ice“. Armitage won with „The Present“, a poem set in his home county of West Yorkshire and inspired by an episode that took place two years earlier. His daughter was ill, and Armitage went up onto the moor in search of icicles to cheer her up – but came back empty-handed.

After receiving the £1,000 award at last night’s British Academy cermony, Armitage shared his thoughts on the win. „I’m not sure if it’s possible to be a Romantic poet anymore, but more and more poets seem to be turning their eye towards nature – to the necessity of its otherness,“ he said. / Benedicte Page, Guardian 14.10

    Simons Armitages preisgekröntes Gedicht wird am Sonnabend im Guardian abgedruckt.

    55. In der Lettrétage

    Montag, 18.Oktober 2010, 19:30 Uhr, Eintritt 5€
    Datenschreiber VI: ein strumpf wächst durch den tisch
    Mit Ulf Stolterfoht

    „Auf Anraten Freges tauchte Wittgenstein am 18. Oktober 1911 in der Sprechstunde Russells auf. Vom nächsten Tag an dominierte er die Diskussionen in seiner Vorlesung über mathematische Logik.“

    „Am Morgen des 18. Oktober 1977 wurden in ihren Zellen tot aufgefunden: Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe. Irmgard Möller überlebte mit Stichverletzungen im Brustbereich.“

    So weit das reichlich willkürliche Setting. Das sich dann beim Schreiben als überhaupt nicht willkürlich erwies. Querverbindungen und Vorwegnahmen zuhauf. Moby Dick und Rumpelstilzchen, Gramsci und sugarbaby, Rippenbiest und Hammelswade, Schnürbein usw. – Aber das Männchen sprach: “Nein, etwas Lebendes ist mir viel lieber als alle Schätze der Welt”.

    Lothar Fiedler geboren 1953 in Dresden. Gitarre und Elektronik. Arbeitet im Grenzbereich von Komposition, Improvisation und Performance.

    Ulrich Schlotmann geboren 1962 in Balve. Schriftsteller. Zuletzt: Die Freuden der Jagd; Basel: Engeler 2009

    Ulf Stolterfoht geboren 1963 in Stuttgart. Schriftsteller. Zuletzt: das nomentano-manifest; Ostheim: Engstler 2009

    Samstag, 23.Oktober 2010, 19:30 Uhr, Eintritt 5€
    EDIT #53 – Heftpräsentation
    Mit Mara Genschel und Elke Erb

    DIE Literaturzeitschrift aus Leipzig zu Gast in Berlin. Die Autorinnen blättern sich durchs aktuelle Heft und stellen neue Texte vor.

    Mara Genschel, geboren 1982 in Bonn. 2001 kurze Studien der Musikwissenschaft in Köln, bis 2004 Studium der Schulmusik (Hauptfach Violine) an der Hochschule für Musik Detmold. Seit April 2004 Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig mit Hauptfach Lyrik und Nebenfächern Prosa und Dramatik/Neue Medien.

    Elke Erb, geboren 1938 in Scherbach (Eifel), siedelte 1949 in die DDR (Halle) über. Ab 1966 freiberufliche Autorin. Schreibt Lyrik, Essays, Prosa, Übersetzungen. 1988 Peter-Huchel-Preis, 1990 Heinrich-Mann-Preis, 2007 Hans-Erich-Nossack-Preis, viele weitere Preise und Auszeichnungen.Zuletzt erschien der Gedichtband Meins (Urs Engeler Editor, roughbook 006, 2010).