55. Feuilleton

Seeßlen formuliert es so: “Es sind immer weniger Menschen, die gegenüber einer immer größeren ästhetischen und diskursiven Produktion entscheiden, was verhandelbar ist und was nicht. Und diese wenigen Menschen achten viel weniger darauf, was in der Welt los ist, als darauf, was die Konkurrenz macht.” Das Feuilleton ist seiner Meinung nach “ein geschlossenes selbstreferentielles und dogmatisches Instrument zum kulturpolitischen Mainstreaming geworden. Was im deutschen Feuilleton gelandet ist, ist so gut wie tot.” / Krystian Woznicki, Berliner Gazette

54. Konrad-Bayer-Dossier

Nie zuvor hat das „Schreibheft“ so viel Sorgfalt und Mühe auf die bio­grafische Erschlie­ßung eines Schrift­steller­lebens verwendet. Frühere Hefte konzen­trierten sich auf kühle literatur­theoretische Exegesen und streng philo­logische An­nähe­rungen. Das Konrad-Bayer-Dossier trägt nun in seiner Collage persön­licher Dokumente, Erin­nerungen und Bild­zeug­nisse fast hagio­grafische Züge. Der große Avant­gardist Bayer tritt uns hier als selbstquälerischer Unruhe­geist entgegen, in verzwei­fel­ten Brie­fen, Kommen­taren, faszi­nieren­den Fotos und Hand­schriften. Der nieder­ländische Essayist und Über­setzer Eric de Smedt hat gemeinsam mit dem „Schreibheft“-Heraus­geber Norbert Wehr ein Dossier zusammen­gestellt, das die Schlüssel­szenen im Leben eines kompromiss­los rebel­lischen Autors rekonstruiert.

Konrad Bayer fehlte vollkommen das Karriere­bewusstsein seiner Mit­streiter Gerhard Rühm, H.C. Artmann und Friedrich Achleitner. Er war, in seiner völligen Hingabe an ein egomani­sches wildes Boheme-Leben, ein „böser Bub“, stets bereit zum Exzess in der Liebe und jederzeit willens, sich „an die Grenze seiner Physis zu bewegen“.

„Das Geschwätz vermeiden“, so hat er an den oberen Rand eins seiner grapho­manisch bekrit­zelten Blätter geschrieben, die nun das „Schreibheft“ aus dem Nachlass veröffentlicht. Auf einem anderen Blatt findet sich ein weiterer pro­gramma­tischer Impe­rativ: „Die Ver­neinung nicht vergessen“. / Michael Braun, Poetenladen

Schreibheft 79
Rigodon Verlag, Nieberdingstr. 18, 45147 Essen. 192 Seiten, 13 Euro.

53. Chinesische Flöte

(…) 1907, erschien im Insel Verlag Hans Bethges Buch »Die chinesische Flöte« mit Nachdichtungen chinesischer Lyrik. Sowohl Walter Braunfels‘ »Drei chinesische Gesänge« als auch Egon Wellesz‘ »Lieder aus der Fremde« schöpfen aus Bethges Nachdichtungen. Neben diesen beiden Liederzyklen trägt die chinesische Sopranistin Fan LinLin noch Rolf Liebermanns »Chinesische Liebeslieder« nach Klabund und Fritz Reuters »Der seidene Vorhang« nach verschiedenen chinesischen Dichtern vor.*) / regiomusik.de

Bethges Nachdichtungen asiatischer Lyrik wurden sehr oft vertont, u.a. von Gottfried von Einem, Hanns Eisler, Ernst Krenek, Gustav Mahler („Lied von der Erde“), Arnold Schönberg, Karol Szymanowski und Dutzenden weiterer Komponisten. Hier eine Liste. Der YinYang Media Verlag hat Bethges Nachdichtungen und Gedichte neu herausgegeben und auch eine Biografie veröffentlicht.

Hans Bethge
Die chinesische Flöte –
Nachdichtungen chinesischer Lyrik
Wiederauflage der ersten Ausgabe von 1907
Band 1
150 Seiten, EUR 12,50 br.
ISBN 3-9806799-5-0

52. Königslyrik

Der Riedenburger Komponist Franz Hummel hat aus Anlass des 150-jährigen Bestehens der Kelheimer Befreiungshalle eine Kantate geschrieben. Das Werk erlebt am 26. Januar nächsten Jahres in Kelheim seine Uraufführung.

Die etwa halbstündige Kantate für Bariton und Blechbläser beruht auf Gedichten von König Ludwig I., der bekanntlich der Erbauer des Ruhmestempels auf dem Kelheimer Michelsberg ist. (…)

Er habe sich zu Beginn seiner Arbeit mit den Gedichten von König Ludwig I. intensiv auseinandergesetzt, berichtete Hummel. „Ludwigs Klagen, sein Selbstmitleid und seine Hingabe an den Krieg ließen mich zunächst zurückschrecken“, räumte der 73-Jährige ein. Dieser „dilettierende König“ habe gedichtet, obwohl er gar kein Dichter gewesen sei. Dafür sei er vom zeitgenössischen Dichterfürsten Heinrich Heine mit Häme überzogen worden. / idowa

51. Gestorben

Der indische Dichter Suresh Dalal starb am Freitag in Mumbai an einer Herzatacke. Er werde als einer der beliebtesten Namen der Gujaratiliteratur in die Annalen eingehen, schreibt Daily News & Analysis.

50. „Die eigene Rede des anderen …“

Unter der Leitfrage „Gibt es ein Gedicht, das einen so über die Maßen mitgenommen hat, dass man es im Kopf immer bei sich trägt, das einen nicht in Ruhe lässt?“ haben Jürgen Krätzer und Kerstin Preiwuß in „Dichter über Dichter“ eine „Privatgalerie poetologischer (Selbst)Auskünfte“ zusammengetragen. Mit dem Hölderlin entlehnten Motto „Die eigene Rede des anderen …“ im Titel bietet der Band eine kleine Schule der zeitgenössischen Gedichtlektüre. Poetenpaarweise geht es 22-mal quer durch den lyrischen Gemüsegarten, fast immer mit einer Replik desjenigen dem die Hommage zuteil geworden ist. Vom weiterschreibenden Remix, den Kathrin Schmidt Marion Poschmann widmet, bis zu Norbert Langes Leseanleitung von Richard Duraj, von der Anverwandlung also bis zum empathischen Metatext, werden hier Gedichte aufgeschlossen.

Bei Durajs „in the shell“ ist der Hinweis, dass sich hinter seiner typografischen Schreckgestalt die Pac-Man-Feinde Blinky, Pinky, Inky und Clyde verstecken, elementar, und ohne Katja Lange-Müllers Erinnerung an die brandenburgische Lungenheilstätte, die Uwe Kolbes gleichnamiges „Sommerfeld“ evoziert, verstünde man nur die Hälfte. Doch fast alle Texte vermitteln über solche Interpretationshilfen hinaus eine ansteckende Begeisterung. Man höre nur, mit welcher Insistenz Lutz Seiler eine Zeile von Jörg Schieke wiederholt: „du willst dich weit aus dieser gegend beugen“ – und man hätte selber gerne einen solchen Wurm im Ohr. Wenn diese Dialoge überwiegend junger bis jüngster Dichter eines schaffen, dann ist es das Vermögen, etwas von den Reizen zu vermitteln, die Gedichte aussenden und jeden neu anfliegen müssen: zur rechten Zeit, am rechten Ort – und mit der Fähigkeit, jeden „Verdacht auf veredeltes Gekritzel“ (Mara Genschel) zu zerstreuen. / Gregor Dotzauer, Tagesspiegel

„Horen“ (Nr. 246, Wallstein Verlag, 280 S., 16,50 €)

49. Norbert Langes Kunstkammer

Kunstkammern, wie sie in der Renaissance entstanden, waren Universalsammlungen, die nicht nur Artefakte präsentierten, sondern auch Alltagsobjekte und exotische Materialien. Die „Kunstkammer“ des Dichters Norbert Lange folgt einem ähnlichen Konzept. Sie versammelt in drei Abteilungen nicht nur Gedichttypen, Schreibweisen und Tonarten, sondern sucht in den Gedichten auch den Bezug auf die „Urschriften“ der Dichtung. Der 1978 geborene Lyriker versteht seine Poesie als „Quellenkunde“: das Freikratzen und Übermalen kanonischer Urtexte, deren Energien der Dichter durch Konfrontation des historischen Stoffs mit Materialien der Gegenwart entbinden will.

Diese Quellen findet er bei den Merseburger Zaubersprüchen ebenso wie in der Ursonate von Kurt Schwitters, vor allem in den Rhapsodien der amerikanischen Poeten Charles Olson und Jerome Rothenberg. Langes neuer Gedichtband lässt bereits mit der Sperrigkeit seines Titels erahnen, dass um eine Auseinandersetzung mit historischer Sprachmaterie geht. / Michael Braun, Badische Zeitung 11.8.

Norbert Lange: Das Schiefe, das Harte und das Gemalene. Kunstkammer. Luxbooks, Wiesbaden 2012. 122 S., 22 Euro.

48. „mein therapeut heißt sprache“

Als Gewährsmann wählt Preiwuß Stéphane Mallarmé, der mit seiner ‚poésie pure‘ dem Realismus entkommen wollte, da er ihn für unzulänglich hielt, menschliches Sein zu ergründen. Preiwuß zitiert eingangs Mallarmés Diagnose des ’nicht zu verleugnenden Strebens meiner Zeit‘, nämlich ‚den doppelten Status der Rede auseinanderzuhalten, roh oder unmittelbar auf der einen, essentiell auf der anderen Seite‘.

Dieses Bestreben gilt heute vielleicht weniger, zumindest galt es nicht für Mallarmé, und es gilt es nicht für Preiwuß. Immer wieder gelingt es ihr, eine neue Balance der Rede herzustellen – leicht und ernst, feurig und kühl, nüchtern und phantastisch. Dies, aber auch die stilistischen Mittel, mit denen Preiwuß operiert, offenbart eine lyrische Urszene: ‚mein therapeut heißt sprache, die / selbe geschichte einer beziehung zwischen innen und außen / wie wir um unsere hände ringen. wie wir / beide uns gebärden im schatten ewiger gewalten / die zu verwandeln mühsam ist und selten / selig macht‘.

Mittels syntaktischer Vexierspiele gelingt es Preiwuß, der Sprache neue Luft, neuen Raum zum Atmen zu verschaffen. Überhaupt finden sich scheinbar Prosaisches (‚man traut sich ja erst jahrtausende später damit zu twittern / denn twittern ist ein anderes wort für mein vibrierendes glück‘) und Poetisches (‚können wir uns zueinander legen? / fragt der alte prellbock seine schienenenden‘) häufig gelungen aufgelöst in Bildern, die an Celan erinnern und den Tod als permanenten Begleiter beschwören: ‚er fasst dich nicht an / er trägt dich im sinn‘.

/ Philip Kovce, Süddeutsche Zeitung 31.7.

Kerstin Preiwuß: Rede. Gedichte. Suhrkamp Verlag, Berlin 2012. 87 Seiten, 8 Euro.

47. Deutsch-Türkische Nachrichten

Die Familie des bekannten politischen Dichters Can Yücel wird anlässlich seines Todestages am 12. August keine Gedenkfeier organisieren. Auch das so genannte Can Haus, in dem seine Habseligkeiten ausgestellt sind, bleibt geschlossen. Laut seiner Witwe Güler Yücel werde man erst wieder öffnen, wenn diejenigen bestraft seien, die im vergangenen Jahr sein Grab geschändet hätten.

Anlässlich des Todestages ihres 1999 verstorbenen Mannes erklärt Güler Yücel: „Can sagte: ‘Lasst Datça meine Heimatstadt sein.’ Doch sie beschädigten sein Grab.“ Immer habe er dort begraben sein wollen. Die Attacke auf seine letzte Ruhestätte im August 2011 verärgert seine Witwe nun umso mehr. Auch mit der Gemeinde soll es Unstimmigkeiten gegeben haben. Nachdem bei den letzten Zeremonien für den türkischen Dichter offenbar Wein getrunken wurde, wolle diese nun keine weitere Feier ausrichten (derzeit erschüttert ein Skandal die Kunstszene in Ankara – mehr hier). /  9.8.

46. Lyrik zum Sekt

Im Soda-Club lesen Berliner Autoren Lyrik zum Sekt, meldet die Berliner Morgenpost. Mehr nur für Abonnenten.

45. Lyrische Protokolle

Mittlerweile hat der unermüdliche Herausgeber Helmuth A. Niederle einen weiteren Band mit Gedichten Davids ediert: „spurenelemente“. Wie viele Texte in Davids Gesamtwerk umschreiben und umkreisen diese 24 Gedichte eine Wahrnehmung der Welt, die aus kontemplativer Ruhe und klarer Beobachtung des Bewusstseins gespeist wird. Vier dieser Titel haben die schlichte Bezeichnung „Traumstücke“. „Lyrische Protokolle“ könnte man dieses gelassene, unaufgeregte Dichten nennen, was auch auf die besondere Praxis des Autors verweist: „ohne anstrengung geschieht dieses schauen / geschwindigkeit ist nicht gefragt / das bewußtsein wertet nicht / betrachtend / tritt es nicht aus seiner mitte“. / Bernhard Widder, Die Presse 11.8.

ERNST DAVID
SPURENELEMENTE
LYRIK. MIT ILLUSTRATIONEN VON FRIEDRICH DANIELIS, FRANZ SCHWARZINGER, ERHARD STÖBE UND HERWIG ZENS.
56 S., BROSCH., €9,90 (EDITION HIC@HOC, PERCHTOLDSDORF)

44. Sprachlabor

Da sitzt ein sehr ernsthafter Mensch, denkt man sich, einer der sich sicherlich jede Zeile, die er schreibt, genau überlegt. Und als er ankündigt, 430 Gedichte lesen zu wollen, in einer Stunde, mit einer Pause dazwischen wegen der Kirchenglocken, die in Pöcking jeden Abend läuten, geht ein Lächeln durch die Besucherreihen. Denn es ist klar, dass dieser Dichter keiner ist, der von Gedicht zu Gedicht hastet, ohne Punkt und Komma. (…)

Über seine Gedichte sagt der 59-Jährige: „Ein Gedicht ist ein hochinteressantes Sprachlabor. Das mache ich nur für mich, und vielleicht ergibt es irgendwann einen Sinn.“  / Sylvia Böhm-Haimerl, Süddeutsche Zeitung, über Andreas Greve

43. Wie man

… selbst einen Text über Rolf Dieter Brinkmann mit einem Reich-Ranicki*-Zitat beginnen kann? Lesen Sie in der „Welt“ (allmählich die meistzitierte Zeitung hier, eh?)!

Marcel Reich-Ranicki hat einmal über ihn gesagt: „Von Anfang an ging er rücksichtslos aufs Ganze.“ Gemeint ist der deutsche Schriftsteller Rolf Dieter Brinkmann. Brinkmann machte die amerikanische Underground-Lyrik in Deutschland bekannt und wurde selbst einer der führenden Underground-Lyriker Deutschlands in den 60er-Jahren. / Mehr

*) dieser Freund des Rücksichtslos-aufs Ganze-Gehens

42. Heym-Cover-Versionen und Remixe

Mit der Anthologie „Ich bin von dem grauen Elend zerfressen“ will der Dichter und Herausgeber [Florian Voß] Heym wieder in die öffentliche Wahrnehmung hieven. Dazu hat er sich nicht für eine geschmackssichere, aber fade Best-of-Sammlung der Heymschen Gedichte entschieden, die als bessere coffee table-Lektüre enden würde.

Vielmehr setzt er auf einen frontalen Diskurs: 27 zeitgenössische Dichterinnen und Dichter haben sich mit dem – für einen mit 24 Jahren verstorbenen Schriftsteller doch sehr umfangreichen Werk – auseinander gesetzt und präsentieren nun ihre ganz eigenen Erwiderungen, literarische Cover-Versionen und Remixe des Originalmaterials.  Flankiert werden die Texte von Tagebuchauszügen Heyms, die ihn als Neurotiker, Leidenden zeigen, der sein Heil im überbordenden Narzissmus suchte. Beinahe scheint er gegen Voß‘ Bemühungen unwissentlich Einspruch erhoben zu haben, als er am 5. Oktober 2011, ein paar Monate, bevor er zusammen mit seinem Freund Ernst Balcke in der vereisten Havel ertrank, notierte: „Wenn mein Werk etwas bedeutet, wird es von allein an das Licht kommen und bleiben.“ Die Sammlung spielt trotzdem (Wieder-)Geburtshelfer,

„Ich bin von dem grauen Elend zerfressen“ hat einen mehr als nur summierenden Charakter, findet seine Rechtfertigung nicht allein in seinem morbiden Anlass. Heym hatte, wie Stephan Reich das in seiner eindringlichen Verschränkung von dessen Gedicht „Ophelia“ und seinem eigenen tragischen Tod schreibt, „an den lippen noch reste // strenger, / nie wuchernder sprache“, als er 16. Januar 1912 langsam in einem Eisloch versank. Die darf nun wieder wuchern, in Gedichten, die hundert Jahre später entstanden sind. …

Eine Anthologie, die viele andere Lyriksammlungen in den Schatten stellt, obwohl und gerade weil sie zeigt, dass sich die aktuelle Gegenwartslyrik nicht auf einen Nenner zusammen streichen lässt. Wie damals, zu Zeiten Georg Heyms. Ob der mit diesem Buch wieder zu Ruhm kommt, sei dahin gestellt. Aber er dient als Katalysator für einige der interessantesten Dichterinnen und Dichter, die die deutschsprachige Gegenwartsliteratur zu bieten hat. / Kristoffer Patrick Cornils, Fixpoetry

Georg Heym: Ich bin von dem grauen Elend zerfressen. Gedichte und Erwiderungen. Herausgegeben von Florian Voß. Paperback. 88 S. 11,50€. ISBN 978-86906-373-7. Lyrik Edition 2000, Allitera Verlag, München 2012.

Über das gleiche Buch Mario Osterland: Noch nicht ganz vergessen, ebenfalls Fixpoetry

41. Lyrikkatzentische

In den großen – oder den übriggebliebenen – Buchhandlungen in den deutschen Fußgängerzonen schreitet die Schrumpfung der Gedichteecken munter voran, traurige Lyrikkatzentische findet man da, manchmal auch nur größere Schubladen, wo dann letztlich nur mehr so Titel sanft ruhen wie „Die lustigsten Zungenbrecher der Welt“, „Die schönsten Weihnachtsgedichte“, „Shakespeare in 90 Minuten“ oder „In vier Jahrhunderten durch die vier Jahreszeiten“. Sollen diese Reimecken noch etwas intellektueller, vielleicht auch aufgehübschter daherkommen (was auf den Filialleiter ankommt) oder – wenn noch zwei Quadratzentimeter übrig sind – dann gibt es auch noch einige in Kauf genommene Ladenhüter wie Paul Celan, den Hermann Hesse, den Rainer Maria Rilke, den „Großen Conrady“, eher aber noch Geschenkbandkompatibleres wie Goethe, Schiller und Hölderlin (letzteren immer seltener), Jandl und Fried oder witzig Gereimtes von Robert Gernhardt. / Dominik Dombrowski, Fixpoetry

(Einleitung einer Rezension zu

Konstantin Wecker: „Jeder Augenblick ist ewig – Die Gedichte“ Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2012, ISBN 978-3-423-14153-6, 266 Seiten, 9,90 Euro. Mit einem Vorwort von Herbert Rosendorfer.)