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Veröffentlicht am 2. Januar 2010 von lyrikzeitung
Niemand hat Istanbul so wunderbar beschrieben wie der türkische Dichter Orhan Veli Kanik. Er wurde im Jahr 1914 in Istanbul geboren und starb dort schon sechsunddreißig Jahre später an den Folgen eines nächtlichen Sturzes in eine Baugrube. Sein Gedicht „Istanbulu dinliyorum“ – „Ich höre Istanbul“ – ist so oft zitiert, vertont und aufgesagt worden, dass die Istanbuler die Augen verdrehen, sobald man es erwähnt. Als echter Klassiker gilt aber „Monteur Sabri“:
Mit dem Monteur Sabri
Reden wir immer nachts
Und immer auf der Straße
Und immer betrunken.
Er sagt jedesmal:
„Ich komme zu spät nach Haus.“
Und jedesmal
Hat er zwei Kilo Brot unterm Arm.
/ FAZ 1.1.
Kategorie: TürkeiSchlagworte: Istanbul, Orhan Veli Kanık
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das ist wirklich ein schönes gedicht. orhan veli kanik überhaupt, — in vierzeilern das beschreiben, was im wirklichen leben der einfachen leute wichtig war.
ein echter geheimtipp für freunde der moderneren türkischen lyrik ist özdemir asaf-aber auch atilla ilhan- sind einfach entdeckungen.
l.g. MAR
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