Mehr konnte ich leider nicht finden – aber die Information ist ja da:
kunstpreis literatur von lotto brandenburg an daniela seel für „ich kann diese stelle nicht wiederfinden“, 15.9., preisverleihung in potsdam. mit laudatio und lesung. 19.00 h, haus der brandenburgisch-preußischen geschichte, kutschstall, am neuen markt 9, 14467.
*) auch wenn sie schon einige Preise bekommen hat: 81 ist die Nummer der Nachricht im September
Bedeutet der Name des höchsten afrikanischen Berges, des «Kilimandscharo», nach dem wahrhaft ironischen Understatement des Kiswahili, der am meisten gesprochenen Sprache in Ostafrika, «kleiner Hügel von Njaro»? Oder empfiehlt es sich, seine Spitze – als «den höchsten Punkt afrikanischer und deutscher Erde» – die «Kaiser-Wilhelm-Spitze» zu nennen, wie es der Deutsche Hans Meyer bei seiner Erstbesteigung am 6. Oktober 1889 unter Aufpflanzung der deutschen Fahne und, begleitend dazu, der dreimaligen Ausrufung eines kräftigen «Hurra» tat? / Ludger Lütkehaus, NZZ 13.9.
Wikipedia bringt je nach Sprache unterschiedliche Berichte (es lohnt sich auch in die Details zu gehen: was nicht nur für Hölderlin-Fassungen gilt):
An alternative theory is as follows: On November 10, 1848, the German missionary Rebmann wrote in his diary: „This morning we discerned the Mountains of Jagga more distinctly than ever.“ Jagga was the pronunciation of Chagga by Europeans. Kilimanjaro may also be the European pronunciation of the Chagga phrase that „Kile-lema-irho“, meaning „we failed to climb it“ in Kiuru, Kioldimoshi, Kimarangu, Kivunjo, Kikibosho, Kimachame and Kirombo, Kichagga in general. If so, name itself, Kile-lema-irho/Kilimanjaro, would have been the Chagga way of explaining to kyasaka (newcomers) when they asked about the shining mountain top of Kibo and Mawenzi Peak. Kibo peak is more visible from the Kibosho Area, and Mawenzi from Maranu.[citation needed]
In 1861 von der Decken climbed Mt. Kilimanjaro together with Richard Thornton (1838-1863)[8], „who got no farther than 8,200 feet“[9] (2,500 metres). In 1862 von der Decken tried a second time together with Otto Kersten. They reached a hight of 14,000 feet (4,280 metres).[10] [11]
In the 1880s, the mountain, at that time spelled Kilima-Ndscharo in German following the Swahili name components, became a part of German East Africa after Karl Peters had persuaded local chiefs to sign treaties (a common story that Queen Victoria gave the mountain to her grandson Kaiser Wilhelm II is not true).[12] In 1889 the peak of Kibo was named „Kaiser-Wilhelm-Spitze“ („Kaiser Wilhelm peak“) by Hans Meyer, on the first ascent to the summit on 5 October 1889. [5] That name was used until 1918, when after World War I the German colonies were handed over to the British empire. When British-administeredTanganyika gained its independence in 1961, the peak was named „Uhuru peak“, meaning „Freedom peak“ in Swahili.
Hans Meyer, a German professor was the first European to conquer Mount Kilimanjaro, accompanied by an Austrian mountaineer named Ludwig Purtscheller and a Marangu Army Scout named Kinyala Lauwo. They completed the climb on the 5 October, 1889. [13]
The Ki- prefix in Swahili has several underlying meanings. The old Ka- diminutive noun prefix (found now only as Kadogo – a small degree), merged with the Ki class. One of its meanings was to also describe something unique of its kind: Kilima, a single peak, as opposed to Mlima, which would better describe a mountain range or undulating country. Several other mountains also bear this prefix, such as Kilima Mbogo (Buffalo Mountain), just north of Nairobi in Kenya. People with disabilities are also placed in this class, not so much as a diminutive idea; but a unique condition they possess: a blind or a deaf person, Kipofu and Kiziwi. This prefix „Ki-“ in no way implies a derogatory sense. The name Kibo in Kichagga means „spotted“ and refers to rocks seen on snowfields. (English)
Den musikalisch dahinströmenden Versen im Zyklus «Sehnarben» stellt sich etwa der herbere, sprödere Modus von «Wintersaat» entgegen. In den «Briefgedichten» entwirft die Autorin sensible, aufmerksame Porträts von Wegbegleiterinnen und Freundinnen, wobei sie die eigene Existenz in jener der dargestellten Frauen spiegeln lässt, um selbstkritisch die Differenz wahrzunehmen. Manche dieser Gedichte, deren Aussagen sich aus dem feministischen Engagement nähren, enthalten indessen programmatische Ansätze, welche die poetische Atmosphäre etwas beeinträchtigen. / NZZ
Brigit Keller: Sehnarben. Gedichte. eFeF-Verlag, Bern 2011. 160 S., Fr. 25.–.
Erst anderthalb Jahre zuvor war sie aus London nicht etwa nach Polen oder Russland gezogen, in Länder, deren Sprachen sie beherrscht, wie ihre mehrfach ausgezeichneten Übersetzungen, unter anderem von Olga Tokarczuk, Hanna Krall und Svetlana Vasilenko, zeigen. Nein, Kinsky zog nach Budapest, ohne Ungarisch zu sprechen. Anderthalb Jahre lebte sie mit dem Gefühl, kein Wort in der schwierigen Sprache sagen zu können. Dann zog sie nach Battonya, legte vor dem «alten, mariatheresiengelben Serbenhaus» einen Garten an, vermietete den Rest des Feldes, erkundete die Gegend und schrieb. «Meine Texte sind aus der Sprachlosigkeit im Alltag entstanden. Die Namen der Dinge bekommen auf einmal einen ganz anderen Wert, wenn man alles neu benennen lernen muss.» «ich nenne die welt / wie ich will», heisst es in «die ungerührte schrift des jahrs»: «mein / abend- und morgenland und / schweige dabei, in der / mundart der dinge / zuhaus.»
Im Banat, das sowohl in Ungarn wie in Rumänien und Serbien liegt, wuchs die Schriftstellerin Esther Kinsky heran. In den achtziger Jahren hatte die Übersetzerin schon zwei Kinderbücher und Gedichte auf Englisch veröffentlicht. Nun erschrieb sie sich unter dem Eindruck der Sprachlosigkeit einen Zugang zur Tiefebene. / Jörg Plath, NZZ 14.9.
Der Junge aus dem Bürgerhaus im Südwesten Berlins ist an Lebensenergie, Neugier und Entdeckerfreude kaum zu übertreffen. Und Ende der Sechziger bietet die Halbstadt jede Menge Schlupfwinkel, in denen Heranwachsende sich ohne Hilfe von außen erwachsen geben können. Hubert schreibt Gedichte und liest sie so vor, dass man glaubt, einem großen zeitgemäßen Ereignis beizuwohnen. Jedenfalls Gleichaltrige glauben das und Mentoren, die, ähnlich wie er, von Amerikas Beat-Poeten bezaubert sind. Andere halten dieselben Zeilen, Schrift und Klang für faulen Zauber.
Diese doppelte Wirkung wird Hubert Skolud sein Leben lang hervorrufen, er wird dem Glück und dem Fluch des Schreibens auch immer entfliehen: Durch Projektplanung, Betreuung fremder Vorhaben, Sprung und Sturz ins Feiern, aber vor allem durch Menschenfang. …
Vielleicht ist es gar nicht erstaunlich, dass jemand, dessen Alltag so oft aus Jonglage von Halbwahrem, Verschwiegenem, Unbewältigtem besteht, sehr nach der Wahrheit verlangt. Im Schreiben wollte Hubert Skolud sie entdecken. Dass wir zu Hause sind, „wo Lügner Lügner Lügner nennen“, dies Nietzsche-Wort zitiert er oft, das gelte es zu überwinden.
Eine Krebskrankheit hat er gerade überwunden, lebt mit frischen Projekten am Start und der jungen Gefährtin seiner letzten Jahre, als er sich nach einer verzweifelten, von Wortwechseln und Telefonaten erfüllten Sommernacht vor ihren Augen aus dem Fenster stürzt. / Manfred Maurenbrecher, Tagesspiegel
| The Pope’s Penis
It hangs deep in his robes, a delicate From „The Gold Cell“ |
einige Wörter
del. zierlich, zart, empfindlich |
(Beitrag von 2001)
Der Band «Ich habe keine Feinde, ich kenne keinen Hass» versammelt Texte zu ganz unterschiedlichen Themen, die aber alle das moralische Totalversagen der chinesischen KP illustrieren. Auch wenn Lius Thesen nichts bahnbrechend Neues bringen, so überzeugen sie doch durch ihr reflexives Niveau. In ihnen verbinden sich historisches Wissen mit politischer Verve und einer tiefen Menschlichkeit. Der nun erschienene Band ist ein wichtiges Dokument und eine Art Handbibliothek, auf die deutsche Leser noch lange zurückgreifen müssen, wenn es um Liu Xiaobo geht. Er soll erst 2020 aus dem Gefängnis entlassen werden. / Katharina Borchardt, Neue Zürcher Zeitung
Liu Xiaobo: Ich habe keine Feinde, ich kenne keinen Hass. Ausgewählte Schriften und Gedichte. Mit einem Vorwort von Václav Havel. Herausgegeben von Tienchi Martin-Liao und Liu Xia. Aus dem Chinesischen von Karin Betz und Hans Peter Hoffmann. Verlag S. Fischer, Frankfurt am Main 2011. 412 S., Fr. 35.50.
Dieser Artikel behandelt Ann Cotten, eine fiktive (1) Figur aus dem 2010 im Suhrkamp Verlag erschienenen Buch „Florida-Räume“.
Für die Autorin siehe Ann Cotten [1].
Ann Cotton ist die siebente in einer Reihe fiktiver Autoren, die auf ein Inserat „Mit Schreiben Geld verdienen?“ reagiert haben und deren Texte in dem Buch „Florida-Räume“ versammelt sind. Unter den zehn erfundenen Charakteren befinden sich auch Bettine, Bettines Mutter, Kraussers Clemens, Amun und Ein 200-kg-Tierfreund. Auffällig an der Figur Ann Cotten ist die Übereinstimmung ihres Namens mit dem der Autorin [2] des Buches. Bei ihren Zuschriften handelt es sich um Gedichte.
Mehr hier
Der in katalanischer Sprache schreibende französische Schriftsteller* Jordi Pere Cerdà, eigentlich Antoine Cayrol, starb am 11.9. in Perpignan. Er war der Barde seiner Region, der Cerdagne im Hochgebirge zwischen Frankreich und Spanien, die er nie verlassen hat. Sein Werk (Lyrik, Theater, Romane, Essays), sagt Wikipedia, spielt eine Rolle bei der Förderung der katalanischen Sprache und Kultur. Für sein Engagement wurde er mit hohen katalanischen Preisen geehrt, zuletzt 1999 dem Premi Nacional de Literatura de la Generalitat de Catalunya. André Bonet, Präsident des Centre Méditerranéen de Littérature, nennt ihn in seinem Nachruf den größten katalanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.
*) oder in Frankreich lebende katalanische? Was sagt Àxel dazu? Gleichwohl kommen beide Formulierungen zu spät, weil er nicht mehr schreibt und lebt. Sprache.
Ein großer Dichter der Feuerinfusion ist der späte Hölderlin. Hier sein Gedicht „Der Ister“:
Der Ister
Jetzt komme, Feuer!
Begierig sind wir,
Zu schauen den Tag,
Und wenn die Prüfung
Ist durch die Knie gegangen,
Mag einer spüren das Waldgeschrei.
Wir singen aber vom Indus her
Fernangekommen und
Vom Alpheus, lange haben
Das Schickliche wir gesucht,
Nicht ohne Schwingen mag
Zum Nächsten einer greifen
Geradezu
Und kommen auf die andere Seite.
Hier aber wollen wir bauen.
Denn Ströme machen urbar
Das Land. Wenn nämlich Kräuter wachsen
Und an denselben gehn
Im Sommer zu trinken die Tiere,
So gehn auch Menschen daran.
Man nennet aber diesen den Ister.
Schön wohnt er. Es brennet der Säulen Laub,
Und reget sich. Wild stehn
Sie aufgerichtet, untereinander; darob
Ein zweites Maß, springt vor
Von Felsen das Dach. So wundert
Mich nicht, daß er
Den Herkules zu Gaste geladen,
Fernglänzend, am Olympos drunten,
Da der, sich Schatten zu suchen
Vom heißen Isthmos kam,
Denn voll des Mutes waren
Daselbst sie, es bedarf aber, der Geister wegen,
Der Kühlung auch. Darum zog jener lieber
An die Wasserquellen hieher und gelben Ufer,
Hoch duftend oben, und schwarz
Vom Fichtenwald, wo in den Tiefe
Ein Jäger gern lustwandelt
Mittags, und Wachstum hörbar ist
An harzigen Bäumen des Isters,
Der scheinet aber fast
Rückwärts zu gehen und
Ich mein, er müsse kommen
Von Osten.
Vieles wäre
Zu sagen davon. Und warum hängt er
An den Bergen gerad? Der andre,
Der Rhein, ist seitwärts
Hinweggegangen. Umsonst nicht gehn
Im Trocknen die Ströme. Aber wie? Ein Zeichen braucht es,
Nichts anderes, schlecht und recht, damit es Sonn
Und Mond trag im Gemüt, untrennbar,
Und fortgeh, Tag und Nacht auch, und
Die Himmlischen warm sich fühlen aneinander.
Darum sind jene auch
Die Freude des Höchsten. Denn wie käm er
Herunter? Und wie Hertha grün,
Sind sie die Kinder des Himmels. Aber allzugedultig
Scheint der mir, nicht
Freier, und fast zu spotten. Nämlich wenn
Angehen soll der Tag
In der Jugend, wo er zu wachsen
Anfängt, es treibet ein anderer da
Hoch schon die Pracht, und Füllen gleich
In den Zaum knirscht er, und weithin hören
Das Treiben die Lüfte,
Ist der zufrieden;
Es brauchet aber Stiche der Fels
Und Furchen die Erd,
Unwirtbar wär es, ohne Weile;
Was aber jener tuet, der Strom,
Weiß niemand.
Quelle: Friedrich Hölderlin: Sämtliche Werke. 6 Bände, Band 2, Stuttgart 1953, S. 198-201.
Im ersten Entwurf geht der Anfang etwa so:
Jezt kommen Feuer!
Begierig sind wir
Und wenn die Prüfung ist
An die Brutfedern gegangen
Mag einer spüren das Waldgeschrei.
Friedrich Hölderlin: sämtliche werke. Frankfurter Ausgabe. Hg. D.E. Sattler. Band 8: gesänge II. Frankfurt/ Main: Stroenfeld / Roter Stern 2000, S. 719
Die Zeit punktet weiter mit Lyrik. In der heutigen Ausgabe wird die Politikserie fortgesetzt mit 2 Gedichten von Ann Cotten, eins beginnt so:
Hab ich Angst vor den Arbeitern? Ja.
Hab ich Angst, dass sie aufhören zu
arbeiten? Vielleicht. Hab ich Angst, dass
sie mich verachten? Ja. Hab ich Angst
vor den Angestellten? Ja. Weil sie schlau
sind? Nein, weil sie schlechte Dinge
ausführen. Und keine Phantasie haben.
Hab ich Angst vor den Kritikern? Nein.
Vor Arbeitslosen? Nein. Sie haben genug
Zeit. Vor dem Wahnsinn? Ja.
Neu ist, daß der eher alberne Vorspruch fehlt, der stets so begann:
Seit dem 10. März versuchen wir im Politikteil der ZEIT, Politik von einer anderen Seite und auf andere Art wahrzunehmen. Elf Lyrikerinnen und Lyriker verfassen eigens für die ZEIT Gedichte, sie zeigen uns ihre Sicht auf die Politik. Mal schreiben sie unabhängig von den Ereignissen, mal gehen sie direkt auf politische Erlebnisse ein.
Womit wir anfangs nicht gerechnet hatten, ist die Fülle und Dichte der Ereignisse, wie wir sie seit Anfang dieses Jahres erleben.
Eben so politischer Smalltalk. Die Serie läuft in der 28. Woche, in den vergangenen Wochen mit Gedichten von Marion Poschmann, Michael Lentz und Hendrik Rost. Und immer noch im politischen Teil anstatt im Feuilleton. Zumindest in Augenkontakt mit Herrn Normalo-Leser oder bitteschön, Frau Normala. Das ist nicht nichts und es sind genug gute Gedichte für meinen Geschmack und sicher auch andere Geschmäcker. Aber es ist keine Mediensensation. „Lyrik“. Und das seit 28 Wochen.
Sensationell und schon seit gestern abend in allen Boulevards aber ist ein französisch geschriebenes Gedicht samt deutscher Interlinearversion. Man suche bei Google nach „Sexgedicht“, „Orgasmusgedicht“, „Orgasmuspoem“ oder so. Aber vorsichtig, nehmen Sie lieber Google News, Trittbrettfahrer werden sich schnell einstellen mit schärferer Kost. In der Zeit übrigens nichts dergleichen. Nichts als seriöse wissenschaftliche Kommentierung und der Text. Es handelt sich um ein vor 270 Jahren vom gerade inthronisierten König Friedrich II. von Preußen geschriebenes Gedicht. Er wollte einem Südländer beweisen, daß auch ein Preuße Wollust empfinden und ausdrücken kann. Der Herr hielt nichts von deutscher Dichtung und schrieb folglich auf Französisch. 10 Bände füllen seine Gedichte, aber dies eine fehlt. Die Zeit von heute druckt es zum ersten Mal. Nicht weil es wirklich weg war – offenbar haben es die Herausgeber von 1912 schamhaft weggelassen. Preußen eben. Dabei ist es gar nicht so „schlimm“. Metaphorische Leidenschaft, poetische Wollust in französischen Alexandrinern, die so klingen:
Divine volupté! Souveraine du monde!
Mère de leurs plaisirs, source à jamais féconde,
Exprimez dans mes vers, par vos propres accents
Leur feu, leur action, l’extase de leurs sens!
Göttliche Wollust! Herrin der Welt!
Mutter ihrer Genüsse, stets fruchtbare Quelle,
Bezeuge in meinen Versen mit Deiner Stimme
Ihr Feuer, ihr Tun, die Ekstase ihrer Sinne!
Naja, eben polierte Poesie, wie die deutschen Neutöner, die jungen Wilden der 1770er Jahre meinten. Goethe, Heine, Hoffmannswaldau & Co. haben da, auch da mehr zu bieten.
In Halifax (Kanada) starb die gefeierte Dichterin und Lehrerin Maxine Tynes im Alter von 62 Jahren. / The Chronicle Herald
Pierre-Edgar Moundjegou-Magangue, der bedeutendste gabonesische Dichter des 20. Jahrhunderts, starb am 31.8. im Alter von 69 Jahren. Bekannt wurde er vor allem durch das Chanson «Le chant du coupeur d’okoumé». Er veröffentlichte unter dem Pseudonym Magang Ma Mbuju Wisi. Seine Dichtung war von Friedrich Nietzsche beeinflußt, ihr Rhythmus von Volksliedern Südgabuns geprägt. / Gaboneco
Der Lyriker und Übersetzer Herbert Lomas starb im Alter von 87 Jahren. Seine Gedichtfolge „Death of a Horsewoman“, das er seiner Frau Mary widmete, die 1944 bei einem Reitunfall ums Leben kam, inspirierte Ted Hughes zu seinen Birthday Letters, mit denen er spät doch noch auf den Tod von Sylvia Plath antwortete. / Guardian 12.9.
Lyrik blüht in Communities, besonders unter jungen Leuten mit Hintergründen historischer Benachteiligungen.
Man muß sich nur das Kunstgeschehen in und um Durban vor Augen führen, die Vielzahl der Lyrikveranstaltungen, besonders an beliebten Jugendtreffs wie dem BAT Centre, dem Stable Theatre und (neuerdings) dem Playhouse, wo während des Südafrikanischen Frauenkunstfestivals Lyrik- und Gesprächsrunden unter jungen Leuten populär waren.
Was aber viele von jenen nicht ahnen: generell, und ganz besonders in KwaZulu-Natal, kommt die Poesie aus der jahrhundertealten Tradition der Loblyrik.
Deshalb wird das Umkhosi Wezinkondlo Zama-Afrika zur Feier der „lebenden Lyriklegenden“ am 22.9. im Playhouse stattfinden.
Bongani Mavuso, Koordinator der Veranstaltung und selbst ein geachteter Dichter, sagte, das Projekt sei von Buzetsheni Mdletshe angeregt, dem Lobdichter des Königs Goodwill Zwelithini, der bedauerte, daß die Lyrik der jungen Dichter hervorgehoben werde, die Loblyrik hingegen vernachlässigt.
„Die Lobdichter sind wichtig, weil sie das Wesen unserer Kultur verstehen. Auch in anderen afrikanischen Ländern gibt es sie. Deshalb entschlossen wir uns zu dieser Veranstaltung.“ / Latoya Newman, Tonight
Wie bringt man 40 Jahre Kärnten in 111 Gedichten unter? Nicht leicht. Josef K. Uhl, 1947 im steirischen Köflach geboren, seit 1972 mit inniger Hassliebe an Klagenfurt gebunden, Herausgeber der Literaturzeitschrift „Unke“ und Talent-Scout, musste ein Jahr lang mit Sebastian Rasbornig „raufen“, bevor er seine Texte zur Veröffentlichung hergab.
Als „Rock ’n‘ Roll des Herzens“ sind Uhls Gedichte jetzt bei kitab (16 Euro) erschienen. / USCHI LOIGGE, Kleine Zeitung
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