Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
DENN Furcht beherrscht seit langem eure Tage,
Furcht vor der Wahrheit. Eure Züge
sind fahl von Heuchelei und Lüge.
Das Schiff
aber ist da. Hier steh ich. Ich hab in den Lungen
die unaufhörliche Ferne.
Und sag deinen Namen,
mein Schiff.
Heimat
Dann ist man angekommen. In jenem herrlichen Terrain. Das auch mit Gosse und Rinnstein benannt wird.
(Ich leb und bin ein Toter)
ein Toter lebe ich
Ich war!
und jeder Blick stiehlt mir etwas
Und jedes Wort schüttelt eine neue Schaufel auf mein Grab
Das Herz wandert *verstellt *in *den
Zwei runde Jubiläen heischen heute Aufmerksamkeit: der 150. Geburtstag von August Stramm und der 50. Todestag von Erich Kästner. Weil heute Montag ist, entscheide ich mich für ein Montagsgedicht von Kästner und lasse Stramm bis morgen warten. Im übrigen sind mir die beiden sehr… Continue Reading „Montagsgedicht“
ich habe die wimper mit grün gefärbt
auch habe ich in den schmelztiegel rot getan
ich will einen pinsel nehmen
und mit diesem die monde auf meinen brüsten malen
und aus allen fernen Weiten
(da ich an mir müd geworden)
bringst du Tage, bringst du Jahre –
Lieb ich dieses Wunderbare?
oder deine lichten Haare?
Kloppo, der echte, wusste reiner.
Messias daher als Lehms Thema. Dann guckt keiner
so genau nach unterm Gewandhaus.
Die Stadt Wien wirst du nicht mehr
abbrennen sehen, Benny, und nicht
den Planeten Venus.
Wie hieß das letzte Mädchen?
War die Maschine gut geölt,
was war im letzten Glas?
Trau der Mannschaft deines Seglers zu,
daß sie tüchtig aus der Trunkenheit
aufstehn könnte, jeder einzeln aufstehn,
jeder noch bis übers Kinn besoffen,
aber hingehn und das Seine tun!
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