Das poesiefestival berlin 2010 macht ein Programm für Schüler und Lehrer.
Mit Lesungen für Schüler an den europäischen Schulen Berlins sowie zwei Fortbildungen für Lehrer veranstaltet das poesiefestival berlin dieses Jahr ein umfangreiches Bildungsprogramm. Dichter des Festivals lesen ihre Gedichte in den Klassen und diskutieren mit den Schülern über Lyrik. Grundschullehrer können sich über den kreativen Umgang mit Lyrik im Unterricht informieren und Oberstufenlehrer über den Einsatz von Poesiefilmen an der Schule.
Dichter aus vier Ländern gehen an die Staatlichen Europaschulen in Berlin, an denen in zwei Sprachen unterrichtet wird. Die Festivaldichter Titos Patrikios, Sara Ventroni, Florence Pazzottu und das Flamenco-Duo Piñana/Tornero, lesen ihre Gedichte, sprechen über ihr Werk und diskutieren mit den Schülern über ihre Arbeit und ihre poetologischen Ideen. Die Schüler bekommen so die einmalige Möglichkeit, mit den Dichtern in direkten Kontakt zu treten.
Poesiefilme des ZEBRA Poetry Film Festival hat der Duden Schulbuchverlag auf einer DVD als Unterrichtsmaterial zusammengebracht. Sie ist Grundlage einer Lehrerfortbildung, auf der sich Lehrer über die Verwendung von Poesiefilmen in der Schule informieren können. Sie werden in diesem Workshop auch mit neuen Unterrichtsmodellen für den Lyrikunterricht vertraut gemacht. Der Dichter Arne Rautenberg und der Filmemacher Lars Büchel, deren Werke auf der DVD vertreten sind, sprechen über Möglichkeiten dieses Mediums.
Für Deutschlehrer der 4. Klasse bietet LesArt eine Fortbildung für den Umgang mit Lyrik an der Grundschule an. Gelehrt werden Techniken für eine kreative Umsetzung von Gedichten innerhalb von Schulprojekten. Die Fortbildung ist Auftakt zu einem Lyrik-Jahresprojekt im Schuljahr 2010/ 2011, dessen Ergebnisse im poesiefestival berlin 2011 dann öffentlich präsentiert werden.
Das poesiefestival berlin findet vom 4. – 12. Juni 2010 statt. Der diesjährige Fokus liegt auf dem Mittelmeer.
Das poesiefestival berlin wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und findet statt in Kooperation mit der Akademie der Künste.
Mit freundlicher Unterstützung der MARITIM Hotels Berlin.
Mo 7. Juni 9.30 – 16.00 Uhr
Lehrerworkshop: Alle Wörter auf Erden…
LesArt – Berliner Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur, Weinmeisterstr. 5. 10178 Berlin
Teilnahmegebühr: 25 EUR
Informationen und Anmeldung bei LesArt unter: Tel 030 2829747
Fr 11. Juni 9:30 – 16:30
Lehrerworkshop: Poesiefilme für den Deutschunterricht
Literaturwerkstatt Berlin, Knaackstr. 97 (Kulturbrauerei), 10435 Berlin
Teilnahmegebühr: 30 Euro
Anmeldung erbeten: kalaitzis@literaturwerkstatt.org
Mit Arne Rautenberg (Dichter, Kiel), Lars Büchel (Filmemacher, Hamburg), Claudia Maaß (Fachdidaktikerin, Lehrerin, Berlin)
In conjunction with the Montana Cowboy Poetry Gathering, KXLO-KLCM radio in Lewistown is sponsoring a ‘Young Cowboy Poet Search’ contest to encourage students 8 – 18 to try their luck at writing ‘cowboy poetry.’ All youth participants will receive two complimentary day passes to Cowboy Poetry and the Western Art & Gear Show at The Yogo Inn August 13, 14 & 15. Participants will also have an opportunity to record an original poem for broadcast. Two grand prize winners (from ages 8 – 12, and 13 – 18) will be invited to recite (or read) their original poem at the Saturday, August 14th cowboy poetry night show at the Fergus Center for the Performing Arts, ‘on stage’ with Red Steagall, Gwen Petersen (the founder of Montana Cowboy Poetry) and Henry Real Bird (Montana’s Poet Laureate). Each of the Grand Prize winners will receive two complimentary tickets for the night show at the Fergus Center for the Performing Arts (for their beaming parents), and a handsome KXLO-KLCM logo jacket. / Bozone.com
Young German Cowboy poetry here
Die erste offizielle Publikation der 1954 in Leipzig geborenen Dichterin Jayne-Ann Igel war das „Poesiealbum Nr. 259“. Es erschien 1989 noch unter dem Namen Bernd Igel. Dann wechselte sie das Geschlecht. In ihrem aktuellen Erzählband „Berliner Tatsachen“ zeigt sich Jayne-Ann Igel als Meisterin des Erzählens in Bildern. Ihre Sprache bewegt sich suchend auf Stimmungen und Sachverhalte zu, deren optische und akustische Eigenschaften sie bis in haarfeine Übergänge bloßlegt. / Dorothea von Törne, Märkische Allgemeine 8.5.
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
If writers are both skilled and lucky, they may write something that will carry their words into the future, past the hour of their own deaths. I’d guess all writers hope for this, and the following poem by Peter Cooley, who lives in New Orleans and teaches creative writing at Tulane, beautifully expresses his hope, and theirs.
The One Certain Thing
A day will come I’ll watch you reading this.
I’ll look up from these words I’m writing now—
this line I’m standing on, I’ll be right here,
alive again. I’ll breathe on you this breath.
Touch this word now, that one. Warm, isn’t it?
You are the person come to clean my room;
you are whichever of my three children
opens the drawer here where this poem will go
in a few minutes when I’ve had my say.
These are the words from immortality.
No one stands between us now except Death:
I enter it entirely writing this.
I have to tell you I am not alone.
Watching you read, Eternity’s with me.
We like to watch you read. Read us again.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2009 by Peter Cooley, whose most recent book of poems is Divine Margins, Carnegie Mellon University Press, 2009. Poem reprinted from Pleiades, Vol. 29, no. 2, 2009, by permission of Peter Cooley and the publisher.
Introduction copyright © 2009 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Den Indianern als seinem zuverlässigsten Standbein widmete Keil sich dann im zweiten Teil. / Gießener Anzeiger 10.5.
Beim Lyrikpreis Meran werden Autoren nicht abgeschlachtet. In einfühlsamem und konziliantem Ton werden Texte beurteilt. Der Preis und seine Jury sehen sich der Tradition verpflichtet. Das entspricht dem Charakter der Gattung. Nur: Eine kritischere Gangart könnte der Gattung ohne große Bühne zu mehr Rampenlicht verhelfen. Verena Gruber, ORF
Makarios (Frontmann von Die Art) und Dr. Pichelstein, verarzteten am Freitag ihr Publikum im Cottbuser Klub Chekov. Mit vertonter Lyrik des russischen Dichters Pratajev, Dr. Pichelstein an der Akustik Gitarre und Dr. Makarios begeisterte das Duo mit feinster handgemachter Musik mit Tiefgang. / Lausitzer Rundschau
Vgl. L&Poe
2002 Mrz # Pratajew lebt
2003 Sep # Pratajev-Forschung
2004 Mai #79. Pratajev wieder da
Pratajew lebt
Er muss gelebt haben. Mit an mittelgroßer Sicherheit grenzender Höchstwahrscheinlichkeit ist das Gerücht, Pratajev sei eine Erfindung gesellschaftlich abgedrifteter Spinner, falsch.
lesebühne tEXTRAbatt: der Zehnte
Am 11. Mai gibt die Stralsunder Lesebühne den Zehnten: einen großzügigen tEXTRAbatt für alle ZuhörerInnen. Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Seit Juni 2009 stehen die tEXTRAbatt-Gründerinnen Odile Endres, Silke Peters und Irmgard Senf jeden zweiten Dienstag im Monat auf der Bühne im Speicher am Katharinenberg – und seit September 2009 ist auch Ulrike Sebert mit von der Poesie-Partie.
Zum 10. Jubiläum werden Texte von allen vier Lyrikerinnen zu hören sein. Außerdem hat tEXTRAbatt zwei Gäste eingeladen: Amina Appelt, Autorin und Künstlerin aus Mecklenburg, und den freien Autor Michael Hüttenberger, der in Darmstadt und Ostfriesland lebt.
Ein prickelndes Programm, das runterläuft wie Prosecco: Ein Grund mehr zum Anstoßen auf den 10. tEXTRAbatt.
tEXTRAbatt gibt es wie gewohnt am zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Mehrgenerationenhaus im Speicher am Katharinenberg 35 in Stralsund. Es gibt auch einen Blog dazu.
Selten präsentierte sich die vermeintlich schwer zugängliche, oft selbstreferenzielle Poesie so erzählerisch und wirklichkeitsnah wie bei der nun zehnten Ausgabe von „Lyrik im Gespräch“ (eine gleichnamige Dokumentation von Grubers Nachfolger Ferruccio Delle Cave und Martin Hanni ist soeben im Bozener FolioVerlag erschienen, mit Audio-CD). Erstmals waren die Texte der neun Finalistinnen und Finalisten sämtlich „unter der nördlichen Automatensonne“ Deutschlands entstanden. Diesen Himmelskörper beschreibt Andre Rudolph mit einer anziehenden Mischung aus Ironie und Leichtigkeit in „confessional poetry“. Schnell war sich die ebenso konziliante wie profund urteilende Jury – bestehend aus Ulla Hahn, Ilma Rakusa, Hans Jürgen Balmes, Christoph Buchwald und dem Innsbrucker Germanistikprofessor Wolfgang Wiesmüller – einig: Ecce poeta, und zwar ein sehr gegenwärtiger, der in einem freien Ton und unverbrauchten Bildern dichtet. …
Auch ein „rundes gedicht“ von Undine Materni aus Dresden bekam gefiederten Besuch – von einer Taube, die sich aus Gedicht und Gedanken nicht mehr vertreiben ließ. Doch Materni geriet wie Myriam Keil mit ihrer resignativ-bissigen Großstadtlyrik oder Eva Christina Zeller, die anrührend schlicht über Menschen- und Autofriedhöfe schreibt, ins Visier des etwas selbstgerechten Klischee-Detektors von Christoph Buchwald. / Katrin Hillgruber, FR 10.5.
Der Lyrikpreis Meran (Juroren: Ilma Rakusa, Zürich; Christoph Buchwald, Amsterdam; Ulla Hahn, Hamburg; Hans Jürgen Balmes, Frankfurt/Main, Wolfgang Wiesmüller, Innsbruck) geht an Andre Rudolph (8.000 Euro). Der Alfred-Gruber-Preis der Stiftung Südtiroler Sparkasse (3.500 Euro) geht an Sünje Lewejohann. Carsten Zimmermann erhält den Medienpreis des RAI-Senders Bozen (2.500 Euro). Träger des Preises der Jury (1000 Euro) ist Christian Rosenau.
Michael Arenz’ Gedichte zu lesen ist, als würde man eine Zeitreise in die Siebziger unternehmen. Es schwingt darin der Sound von Fauser, Brinkmann, Wondratschek – auf eine ganz eigene Art. Es ist eine rotzig-dreckig-lässige Lyrik, eingängig und gut wie ein guter Rocksong, der sich erst erschließt, wenn man all seine Untertöne wirklich erfasst hat. Eine Lyrik, an der Cash, Jagger und Rose ihre Freude hätten. Vermutlich sogar Morrison. / cineastentreff 8.5.
Michael Arenz
„Die Vulgarität der Davongeschwommenen Felle. Poeme“
Silver Horse Edition, Marklkofen 2010
6,80 Euro
Emily Dickinson nannte sich selbst einmal „verrückt nach (Pflanzen-)Zwiebeln“ („lunatic on bulbs“), womit sie auf ihre Leidenschaft für Narzissen, Hyazinthen und andere Frühlingsblumen anspielte, die sie im Winter in ihrem Haus in Amherst, Mass., aufzog. Verrückt wird sie den Nachbarn vorgekommen sein, die sie beobachten konnten, wie sie in mondbeschienenen Sommernächten die Blumenbeete hinter dem Haus bepflanzte. / HOLLAND COTTER, New York Times 29.4.
Im New Yorker Botanischen Garten wurde der viktorianische Garten der Dichterin Emily Dickinson nachgebaut. Dickinson (1830-1886) lebte die meiste Zeit ihres Lebens im Haus ihrer Familie in Amherst, Mass., wo sie 1775 Gedichte schrieb. Nicht einmal ein Dutzend davon wurden zu ihren Lebzeiten veröffentlicht.
„Hier müssen satte Menschen friedlich wohnen / Mit runden Köpfen, denen man vertraut. / Es riecht nach saurem Bier und braunem Kraut, / Nach fett und fromm gewordenen Matronen“: So lautet die erste Strophe aus Hans Adlers Gedicht „Das Städtchen“. An dem gleichnamigen Roman, seinem einzigen, arbeitete der Jurist und Textdichter ganze acht Jahre lang. „Das Städtchen“ erschien 1926 und wurde mit dem Künstlerpreis der Stadt Wien ausgezeichnet. Schon zuvor waren Tucholsky, Klabund und andere auf Adlers satirisches Talent aufmerksam geworden. / Katrin Hillgruber, Tagesspiegel
Wenn etwa der Prosaautor Robert Menasse wortreich seine Überlegungen zur Romantheorie in Anschlag brachte und der Lyriker Nico Bleutge die Wirkungsprinzipien seiner Gattung in bildhaft knapper Diktion dagegenhielt, wenn die Kritikerin Iris Radisch ihr Unbehagen an einer Gegenwartsliteratur zwischen „Ernüchterungsstil“ und „Retro-Chic“ formulierte und ihre Kollegin Sigrid Löffler die grassierende Selbstentmachtung der Literaturkritik durch einen „Konsens der Mittelmäßigkeit“ anprangerte, wenn der eloquente Hubert Winkels die Befreiung der Literatur aus ideologischen, moralischen und pädagogischen Funktionszusammenhängen begrüßte und die stille Marion Poschmann mit leichter Hand die Kategorie des Schönen in die Debatte warf, dann schien nur auf den ersten Blick jeder sein eigenes Geschäft zu verfolgen: Im Kontext der drängenden Fragen und tastenden Antworten, die in diesem Kreis von Literaturliebhabern kursierten, fügte sich alles zum Puzzle eines schönen Schlachtengemäldes, das die Verteidigung der Bücher-Welt gegen ihre vermeintlichen und tatsächlichen Angreifer und Belagerer darstellte. / KRISTINA MAIDT-ZINKE über die Hamburger Begegnung von je etwa einem Dutzend Schriftstellern und Kritikern, SZ 3.5.
(Nun wär noch interessant, wie es wirklich war, zB wie es aus Marion Poschmanns Sicht aussah)
Alle liebten Jean Paul. Greise Anakreontiker überwiesen dem Heim-, Weib- und Mittellosen Kapitalien. Fabrikantengattinnen beherbergten den Herumstreicher, der in Gasthöfen oder zur Untermiete wohnte. Das Ehepaar Herder nahm ihn in familiäre Obhut. Dass eingeweihtere Freunde wie der siebzehnjährige Geiger Paul Emile Thieriot aus Leipzig sogar zu wissen meinten, «wie er es macht», konnte das panikartig um sich greifende Gerücht nicht aufhalten, der Mann sei, wie er schrieb. / Beatrix Langner, NZZ 8.5.
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