104. Rolf Haufs gestorben

Er gehört zu den wichtigsten Lyrikern des 20. Jahrhunderts: Am Freitag ist der Autor Rolf Haufs im Alter von 77 Jahren in Berlin gestorben. Als Journalist beim Sender Freies Berlin hatte er sich als Kenner ostdeutscher Autoren profiliert.
Der gebürtige Düsseldorfer schrieb neben Gedichten auch Prosa, Kinderbücher und Hörspiele. Als Journalist beim Sender Freies Berlin erwies er sich als Literatur-Kenner. „Sehr geschätzt wurde er für seine zahlreichen Kontakte zu Autoren, vor allem auch Autoren der DDR“, heißt es im Nachruf der Akademie der Künste in Berlin. Viele Schriftsteller lud er zu Lesungen in seine Sendungen ein.

Von 1962 bis 1967 war Haufs Mitglied der Gruppe 47. Von 1970 bis 1996 gehörte er dem PEN-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland an, seit 1987 war er Mitglied der Akademie der Künste. Deren Sektion Literatur leitete Haufs von 1997 bis 2009 stellvertretend.

„Wir sind bestürzt und traurig“, erklärte der rbb-Kulturchef Stephan Abarbanell. Er würdigte Haufs als einen der wichtigsten deutschen Lyriker des 20. Jahrhunderts. „Im SFB war er zudem drei Jahrzehnte lang ein Literatur-Journalist, der seinesgleichen suchte. Für die Hörerinnen und Hörer in Ostberlin war seine Arbeit häufig die einzige Möglichkeit, sich über die westdeutsche Literatur und den Literaturbetrieb auf dem Laufenden zu halten.“ / RBB

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