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»eines ist klar, der bundeskanzler wird gay«, schrieb die FAZ
»queer«, korrigierte die TAZ
Es tut nur weh
wenn ich als Stresser,
mutmaßlich – überheblich,
historisch blass-blasierter Mehrvergesser
maulwaffenfeil vergeblich
um Neudeutschzugehörigkeiten fleh.
Aber mal ehrlich: Nach dem Tod
kanns eigentlich nur besser laufen
mit der Schriftstellerei. Endlich
können sie dich gründlich vereinnahmen …
Unbeschwert reimt sich adrette Lyrik an kleinen Kuppen Adoleszenz, setzt sich mit Adonis in den Pathos, um als Phantasma leicht zu glühen, versteht die Benennung „Kipferl“ nicht, die Schwere der Erkenntnis
Dann wird es still. In der Sprache
Brennt noch Licht. Und ich höre dich atmen
In meinem Gedicht über das Unsichtbare
Und das Sichtbare darin.
159 Wörter, 1 Minute Lesezeit. Anna Achmatowa (Анна Андреевна Ахматова, * 11.jul. / 23. Juni 1889greg. in Bolschoi Fontan bei Odessa, Russisches Kaiserreich; † 5. März 1966 in Domodedowo bei Moskau) Er liebte …Er liebte drei Dinge auf Erden:Bei Gottesdiensten geistliche Lieder, vergilbte Karten und weiße Pfauen.Ihn störten Kinder und ihre Beschwerden, Himbeertee war ihm zuwider, mochte auch keine… Continue Reading „Er liebte…“
Der wird hier Kanzler, der am krümmsten humpelt,
Und der dem Volk den Sand siebt, machts im Streckbett
Seltsam umwoben vom Singsang der Wechsler
Mein Volk hängt am Strange
mein Dorf ist verbrannt
ich komme am Klange
des Worts vor dein Land
Der Blog Leipzig lauscht sprach mit dem Verleger und Lyriker Bertram Reinecke. Auszug: L.L.: Von der Leipziger Buchmesse sind Lesungen nicht wegzudenken. Bemerken Sie unterschiedliche Reaktionen, wenn Leute ein Buch öffentlich vorgestellt bekommen im Gegensatz zum selbstständigen Lesen? Reinecke: Wichtig scheint mir das gemeinsame… Continue Reading „Gespräch mit Bertram Reinecke“
Bleib, bis er winkt, im roten Klee,
mein Haus wird weiß sein so wie Schnee,
bloß vorn mit Feuerbohnen.
Du wirst dort ruhig wohnen,
doch eine Vogelwolke kann
dich grüßen kommen dann und wann
von meiner armen Seele.
113 Wörter, 1 Minute Lesezeit. Pei Xu SichtweisenMit einer Sonnenbrille kommt er der Welt entgegenwährendich einen Sonnenhut trage um alles ungefärbt zu betrachten Aus: Himmelsauge. Gedichte. Nachw. von Wulf Noll. Düsseldorf 2008. – © 2008 Edition Virgines, Lingen. Auch in: Frauen | Lyrik. Gedichte… Continue Reading „Ungefärbte Betrachtung“
Du bist großzügig, Herr,
so viel Entsetzen häufst du
auf mein kleines Leben
Wir lagen vor Madagaskar
und hatten die Pest an Bord.
Das sangen einst deutsche Kinder
und glaubten jedes Wort.
Doch plötzlich wurden sie größer
und marschierten in einen Krieg,
so fern von Madagaskar
und dem versprochenen Sieg.
Ja, lache nur, Weib, du hast ganz recht:
Ich rauch überhaupt keine Pfeif;
Doch weil ich so überglücklich war,
So mußt ich sie kaufen: begreif!
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