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Veröffentlicht am 12. Januar 2018 von lyrikzeitung
Jakob Michael Reinhold Lenz
(* 12. Januarjul./ 23. Januar 1751greg. in Seßwegen, Gouvernement Livland, Russisches Kaiserreich; † 24. Maijul./ 4. Juni 1792greg. in Moskau)
Da der Dichter Lenz im Russischen Reich geboren wurde und starb, werden seine Lebensdaten auch nach dem damals dort noch gültigen julianischen Kalender angegeben. Der 12. Januar nach julianischem Kalender ist zwar erst in 11 Tagen; aber ich beschließe, ihn zweimal zu feiern. Zum ersten:
Einige Epigramme
Über die kritischen Nachrichten vom Zustande des deutschen Parnasses
G.
Es wimmelt heut zu Tag von Sekten
Auf dem Parnaß.
L.
Und von Insekten.
Ob das Epigramm eine Gattung der Poesie zu nennen?
Und gab denn die Natur
Dem Bienenvolk den Honig nur?
Ihr Stachel ist, am unvernünftgen Viehe,
Das sie verstört, der Rächer ihrer Mühe.
Klopstocks gelehrte Republik
Ein Götterhaft Gerüst,
Der Menschen Thun zu adeln!
Wer darf, wer mag da tadeln?
…………………………….Antwort:
Wem’s unersteiglich ist.
Über die Dunkelheiten in Klopstock etc.
………..Schmeichler:
Ich bitte, gebt mir Licht,
Herr, ich versteh Euch nicht.
………..Antwort:
Sobald Ihr mich versteht,
Herr, bin ich ein schlechter Poet.
Kategorie: Deutsch, Deutschland, RußlandSchlagworte: Friedrich Gottlieb Klopstock, Jakob Michael Reinhold Lenz, L&Poe-Anthologie
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