93. Zu Lorcas Todestag

Er ist eine der Schlüsselfiguren der Weltliteratur des zwanzigsten Jahrhunderts. In anderthalb Jahrzehnten hat Federico García Lorca ein Werk geschaffen, das ihn – neben Cervantes – zum berühmtesten spanischen Schriftsteller hat werden lassen. Zusammen mit seinem Weggefährten Rafael Alberti bildete er ein strahlendes Doppelgestirn der zelebren 27er Generation. Der Gruppenname bezog sich auf den großen Dichter Luis de Góngora (1561-1627), dessen 300. Todestag 1927 in einer überschwänglichen Ehrung gedacht wurde.

Wie Góngora war Lorca ein Bilddichter, der alles Rhetorische und Begrifflich-Blasse instinktiv mied. Die Lyrik beider Autoren speiste sich aus dem kulturellen Quell des maurischen Erbes, und das Metaphorische, in dem Ungewöhnliches und Sinnenhaftes Gestalt erlangten, verband sich mit der Schlichtheit angestammten bäuerlichen Volksguts: »Wenn ich sterbe, / laßt die Balkontür offen. // Das Kind ißt Orangen. / (Ich sehe es vom Balkon.) // Der Schnitter erntet den Weizen. / (Ich spüre es vom Balkon.) // Wenn ich sterbe, / laßt die Balkontür offen!« / Hans-Jürgen Heise, ND 20.8.

Mehr: In Granada geschah der Mord – in seinem Granada! Michael Berger, ND 20.8.

92. Berlin Genf Marzahn

Klingt interessant, aber der Artikel ist nur für Abonnenten. Marzahn, das andere Gesicht Berlins, Lautpoetin, Berlin-Genf-Berlin

Eingeladen vom Kulturzentrum ABC, befragen die Lautpoetin Cosima Weiter und der Videokünstler Alexandre Simon in Text und Bild das architektonische Erbe jener Stadt „marquée au fer des régimes „, vielleicht gezeichnet von eisernen Regimes… im Eisen von Regimen…

Marzahn, l’autre visage de Berlin poète sonore, Berlin Genève-Berlin
Arc Info (Abonnement)

91. Atomdichter und Kunstpoeten

Auch die Isländer haben ihre Surrealisten und Expressionisten, allen voran Halldór Laxness, den Literaturnobelpreisträger des Jahres 1955. Nach seinem Roman „Atomstation“ wurde jene Gruppe jüngerer Dichter benannt, die den Traditionalisten Paroli bot, indem sie – jenseits strenger Versmaße – nach neuen Ausdrucksformen suchten. Die in der Anthologie zahlreich vertretenen „Atomdichter“ beleben bis heute die Szene. …

Gruppierungen mit herausfordernden Namen wie „Die schlechten Kunstpoeten“ beziehen die Umgangssprache in ihre Gedichte ein und brillieren mit fantasievollen Verdichtungen. Aufschlussreich ist das Kapitel mit der 2001 gegründeten Poetengruppe „Nyhil“, für die Open Mike Sessions zum Alltag gehören. Der 1973 geborene Andri Snaer Magnason nimmt den Begriff von Poesie als Lebensmittel wörtlich. Er platzierte seine Verse in der Supermarktkette „Bonus“. Da versprühte er seinen Witz zwischen Rotwein und Erdbeeren. Für den Verfasser hat es sich gerechnet. Er verkaufte sein Buch 10 000 Mal.

Nicht minder einfallsreich zeigen sich Dichterinnen, die sich in jüngster Zeit kräftig Gehör verschaffen. Kristín Ómansdóttir lockt mit „Zitronenbrust“, Gerður Kristný tröstet mit „Nussschokolade“. Eine Schlacht am kalten Buffet?

Silja Aðalsteindóttir u.a. (Hg.): Isländische Lyrik. Insel, Berlin. 224 S., 8,95 Euro.

Die kurzen, pointierten Gedichte des 1961 in Reykjavik geborenen Meisters der Moderne Gyrðir Elíasson verlieren auch in der deutschen Übersetzung nichts von ihrem Facettenreichtum. Mal gleichen sie melancholischen Seufzern, mal einem Gedankenpuzzle über Freiheit in der Demokratie. …

Der Lyriker beschreibt die Anwesenheit morbider Dinge und den Prozess ihres Verschwindens. Dabei erfasst er blitzschnell Bewegungen. Im Gedicht hält er sie für einen Moment an: „Jemand geht / am Felsenrand / und springt / Er ist noch auf dem Weg / hinab“ („Anarstapi“).

Gyrðir Elíasson: Einige allgemeine Worte über die Erkaltung der Sonne. Aus dem Isländischen von Gert Kreutzer. Kleinheinrich, Münster. 130 S., 40 Euro.

/ Dorothea von Törne, Die Welt

90. Der Lyriker Meister

Neue Perspektiven taten sich auf. Meister wechselte von der kleinen Eremiten-Presse zum großen Limes-Verlag. 1962 schrieb Walter Jens über Meister in der Zeit: „Es gibt nicht viele Verkannte in unserem Land; aber einige gibt es, und einer von ihnen ist der Lyriker Meister.“ Solche Statements halfen mit, Meister in der größeren Literaturszene Deutschlands zu etablieren. …

Das Schmallenberger Dichtertreffen 1956 bedeutete einen Wendepunkt in der westfälischen Literatur. Damals begehrte eine junge Autorengeneration um Hans Dieter Schwarze und Paul Schallück gegen die seinerzeit gefeierten westfälischen Heimatdichter auf, die vielfach NS-belastet waren. Die Jüngeren forderten den Anschluss an die moderne Dichtung und hatten dabei die „Gruppe 47“ im Hinterkopf. Es kam zu einem Eklat und jahrelangen Diskussionen über das „Westfälische in der Literatur“ und literarisches Heimatbewusstsein. Meister hielt sich aus diesen wütenden Kontroversen heraus, er verkörperte aber mit seinen abstrakten und teilweise hermetischen Gedichten ein neues literarisches Formbewusstsein. Für die jungen Rebellen war Meister so etwas wie eine Galionsfigur. Man kann also sagen, dass mit Ernst Meister die Moderne Einzug in die westfälische Literatur hielt. Und am Rande: In Schmallenberg las Meister erstmals vor großem Publikum – es hatten sich über 1000 Besucher in der Schützenhalle versammelt. / Walter Gödden, WAZ

89. Ganze Sätze und Adjektive

Die hier vorliegende Auswahl zeigt ihn als einen popmodernen politischen Dichter, der den gegenwärtigen Alltag Amerikas an den Demokratie-Entwürfen der Väter misst. In seinen auf ganze Sätze bauenden Versen erfindet er Bilder und Geschichten, die den „American Dream“ zu bewahren suchen. …

Prufers Ars Poetica spielt auf der Flöte eines an seinen Rändern messerscharfen Knochens Wahrheit, der dennoch „die Süße fortsingt“. Er schreibt Liebesbriefe ins Nichts. Trotz schwergewichtiger Themen leben die Verse von der Karikatur und vom Witz.

Kevin Prufer: Wir wollten Amerika finden. A. d. Engl. v. Susanna Mewe u. Norbert Lange. Luxbooks, Wiesbaden. 220 S., 24 Euro.

Sinnlich vollkommenen Gesang vernimmt man nicht. Das verhindern nicht zuletzt die verzwickten Adjektive.

Im sprachlichen Bewegungsraum zwischen Finnland und Deutschland hört man es knirschen: „auf harschstege treffen grate aus granit“ („Die Wildpartitur“). Mit lebhaften Bewegungen reist die Dichterin in vielerlei Wort-Varianten durch äußere und innere Landschaften und hält sich dabei an einen die „Leibsprache“ prägenden Rhythmus. Nichts Abschließendes soll die Beweglichkeit einschränken. So spielt Grünzweig unverdrossen auf der Sonnenorgel und bezieht dabei finnische Wort- und Klangfolgen ein.

Dorothea Grünzweig: Sonnenorgeln. Wallstein, Göttingen. 240 S., 22,90 Euro.

/ Dorothea von Törne, Die Welt

88. „Aus dem Nichts“?

Mittlerweile reibt sich die Fachwelt erstaunt die Augen. Wie aus dem Nichts kamen die Entdeckungen, Ideen und großartigen Bücher. Auch und besonders im Bereich der Lyrik. Sie ist traditionell geschätzt, hoch gelobt – gilt aber nach wie vor als schlecht verkäuflich und ein wenig verstaubt. Komplett daneben, meinen die jungen Verleger. Denn den Zwanzigjährigen erscheint das Gedicht attraktiver und zeitgemäßer als je zuvor. Fürs Literaturforum war Silke Behl unterwegs und besuchte das große Fest der kleinen Verlage am Berliner Wannsee, veranstaltet vom Literarischen Colloquium Berlin. / Folgen (Sehr-)Kurzporträts von Kookbooks, Luxbooks und Poetenladen, Radio Bremen (Überschrift: Großartige Bücher aus dem Nichts. Wie junge Verlage das literarische Leben aufmöbeln. Naja, „aus dem Nichts“! Wo sie nicht sind, stellen sie sich das Nichts vor))

87. «Der Dichter arbeitet»

«Der Dichter arbeitet.» Dieses Schild habe Saint-Pol-Roux, so André Breton im «Surrealistischen Manifest», an seine Haustür gehängt, bevor er sich schlafen legte. Damit meinte er nicht, man solle ihn nicht beim Nichtstun stören, sondern beim Träumen. Denn nicht der «wache», seinen Stoff bewusst organisierende und beherrschende Autor sei der richtige Dichter, sondern der träumende. Der, der gleichsam gedichtet wird. / Samuel Moser, NZZ 18.8. (über Albert Ostermaier)

86. Ausnahmedichter

Zweifelsohne jedoch bereichern seine Gedichte die deutschsprachige Lyrik. Weil sie mutig sind, sich nicht scheuen, Pathos zu bedienen, allenthalben von „Herz“ und „Blut“ sprechen und trotzdem authentisch klingen und nie in den Kitsch abrutschen. Weil sie das Pathos durch Wendungen und Wechsel der sprachlichen Register sogleich in ein neues Licht rücken, ohne sie dabei ins Lächerliche zu ziehen: „Ich trinke dir zu, komm, / wir tauschen Possessivpronomen aus“. Das sind zwei der Pole, die Kriers Vielseitigkeit ausmachen. In den Gedichten trifft mit voller Wucht Gegensätzliches aufeinander, hoher Stil und Slang stehen sich gegenüber und doch nebeneinander.

Von diese Diskrepanzen lebt „Herzens Lust Spiele“. Die Differenzen schaffen gleichermaßen den Humor wie das immense Verstörungspotenzial, das Kriers Sprachmontagen innehaben.  Seien es lakonisch-zynische Verknappungen wie „Apparaten entgegen u Tod“, der elliptische Charakter von Versen wie „ich bin die Wunde, in die der Finger“ oder graphische Zerstückelungen wie die des Titels, die ständig neue Assoziationen freisetzen. …

Wirklich negativ ins Auge fällt in „Herzens Lust Spiele“ nur die latente Selbstreferenzialität, die ständig wiederkehrenden Verweise auf die Schreibsituation. Gepaart mit Kriers Hang zu kalauernahen Wortspielen kann das auch mal in peinliche Betretenheit resultieren. „Schluss nun mit Vögeln“ ist letztlich ein ziemlich flacher Abschluss für ein erotisches Gedicht. Krier wird sich aber davon nicht abbringen lassen. Er gehört definitiv nicht zu der Sorte Mensch, die sich viel reinreden lassen. Das macht ihn zu dem Ausnahmedichter, der er ist, sein Werk zu einer Bereicherung. / Kristoffer Cornils, fixpoetry.com

Jean Krier: Herzens Lust Spiele. Poetenladen. Leipzig 2010.

85. Jendryschiks Publizistik

Eröffnet wird der Sammelband von einer 1999 verfassten Entgegnung auf zwei den Osten – selbstverständlich ahnungslos – abqualifizierende „Spiegel“-Aufsätze. Man versteht heute nicht mehr so ganz, warum ausgerechnet die Auslassungen einer alten publizistischen Krawallschachtel wie Matthias Mattussek so viel Energieabfuhr wert sein sollten. Aber Jendryschik gelingen aus diesem Anlass auch einige gut fundierte Beobachtungen, die unter anderem die DDR weniger als Mitläufergesellschaft denn als eine „Verweigerungssozietät“ begreifen und ein ausgeprägtes „Hierarchie- und Anpassungsbewusstsein“ im Westen ausmachen, was ja tatsächlich so ist.

Man liest das jedenfalls lieber als ein Statement vom Dezember 1989, in dem Jendryschik öffentlich über die DDR-Bürger nachdenkt: „Und was haben wir den Menschen anzubieten, die nicht strategisch-verantwortlich zu denken gelernt haben, nicht allgemein-solidarisch…“ Hier wird, DDR-typisch, über Erwachsene wie über Kinder gesprochen, die nur auf den Erziehungsberechtigten aus dem DDR-Schriftstellerverband warten. Das winkt man durch. Genauso wie Jendryschiks Pöbelei gegen den Kollegen Adolf Endler („diesen Armleuchter“), weil dieser ein auf ihn von Jendryschik verfasstes, in vieler Hinsicht glückloses Gedicht („Gelegentlich A. E., Polemiker“) zu Recht gar nicht glücklich fand. / Christian Eger, Mitteldeutsche Zeitung

 

Manfred Jendryschik

Gelegentlich A. E., Polemiker

Wenn, sage ich, der Kommunismus kommt
ach eines schönen Tags, um diese Ecke
er auf uns zu, sitzt Eddi kopflos da
mit seinen Worten, wen soll er jetzt verdreschen
die Beamten sind doch alle abgehaun, der Erste
Arbeitslose, faul saufend. Das lügst du!

schreit er aus der Zukunft her, fuchtelnd
die Arme, noch mmer, denk ich
dieser alte Ton, unwandelbar der Mann

In: Manfred Jendryschik, Die Ebene. Halle-Leipzig: Mitteldeutscher Verlag 1980, S.72

84. Very Bad Poetry

August 18: National Bad Poetry Day

mehr hier

83. Goddesaung

Bei Facebook entdeckt:

fitzgerald kusz
brecht-haiku

affm brecht seim groob
am dorotheenstädter friedhof
bläihä di goddesaung

Brecht starb am 14.8. vor 55 Jahren.

(Interessant, daß ich als Nordeutscher das zu verstehen glaube, während Robert Schindel sagt: „Letzte Zeile für Wiener wie mich unverständlich. Erbitte Übersetzung!“ Ergo: Weißwurst ist auch nicht der einzige Äquator. Oder gilt der eh nur für Deutschland?)

82. Palais.Poesie (im Park hinter Japan)

Schaut man sich die gegenwärtige Lyrikszene an, gibt es durchaus Grund zu frohlocken. In der Wirtschaft würde man sagen: Die Branche boomt. Ein Massenphänomen ist sie allerdings trotzdem nach wie vor nicht: Wenn von einem Lyrikbändchen mehr als 300 Exemplare verkauft werden, ist das sozusagen ein Mega-Bestseller.

Nun gehören Rezitationen von Gedichten zumindest in unserem Kulturkreis normalerweise nicht zur Eventkultur, die größere Räume finden könnte – Ausnahme von der Regel: ein Poetry-Slam, der alles andere als unter einem blau blühenden Romantikverdacht steht und bei dem eher laut gerappt als leise und bedeutungsschwanger geraunt wird. Die Schwierigkeiten mit der Lektüre von Lyrik beginnen – ausgerechnet – nicht selten in der Schule, wo Pennälern Lyrik als kultureller Lebertran erscheint, der nicht schmeckt, den man aber wohl oder übel schlucken muss.

„Palais.Poesie“ nennt sich das poetische Sommervergnügen, bei dem ein halbes Dutzend Dichter dem wandelnden, sitzenden oder liegenden Zuhörer im Park des Japanischen Palais’ ihre neuesten Gedichte vortragen.  / Christian Ruf, Sächsische Zeitung

Am Donnerstag lesen Patrick Beck, Kerstin Polzin und Dieter Krause, am Mittwoch Anne Seidel, Undine Materni und Volker Sielaff.

Palais.Poesie, 18, bis 24. August, jeweils 20 Uhr, Park hinter Japan. Palais

81. Die Jury des 19. open mike ist benannt

Die Autoren Kathrin Schmidt, Tilman Rammstedt und Felicitas Hoppe sind die Juroren des Literaturwettbewerbs open mike 2011. Sie küren beim öffentlichen Finale im November in Berlin die drei besten deutschsprachigen Nachwuchsautoren. Es werden drei Preise vergeben, einer davon für Lyrik. Die Preise sind mit insgesamt 7.500 EUR dotiert.

In diesem Jahr nutzten mehr als 700 junge Autoren ihre Chance zum Start in den Literaturbetrieb und sandten ihre Texte zum 19. open mike ein, 120 von ihnen bewarben sich mit Lyrik.
Sechs Lektoren aus renommierten deutschsprachigen Verlagen wählen nun aus den anonymisierten Einsendungen bis zu 22 Nachwuchsautoren aus, die am 5. und 6. November beim Finale in Berlin an den Start gehen und ihre Texte dem Publikum und der Jury präsentieren. Die Wettbewerbstexte erscheinen im November als Anthologie im Allitera Verlag.

Traditionell lesen am Vorabend des Wettbewerbs mit Rabea Edel und den Debütanten Sebastian Polmans und Konstantin Ames Preisträger der letzten Jahre aus ihren Werken.

Der open mike ist der wichtigste deutschsprachige Nachwuchs-Literaturwettbewerb, die Lesungen haben Kultstatus. Verleger, Lektoren und Agenten finden während des open mike „ihren“ literarischen Nachwuchs. Zahlreiche bekannte Schriftsteller wie Karen Duve, Kathrin Röggla, Terézia Mora, Zsuzsa Bánk, Jochen Schmidt, Tilman Rammstedt, Markus Orths, Ariane Grundies, Rabea Edel, Jörg Albrecht und Judith Zander begannen ihre Laufbahn beim open mike.

Weitere Informationen unter www.literaturwerkstatt.org und www.crespo-foundation.de

Der open mike ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Literaturwerkstatt Berlin und der Crespo Foundation in Zusammenarbeit mit der WABE und dem Allitera Verlag.

Fr 4.11.2011, 20 Uhr
Leben und Schreiben nach dem open mike
Es lesen: Rabea Edel, Sebastian Polmans und Konstantin Ames
Ort: WABE
Danziger Str. 101
10405 Berlin

Sa 5.11. – So 6.11.2011
19. open mike
Internationaler Wettbewerb junger
deutschsprachiger Literatur
Ort: WABE
Danziger Str. 101
10405 Berlin

80. Daligramm

Wer im tiefsten Inneren spürt, die Liebe seines Lebens gefunden zu haben, sucht irgendwann einen Weg, dieses Gefühl nach außen zu tragen. Manche schreiben dann Briefe, Gedichte oder komponieren Lieder. Der spanische Künstler Salvador Dalí fand einen anderen Weg. Eines Tages entwarf er für Gala, jene Frau, die ihn als Muse und Geliebte so inspirierte wie niemand anderes auf der Welt, ein Liebes-Alphabet, das „Daligramm“.  / gala.de

79. Österreichische Szene

Wie schon am Samstag berichtet, hat ein Brucker Funktionär der Sozialistischen Jugend (SJ) auf Facebook eine Art Gedicht gepostet, in dem er eine überaus rabiate Art des Klassenkampfes propagiert und – unter anderem – die Reichen schlachten möchte. … Der Freiheitliche Jungpolitiker legt sehr strenge Maßstäbe beim politischen Gegner an, er sieht in dieser Causa sogar den Verfassungsschutz gefordert. / Kleine Zeitung

Dieser habe auf einer Facebook-Seite einen Reim mit „Reiche abschlachten“ und ihre „Gründe an Obdachlose verpachten“ gepostet. / Der Standard

Hier findet man mit ein wenig Suche den Text und Volkes Stimme