„Caravaggio ist unser Zeitgenosse“, schreibt Henning Mankell über den frühbarocken Maler Michelangelo Merisi und dichtet: „Er sieht unsere Zeit, / Bevor sie eintrifft, / Und er lässt uns selbst sehen / In der Unsicherheit, in der er selbst lebte (. . .) / Das Leben kann nie ohne Risiko gelebt werden, / Immer gibt es eine Bedrohung / Oft nicht sichtbar aber zwischen / Den Zeilen, die er malt, können wir uns selbst sehen, / Unsere eigene Angst.“
Nun ließe sich einwenden, dass Künstler keine Zeilen malen und Gemälde nicht linear von oben nach unten lesbar sind wie ein Roman. Sie bieten dem Auge, wie Leonardo da Vinci bemerkte, alle Informationen zugleich, was die einzigartige Unmittelbarkeit der Malerei und die besondere Freiheit ihrer Betrachter ausmacht. Aber mit dem paragone der alten Schule, dem Wettstreit von Literatur, Musik und Kunst, ist der anhaltenden Flut der Liebeserklärungen aus den Nachbarkünsten an Caravaggio nicht beizukommen. Zu tief sitzen die Ängste und Sehnsüchte, die gerade dieser Altmeister unserer Gegenwart spiegelt. Von Dario Fo bis Martin Walser, von Cindy Shermans Performances bis zum Ballett der Staatsoper Berlin war der wegen Totschlags verurteilte Maler Thema. / KIA VAHLAND, SZ 12.3.
Als eine „Meisterin der Naturpoesie“ ist sie einmal gelobt worden. Und auch das bewahrheitet sich in „Krähengeschwätz“ immer wieder. Pflanzen und Tiere beobachtet die Autorin mit erstaunlicher Präzision: Die Pirole im Garten, die Blaumeisen, die Graureiher am Himmel, die blühenden Moorlilien genau wie den Kaktus in der Wohnung. Auch Beschreibungen der Landschaft haben bei Sarah Kirsch ihre eigene Poesie, selbst in den kurzen Tagebuchaufzeichnungen. / Andreas Heimann, Die Berliner Literaturkritik, 15.03.10
KIRSCH, SARAH: Krähengeschwätz. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2010. 175 S., 17,95 €.
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
These days are brim full of bad news about our economy—businesses closing, people losing their houses, their jobs. If there’s any comfort in a situation like this, it’s in the fact that there’s a big community of sufferers. Here’s a poem by Dana Bisignani, who lives in Indiana, that describes what it feels like to sit through a bankruptcy hearing.
Bankruptcy Hearing
They have us corralled
in the basement of the courthouse.
One desk and a row of folding chairs—
just like first grade, our desks facing Teacher
in neat little rows.
Upstairs,
wooden benches like pews and red
carpet reserved for those who’ve held out
the longest. No creditors have come to claim us
today. We’re small-time.
This guy from the graveyard shift
stares at his steel-toed boots, nervous hands
in his lap. None of us look each other
in the eye. We steal quick looks—how did you
get here. . .
chemo bills, a gambling addiction,
a summer spent unemployed and too many
cash advances to pay the rent.
We examine the pipes that hang
from the ceiling, the scratched tiles on the floor,
the red glow of the exit sign at the end of the hall
so like our other failed escapes:
light of the TV at night,
glass of cheap Merlot beside a lamp,
a stop light on the way out of town.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Introduction copyright © 2009 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Es hieß in der DDR oft, die Familie sei »die kleinste Zelle der Gesellschaft«, angesichts der Bedrängungen durch Beobachtung eine ungewollt wahre Formulierung; die noch kleinere Zelle allerdings war das Ich, ein übersichtliches Observierungsobjekt. Und zwar Beobachtung in jede Richtung. Man kann es als pfostendumm und lächerlich abtun, wenn ein Stasi-Bericht bescheinigt, Grass sei während eines DDR-Aufenthalts »ordentlich und sauber gekleidet« gewesen. Es ist pfostendumm und lächerlich. Aber just hinter solcher Banalität steckt jener erzieherische Anspruch, der alles auf Zumutbarkeit fürs Erziehungsobjekt Mensch prüfte. Die Sprache ist grobianischer Urteilsspruch und kafkaeskes bürokratisches Labyrinth, »die Maßnahmen zur operativen Kontrolle des Grass laufen unter dem Decknamen ›Bolzen‹, bei der HVA befindet sich der Grass unter Nr. UCF 6969 in Fahndung, Mitteilungen der genannten Diensteinheiten zu ›Bolzen‹ sind der Lagegruppe zu übermitteln und in den Lagefilm aufzunehmen.« Orgasmus einer Berichts-Spinne. Sarah Kirsch, Günter Kunert, Hans Joachim Schädlich sind »feindlich wirkende DDR-Schriftsteller«, Klaus Schlesinger, Jurek Becker, Klaus Poche werden als »negativ-feindlich« betitelt. Solches klare Vokabular bereitet unfreundliche Übernahmen durch die Justiz vor. …
Im Aktenostdeutsch, etwa im Falle von Lutz Rathenow und Frank-Wolf Matthies, die »beide keinen Beruf erlernten, keine Arbeitsrechtsverhältnisse eingegangen sind und sich als freiberufliche Schriftsteller ausgeben« und auch von Grass besucht wurden, klingt das dann so: »Im Zusammenhang mit der Einleitung der Ermittlungsverfahren gegen Matthies und Rathenow erfolgt auf der Grundlage der entsprechenden strafprozessualen und anderen Rechtsnormen die Zurückdrängung und Auflösung jedes feindlich-negativen Personenzusammenschlusses … Die Untersuchungen werden fortgesetzt.« / Hans-Dieter Schütt, ND 15.2.
Kai Schlüter: Günter Grass im Visier. Die Stasi-Akte. Ch. Links Verlag Berlin, 379 S., geb., 24,90 €.
Als Rudolf Borchardt 1909 seine große Besprechung von Stefan Georges „Siebentem Ring“ veröffentlichte, unterschied er die epochale Bedeutung Georges für die deutsche Literatur von der Verehrung einer Gemeinde, über deren Riten schon damals schäbige Gerüchte die Runde machten: „als ob dieser Anhang es wäre, was seine Wirkung auf die Zeit verewigt“. Hundert Jahre später nimmt die Wirkung Georges auf die Zeit wieder zu, aber das Interesse richtet sich weniger auf das Werk als auf den Anhang, den „Kreis“. Diesen Eindruck hat jedenfalls Ernst Osterkamp, der sich als Germanist herausgefordert sieht, Georges Wirkungen auf ihre Ursache zurückzuführen, Georges Dichtung.
Wie Borchardt legt Osterkamp eine exemplarische Interpretation eines Buches vor. Georges letzte Gedichtsammlung „Das neue Reich“ erschien 1928, im Jahr des sechzigsten Geburtstags. Osterkamps Buch bietet vier Studien zu einzelnen Gedichten, ergänzt um eine bezwingende, aus dem Gesamtwerk schöpfende Beschreibung einer Welt ohne Frauen. / Patrick Bahners, FAZ 17.3.
Ernst Osterkamp: „Poesie der leeren Mitte“. Stefan Georges Neues Reich. Edition Akzente. Hanser Verlag, München 2010. 292 S., br., 19,90 [Euro].
Manche meinen lechts und rinks Kann man nicht velwechsern werch ein Illtum…
Soloperformance nach Lyrik von Ernst Jandl. Des Dichters Stimme tritt in einen Dialog mit Posaune, Klavier, Electronics, Toys und schließlich auch mit Christian Muthspiels Stimme. Dieser macht sich auf eine klingende Reise durch den Kosmos Ernst Jandl. Gleichzeitig bekommt Muthspiels vielstimmiges Jandl-Solo eine weitere Bedeutung, da dieses Solo, das ja doch ein Muthspiel-Solo ist, auch „aus Ernst“ besteht und zugleich wider den tierischen Ernst ansingt. Ein subtil gewitztes Klangwerk. / Mein Salzburg
23. März 2010, 19.30 Uhr
OVAL – Die Bühne im EUROPARK
Der Liechtensteiner Künstler Vlado Franjevic hat sich in letzter Zeit mit seinen Ideen von lyrischer Vernetzung international Aufmerksamkeit verschafft.
Ceris Dien aus Wales liesst am 20. März an der Universität von Bangor in Wales neben anderer Poesie auch Franjevics Gedicht «Berührung der Stille» auf Englisch sowie «Mobiles Objekt» und «Gedicht über die Transformation» aus Franjevics Lyrikband «Uraufführung» auf Walisisch. Doch das ist noch lange nicht alles. A. Okhi Irawan Bandung auf Jawa, übersetzt derzeit Franjevics Gedichtesammlung «Berührung der Stille» aus dem Englischen ins Indonesische, AainaA A.R. Ritz [? sic] aus Malaysia überträgt dieselben Texte ins Französische und Malaysische und «Volksblatt»-Korrespondent Wiesław Piechocki ins Polnische. Sudhir Sharma aus Mumbai hat ebenfalls Interesse an dem Projekt bekundet, desgleichen Alex Kassandrinos aus Athen. / Volksblatt 15.3.
23. 3. 2010, 20 Uhr in der Sternwarte Radebeul, Auf den Ebenbergen 3, Radebeul bei Dresden
POESIE IM PLANETARIUM
Dieter Krause liest aus seinem neuen Gedichtband „Farbkammern“ (Leipziger Literaturverlag) und spricht mit Patrick Gorre über das Erscheinen der Farbe in Gedichten.
Ohne Sterne keine Poesie, so könnte man sagen. Denn bereits Dichter wie Robert Frost („Astrometaphysical“) und Walt Whitman („Year of meteors“) schrieben Gedichte über Themen der Astronomie. Mit Gottfried Benn hielt die „szientistische Weltsicht“ endgültig in die Poesie Einzug, Lyriker wie der Tscheche Miroslav Holub oder der aus Dresden stammende Durs Grünbein versuchten sich in jüngster Zeit daran, neue wissenschaftliche Erkenntnisse in ihre Poesie einfliessen zu lassen. Elektrische Apparate, Teilchenbeschleuniger, Nebelkammern, alles kann, alles muß bedichtet werden. Nicht zu vergessen die Telesope und Astrographen, die uns den Blick zu den Sternen erlauben.
Das Publikum der „Poesie im Planetarium“ des Literaturforum Dresden wird ganz nah dran sein: an der Poesie wie am Sternenhimmel. Das Empirische und das Reflexive, Wissenschaft und Kunst sollen einen Abend lang miteinander verbunden sein. Ein Dichter wird jeweils in der Sternwarte Radebeul seine neuesten Arbeiten vorstellen – danach wird dem Publikum Gelegenheit gegeben, den Sternenhimmel zu betrachten, wenn gewünscht unter fachkundiger Anleitung.
Dieter Krause ist 1961 in Dresden geboren. Von ihm liegen mehrere Gedichtbände, Hörstücke sowie die Novelle „Desertieren“ vor. Er lebt heute in Reichenberg bei Moritzburg. „Farbkammern“ ist sein viertes Buch.
Literaturforum Dresden in Zusammenarbeit mit der Sternwarte Radebeul.
/ Volker Sielaff
Im Rahmen unserer Buchmessenaktivitäten wird VJ Devon Miles, gemeinsam mit der Marktgalerie und dem Verlag Reinecke & Voß eine Textperformance durchführen. Diese findet am 19. März in der Marktgalerie (Markt 11) in Leipzig von 18 bis ca. 20.00 Uhr statt.
In vertikalen Mehrfachprojektionen werden Werkfragmente aus Jürgen Buchmanns „Grammatik der Sprachen von Babel“ und Norbert Langes „Das Geschriebene mit der Schreibhand“ visualisiert. Dazu kommen Visualisierungen der Arbeiten der jungen Leipziger Lyrikerin Johanna Schwedes.
Devon Miles ist einer der wenigen auch international erfolgreichen Künstler dieser Szene.Auf seiner Tour machte er Station in so Clubs wie dem Karma in Mailand, dem Paradise Beach Club auf Mykonos oder dem Volksgarten in Wien. Auf einer Vielzahl von Events wie Nachtdigital, Rave on Snow, Liquid Sunday, Fullmoon Festival oder dem Kazantip Rave visualisierte er die Sets von Audio Artists wie Rob Acid, Tomcraft, Chris Liebing, Ricardo Villalobos, George Morell, Erick Morillo, Noze, Redshape, Boris Dlugosch, Dapayk, Loco Dice und vielen mehr. Zu seinen Residencies zählten der Ground Zero, die Buddha Art Gallery und der Yard Club. Zurzeit und sorgt er in der Damenhandschuhfabrik regelmässig für visuelle Sensationen, wenn er nicht grade Gastspiele in London oder Berlin hat.
Die Literaturwerkstatt Berlin und die Crespo Foundation schreiben zum 18. Mal den open mike aus. Es werden drei Preise vergeben, ein Preis für Lyrik und zwei Preise für Prosa. Der open mike ist mit insgesamt 7.500 EUR dotiert.
Teilnehmen können deutschsprachige Autorinnen und Autoren, die nicht älter sind als 35 Jahre (Stichtag: 15.7.2010) und noch keine eigene Buchpublikation vorzuweisen haben. Eingereicht werden kann entweder kurze Prosa, ein in sich geschlossener Auszug aus einem Großtext ODER Lyrik. Die Texte dürfen bis zum Endausscheid im November weder veröffentlicht (betrifft auch Internet, Zeitschriften, Anthologien und Dokumentationen jeder Art) noch zu einem anderen Wettbewerb oder Stipendium eingereicht worden sein. Jeder Teilnehmer kann nur eine Einsendung einreichen.
Der Umfang der eingereichten Texte muss in etwa einer 15-minütigen Lesezeit entsprechen. Deutlich zu lange oder zu kurze Einsendungen kommen nicht in die Auswahlrunde. Formatvorgabe: A 4-Format, einseitig bedruckt, Schriftgröße 12, Zeilenabstand 1,5. Die Manuskripte müssen in zweifacher Ausfertigung als lose Blätter (ohne Heftung) eingesandt werden. Auf den Manuskriptseiten darf weder der Name des Absenders noch ein Zahlencode, Kennwort o. ä. erscheinen. Eine kurze Biographie mit Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse ist beizulegen. Eine Rücksendung der Manuskripte kann leider nicht erfolgen.
Einsendeschluss ist der 15. Juli 2010 (Datum des Poststempels).
Der amerikanische Schriftsteller Walt Whitman (1819-1892) gilt als Begründer der modernen amerikanischen Dichtung. Ohne sein Lebenswerk „Grasblätter“ wäre T.S. Eliots Langgedicht „Das öde Land“ wohl kaum denkbar. Seine prosaischen, freien Verse haben die amerikanische Literatur geprägt wie kein zweites dichterisches Werk. Aber auch auf den europäischen Expressionismus hat Whitmans Lyrik einen wesentlichen Einfluss gehabt. Nicht umsonst wird Whitman als der amerikanische Homer und Dante verehrt. …
Jürgen Brôcans beeindruckender editorischer Leistung ist es zu verdanken, dass sämtliche Gedichte Whitmans nun erstmals in ihrem Kontext – versehen mit zahlreichen Interpretationshilfen und Hintergrundinformationen – zu lesen sind. Außerdem ist es Brôcan Verdienst, dass wir diesen großen Dichter Amerikas, der den Aufbruch seiner Nation aufmerksam begleitet und in Versform gebannt hat, nun wiederentdecken und heute noch einmal der Geburt einer Nation beiwohnen können, die der Welt durch sein Werk noch einmal ein selbstbewusstes „Salut au Monde“ entgegen ruft. / Thomas Hummitzsch, Die Berliner Literaturkritik 26.2.
WHITMAN, WALT: Grasblätter. Nach der Ausgabe von 1891-92 erstmals vollständig übertragen und herausgegeben von Jürgen Brôcan. Carl Hanser Verlag, München 2009. 860 S., 39,90 €.
Die Herausgeber und Übersetzer Mingxiang Chen und Hildburg Heider haben gut 240 Gedichte aus der klassischen Zeit der chinesischen Dichtung ausgewählt: und die umfasst immerhin den Zeitraum vom 3. Jahrhundert v.Chr. bis zum 13. Jahrhundert. Um diese Dichtung und ihre Übersetzung aufzuschließen, sind den Texten nicht nur Landkarten, Anmerkungen zu den Dichterbiographien und Literaturhinweise beigegeben. Jedem Gedicht folgen unmittelbar Erläuterungen zu Ortsnamen, politischen Verhältnissen, Anspielungen. Darüber hinaus ist manches Gedicht in vier Versionen präsent: im Original, in Pinyin-Umschrift und neben der eigentlichen Übersetzung auch in einer direkten Interlinearversion. / Tobias Roth, Die Berliner Literaturkritik, 04.03.10
CHEN, MINGXIANG: Frühling im Jadehaus. Klassische chinesische Gedichte. Reclam Verlag, Ditzingen 2009. 256 S., 12 €.
In Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin (LCB) bietet die Leipziger Buchmesse am Messefreitag in den „Prosa Prognosen“ zum zehnten Mal jungen Debütanten ein Podium (ab 14.30 Uhr im Congress Center Leipzig – Mehrzweckfläche 4). Am 19. März von 20.00 bis 24.00 Uhr findet im Lindenfels Westflügel erstmalig die Lesung der unabhängigen Verlage statt, mit 18 Autoren aus 13 Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Infos zum Programm unter www.uv-lesung.de. Und am selben Abend bitten 21 Verlage zum Tanz: bei der Party der Jungen Verlage. Ort: Historische Schalterhalle der Alten Hauptpost, Augustusplatz Leipzig 1-4, gegenüber von Oper und Gewandhaus.
Leipzig liest hat sich der Förderung junger unabhängiger Verlage und des literarischen Nachwuchses verschrieben. Bereits zum 5. Mal zeigen sich eine Vielzahl von Independent-Verlagen auf der „Leseinsel Junge Verlage“ (Halle 5 E 200) mit ihren Büchern und Veranstaltungen. Am Messedonnerstag (18. März) ab 19.00 Uhr bis in den frühen Morgen lesen in der Langen Leipziger Lesenacht – kurz L3 – zum 5. Mal mehr als 50 junge deutschsprachige Autorinnen und Autoren.
Auszüge:
18. März 201020:00 – 21:00 Uhr
Lange Leipziger Lesenacht
Lesung Luise Boege, Hauke von Grimm, Sandra Trojan
Moderation Tobias Amslinger
Veranstalter ClaraPark, Edition PaperONE , Leipziger Buchmesse, Lettrétage, Moritzbastei, Poetenladen
Ort Moritzbastei, Schwalbennest, Universitätsstraße 9, 04109 Leipzig (Zentrum)
18. März 2010
22:00 – 23:00 Uhr
Ebenda
Ron Winkler, Clara Ehrenwerth, Christoph Wenzel
Moderation Tobias Amslinger
Veranstalter ClaraPark, Berlin Verlag, edition Azur, Leipziger Buchmesse, Moritzbastei, yedermann Verlag
19. März 2010
20:00 Uhr
Gohliser Schlößchen,
Menckestraße 23, 04155 Leipzig (Gohlis-Süd)
ÖPNV Straßenbahn: 4
Lyrik im Schlößchen
Lars-Avid Brischke, Sabina Lorenz, Katrin Marie Merten, Michael Wüstefeld, Swantje Lichtenstein, René Hamann, Lars Reyer
(Zehn Jahre Lyrikedition 2000)
20. März 2010
19:00 Uhr
Norbert Lange, Frank Hilpert, Sophie Dethleffs, Johanna Schwedes, Jürgen Buchmann
Grammatik der Sprachen von Babel
Poesie und ihre Poetik in Gedicht und poetologischer Erzählung – Neuerscheinung bei Reinecke & Voß, Musik: Frank Hilpert
Moderation Tim Voß
Veranstalter Verband deutscher Schriftsteller (VS)
Ort Café Anton Hannes, Beethovenstraße 17, 04107 Leipzig (Zentrum-Süd)
ÖPNV Bus: 89
(vielleicht sehen wir uns hier oder da oder dazwischen?)
Ein ödipales Vergnügen – Faktors erotischer Entwicklungsroman über Widerstände, Schmutz und Schönheit. Georg wächst in der schönsten Wohngegend Prags in einem summenden Frauenhaushalt auf. Leider zur Zeit des politischen Terrors, der überirdischen Atomversuche und später des Reformversuchs von ’68. Zwischen Tanten mit Kriegstraumata, dem tyrannischen Onkel ONKEL und der überstrahlend-schönen Mutter bleibt ihm nur die Flucht nach vorn.
Hier gibt es Besprechungen aus FAZ und SZ
Im gerade erschienenen Heft des Leipziger „Poet“ (Nr. 8 ) ein Gespräch Jan Kuhlbrodts mit Jan Faktor über das Prager und das Ostberliner Milieu jener Jahre, seine Prosa und mehr, außerdem viel deutsche und russische Lyrik, darauf wird zurückzukommen sein.
Neueste Kommentare