(so stehts drüber, wie auch immer: die Lesung ist diesjahr)
Stifter: Jörn Sack
lesung und preisvergabe
18. März 2012 von 15:00 – 16:30 Uhr
im rahmen von LEIPZIG liest:
Leipziger Messe GmbH, Messegelände
Congress Center Leipzig – Mehrzweckfläche 4
es lesen (und singen) die preisträger
Philipp Günzel, Brigitte Lange (mit Gesang), Thomas Rackwitz;
moderation:
Jörn Sack
veranstalter:
lauter niemand und Buchwerk Bodoni e.V./ edition bodoni
Weil das Ganze das Offene ist, gibt es kein vollkommenes Genügen. Good enough, that will do. Das Überqueren von Türschwellen verursacht Vergesslichkeit. Staffelstab und Bleiche: 30 x 10 Minuten Poesie. Eine Installation zum Ein- und Ausgehen. In…klusive Open Stage. (Anmeldung für Beiträge an urs@engeler.de)
Mit: Bernhard Böschenstein, Elke Erb, Chris Fasch, Bertram Reinecke, Monika Rinck, Bo Wiget, Sandra Gugic, Normen Gangnus, David Frühauf, Tim Holland u.v.a.
Freitag 16.03.2012 21:00 – 02:00 Uhr
Schaubühne Lindenfels
SAPPHO FRAGMENTS +++ BAUMASSNAHME WALD +++ ZÄRTLICHKEIT DER SCHWELLEN +++ HEISSENBÜTTEL-STARSCHNITT +++ TOPFSCHLÄGER +++ BZYANTINISCHES FRAGMENT +++ WIE SCHMECKT DER HERING? +++ DEM ZAUDERN ENTRUNGENES TIER +++ DIE HYPERKULTUR THEOKRITS +++ FREUNDE SCHÖNER GÖTZEN +++ DA HILFT KEIN RITALIN +++ KURIERTE IGNORANZ +++ ETWAS BLEIBT, DAS GEHT +++ HANDAPPARAT HESLACH +++ DEINS +++ SLUITEL VOOR DE HOOGDUITSE SPRAAKKUNST +++ HADYNDISCO +++ HIER KÖNNTE IHR BEITRAG STEHEN +++ O MY LOVER (LITTLE, BUT ALL ROSES) +++ DIE EXISTENZ IN KEULEN +++ NACH DER UNDEUTLICHKEIT +++ WAS WAR MIT DEM YPSILON LOS?
http://www.schaubuehne.com/index.php?id=eventdetails&no_cache=1&eventID=820&day=1331896650
„Um ein Haar wäre eine der schockierendsten Gedichtsammlungen des zwanzigsten Jahrhunderts nicht veröffentlicht worden.“ / Friederike Reents, FAZ.net 8.3.
„Was solle man denn zu einem Geschehenen sagen? Geschähe es nicht so, geschähe es ein wenig anders. Leer würde die Stelle nicht bleiben.“ / Gottfried Benn, Gehirne. In: Ders., Prosa und Autobiographie in der Fassung der Erstdrucke. Frankfurt/Main: S. Fischer 1984, S. 22.
Ulf Stolterfoht ist einer der ideenreichsten Dichter und Subversionsagenten der Gegenwart. Er wurde einem breiteren Publikum durch sein Fachsprachenprojekt bekannt und ist Gründungsknappe der Lyrikknappschaft Schöneberg. Neben zahlreichen anderen Projekten als Lyriker, Herausgeber und Essayist betreibt er im Netz BRUETERICH LD – Lyrikdienst für experimentelle Poesie:
http://ulfstolterfoht.wordpress.com/lyrik-dienst/.
Bei Reinecke & Voß erschien:
Ulf Stolterfoht
Das deutsche Dichterabzeichen
Auszug:
Sprecher 3 Der Dichterberuf ist ein Mangelberuf, da niedriges Gewicht und tiefes Denken nur selten zusammentreffen. Ein ausgelernter, leistungsfähiger Dichter erhält in der Regel ein monatliches Fixum von € 120 und darüber – je nach Ruf und Können.
Sprecher 1 Pflichten des Lehrherrn
Sprecher 2 … insbesondere hat der Lehrherr folgende Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln: 1) Pflege von Schreibzeug und Text; grundlegende Layout-Kenntnis („stabile Seitenlage bis zum Eintreffen des Setzers“); Einführung in die Lyrischen Typen; Bewerbungsstrategie; Urheberrecht; Vertreterkonferenz usw.
Sprecher 3 Es ist dem Lehrherrn untersagt, die Schreibkraft des Lehrlings für persönliche Zwecke zu nutzen. Wird vom Lehrherrn Arbeitskleidung gestellt, kann diese angemessen in Ansatz gebracht werden.
Sprecher 2 2) VG Wort; Künstlersozialkasse, Uschtrin. Bekanntschaft mit dem „Großen Conrady“ (GC), dem „Ewigen Brunnen“ (EB) und dem „Dürftigen Vorrat – Lyrik zum Anfassen“ (DV).
Sprecher 3 3) Den Lehrling, vom zweiten oder dritten Lyrikjahr an, entsprechend seinen Fähigkeiten und dem Fortschreiten seiner Bemühungen, bei Lesungen oder kleineren Slams einzusetzen.
(…)
Sprecher 1 Für die Ausbildung des jungen Dichters gebrauchte man lange den Ausdruck „einbrechen“. Das klingt nicht nur ziemlich brutal – das war es auch! Der Bereiter, also in der Regel der Lehrherr, „brach den Dichter ein“, das heißt, er machte ihn im Schnellverfahren „fertig“, einzig und allein mit den Mitteln physischer Gewalt.
Sprecher 2 Mittlerweile wird dieses Verfahren nur noch in der Schweiz benutzt – wir hier in Schöneberg verwenden lieber den Begriff „Schulung“.
Sprecher 1 Das wichtigste Lehrprinzip ist nun das von Belohnung und Korrektur. Hat der junge Dichter etwas richtig gemacht, wird er unmittelbar darauf belohnt, indem wir ihm den Kopf klopfen oder ein paar freundliche Worte zu ihm sagen.
Wenn er aber korrigiert werden muß, lassen wir ihn entweder die Lektion wiederholen oder sprechen streng und bestimmt auf ihn ein. Am Schluß jeder Stunde sollte stets der gelungene Vers, die gelungene Strophe stehen.
Ulf Stolterfoht
„Das Deutsche Dichterabzeichen“
19×12 cm
56 Seiten
8 Euro (D)
1. Auflage 2012
ISBN 978-3-942901-05-5
Bestellen unter info(at)reinecke-voss.de
Das Nichtwissen, sagt Peter Gizzi in einem Interview, spiele für ihn eine ganz entscheidende Rolle beim Schreiben. Erst aus dem Nichtwissen entsteht, was er „die Wirklichkeit des Gedichts“ nennt. So knüpft jedes seiner Bücher gewissermaßen an das vorhergehende an, denn Gizzi betrachtet seine Gedichte immer auch als Denkbewegungen im Sinne von: Sieh einmal an, so hast du das damals gesehen! Ein wiederkehrendes Thema ist beispielsweise die eigene Kindheit, die er im folgenden Gedicht lakonisch resümiert: „Ein Kind wurde ich, eine Frage / sitzend im Gras. / Gesagt bekommen: ich habe Glück. / Ein offenes Feld.“ / Volker Sielaff, Dresdner Neueste Nachrichten 13.3.
Morgen 20 Uhr, Stadtmuseum/Städtische Galerie: Peter Gizzi (Holyoke, Massachusetts, USA) liest aus seinem Buch „Totsein ist gut in Amerika“, Lesung Englisch/Deutsch – Literaturforum Dresden in Kooperation mit den Städtischen Museen Dresden
Dies alles sei voran geschickt, um klar zu machen, dass Zieger nichts mit den (zu) späten Debütanten gemein hat; er hat bisher ein nicht unerhebliches Werk verfasst, das einer größeren Öffentlichkeit freilich überwiegend verschlossen geblieben ist.
Ein Blick auf seine lyrischen Texte zeigt sofort, dass hier ein ästhetisch geschulter Autor am Werke ist, der weniger im Referenzraum gegenwärtiger Postmoderne zuhause ist, als in den Stimmen, Stimmungen und Strömungen der Moderne, die aus dem zwanzigsten Jahrhundert weisen. Im Gegensatz zu vielen anderen heutig Schreibenden reklamiert Zieger nichts artistisch Neues für sich und seine Gedichte. Sie stehen in einem variablen Sprechmodus und können in ihren besten Momenten Klarheit für sich beanspruchen, und die sich daraus ergebende Schönheit des Augenblicks: „in den monaten oktober, november,/zuweilen im januar machten wir den spaziergang/entlang der sümpfe vor séte,//wir überließen uns dem wind,/die wasseroberfläche spiegelte den himmel,/wie es ihn sonst im jahr nicht geben kann,//minuten saßen wir irgendwo drinnen, tranken etwas, blickten hinaus auf das meer/oder lehnten aneinander.“ In einer Reihe von Texten tritt eine Entrücktheit vom Alltäglichen hervor, die die Dinge jenseits des Profanen aufzeigt. Den Dingen werden Fähigkeiten und Eigenschaften zugesprochen in einem dichterischen Akt, und jene brüchigen Beziehungen, die Menschen eingehen um diese Dinge herum, in ihnen, mit ihnen und aus ihnen, vermag Zieger einen „poetischen Sinn“ einzuhauchen. / Tom Schulz, fixpoetry
Ulrich Zieger: Aufwartungen im Gehäus. Edition Rugerup. Berlin / Hörby, Schweden. 2011.
Nicht weniger gewichtig, aber deutlich weniger elfenbeinturmhaft geht es in der von Simone Kornappel und Philipp Günzel herausgegebenen Zeitschrift „randnummer“ zu. Bunt, verstörend, verlinkt und engagiert, hat sich die Zeitschrift mit ihrer vierten Ausgabe als Literaturorgan schon ziemlich etabliert. Bei der Lektüre befindet man sich von Beginn an in einer latenten Unruhezone, ein „Empört Euch!“ pulsiert durch die hundertsiebenundzwanzig Seiten, deren konzeptionelle Grundidee für diese Ausgabe in einer lockeren Synthese aus Märchenmotiven und Gesellschaftskritik zu liegen scheint. Das beginnt schon mit der geschickten Covergestaltung mithilfe eines sensationell realsatirischen Fotos, das Sabine Scho beigesteuert hat, die auch mit einer dadaistischen Konsumkritik („wohnschmaschinen – auf diese wünsche können sie bauen“) textlich vertreten ist. …
Eine befremdende, hintersinnige Parodie auf das zur formelhaften Verramschung verkommene Staatsgebaren präsentiert Monika Rinck im märchenhaft-beschwörenden „Glücksspielstaatsgedicht“: // Mein frittierter Hase, ich kenne die Verfinsterung. Ein gutes Leben, / Eine gute Regierung, Glück und Zivilwesen, zukunftsweisendes Idyll. / Es mengte sich mein Staat nicht in dein Glück. Immerzu tue Du, was Du, / nicht, was ich will. Doch muss ich, leider, den natürlichen Spieltrieb / meiner Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen lenken. Eine Stimmung, die von den surrealen Illustrationen (aus Blütenkelchen schwebende Fuchswelpen, laubsaugende Gestalten mit Hirschköpfen) von Marie Mustache kontinuierlich durchs Heft getragen wird. Dazwischen gibt es Ruhepole wie den Zyklus „bildgebende verfahren“ von Nicolai Kobus. Auf die interessanten Texte zum Beispiel von Kristoffer Patrick Cornils („Haikuzerstückelung“), Konstantin Ames („Verbleichen immer, verblichen nimmer!“) oder René Hamann („TENGO QUE ACER AGUNAS COMPRAS“) ist schon in anderen Rezensionen eingegangen worden, deshalb sei unbedingt noch auf die effektvollen Gedichte von Michael Zoch hingewiesen: schrankwandmenschen / ichmaschinen / vergötterte weiber (erschreckend real) / der frühling erschossen vorm altglascontainer / (dahinter platzt spaltbreit der augenblick auf) / ein baum holt wasser aus der tiefe // („Adlertage“). Von diesem, jedenfalls bislang, leider an etwas merkwürdige Verlage sich verschenkenden Autor (warum?) lese ich immer wieder sprachlich schöne, ideenreiche Lyrik, man hat da immer das Gefühl, noch ein Stück Fleisch am blankgeleckten Knochen der kontemporären Lyrik ergattert zu haben: da ist dieser geschmack in mir nach parteipolitik und entrahmten gewittern oder eine mondkranke taube streichelt das pflaster („In Andere Sphären“). / Dominik Dombrowski, fixpoetry
Konzepte Nr. 31, Zeitschrift für Literatur, herausgegeben vom Bundesverband junger Autoren, Neu-Ulm 2011, 180 Seiten, 12,00 Euro
randnummer – literaturhefte, Ausgabe 04, herausgegeben von Simone Kornappel und Philipp Günzel, Berlin 2011, 127 Seiten, 5,00 Euro
Focus wußte es schon am 5.3., zugleich mit schwedischen Quellen. Heute zieht die Süddeutsche nach. Durs Grünbein wird mit dem Tranströmerpreis der schwedischen Stadt Västerås ausgezeichnet, die Preissumme beträgt 200.000 Kronen, rund 18.000 Euro. Der seit 1998 vergebene Preis würdigt „hochstehende Werke im Geist Tomas Tranströmers“ aus Ostseeanrainerstaaten. Vor Grünbein traf das u.a. auf Inger Christensen und Adam Zagajeweski zu.
Einem Stoß übereinander gestapelter Manuskripte vergleichbar, bieten Reineckes Montagen Textausschnitte, die von andern Textausschnitten überlappt werden. Auf diese Weise entsteht, in gesuchtem Kontrast zum klassischen Cento, kein kontinuierlicher Fließtext, sondern ein Text mit dauernden Abbrüchen und Neueinsätzen. Die Bruchstellen sind allerdings kaum zu bemerken; allenfalls markieren minimale syntaktische Verwerfungen den fragmentarischen Charakter des Textes.
Trotz ihrer Sprünge wirken Reineckes Montagen niemals willkürlich oder beliebig; sie folgen einer assoziativen Logik, die suggestiv mit ihrem déjà vu spielt. Dem Leser begegnen die Figuren einer prächtigen barocken Rhetorik, poetische Bilder, die wie Wolken Gestalt annehmen und sich wieder auflösen, aber auch abgebrochene Reden, verstört und stammelnd wie die Zeilen des späten Hölderlin. Einmal wird mit stärkstem Effekt die Schlusszeile eines Gedichts aufgenommen und mit einer winzigen Variante als eigenständiger Text wiederholt. Das wirkt wie ein Einspruch gegen das Vergessen, eine Beschwörung dessen, was sich in den Texten unaufhörlich zeigt, um ebenso unaufhörlich zu verschwinden. Reineckes poetisches Verfahren scheint mir auf der Höhe der Zeit; seine fragmentarischen Rekonstruktionen wirken wie ein Abgesang auf das Versinken einer literarischen Überlieferung, der Epilog eines Poeten, dem der ganze Reichtum dieser Tradition noch einmal zu Gebote steht und der sie zugleich beschwört und deutlich macht, dass ihre Sprache unwiederholbar ist. / Jürgen Buchmann, poetenladen
Bertram Reinecke
Sleutel voor de hoogduitse Spraakkunst
roughbook 019
Herausgegeben von Ulf Stolterfoht
Editon Urs Engeler 2012
scheiß kunst. scheiß sozialer frieden. scheiß bedürfnisstruktur,
noch einmal scheiß kunst. was ist aus uns geworden? […]
Wenn man Stefan Schmitzers Gedichte liest, kann einem zwischendurch das Geimpfte aufgehen: Der Ärger über die Verhältnisse kommt hoch und der Ärger über die eigene Bequemlichkeit. Schmitzers systemkritische Lyrik ist denkbar weit entfernt von jeglicher Einlullungsbehaglichkeit, wie sie landläufig unter dem Begriff „Gedicht“ firmiert. Schmitzer hat den Beat, er ist ein subtiler Beobachter des Politischen wie des Privaten, und er hat auch die Pose, das stille Gewisper der Lyrik in einen Rocksong zu verwandeln. Und: Schmitzer ist Poet genug, um in seinen groovenden Texten Platz für die Leerstelle zu lassen, die man als Leser mit seiner – ja sagen wir einfach – Seele füllen kann.
scheiß voraussetzungen für die scheiß voraussetzungslosigkeit.
sag neuer mensch, sag es anders, sag am besten gar nichts
mehr.
Das wäre natürlich ein schönes Schlusszitat, aber der Vollständigkeit halber sei erwähnt: scheiß sozialer frieden ist noch einmal vielschichtiger als Schmitzers viel gelobter Erstling moonlight on clichy. der Grazer Dichter, Jahrgang 1979, erweitert in seinem neuen Lyrikband sein Formenrepertoire, spielt öfter ins Assoziativ-Prosaische, lässt auch Privates anklingen. Das Ergebnis: Post-Punk-Beat-Lyrik, bei der die Post abgeht. Brinkmann, Ginsberg und Ferlenghetti würden das sicher auch cool finden.
/ Werner Schandor, schreibkraft
Stefan Schmitzer: scheiß sozialer frieden. gedichte.
Droschl Verlag: Graz 2011
André Velter : « Die wichtigste Aufgabe der Lyrik: dahin gehen, wo man sie nicht erwartet »
Der Frühling der Dichter geht in seine 14. Ausgabe. André Velter gehört zu den Gründervätern mit Jack Lang und Emmanuel Hoog. Corse Matin vom 11.3. befragte ihn:
Wie geht es der französischen Lyrik?
Sie ist äußerst lebendig! Es gibt eine Wiederbelebung der Mündlichkeit mit dem Auftreten interessanter und sehr unterschiedlicher Autoren. …
Wohin geht die Lyrik?
Nach einer Periode des Formalismus schwingt das Pendel in Richtung eines neuen Lyrismus. …
Wenn Sie zwei große Dichter der Gegenwart nennen sollten?
Adonis, der arabische Dichter syrischer Herkunft, der in Paris lebt. Ein wahrhaft universeller Dichter, der überall übersetzt und gelesen wird. Und Juan Gelman, der aus Argentinien stammt und in Mexiko lebt. Nicht so oft übersetzt, aber ein bedeutender Dichter.
Ihre drei wichtigsten neuen Bücher in Frankreich?
Je Est un Juif (Ich ist ein Jude) von Charles Dobzynski, bei Orizons, ein aufwühlendes Buch, C’est-à-dire (Will sagen) von Franck Venaille im Mercure de France und Vrouz* von Valérie Rouzeau, 100 wunderbare Sonette an der Table ronde.
* Ni vrac ni vroum, voilà le vrouz qui arrive, déboule et roule comme un dé sur la table, avec sa couverture bleue sage pas ciel plutôt bleu gris froid, peut-être un peu terne mais quelle vie ne l’est pas ? Vrouz donc, et une note finale nous informe qu’il s’agit d’un bon mot forgé par Jacques Bonnaffé, titre préféré à celui initialement prévu, « autoportraits sonnés avec ou sans moi ». hier
Berliner Dichterin liest auf StAnza, dem internationalen Gedichtfestival in Schottland.
StAnza, Schottlands Internationales Gedichtfestival, findet jeden März in St Andrews statt, und wird das ganze Jahr über durch weitere Veranstaltungen fortgesetzt. Im Jahr 2011 wuchs die Zahl der Festivalbesucher auf über 12.000 Personen. StAnza 2012 findet vom 14. bis 18. März statt.
StAnza hat die in Berlin lebende Lyrikerin und Übersetzerin Catherine Hales für einen Vortrag auf Schottlands internationalem Gedichtfest im März 2012 gewonnen.
Ihre Übersetzungen des deutschen Dichters Norbert Hummelt ins Englische wurden in Berlin Fresco veröffentlicht (Shearsman 2010). Zu ihren weiteren Publikationen zählt auch hazard or fall (Shearsman 2010). Außerdem ist sie verantwortlich für “Poetry Hearings”, ein berliner Festival, das sich der Dichtung auf Englisch widmet.
2012 wurde zu Schottlands Kreativ-Jahr ausgerufen. StAnza beteiligt sich vom 14. bis zum 18. März mit mehr als 90 Veranstaltungen in der stimmungsvollen Atmosphäre des Stadtkerns von St.Andrews: Lesungen, Aufführungen, Gespräche, Diskussionen und Dichtkunst in Verbindung mit bildender Kunst, Musik, Theater und Film. Zu dieser Vielfalt trägt bei, dass die Stadt St.Andrews seit Neuestem zu den Kandidaten für den Preis “Kreative Orte” zählt. Catherine Hales wird sich wiederfinden in einem internationalen Treffen von über 60 Poeten sowie Malern, Schauspielern, Filmemachern und Schriftstellern. Sie stammen aus Schweden, den Niederlanden, Mazedonien, Südafrika, den USA, Jamaika, Polen, Kanada, Irland, Neuseeland und Palästina.
Festival Direktorin Eleanor Livingstone kommentiert:” Wir begrüßen Catherine Hales bei StAnza und freuen uns, dass unser Publikum Gelegenheit erhält, Dichtungen aus Deutschland zu hören.”
Das vollständige Program finden Sie online auf dem Website des Festivals: http://www.stanzapoetry.org.
Zur Leipziger Buchmesse erscheint die Frühjahrsausgabe Edit 58. Auf 128 Seiten versammelt dieses Heft Prosa und Lyrik, Kunst und Kritik; es geht um den Perserkönig Xerxes, industriell hergestellte Seifenopern, sich selbst zerlegende Körper, Flughäfen als Wanderziele, dubiose Landhotels, Sprachverlust und kontrafaktische Geschichtsdarstellung. Gemeinsam ist allen Texten eine Lust am Erzählen, ein Schwanken zwischen Wahrheit, Wahn und Witz, eine Freude am literarischen Wagnis.
Bevor in der Woche vom 19. März der Versand beginnt, steht hier in Leipzig noch alles im Zeichen der Buchmesse. Besuchen Sie uns am Stand „Junge Magazine“ auf der Buchmesse (Halle 5, D201) oder kommen Sie zu einer unserer Abendveranstaltungen im Rahmen von „Leipzig liest“. Wir werden bei jeder Gelegenheit einen Bauchladen mit frisch gedruckten Edits tragen.
Sie erinnern sich vielleicht: Im Oktober letzten Jahres riefen wir etwas ins Leben, das es so noch nicht gegeben hat: Einen Wettbewerb für genuin literarische Essays ohne Vorgabe eines Themas oder einer Altersgrenze, den ersten Edit Essaypreis. Dieser wird nun im Rahmen der „Langen Leipziger Lesenacht“ am 15. März verliehen. Und dies sind die Preisträger:
Danke & schöne Grüße aus Leipzig!
Jörn Dege & Mathias Zeiske
Donnerstag bis Sonntag, 15.-18. März, 10-18 Uhr
Edit am Gemeinschaftsstand “Junge Magazine”
mit BELLA triste, randnummer, sprachgebunden, Umlaut
Buchmesse, Halle 5, Stand D201
Donnerstag, 15. März, 20 Uhr
Magazinlese
BELLA triste & Edit präsentieren
Alexander Langer & Jan Skudlarek
L3 – Lange Leipziger Lesenacht
Moritzbastei, Universitätsstraße 9 (Schwalbennest)
Donnerstag, 15. März, 23 Uhr
Edit Essaypreis 2012 – Preisverleihung
L3 – Lange Leipziger Lesenacht
Moritzbastei, Universitätsstraße 9 (Ratstonne)
Freitag, 16. März, 20 Uhr
Literarischer Freitag-Salon
mit Michael Angele, Jakob Augstein,
Jörn Dege und Jana Hensel
Centraltheater, Erfrischungsfoyer, Bosestraße 1
(Eintritt frei)
Freitag, 16. März, 21.30 Uhr
Auf drei!
Lesung mit Olga Grjasnowa,
Andreas Martin Widmann
und Wolfram Lotz
Skala, Gottschedstraße 16
(Eintritt: 5 Euro)
Freitag, 16. März, 22 Uhr
Papageien und Spiegel
Lesung mit Olga Martynova und Oleg Jurjew
Moderation: Jan Kuhlbrodt
Horns Erben, Arndtstraße 33
(Eintritt: 5 Euro)
Samstag, 17. März, 12-20 Uhr
It’s a book, it’s a stage, it’s a public place
Edit beim Treffen unabhängiger Verlage und Publikationsprojekte
Centraltheater, Garderobenfoyer, Bosestraße 1
Samstag, 17. März, 19.30 Uhr
Teil der Bewegung – Lyriknacht
Lesungen: Tanja Dückers, Michael Fiedler, Peter Gizzi,
Dagmara Kraus, Marie T. Martin, Kerstin Preiwuß, Monika Rinck,
Andre Rudolph, Ulrike Almut Sandig mit Marlen Pelny,
Ulf Stolterfoht, Musik: Susie Asado & Band
Moderation: Mathias Zeiske und Alexander Gumz
Galerie der HGB Leipzig, Wächterstraße 11
(Unkostenbeitrag: 5 Euro)
Eine Veranstaltung von Edit, kookbooks, luxbooks, Poetenladen und Schöffling & Co. – mit Unterstützung der Galerie der Hochschule für Grafik und Buchkunst
Enzensbergers Thesen scheinen sich durch schlichtes Wiederkäuen zum gültigen Stand der Debatte nobilitiert zu haben.
Sagt Bertram Reinecke in einem Essay über die „Aporien der Avantgarde“, der vor einigen Tagen beim Poetenladen erschien. Auszüge:
Wer einen Text angreift, der ein halbes Jahrhundert alt ist, wirkt nicht nur inaktuell, er sieht auch aus, als wolle er aus der gesicherten Position der Gegenwart auf eine historische Bemühung herabschauen. Beides ist hier nicht der Fall, denn Enzensbergers Essay „Die Aporien der Avantgarde“ ist aktuell, insofern sich die darin enthaltenen Missverständnisse als erstaunlich zählebig erwiesen haben.
Tatsächlich werden Enzensbergers Positionen heute sowohl in Einführungswerken als Diagnosen kolportiert, wie in germanistischen Rezensionen ganz selbstverständlich als Hebel des kritischen Sachstands angesetzt.
Heute wird der Essay als Stützanker im öffentlichen poetologischen Gespräch verwendet, als hätte der Autor in seinem Essay irgend etwas Neues über die Avantgarde herausgefunden oder dies auch nur vorgehabt und auch im beginnenden 21sten Jahrhundert beendet der Satz „Lies Die Aporien der Avantgarde, da zeigt sich, dass sich das Konzept schon damals erledigt hatte“ Seminardiskussionen auf autoritäre Weise.
Enzensbergers Thesen scheinen sich durch schlichtes Wiederkäuen zum gültigen Stand der Debatte nobilitiert zu haben. Angriffe auf seinen Text machen sich dadurch sofort als subjektive Volten verdächtig.
Einen Nachgeborenen, dessen Weg mit der Fortsetzung ehemals als „avantgardistisch“ einsortierter Positionen zu tun hat, wehen Enzensbergers Thesen also recht kalt an.
Wenn allerdings in Abiturstufe und Grundstudium ein Text die Grundlagen für ein Literaturverständnis legt – solche Grundlagen werden in den seltensten Fällen später ernstlich hinterfragt – der in seinen besten Stellen eine unentwirrbare Verknäulung weniger wahrer und allerhand falscher Annahmen darstellt, sich im wesentlichen aber als ein wohlformulierter Ausdruck von Resentiment erweist, ist irgend etwas schief gegangen.
(…)
Geht man davon aus, das eine gemeinschaftliche Anstrengung zu einer Veränderung künstlerischer Maßstäbe nicht unmittelbar mit einer Charakterschwäche zu tun hat, wird Enzensbergers weitere Argumentation dürftig.
Denn er sagt es ja selbst: „Kein einziges Werk ist zu widerlegen mit dem Hinweis darauf, dass sein Urheber sich zu dieser oder jener Garde geschlagen hat.“ Wenn aber das einzelne Werk über das Programm einer Gruppe immer hinausreicht, versteht es sich nicht von selbst, dass irgendwelche (Fehl)leistungen Marinettis, Kerouacs, Dalis oder Bretons unmittelbar ihren Gruppen anzulasten wären, noch weniger, dass sie die Avantgarden an sich beträfen.
Sätze, die man für geschmacklos halten kann, wie „Kriege meliorieren die Rassen“, „Hitler ist der größte Surrealist“ oder „Die einfachste surrealistische Tat besteht darin, mit Revolvern auf die Straße zu gehen und so lange wie möglich in die Menge zu schießen“ mögen sich in avantgardistischen Manifesten häufiger finden als etwa in einem Kochbuch: Dass es Avantgarden auch um Provokation ging, soll nicht bestritten werden.
Man kann allerdings auch untersuchen, wie die von Enzensberger zitierten Provokationen hergestellt sind und wird schnell finden, dass er Verschiedenes in einen Topf wirft. Während es sich bei dem Marinettizitat tatsächlich um dumpfen Faschismus handelt, leben die beiden anderen von der Fallhöhe der Bedeutsamkeit ihrer Themen. Angesichts von Gewalt und Schrecken wirkt jedes Nebenthema, zumal im zweiten Falle, wo es sich (vom Satzbau) keck zum Hauptthema aufschwingt, schnell geschmacklos.
Wir alle erinnern uns, wie schwer es nach den Ereignissen des 11. September wurde, eigentlich wichtige Fragen wie Versäumnisse der Entwicklungspolitik, Probleme der medialen Darstellung anderer Kultur oder von Gewalt zur Sprache zu bringen. Die Soziologie hat dafür ein Wort: Betroffenheitsspirale. Die eigentlich begründete Scheu, andere zu verletzen, führt dazu, dass Differenzierungsprozesse nicht mehr öffentlich ausgetragen werden können und Tabus entstehen. Es gibt nur noch schwarz oder weiß. Das Brisante an solchen Spiralen ist, dass solche Betroffenheit nicht einmal empfunden werden muss. Es genügt dazu, wenn es öffentliche Artikulationen von Betroffenheit gibt (manchmal sogar nur im Namen von anderen). Die eigentlich begründete Scheu, andere zu verletzen, kann angesichts von Gewalt und Schrecken daran beteiligt sein, eine pluralistische Zivilgesellschaft zu untergraben. Die Frage nach den Konventionen bürgerlicher Angemessenheit, die sich noch in den rüden Provokationen der Surrealisten ausspricht, handelt also von sehr viel bedeutsameren Dingen als der Frage, „ob man Fisch mit dem Messer essen“ soll.
Dem deutschen Musterschüler Enzensberger hingegen fällt zu den zitierten Sätzen nicht mehr ein als zu behaupten: „Die sagen Hitler und Gewalt, die sind böse“ Und alle gut (autoritär) erzogenen Musterschüler haben sich gefälligst mit Ekel abzuwenden. Nach der Polizei zu rufen traut er sich damals noch nicht.
Überhaupt scheinen ihm Verfahrensneuerungen, veränderte Haltungen und dergleichen ziemlich egal. Worauf es ihm ankommt, ist der politische Inhalt, die Tendenz. Damit tut er genau das, was auch die Kritiker des Neuen Deutschlands taten, und was er zu Recht rügt: „Diese Vorschriften sind immer dieselben Der Akzent muss auf weltanschaulichen Fragen liegen“ Die italienische Futuristen und die Surrealisten kommen ihm wegen der charakterlichen Dispositionen ihrer geistigen Vorreiter da besonders entgegen. Der Expressionismus dürfte auch 1962 in Deutschland zu bekannt gewesen sein, als dass man ihn so lapidar über diesen Kamm scheren kann.
Auf sonderbare Weise fängt er im hinteren Teil des Essays an, den Futurismus für ein Urphänomen der Avantgarde zu halten, während er sich vorher, damit seine Begriffsanalyse irgend plausibel ist, dazu entschlossen hatte, das Phänomen bis ins mittlere 19. Jahrhundert zurück zu datieren.
Ebenso seiner Sache dienlich wie aus der Luft gegriffen ist die Behauptung, der Surrealismus sei die am besten ausgebaute Avantgarde. „Alle früheren und späteren Gruppierungen wirken mit ihm verglichen armselig dilettantisch und unartikuliert.“
Diese Diagnose ist in Bezug auf den russischen Kubofuturismus/ Konstruktivismus zumindest erklärungsbedürftig. Denn diese Bewegung hatte, wie die Surrealisten, neben einer ausgeprägten Manifestkultur ebenso eine reiche literarische Produktion und war ein gesamtkünstlerisches Phänomen. Nicht nur gibt es wie bei den Surrealisten zahlreiche richtungsweisende Produktionen in bildender Kunst und Film. Der Kubofuturismus-Konstruktivismus erstreckte sich folgenreicher als der Surrealismus auch auf Architektur, Bühne und die zeitgenössische Musik. Er hatte nicht nur wie der Surrealisms seine eigenen Publikationsorgane (LeF, MAF), durch ihn beeinflusst erschuf sich auch gleich die passende Literatur-, Sprach- und Kunstwissenschaft.
Ebenso wird man schwerlich behaupten können, dass Leute wie Chlebnikow, Majakowski oder Krutschonych ihre größten Leistungen erst in Abkehr von ihrer Doktrin vollbrachten, wie das Enzensberger pars pro toto anhand der surrealistischen Künstler dekretiert. Es gibt durchaus Programme, die nicht erst in ihrer Überwindung künstlerisch fruchtbar geworden sind, auch wenn es unser Kunstverständnis, das durch Geniekult, Auratik und Adorno hindurchgegangen ist, frustrieren mag.
Enzensberger ignoriert dies alles mehr oder weniger bewusst und gießt lieber billige Häme aus. „Selbstverständlich waren die gelegentlichen Sympatien der Avantgarde für die totalitären Bewegungen durchaus einseitig …“ schreibt er mit Blick auf die russischen Futuristen. Gewiss: Sie betrachteten die russischen Umwälzungen mit Hoffnung, was angesichts des morschen zaristischen Ochranastaates kaum verwunderlich ist. Sie waren, vielleicht sogar mehr als nur gelegentlich, Kommunisten. Ihnen dies vorzuwerfen, wäre ebenso logisch, als wolle man Stefan Heym oder Adolf Endler nachsagen, sie legten sich zur CSU ins Bett, weil sie sich als Demokraten gegen eine verkrustete DDR-Bürokratenherrschaft zur Wehr setzten. (Und Stalinisten argumentieren ja in der Tat so!)
Da es ihm nur um politische Inhalte geht, ist es konsequent, dass Enzensberger nicht ein einziges literarisches Werk der von ihm behandelten Avantgarden einer näheren Untersuchung unterzieht. Er gibt eine Silbenreihe, die dann prototypisch für jegliche avantgardistische Literatur einstehen darf. Dies ohne Kontext und man fragt sich: Ist dies Teil einer Rühmschen Sprechpartitur? Überraschendes Ergebnis eines Sortier- oder Umformprozesses? Tragen die Silben vielleicht Reste einer Semantik oder sind sie Dokument eines experimentellen Scheiterns? Ehe man nicht weiß, was man damit anfangen kann, kann man eben nichts damit anfangen, ganz unabhängig noch von der Frage, ob das Werk nun künstlerisch hochwertig ist oder nicht. Wenn es den Avantgarden ernst ist mit der Einführung neuer Gebrauchsweisen neuartiger Kunstgegenstände, dann beweist das nichts.
Ebenso leicht könnte man folgende Buchstabengruppe als eine sinnlos in die Tastatur gehackte Buchstabengruppe diskreditieren:
„Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuaki tanatahu“
(Dabei ist es sogar fast ein Gedicht.) Statt näher hin zu schauen, klopft Enzensberger lieber seinem Leser auf die Schulter: Deine (historisch, z.B. in der Schule erlernten) Maßstäbe reichen aus, die Fülle auch neuerer Experimente intellektuell zu bewältigen. Wer sich als Leser in diesem schönen Lichte universeller Kritikfähigkeit sonnen will, muss freilich Enzensberger voll vertrauen und die Kröten mitfressen. Es ist dies eine Variante einer rhetorischen Strategie, die sowohl bei Handelsvertretern als auch bei den Zeugen Jehovas Anwendung findet: „Sie als intelligenter Mensch werden mir doch zustimmen, wenn ich sage, dass …“
Auch in Bezug auf das Experimentieren belässt es Enzensberger bei den naiven Legenden der Schulbücher und mag die weitaus differenzierteren Anmerkungen, die etwa Helmut Heißenbüttel zu diesem Thema gemacht hat, sich und dem Leser nicht zumuten. Auch hier appelliert Enzensberger an einen Common sense, dem er an anderer Stelle als bloß anerzogenen misstraut. Insofern viele Texte landläufig als experimentell bezeichnet werden, die dies ihrem eigenen Selbstverständnis nach nicht sind, bloß weil sie der Allgemeinheit unbekanntere Sprechweisen nutzen, ist ein solcher Appell verfehlt.
In der Wiener Kleeblattgasse hat Ende Jänner ein Buchshop eröffnet, in dem ausschließlich Romane und Abhandlungen von Frauen verkauft werden. Und Theorien über Feminismus. / Wiener Zeitung
Die Theorien können anscheinend auch von Männern sein, wenn ich die Formulierung mal ernst nehme. Aber egal: Keine Gedichte? Bin ich nicht neidisch. Sie werden schon kriegen, was sie verdienen. 🙂
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