25. Ihre Gedichte leuchten

Für Laudatorin Petra Ganglbauer sind die Gedichte von Silke Peters „aufgeladen; knisternde, kurze Stücke, die Zeit lassen, die Raum lassen für ihre Fortschreibung im Kopf des Lesers oder der Leserin“. Sie seien geheimnisvoll, „mit ungewöhnlichen Fährten und bewusst gesetzten Entgleisungen ausgestattet“. Ihre Gedichte „schillern und leuchten. Schön dass es Literatur wie diese gibt.“ Diese Anerkennung habe sie sehr bewegt, gibt die Preisträgerin zu. Schließlich sei es „Künstlernahrung“, wenn man gelobt wird. Vor allem aber freue sie sich, wenn sich jemand mit ihrem Text so beschäftige.

Die Nähe zur bildenden Kunst. Ja, die sei ihr wichtig. Auch in ihrem neuen Zyklus „Sacra“ — einem Projekt, das sie mit der Theologischen Fakultät der Uni Rostock und dem Rostocker Frauenbildungsnetzwerk erarbeitet. Im kommenden Frühjahr ist dazu eine Ausstellung in der Unikirche geplant. …

Sicher schaue sie sich jetzt nach einem größeren Verlag um. Aber ihrem Wiecker Bote Verlag sei sie überaus dankbar. Denn der habe ihr erst den Weg geebnet. Brachte ihren allerersten Gedichtband heraus: „Wassernüsse vermisst“.

Für ihre Worte braucht Silke Peters „die konkrete Begegnung mit den Landschaften und den Menschen“, sagt sie. Ob es nun um Stralsund oder Venedig gehe. „Wichtig ist mir die unmittelbare Anschauung.

Denn ich arbeite mit vielen Details.“ Ob auf Reisen oder in einem Café der Hansestadt. „Der Trick ist, sich jeden Tag hinzusetzen und zu schreiben. Das hat viel mit langem Atem und Ausdauer zu tun“, gibt Silke Peters zu.

Und sie tauscht sich gern mit Gleichgesinnten aus. Organisiert das Bücherfest in Klempenow mit. Oder freut sich auf die nächste Lesebühne im Speicher am Katharinenberg: „Textrabatt“ am 8. Dezember.

/ MARLIES WALTHER, Ostsee-Zeitung 4.12.
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