3. Gedicht-Körper

Nicht umsonst nennt Seel ihren Verlag ein „labor für poesie als lebensform“.

Ein Labor, in dem sie nun, erstmals, sich selbst zu Wort meldet. „ich kann diese stelle nicht wiederfinden“: Spricht man Seel auf eine Passage daraus an, gerät sie tatsächlich ins Suchen, als könne sie den Vers in sich nicht finden, überlässt das Antworten lieber dem Fragenden. Es geht viel um Körper. Körperwahrnehmungen. Nicht jedoch im Sinne individueller Sinneserfahrung. Fast scheint es, als meine Seel, wenn sie vom Körper spricht, ein Kollektiv. Das Gedicht selber wird ihr zum Wortorganismus: „wenn der raum des gedichts kein auge hat, / das auf ein außen sieht, nur bewegung / im körper des autors, welcher der leser ist . . .“ – Autor und Leser, im Schreiben und im Wörter-Entziffern werden sie eins. Daniela Seel, Herz und Zentrum des Verlags, äußert sich im Gedicht – aber ob es nun ihr Name ist, der den Buchumschlag ziert, oder ein anderer, macht das einen Unterschied? Noch einmal fällt ihr Satz: „Das Ich wird überschätzt.“ / Dierk Wolters, Nassauische Freie Presse

Am 5.6. erhält Daniela Seel in Bad Homburg den Hölderlin-Förderpreis.

2. Erst den Menschen in die Schönheit einführn…

Hier gibts eine Aufnahme der Lesung von Elke Erb, Christian Filips und Bo Wiget im Rahmen von Prosanova (für alle, die nicht dabei waren, in Hildesheim oder Frankfurt, und sich selbst einen Eindruck machen wollen: es gibt Leute, die können was)

Haushaltsfragen

1. Auffangbecken Secession

„Nur Du, und nur Ich“ von Christian Uetz (Jg. 1963) ist ein verdammt merkwürdiges Büchlein, das in der Form nur bei Secession erscheinen konnte. Im Herbst 2010 gegründet, hat sich der Verlag von Christian Ruzicska (vormals Tropen Verlag) und Susanne Schenzle mit nur zwei Programmen bereits einen sehr guten Namen gemacht. Secession veröffentlicht Bücher von zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Autoren in Neuübersetzungen sowie neue Literatur, die sich etwas traut und dem Leser einiges zumutet. Der Verlag wird so zu einem Auffangbecken für Autoren, für die sich trotz ihrer literarischen Qualitäten im Literaturbetrieb niemand zuständig fühlt, die aufgrund des Zeitgeists durch den Raster der Verlagslandschaft fallen.

Womit wir bei Christian Uetz wären. Der Schweizer Lyriker und Spoken-Word-Poet ist ein Unikum, wie man bei einem Auftritt im Vestibül des Burgtheaters vor zwei Jahren feststellen konnte. Der Mann entblößt sich mit seinen Texten und tritt als Performer dem Publikum zu nahe. Ähnliches gilt auch für „Nur Du, und nur Ich“, seinen ersten Roman, den sich sein bisheriger Verlag Suhrkamp offenbar nicht antun wollte. / Sebastian Fasthuber in Falter : Woche 22/2011 vom 25.5.2011 (Seite 23)

 

134. Lyrikpreis München 2011

Am 27. Mai 2011 benannte die Abendjury drei Kandidatinnen für das Finale des Lyrikpreises München

Marie T. Martin, Köln
Sandra Trojan, Leipzig
Janin Wölke, Berlin

Die Juroren am 27. Mai 2011:

Eva-Elisabeth Fischer, Redakteurin SZ
Prof. Rolf Grimminger, Germanist
Dr. Ludwig Steinherr, Lyriker, Lehrbeauftragter für Philosophie
Stein Vaaler, Lyriker

Nominiert waren

Lydia Daher, Augsburg
Ute Eisinger, Wien
Marie T. Martin, Köln
Tibor Schneider, Tübingen
Sandra Trojan, Leipzig
Janin Wölke, Berlin

Sechs/sieben der Einreichungen werden von einer Vorjury ausgewählt. [verstehe ich nicht, M.G.]

Die Vorjury setzt sich 2011 zusammen aus:

Hans-Karl Fischer, Lyriker und Scherenschneider www.hanskarlfischer.de
Kristian E. Kühn, Lyriker, Essayist, Filmemacher
Ulrich Schäfer-Newiger, Lyriker, Mitherausgeber des „TORSO“
Stein Vaaler, Lyriker

Bericht über den ersten Leseabend hier

Die Einreichfrist für die zweite Lesung ist der 30. Juni 2011

133. Experiment und Existenz

Hier seien „alle wichtigen Stimmen des lyrischen Experiments in der Gegenwartsliteratur“ versammelt, renommierte das Frankfurter Lyrikfestival. Es waren ja tatsächlich sehr schätzenswerte Autoren vertreten, aber „alle“? Das verbuche ich unter „Westdeutsch for you“, Abteilung „Alles über…“: wonach die nächstbeste Zeitschrift 15 Seiten mit großformatigen Bildern zum Thema XYZ auf dem Titel ankündigt mit „ALLES ÜBER XYZ“.

Wie dem auch sei, leider konnte ich nicht hin, weil ich in Vorpommern gebraucht wurde. Jetzt lese ich im FAZ-Bericht so etwas wie den Soundtrack zum Werbefilmchen. Als Kronzeugen werden nacheinander Gottfried Benn, Durs Grünbein und Michael Lentz aufgerufen. Benn bezeugt:

Bis auf weiteres werde das abendländische Gedicht durch Worte und Formen zusammengehalten, nicht durch Rülpsen und Husten

und sprach von

„rezidivierendem Dadaismus“ .

Die vortragenden Dichter schienen dem zu widersprechen und die anhaltende Faszination zu bezeugen, die von „dieser Art“ ausgeht. Aber die Zeugen treten vor und relativieren. Kurt Schwitters sei

 weit radikaler als der Mainstream heutiger Lesebühnen

befand Zeuge Grünbein und hat völlig recht. Vielleicht wenig logisch im Bezug auf Schwitters folgert er:

Es gebe heute keine Regeln, fasste Grünbein zusammen, möglicherweise mit einer Ausnahme. „Es gibt vielleicht eine Fundierung des Schreibens in der Existenz.“

Vor tritt der Zeuge Lentz:

er bemühe sich um eine Wende vom Experimentellen zum Existentziellen [sic].

Womit sich der Kreis schließt und der abendländische Dichter Recht behält. Jetzt wissen wir alles über experimentelles Schreiben heute. [Hat nicht Paulus Böhmer vorgetragen? Franz Mon? Barbara Köhler? Ulf Stolterfoht?]

Stille. – „Was für eine Stille?“ (mehr)

Vgl. L&Poe 2011 Mai #119. Schwester Scham und Bruder Duden in Frankfurt

132. Sein erstes Gedicht. Guntram Vesper zum 70.

Geboren am 28. Mai 1941 in Frohburg in Sachsen, wuchs Vesper in die politischen Verwerfungen der frühen DDR hinein. Einen in krakeliger Schrift geschriebenen Kalendereintrag vom 17. Juni 1953 bezeichnete er später als sein ‚erstes Gedicht‘, ‚Sätze, deren Anfang und Ende ich suchen musste‘: ‚In der DDR alle Arbeiter gestreikt. Die Polizei mit Waffen vertrieben. Regierung war machtlos.‘ / Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung 28.5.

131. Hölderlins Hauptwort

In Uwe Kolbes Essayband auch ein

… Brief an eine Eberswalder Schülergruppe, die sein Gedicht ‚Der Glückliche‘ gelesen hat und fragt, was es mit dem in Vers 10 erwähnten ‚Hauptwort Hölderlins‘ auf sich habe. Der Dichter antwortet: Es ist ‚das kleine Wort ,Aber“. Er hat es an den Anfang von Sätzen getan, an den Anfang von Versen, an den Anfang von Strophen. Es setzt nicht wirklich entgegen, es hat gar nichts gemein mit dem Aber des Trotzes. Es bedeutet so viel wie ,Aufgepasst“ oder ,Aufgemerkt“ oder ,Aufgewacht“ oder – und vor allem: Lasst uns weitergehen und schauen.‘ Es werden viele Bücher zum 50. Jahrestag des Mauerbaus erscheinen. Ein schmales, gehaltvolles ist jetzt schon erschienen. / LOTHAR MÜLLER, Süddeutsche Zeitung 26.5.

UWE KOLBE: Vinetas Archive. Annäherungen an Gründe. Wallstein Verlag, Göttingen 2011. 224 Seiten, 19,90 Euro.

130. Nobelpreis für Dylan?

Um Dylan als das auszuzeichnen, was er ist, müsste die Schwedische Akademie nicht die sperrangelweite Tür noch einmal einrennen, die früher mal zwischen ‚Hochkultur‘ und ‚populärer Kultur‘ geschlossen war. Sie müsste sich auch nicht eine Liste von Zitaten von T.S. Eliot oder Robert Burns und besonders kryptischen ’surrealistischen‘ Texten (Rimbaud-Connection etc.) vorlegen lassen. Sie müsste sich nur daran erinnern, dass sie die Schwesterkünste der Literatur schon häufig mitgewürdigt hat. Winston Churchill erhielt 1953 den Preis nicht nur für seine Bücher, sondern auch für ‚die glänzende Redekunst, mit welcher er als Verteidiger von höchsten menschlichen Werten hervortritt‘. Warum sollte ihn Dylan nicht als glänzender Songwriter erhalten, der unter anderem durch die Elektrifzierung der Bibel, des Blues und der Ballade hervorgetreten ist? / LOTHAR MÜLLER, Süddeutsche Zeitung 24.5.

129. Gestorben

Der Lyriker, Dramatiker und Übersetzer Edwin Honig starb nach langer Krankheit im Alter von 91 Jahren. Seiner Großmutter, die kaum Englisch, aber Spanisch, Arabisch und Jiddisch sprach, verdankte er sein lebenslanges Interesse am Spanischen und Portugiesischen. 1944 übersetzte er den einige Jahre vorher von Francos Truppen ermordeten Federico García Lorca. In Portugal wurde er für seine Pessoaübersetzungen geehrt und auch der spanische König zeichnete ihn aus. / Richard C. Dujardin, Providence Journal

128. Sagenhaftes Island

Sehr zur Kümmernis der Isländer hatte Dänemark, das lange die Oberhoheit über die Insel besaß, viele Handschriften in seine Museen entführt. Erst 1971 wurden sie an den isländischen Staat zurückgegeben, die Heimkehr geriet zum Volksfest: „Wir standen an den Straßen mit der Nationalflagge in der Hand.“

Island ist Gastland der Frankfurter Buchmesse vom 12. bis 16. Oktober. „Sagenhaftes Island“ heißt das vielversprechende Motto für dieses bisher größte Panorama der isländischen Kunst und Kultur in Deutschland, schreibt die FR.

127. Freiheit und Demokratie für das syrische Volk

Aufruf deutschsprachiger Autorinnen, Autoren und Kulturschaffender

Friedliche Demonstranten, die sich für Freiheit und Demokratie einsetzen, werden in Syrien von einem verbrecherischen Regime verhaftet, gefoltert oder auf der Straße ermordet.
Seit Wochen werden die Städte Daraa, Banias, Homs u.a. von der Außenwelt abgeschnitten und belagert.
Dieses gleiche Regime, das seit Jahrzehnten das Land ausgeraubt, seine politischen Kritiker inhaftiert und gefoltert hat, verhindert jetzt jede friedliche Reform und steuert das Land in einen Bürgerkrieg.
Wir, die UnterzeichnerInnen solidarisieren uns mit dem syrischen Volk und seinem Einsatz für Freiheit und Demokratie und verurteilen das brutale Vorgehen des Assad-Regimes gegen die Zivilbevölkerung.

Wir appellieren an die syrische Regierung, das Blutvergießen zu beenden und eine friedliche und demokratische Lösung des Konflikts herbeizuführen.

Wenn Sie unseren Aufruf mit Ihrer Unterschrift unterstützen möchten, bitten wir Sie uns entweder unten im Kommentarbereich oder aber auch über Email (syrischefreiheit@googlemail.com) Ihren Namen und Ihre Stadt mitzuteilen.

Senden Sie uns einfach Ihren Namen und Ihren Wohnort. Ihre Unterschrift wird innerhalb von 48 Stunden auf der Liste aufgenommen.

Wir danken Ihnen für Ihre Solidarität!

http://syrischefreiheit.wordpress.com/

126. Neue Lyrik 1962-1965

Goethe schrieb eine Rezension der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“, in der er zu den über 200 Gedichten des Bandes „das unterhaltende Geschäft [übernahm], sie alle der Reihe nach, so wie es uns der Augenblick eingibt, zu charakterisieren“. Da heißt es „Lieblich konfus und deshalb Phantasie erregend“ oder „Katholisches Kirchentodeslied. Verdiente, protestantisch zu sein.“ oder auch mal kurz „Glücklicher Einfall“.

In der sehr preiswerten Neuausgabe der Killy-Anthologie „Epochen der deutschen Lyrik“, die jetzt „Deutsche Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart“ heißt und in 10 Bänden auf über 4000 Seiten chronologisch geordnet eine gar nicht kanonische Sammlung für weniger als 20 Euro erhält (!), gibt es einen nicht von Killy stammenden Nachtragsband der Lyrik von 1961 bis 2000. Ich werde den mir bisher neuen Band auf diese Weise erkunden: Lesen und spontan eine kurze Notiz aufschreiben. (Selbst wenn die spontane Notiz mal herb ausfällt auch zu Texten und Autoren, die ich sehr schätze). Ein unterhaltendes und ja vielleicht auch (für mich) lehrreiches Geschäft.


Teil 1 (1961) hier

Heute die Jahre 1962-1965

 

1962

Johannes Bobrowski: Hölderlin in Tübingen – wenn nicht alles täuscht, auch einer, den wir nicht brauchen wollen

Rolf Dieter Brinkmann: Kulturgüter – Zeitgenosse Bobrowskis, fertigt Stockhausen, Böll, Andersch, Benn and the lot in nur 14 Atemzügen ab

Heinz Czechowski: Theresienstadt – wohin dein Fuß auch tritt, hat Deutschland „Schmerz bereitet“

Rolf Haufs: Gespräch mit dem Baum – Brechts Bäume verfolgen ihn

Peter Huchel: Winterpsalm – Klassiker der Zeugenschaft

Peter Huchel: Der Garten des Theophrast – Gespräche wie Bäume

Christine Lavant: Meiner hat mich nie angerührt – den Unberührten helfen auch Priester und Engel nicht

Christoph Meckel: Gedicht über das Schreiben von Gedichten – hat fast genausooft (7) das Wort Wort wie Bachmann (9). Warum kommt es mir hier härter, konkreter vor? Liegt es etwa am Reim?

Peter Rühmkorf: Auf eine Weise des Joseph Freiherrn von Eichendorff – vom Mühlenrad zum Kollergang

Volker von Törne: Amtliche Mitteilung – nicht nur für die Seele ist gesorgt, nehmt es zur Kenntnis!

 

1963

Ilse Aichinger: Widmung – im Gedicht stirbts sich leicht

Thomas Bernhard: Jetzt im Frühling – relativ sanft

Paul Celan: Tübingen, Jänner – gestotterte Klassik

Günter Eich: Nicht geführte Gespräche – ich habe nichts zu sagen, und ich sage es relativ lakonisch

Bernd Jentzsch: Die grünen Bäume starben in uns ab – frühreif

 

1964

Hans Magnus Enzensberger: middle class blues – prophetisch

Helmut Heißenbüttel: Gedicht über Hoffnung – Lichterbündelbänder dazwischen Doppelsinn Wortdinger

 

1965

Hans Arp: Glühen und Blühen – gefährliches Wortspiel

Horst Bingel: Fragegedicht (Wir suchen Hitler) – Hitler ist eine Erfindung, wie schon Goethe ahnte

Friedrich Christian Delius: Hymne – Deutschland ist eine Erfindung

 

Walter Killy: Deutsche Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart. 10 Bände. dtv, München 2011, 4064 Seiten, 19,90 Euro.


125. Gestorben

Die Musikwelt trauert um den Dichter und Musiker Gil Scott-Heron, der im Alter von 62 Jahren in einem Krankenhaus in New York starb. Sein Album The Revolution Will Not Be Televised (1974) bahnte der Rap- und Hip-Hop-Kultur den Weg. / The Guardian

Scott-Heron nahm in den 1970er Jahren in Harlem den legendären Song „The Revolution Will Not Be Televised“ auf – ein klassischer Protestsong, in dem Scott-Heron zu afrikanischen Trommeln Sprechgesang vortrug. Zwar lehnte der Musiker selbst die Bezeichnung „Godfather of Rap“ ab, doch sollte er mit diesem Stil maßgeblich die kommende Rap- und Hiphop-Bewegung beeinflussen – lange bevor dies Grandmaster Flash oder die Sugarhill Gang taten. / Süddeutsche Zeitung

124. Katalanische Lyrikreihe

Teresa Pascuals Gedicht „Frag mich warum“, das der Mutter gewidmet ist, spricht von einem Erbe „aus einer Epoche der Angst, des Krieges und unmöglicher Fragen“ und erinnert damit an den versuchten Genozid an den Katalanen unter Franco. Das einstige Verbot des öffentlichen Gebrauchs katalanischer Sprache und Schrift wirkte lange nach. Umso bemerkenswerter ist die neue Katalanische Lyrikreihe der Edition Delta. Nach Gedichten von Miquel Martí i Pol, Joan Margarit und Maria-Mercè Marçal sind soeben Verse von Teresa Pascual erschienen, jener Poetin, die den Gegensatz von Denken und Fühlen im Gedicht aufheben will. / Dorothea von Törne, Die Welt

Teresa Pascual: Die geordnete Zeit & Rebellion des Salzes – El temps en ordre & Rebel·lió de la sal. Gedichte, zweisprachig: Katalanisch/Deutsch. Aus dem Katalanischen von Juana und Tobias Burghardt. Stuttgart : Edition Delta 2011. ISBN 978-3-927648-37-1, 161 Seiten, 17,50 Eur[D] / 18,00 Eur[A] / 30,00 sFr

123. Dichten für Kinder

Lyrik ist ein Schwerpunkt der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken, zu der Autoren wie Arne Rautenberg anreisen – Poet, Bildkünstler, Journalist und Lehrbeauftragter an der Kieler Muthesius-Kunsthochschule. Sein Buch „der wind lässt tausend hütchen fliegen“  evoziert ungewöhnliche Bilder, die die Lust am Wort befeuern. SZ-Mitarbeiterin Ruth Rousselange hat mit ihm darüber gesprochen, was beim Dichten für Kinder wichtig ist. / Saarbrücker Zeitung