5. Helvetia in Moskau

Auf der Moskauer XIV. Internationalen Buchmesse startet das Programm „Swiss Made in Russia“. In einer Serie von Veranstaltungen treten  Giovanni Orelli, Urs Allemann, Catherine Lovey, Irena Brezna, Monique Schwitter und Lionel Bovier auf. / Pro Helvetia

4. Preisverleihung

Am 30.11. wurden der Traklpreis an Elke Erb und der Trakl-Förderpreis an Christian Lorenz Müller verliehen.

Die Laudatio auf Elke Erb hier.

Über Müller heißt es:

Den Georg-Trakl-Förderungs-Preis 2012, der mit 3.000 Euro dotiert ist, erhält der 1972 im bayrischen Rosenheim geborene und in Salzburg lebende Christian Lorenz Müller. Die Jury, der Dr. Paul Jandl, Lektor im Jung und Jung-Verlag und Literaturkritiker; Mag. Ines Schütz aus dem neuen Leitungsteam der Rauriser Literaturtage und der Literaturkritiker Dr. Anton Thuswaldner angehörten, wählten Müller aus insgesamt 40 Einreichungen für den Georg Trakl-Förderungspreis aus. Sie begründeten ihre einstimmige Entscheidung folgendermaßen: „Zwischen dem hohen Ton des Lyrischen und den Niederungen des Politischen schreibt Christian Lorenz Müller seine Gedichte. Er setzt sich realen Landschaften und menschlichen Erfahrungen aus, um daraus eine Poesie zu machen, die nicht weniger gebrochen ist als die Wirklichkeit selbst.“

3. Mittel

Die Kunstausübung erfordert eine reine, durchaus klare Erkenntnis der Mittel, ohne welches keine Harmonie möglich ist.

(1807)

Philipp Otto Runge: Die Begier nach der Möglichkeit neuer Bilder. Briefwechsel und Schriften zur bildenden Kunst. Leipzig: Reclam 1978, S. 232.

2. Nacht

Die Nacht ist der Untergrund, der Maquis, in dem sich die Resistance befindet. Wenn man seit Schulende einen Beruf am Tag hat, weiß man nicht viel über die Leute, die am „hellichten Tag“ schlafen.

Jochen Gerz: Die Schwierigkeit des Zentaurs beim vom Pferd steigen 378-455. In: Offene Literatur. Hg. Helmut Heißenbüttel. (Text + Kritik Jahrbuch ’77). München: Text + Kritik 1977, S. 86.

1. Müll

Verse wachsen, mit den Worten Anna Achmatowas, auf dem Müll; die Wurzeln der Prosa sind auch nicht ehrenwerter.

Joseph Brodsky: Der sterbliche Dichter. Über Literatur, Liebschafen und Langeweile. Aus dem Amerikanischen von Sylvia List. Frankfurt/ Main: Fischer 2000 (1. Hanser 1998, am. Ausg. New York 1995). S. 63.

171. Aus Rumänien

Wie vielfältig die rumäniendeutsche Literatur, früher im Wechselbad zwischen Tauwetter und Eiszeiten, heute in den verschiedensten Stimmen zu erkennen, noch immer ist, zeigten sodann die Lesungen von drei Autoren der mittleren Generation, Horst Samson (geboren 1954), Franz Hodjak (1944) und Hellmut Seiler (1953). Samson, in der Bărăgan-Steppe geboren, heute in Neuberg in Deutschland lebend, ließ in seinen neuen Gedichten die ganze Bandbreite seiner Thematik aufscheinen. Wie es ein kurzer Prosatext veranschaulicht, gilt sein verstärktes Interesse auch der Vertiefung seiner Biografie und den geschichtlichen Banat-Sujets.

Mit dem Lyriker Franz Hodjak –  er las aus einem in Vorbereitung befindlichen Gedichtband, aber auch den Essay „Heimatlosigkeiten“ – ist man sofort mitten drin in der rumäniendeutschen Literatur wie auch in der Avantgarde der modernen deutschen Lyrik. „Einst wechselte ich hier die Sprache mit dem Zug“ – so lautet z. B. ein typischer Hodjak-Vers aus dem kompromisslosen Gedicht „Aufgelassener Bahnhof“.

Hellmut Seiler las in seinem unverkennbaren Stil zwischen Ironie und Selbstironie einige Texte aus einem neuen Lyrikband sowie einen lyrischen Prosatext. „Weh dem, der eine Heimat hat…“, bekennt der Dichter u.a . (…)

Als eine der Überraschungen dieser Tagung des Exil-P.E.N. muss man die unverkennbare Stimme des Lyrikers, Theaterautors und Regisseurs Frieder Schuller (1942, Katzendorf) hervorheben. Die Lesung aus seinem kürzlich uraufgeführten Stück „Ossis Stein“ über Oskar Pastior wurde mit reichem Beifall belohnt.

Dem Publikum von Wolfgang Schlott einfühlsam präsentiert, lasen darauf drei Banater Autoren der mittleren Schriftstellergeneration: Johann Lippet (1951) las aus seinem kürzlich erschienenen Band „Bruchstücke aus erster und zweiter Hand“. Die Lyrikerin und Prosaautorin Ilse Hehn (1943) las aus ihrem aufregenden Zyklus der Reisegedichte. Der Prosaautor Balthasar Waitz (1950) las Auszüge aus seinem Prosaband „Krähensommer und andere Geschichten aus dem Hinterland“.

Ein Vertreter der älteren Generation, der angesehene Autor Dieter Schlesak (1934) – vor Kurzem erlebte sein Erfolgsbuch „Capesius, der Auschwitzapotheker“ auch eine hebräische  Ausgabe – las einfühlsame bis düster anmutende Gedankenlyrik.

Horst Samson verlas am letzten Tagungstag für den leider verhinderten  Literaturhistoriker und -kritiker Dr. Walter Engel (Düsseldorf) dessen Referat „Kontraste. Innenwelt und Außenwahrnehmung des Banats in ‘Krähensommer’ von Balthasar Waitz und ‘Banatsko’ von Esther Kinsky”.
Der Prosaautor Gerhard Ortinau  (1953), ehemaliges Gründungsmitglied der Aktionsgruppe Banat, trug sein berühmtes und auch heute hochaktuelles Gedicht „Die Moritat…“ vor, aber auch einen brillanten, rege Diskussionen auslösenden Text über den ehemaligen SPD-Politiker Herbert Wehner. / Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien

170. Slam-Meister

Ein Münchner im Dichter-Himmel

Mit 13 Jahren hat Pierre Jarawan sein erstes Gedicht geschrieben. Und jetzt? Ist der 27-jährige Münchner Deutschsprachiger Meister im Poetry Slam 2012.

tz-Interview mit Poetry Slamer Jarawan:

Lehrer lieben natürlich Poetry Slam, weil die Schüler dadurch eine ganz neue Beziehung zu Lyrik bekommen – das läuft schon anders ab als im ganz normalen Deutsch-Unterricht. Ich schätze, in Deutschland können so 40, 50 Leute hauptberuflich von Poetry Slam leben.

169. Aufklärung

Bitte klären Sie uns auf, Herr Ingendaay: Wer ist José Manuel Caballero Bonald, der Cervantes-Preisträger des Jahres 2012? Und womit hat er das spanische Literaturerbe so preiswürdig bereichert?

Paul Ingendaay: Guten Tag, Frau Hondl. – Wenn Sie ihn erlebten, wenn Sie ihn auch mal im Fernsehen sähen, würden Sie ihn sofort mögen: 86 Jahre alt, ein Schamane seiner selbst, wie er genannt wurde, ein guter Dichter, der aus der Generation der 50er-Jahre ist. Die sind in Deutschland wenig bekannt geworden, weil sie in der dunklen Nach-Bürgerkriegszeit gelebt haben, geschrieben haben und unter Franco sich ducken mussten und ihre Lyrik irgendwie voran brachten zwischen Melancholie und leisem Protest. Das ist er auch, ein sehr anständiger Mann, ein Flamencologe, also Andalusier, aus dem Süden, und ein Mann, der 60 Jahre lang Lyrik geschrieben hat, die schön ist, melancholisch, präzise und wirklich noch nie ins Deutsche übersetzt wurde. / DLR

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Deutschlandradio macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

168. Abwesenheit in Halle

Liebe Freunde der Kunst,

hiermit laden wir Sie herzlich zum 8. Langen Abend der Galerien in Halle ein.

Begleiten Sie das blaue Wunder auf dem Galerierundgang oder philosophieren Sie mit Bertram Reinecke am Kiosk über das Thema „Abwesenheit“.

Ab 17 Uhr – und immer zur vollen Stunde – können Sie Andrea Knoblochs Skulptur „blaues Wunder“ ausleihen und so selbst eine temporäre Kunstausstellung im öffentlichen Raum arrangieren.

Bertram Reinecke referiert, diskutiert, rezitiert, erzählt und schildert Abwesendes zu jeder halben Stunde in unserer Schaubude am Reileck.

Wir freuen uns auf Sie!
Herzliche Grüße,
Ihr hr.fleischer e.V.

Die Ausstellung läuft bis zum 6.12.2012 und wird gefördert vom Land Sachsen-Anhalt.

167. Envoy

Ezra Pound

Entwürfe und Fragmente – Canto [CXX]

I have tried to write Paradise
Do not move
…..let the wind speak
………that is paradise.

Let the Gods forgive what I
………have made
Let those I love try to forgive
………what I have made.

[CXX]

Ich versuchte, ein Paradiso zu schreiben
Rühre dich nicht
…..Lass den Wind reden
………….so ist es das Paradies.

Lass die Götter mir nachsehn, was ich
………….hervorgebracht
Lass die, die ich liebe, mir nachsehn
………….was ich hervorgebracht.

In: Ezra Pound: Die Cantos. In der Übersetzung von Eva Hesse und Manfred Pfister. Ediert von Manfred Pfister und Heinz Ickstadt. Kommentiert von Heinz Ickstadt und Eva Hesse. Zweisprachige Ausgabe. Zürich, Hamburg: Arche 2012, S. 1188 f.

Anmerkung:

Die Herausgeber haben sich – gegen Pounds Wunsch – entschieden, den Zyklus der Cantos mit einem Entwurf zu Canto CXX zu schließen, weil er wie ein „Envoy“ selbstkritisch auf das eigene poetische Projekt zurückblickt und es zugleich der Verantwortung des Lesers übergibt.

Ebd. S. 1427.

166. Verurteilt

Ein Gericht in Katar verurteilte einen Dichter zu lebenslanger Haft wegen Aufruf zum Sturz der Regierung und Kritik am regierenden Emir, teilte sein Anwalt mit. In seinen Gedichten lobte Muhammad Ibn al-Dheeb al-Ajami den arabischen Frühling und kritisierte den katarischen Emir Scheich Hamad bin Khalifa al-Thani. Katar unterstützte die Aufstände in anderen Teilen der arabischen Welt.

Der 36jährige Ajami ist seit einem Jahr in Einzelhaft und hat seitdem seine Familie nicht gesehen. / NBC News

165. Kaum übersetzt

Ein schon etwas älterer Artikel zum Thema, in dem auch der vorige Cervantespreisträger vorkommt:

In Lateinamerika wurde und wird exzellente Lyrik geschrieben. Übersetzungen ins Deutsche gibt es heute allerdings kaum noch. Die grossen Literaturverlage und ihre Qualitätsreihen – etwa die Bibliothek Suhrkamp oder die Edition Lyrik-Kabinett bei Hanser – üben Verzicht. Mit der Edition Delta (Stuttgart) und dem Teamart-Verlag (Zürich) sind es zwei Kleinstverlage, die regelmässig Übersetzungen herausbringen, pro Jahr etwa ein bis zwei Bände. Andere wie der Rimbaud-Verlag oder Luxbooks bieten immerhin sporadisch etwas. Alles mit grossem Elan und oft in ansprechender Qualität, aber mit marginaler Resonanz in den Medien und Buchgeschäften, sodass es bei niedrigen Auflagen bleibt.

Das war nicht immer so. Bis vor wenigen Jahren noch gehörte es hierzulande wie selbstverständlich dazu, Gedichte des Chilenen Pablo Neruda (1904–1973) oder des Nicaraguaners Ernesto Cardenal (geboren 1925) zu lesen. Auch Gabriela Mistral und Octavio Paz konnten einmal als bekannt gelten. Schon etwas weniger Licht fiel auf Nicolás Guillén, César Vallejo oder Alejandra Pizarnik, auf Jorge Luis Borges und Roque Dalton. Aber immerhin, das war schon etwas.

Dennoch wurden viele wichtige Autor­Innen bestenfalls in Anthologien aufgenommen oder gar nicht übersetzt. Ramón López Velarde, Leopoldo Lugones, Rosario Castellanos, Efraín Huerta oder Gilberto Owen gehören dazu, alles grosse Namen des 20. Jahrhunderts – ganz zu schweigen von zeitgenössischen LyrikerInnen. Als Nicanor Parra, Nerudas Gegenpol in der chilenischen Lyrik, im April 2012 den Premio Cervantes erhielt, die höchste literarische Auszeichnung der spanischsprachigen Welt, war sein Werk auf Deutsch nicht erhältlich.

Der Artikel von Valentin Schönherr, WOZ 19/ 2012, geht ausführlich und mit Beispielen von Mauricio Rosencof (Uruguay), Tamara Kamenszain und Alfonsina Storni (Argentinien), auf Übersetzungsprinzipien und den Unterschied spanischer und deutscher Dichtung ein.

 

 

164. Cervantes-Preis an (bei uns) Unbekannten

Der spanische Schriftsteller José Manuel Caballero Bonald erhält den diesjährigen Cervantes-Preis, die bedeutendste literarische Auszeichnung der spanischsprachigen Welt,  gab Spaniens Kulturminister Jose Ignacio Wert am Donnerstag bekannt.

Der aus Jerez de la Frontera stammende Andalusier, geboren 1926 (…), hatte vor 60 Jahren seinen ersten Gedichtband veröffentlicht. Er wurde zusammen mit anderen Schriftstellern der „Generation der 50er Jahre“ zugeordnet. Von dieser Kategorisierung hielt der Autor jedoch nichts. „Solche Schubladen sind Krücken für die Historiker, die Literaturhandbücher verfassen“, sagte Caballero Bonald. „Das Einzige, was dieser Gruppe gemeinsam war, sind der Widerstand gegen die Franco-Diktatur und ein gehöriger Alkoholkonsum.“

Anfang dieses Jahres erschien sein Buch „Entreguerras“ („Zwischenkriegszeiten“), das nach Worten des Schriftstellers sein bestes und voraussichtlich sein letztes literarisches Werk ist. „Dort habe ich alles zusammengefasst, was ich geschrieben und erlebt habe“, sagte er. Das ungewöhnliche Werk ist ein autobiografisches Gedicht, das aus fast 3.000 Versen besteht. / Der Standard

Nachzutragen 1. die Preissumme beträgt 125.000 Euro, 2. der höchstdotierte Preis geht auffallend oft an Lyriker (so gleich zum Start 1976 Jorge Guillen, so im Vorjahr Nicanor Parra), 3. von dem hochbetagten Autor wurde offenbar nie etwas ins Deutsche übersetzt. (Oder fahndet noch jemand?)

163. Erfolgsautor

»High Windows«, 1974 bei Faber and Faber erschienen, wurde ein Bestseller. Die erste Auflage war innerhalb von drei Wochen ausverkauft und musste mehrmals nachgedruckt werden. In Zahlen stellt sich das Phänomen folgendermaßen dar: Juni 1974 – 6.142 Exemplare; September 1974 – 6.632; Januar 1975 – 5.985; Januar 1976 – 6.110. Zusätzlich erschien 1974 eine US-Ausgabe sowie 1979 die erste britische Taschenbuchausgabe, die es bis 1997 auf 110.000 Ex. brachte: also ca. 25.000 gebundene + zusätzlich 110.000 als Taschenbuch verkaufte Exemplare eines Gedichtbandes. Die spinnen die Briten!

Diese Informationen bietet Klaus F. Schneider in der Rezension einer neuen bibliophilen Larkin-Ausgabe. Und vergleicht mit deutschen Verhältnissen:

Für uns unvorstellbar, selbst um ein, sogar zwei Nullen ärmer, wäre eine entsprechende Auflage hierzulande ein Prestige Erfolg. Und das – darf man annehmen – auch für namhafte Verlage, nicht nur für ein Unternehmen, wie bezeichnenderweise wieder einmal eines wie dieses, das als Ein-Mann-Selbstausbeutung nach Dienstschluss aufgezogen ist und funktionieren muss. Dementsprechend wiederum keine Ausnahme sondern die Regel, dass der bisherige Höhepunkt im Verlagsprogramm, eine vierbändige Werner-Riegel-Werkausgabe (dem früh verstorbenen Weggefährten Peter Rühmkorfs), weitgehend unbeachtet blieb.

Schließlich ein schöner Übersetzungsvergleich, der es nicht bei Behauptungen beläßt, hier der Schluß daraus:

»Aubade« (1977) ist eines der letzten Gedichte, die Larkin veröffentlicht hat, bevor er verstummte, oder – wie er es nannte –  ihm der Zwang oder Druck, Gedichte zu schreiben „the compulsion to write poems“ abging. Am Schluss wendet sich der Blick der unbarmherzig weiterlaufenden Welt zu. Und der ganzen alltäglich erdrückenden, apersonalen Unerheblichkeit und Gleichgültigkeit.

In einer älteren Übersetzung liest sich das so:

Inzwischen machen sich die Telefone fertig,
in verschlossenen Büros zu klingeln, und die ganze
vernachlässigte, verzwickte Mietwelt steht nun auf.
Der Himmel, weiß wie Ton, bleibt ohne Sonne.
Die Arbeit muß getan sein.
Briefträger gehn wie Ärzte nun von Haus zu Haus.

Glabotki zufolge hat Larkin das so weder geschrieben noch intendiert. Bei ihm nämlich ducken sich die Telefone („telephones crouch“), und statt von einer (passiv) „vernachlässigten Mietwelt“ spricht Larkin von der sich (aktiv) nicht kümmernden und überdies nur angemieteten Welt:

Meanwhile telephones crouch, getting ready to ring
In locked-up offices, and all the uncaring
Intricate rented world begins to rouse.
The sky is white as clay, with no sun.
Work has to be done.
Postmen like doctors go from house to house.

In der vorliegenden neuen Übersetzung ist diese Passage sinngemäßer übersetzt und kommt so auch der Larkinschen Satzmelodie wieder nahe:

Jetzt sind die Telephone sprungbereit fürs erste Klingeln
in noch verschlossenen Büros, und ohne sich zu bekümmern,
kommt die ganze geborgte Welt aus dem Nachtschlaf heraus.
Der Himmel ist weiß wie Lehm, ohne Sonnenlicht.
Es gilt Arbeit zu verrichten.
Briefträger gehen wie Ärzte von Haus zu Haus.

/ Klaus F. Schneider, Fixpoetry*)

Philip Larkin: »Aubade. Frühmorgenlied«. Deutsch von Richard Glabotki; mit 7 Illustrationen von Max Perna. 24 Doppelseiten; handgebunden-broschiert; 1. Aufl. – Stuttgart: Literarisches Bureau Christ & Fez 2012. 111 nummerierte und vom Künstler signierte Exemplare; ISBN 978-3-933591-11-1. (Bestelladresse: Postfach 80 04 62, 70504 Stuttgart.)

Werner Riegel: Ausgewählte Werke in Einzelausgaben:

1. Der Admiral. Stuttgart: Literarisches Bureau Christ & Fez, 2006. ISBN 978-3-933591-03-6;
2. Der senkrechte Mitmensch. 2008. ISBN 978-3-933591-05-0;
3. Heiße Lyrik. 2007. ISBN 978-3-933591-04-3;
4. Porträt eines Dichters. 2010. ISBN 978-3-933591-09-8;

*) Ich empfehle unbedingt ganz zu lesen, es gibt mehr Be-denkliches zur Übersetzung! Zeitungen, stockt euer Zeilenhonorar auf und bestellt direkt bei Dichters. Die erste, die meinen Vorschlag aufnimmt kriegt von mir n Abo! Nachweis der Honoraraufstockung per Fax an mich.

162. Geschenk

Samstag, den 15. Dezember, 12-18 Uhr

Lyrik-Bibliothek – Amalienstrasse 83a hinter der Universität

 

Lyrik als Geschenk

Große Verschenk-Aktion im Lyrik Kabinett

mit Dank an den

Verlag im Wald (Rüdiger Fischer)

Rüdiger Fischer, geb. 1943 in Trier, war bis 2004 Lehrer für Fremdsprachen an einem Gymnasium im Bayerischen Wald. 1991 gründete er den Verlag im Wald, in dem seither 140 Titel fremdsprachiger Lyrik erschienen (in ein oder mehrsprachigen Ausgaben): 7 Anthologiebände, 58 Titel aus Frankreich, 10 aus Belgien, des Weiteren Titel von italienischen, neugriechischen, polnischen, israelischen, tschechischen, rumänischen und kolumbianischen und deutschen Verfassern.

Aus gesundheitlichen Gründen stellt der Verleger nun seine Arbeit ein und wünscht sich, dass seine Bücher in die Hände von Lesern gelangen, die sie schätzen können.

Deshalb findet im Lyrik Kabinett eine Verschenk-Aktion von ca. 100 Titeln dieses Verlages statt. U.a. können Sie dort erhalten: Lyrik aus Belgien, Polen, Luxemburg, Frankreich, den USA, der Tschechischen Republik, von Werner Lambersy, Liliane Wouters, Yves Namur, Hélène Dorion, Gérard Bayo u.v.a. Das Programm des Verlags im Wald finden Sie unter: http://www.verlag-im-wald.de/

Kommen Sie, schmökern Sie – bei Kaffee und Kuchen – und bereichern Sie an diesem Tag Ihren Bücherschrank wie Ihren Kopf und diejenigen Ihrer Freunde! Wir freuen uns auf Sie!

Rüdiger Fischer
Dr. Maria Gazzetti
Esther Ackermann
Ursula Haeusgen
Christiane Gerber

(Also nix wie hin! Leider im Norden unabkömmlich, oh oh!)