Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Heute kein Dichter, aber ein großer Denker. Blaise Pascal, geboren am 19. Juni 1623 in Clairmont (Auvergne), gestorben am 19. August 1662 in Paris. Er war Mathematiker, Physiker, Erfinder, Philosoph, Moralist und Theologe. Seine Bücher wurden bewundert und gefürchtet und sogar verboten und verbrannt.… Continue Reading „Pascal“
urlaub im kopf ich hol mir nicht angina in indochina ich will die zöpfe der madegassen nicht nah zum anfassen ich seh das alles gern – fern spar nerven zeit und geld und hock mit meinen… Continue Reading „Elfriede Gerstl“
Am 13. Juni 1934 starb der Dichter Theodor Däubler Die Buche Die Buche sagt: Mein Walten bleibt das Laub. Ich bin kein Baum mit sprechenden Gedanken, Mein Ausdruck wird ein Ästeüberranken, Ich bin das Laub, die Krone überm Staub. Dem warmen Aufruf mag ich… Continue Reading „Theodor Däubler“
Am 12.6. 1921 wurde H.C. Artmann geboren. mit einem jahr ein kind, mit zweien jahr ein jüngling, mit dreien jahr ein mann, mit vier jahr wohlgetan. mit fünfen geht es auch noch an, mit sechsen rückt das alter an. mit sieben jahr ein greis,… Continue Reading „H.C. Artmann“
Am 11. Juni 1919, heute vor 98 Jahren, ging der Lyriker Rainer Maria Rilke in die Schweiz, „wo er seine Schaffenskrise überwindet“, wie man sagt. Sonette an Orpheus XIII Voller Apfel, Birne und Banane, Stachelbeere … Alles dieses spricht Tod und Leben in den… Continue Reading „Rainer Maria Rilke“
nein nein nein nein nein nein nein (beantwortung von sieben nicht gestellten fragen) Heute vor 17 Jahren starb Ernst Jandl
Der „hochberühmte“ (Neu-)Cöllnische Dichter und Richter Nicolaus Peucker (um 1620 – 1774) ist heute vergessen. Seine Gedichte waren Gelegenheitsgedichte, im Buch gesammelt wurden sie erst postum. Fritz Martini druckte 1947 in einer Anthologie die ersten 5 Strophen dieses Gedichts und gab ihm die Überschrift… Continue Reading „Poeterey/ ach nein/ ach nein!“
Werner Söllner Villon unterm Galgen Solang ich frei war, hielt sie mich gefangen. Nun bin ich gut geschnürt, nun darf ich gehn. Nichts ist zu wenig: sogar dies verstehn zu viele. Wem das Hohelied vergangen, der pfeift es von den Dächern. Notgesänge aus jeder… Continue Reading „Villon unterm Galgen“
Friedrich Hölderlin Aus: Die Titanen. (…) bevestigter Gesang als von Blumen Neue Bildung aus der Stadt, wo Bis zu Schmerzen aber der Nase steigt Citronengeruch auf, aus der Provence, und es haben diese… Continue Reading „Bevestigter Gesang“
Georg Kulka Dem Libanon Dem Libanon, dem jüngst im Flügelkleide schwärmenden, Wuchs heut der Regen bleicher aus der Stirne. Knatternd, als man die Seide zerbrach. O du hellhöriger höllhärener Morgen! Der Tag blieb dir im Munde stecken. Aber die Wolken poltern sich stauend. Niemand… Continue Reading „Dem Libanon“
Herzlich Und Gott sprach herzlich mir zu Herz – So herzlich sprach er mir zu Herz – Er sprach: »Dir ist erlaubt zu Ferz«! So herzlich sprach er mir zu Herz. Und Gott sprach herzlich mir zu Ferz — So herzlich sprach er mir… Continue Reading „Elsa von Freytag-Loringhoven“
Zwei Beine hat mein Vater Das eine ist aus Holz. Er hats vom Krieg. Nun ratet: Auf welches ist er stolz?
ARS NON HABET OSOREM NISI IGNORANTEM Die Kunst und Wissenschafft wird nimmermehr gehasst von einem der sie weiß und glücklich hatt gefasst: und wie es leichter ist zu tadeln eine sache / so ist es schwerer auch / daß man sie besser mache. (1641)
Elke Erb Die Dichter wohnen in den Jahrhunderten, Dieser in jenem, jener in diesem, einer lappt über, Der andere mittendrin wie der andere, der auch mittendrin wohnt. Schön und gut. Endler erstreckt sich von 30 bis 90 in seinem. Sonst wohnen auch die Dichter… Continue Reading „Die Dichter wohnen in den Jahrhunderten“
Neueste Kommentare