Lesung im Ausland …

Lyriklesung: Moritz Gause, Eugene Ostashevsky, Kinga Tóth

http://www.ausland-berlin.de/lyriklesung-gause-ostashevsky-toth

…morgen vormittag (am 20.): Findet in Berlin die auf lange Jahre hin letzte ernstzunehmende, hochprozentige Sonnenfinsternis statt.
…und heute Abend bei uns, soweit wir sehen, der stadtweit letzte – seinerseits hochprozentige respektive hochkarätige – Lyrikabend vor diesem denkwürdigen Naturschauspiel!
Wir freuen uns auf die Lesungen von

Moritz Gause, der aus Jena zu uns kommt,

Kinga Tóth (die im ungarischen Original aus den Kontexten Allmaschine und Party liest – Orsolya Kalász liest die von ihr und Monika Rinck übersetzten Gedichte auf Deutsch) sowie

Eugene Ostashevsky, dessen Gedichte von ihm selbst im amerikanischen Original und von Monika Rinck in deutscher Übersetzung gelesen werden.

Geöffnet ab 20:00 Uhr, Beginn um 20:30 Uhr.
– Zuvor und im Anschluss: Musik & Bar.
Und an der Bar ertrinkt, frei nach Baudelaire, „…die Sonne in ihrem gerinnenden Blut „…

Moritz Gause, *1986 in Berlin, wuchs ebenda, in Brandenburg und in Thüringen auf. Er studiert Komparatistik in Jena und ist seit 2011 Redakteur des Thüringer Literaturprojektes WORT- WECHSEL. Zu seinen letzten Veröffentlichungen gehören „Meditationen hinterm Supermarkt“ (mit Graphiken von Susann Arnold, 2015) und der Poesiefilm „Rostock, Grand Café“ (Regie: Susann Arnold, 2014); außerdem u.a. in den Zeitschriften „L- Der Literaturbote“ (Ffm.) und „metamorphosen“ (Berlin). Er wurde ausgezeichnet mit dem Thüringer Autorenarbeits-stipendum (2013) und dem Walter-Dexel-Stipendium der Stadt Jena (2012).
http://fliegenfangen.wordpress.com/

Eugene Ostashevsky, *1968 in Leningrad, lebt in New York und Berlin. In seinen Lyrikbänden experimentiert er mit Phänomenen der Mehrsprachigkeit, dem Erbe klassischer Avantgarde und dem anarchischen Nonsens in Texten der Kinderliteratur. Als Literaturwissenschaftler und Übersetzer arbeitet er zu Daniil Charms und Aleksandr Vvedenskij, Autoren des russischen „Absurdismus“ der 1930er Jahre. Auf Deutsch erschien von ihm neben einzelnen Gedichten in Zeitschriften das Leseheft „Auf tritt Morris Imposternak, verfolgt von Ironien“ (übers. v. Uljana Wolf, 2010). Im Original erschien das Buch („Enter Morris Imposternak, Pursued by Ironies“) 2008, im selben Jahr außerdem „The Life and Opinions of DJ Spinoza“.
http://www.berliner-kuenstlerprogramm.de/de/gast.php?id=1231

Kinga Tóth ist Sprachwissenschaftlerin und (Klang-)Poet-Illustratorin und Kulturmanagerin. Sie arbeitet als »Kommunikationsspezialistin« (Journalistin) und ist Lektorin für das Kunstmagazin Palócföld und Roham. Darüber hinaus ist sie Songwriter und Frontfrau des Tóth Kína Hegyfalu-Projekts sowie Vorstandsmitglied des József-Attila-Kreises für junge Schriftsteller und aktives Mitglied bei zahlreichen anderen Projekten und Verbänden. Zu ihren Publikationen zählen Gedichtbände mit Illustrationen: ZSÚR (2013), ALL MACHINE/Allmaschine (Akademie Schloss Solitude Verlag DE, Magvető, HU, 2014) und internationale Publikationen auf Poetry, Colony Magazine, tapin2, Asymptote, hlo.hu, Columbia Granger’s World of Poetry, und Huellkurven. Ihre Texte inszeniert sie auch klanglich und visuell mit Performance und Installationen. Neben dem Tóth Kína Hegyfalu-Projekt nahm Kinga Tóth an weiteren Musikprojekten wie 33 astral bodies (Lyrics, Gesang), Tuning Ballerina (Lyriks, Gesang), Control mit Silvia Rosani (Kontext, Text, Performance), ARKon (Gesang, Lyrik) teil.
http://tothkinga.blogspot.de/

Und in der Schankwirtschaft Rumbalotte Continua

  • Morgen, Freitag
    um 20:30
  • Metzer Straße 9, Prenzlauer Berg, Berlin, Germany
DEUTSCH/RUSSISCH:
(ПО-РУССКИ СМ. НИЖЕ)

Präsentation der Literaturzeitschrift Translit Nr. 15-16 (St. Petersburg)

Mit Pavel Arsenyev (Lyriker und Translit-Herausgeber, St. Petersburg) und Igor Chubarov (Literaturtheoretiker u. Philosoph, Moskau/Berlin)

In deutscher und russischer Sprache mit Übersetzung

Moderation: Alexander Filyuta

Die Literaturzeitschrift Translit ist ein unabhängiges literarisch-theoretisches Magazin, das von einer Gemeinschaft von Dichtern, Künstlern und Geisteswissenschaftlern seit 2005 in St. Petersburg veröffentlicht wird. Das Kollektiv von Translit organisiert Poesiefestivals und ist Herausgeber der Lyrikreihe Kraft sowie der theoretischen Reihe Démarche. Die neueste Ausgabe von Translit #15-16 trägt den Titel „Das literarische Schaffen, der Konflikt, die Gemeinschaft“ und widmet sich der Analyse der künstlerischen Konzepte „Arbeit, Konflikt, Gemeinschaft“ – in dieser Reihenfolge werden die Prädikate einer literarischen Existenz angeordnet, die nicht als eine pausenlose Geschichte von Meisterwerken, sondern als Werdegang, Fabrizieren, Herstellung, d. h. wie ein Produktionsprozess verstanden wird. Themen der Arbeit und des Konflikts in der Kunst werden in der gegenwärtigen Situation zunehmend praktisch relevant, sie werden aber im Allgemeinen nicht analytisch betrachtet, während Künstler statt Reflexionen weiterhin die „Kulturinhalte“ ihrer eigenen Situation produzieren. Der Aufgabe einer partisanenartigen Kartierung des Kulturraums, die aus einer gewissen – aus den „parallelen Reihen“ – durchsickernden Militanz abgeleitet wird, sowie der Reflexion von aktiven Prozessen und einer Neudefinierung der etablierten literarischen Kartographie (nicht ohne den politischen Status Quo in Frage zu stellen) sind in dieser Ausgabe nicht nur die visuellen Materialien, sondern auch der inhaltliche Aufbau selbst, gewidmet.

Pavel Arsenyev ist Schriftsteller, Künstler und Herausgeber. Geb. 1986 in Leningrad, lebt zur Zeit in St. Petersburg. Seinen Master hielt er in Literaturtheorie an der Universität St. Petersburg. Zu seinen Beiträgen in russischen und nichtrussischen Zeitschriften zählen z. B. New Literary Observer im Magazin des Künstlerkollektivs Chto Delat. Publikation des Gedichtbandes Things that won’t fit inside your head bei AnnaNova, St. Petersburg, 2005. Er hat an mehreren Poetry-Festivals teilgenommen und ist Mitglied des Laboratory of Poetic Actionism sowie Chefredakteur der literaturkritischen Anthologie Translit.

Igor Chubarov (Dr. habil. phil.), geb. 1965 in Kursk/Russland. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Russischen Akademie der Wissenschaften, Abt. Analytische Anthropologie. Studium der Philosophiegeschichte an der Lomonossov-Universität Moskau, Dissertation 1996 zum Thema „Phänomenologische Philosophie in Russland“. Herausgeber der philosophischen Zeitschrift Logos. Verleger des Logos-altera-Verlags (Moskau). Fellow von Zentrum für Literaturforschung (Berlin, 2002 – 2003). Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung (Berlin, 2006 – 2008).

Es werden außerdem Lyrikübersetzungen ins Russische aus der aktuellen Translit-Ausgabe präsentiert. Und zwar von Hendrik Jackson, Björn Kuhligk, Steffen Popp, Monika Rinck, Katharina Schultens, Daniela Seel, Jan Wagner, Uljana Wolf, allesamt in Übersetzung von Alexander Filyuta.

Weitere Informationen:
www.old.trans-lit.info/english.htm

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