Bis heute ist Miegel, die nach dem Zweiten Weltkrieg in der Stadt wohnte, Ehrenbürgerin des Ortes. Im Kurpark steht ein Denkmal, das an sie erinnert und an dem auch immer wieder Neonazis Kränze niederlegen. Bereits ein kurzer Blick auf Miegels Aktivitäten und Veröffentlichungen offenbart, wieso die heutigen Rechten sie verehren.
Miegel war NS-Funktionärin und Hitleristin. 1879 in Königsberg geboren, fiel sie zunächst als nationalkonservativen Heimatdichterin auf und wurde später zur glühenden Verehrerin Hitlers. Bereits im Oktober 1933 unterzeichnete sie mit anderen systemkonformen Schriftstellern ein »Gelöbnis treuester Gefolgschaft« zu Adolf Hitler. In einem Brief an den NS-Kulturpolitiker Hans Friedrich Blunck bekannte Miegel im Folgejahr ausdrücklich: »Ich bin Nationalsozialist.« Ihrem »Führer« widmete sie in der Folge auch ihre Lyrik: »Laß in deine Hand, Führer, uns vor aller Welt bekennen.« 1937 war Miegel der NS-Frauenschaft beigetreten, drei Jahre später der NSDAP. Auch für den Bund Deutscher Mädel griff sie zur Feder. »Ich traue auf Gott und den Führer, nicht so kindlich-bequem, wie viele es tun, sondern so, wie man als Deutscher und Ostgermane dem Schicksal vertraut«, schrieb sie an Blunck. / Tobias Korn, Jungle World
Klingende Namen waren es, die am 28. März 2001 die Gedenkfeier für den im Herbst des Vorjahrs verstorbenen walisischen Dichter R. S. Thomas in der Westminster Abbey bestritten. Der irische Nobelpreisträger Seamus Heaney. Andrew Motion, damals britischer Poet Laureate. Der schottische Lyriker und Romancier John Burnside, der in den letzten Jahren auch das hiesige Lesepublikum erobert hat. Und natürlich eine profilierte Stimme aus der Heimatregion des Verstorbenen, die Dichterin und Literaturvermittlerin Gillian Clarke. Ein würdiges Aufgebot für einen der Grossen in der britischen Literaturlandschaft des 20. Jahrhunderts – auch wenn R. S. Thomas sein Leben konsequent fernab der Öffentlichkeit geführt hatte. (…)
In seiner Verurteilung dessen, was er als materialistische, entseelte Moderne sah, konnte Thomas – der keineswegs zur literarischen Selbstinszenierung neigte – auch einmal das Gewand und den apodiktischen Ton des Apostels annehmen: «Und ich, Thomas, sah den Verfall / zum Bösen. Die alten, schlechten Gewohnheiten / wurden neu erlernt. Männer vermieteten ihr / Gewissen; Frauen wurden hart, schrill.» / Angela Schader, NZZ
Romane, so R. S. Thomas in «Sozusagen», seien lediglich «zum Vertagen der Wahrheit», zum Füllen der leeren Seiten, zum allmählichen Ausmalen der einmal entworfenen Figuren gut, während das Gedicht in einem Wimpernschlag alles zu fassen vermag: «Das Buch schliesst, wo die Poesie beginnt.»
R. S. Thomas: In zierlichen Schlingen. Gedichte, englisch/deutsch. Herausgegeben, übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Kevin Perryman. Babel-Verlag, Fuchstal 2012. 84 S., € 24.–. Sonderdruck mit Originalradierung von Vroni Schwegler € 164.
Der 1890 in Marburg/Lahn geborene und nach einem wechselvollen Lebenslauf 1956 auf Rhodos verstorbene Essayist, Literaturübersetzer und Ethnologe Helmut von den Steinen ist einer breiteren literarischen Öffentlichkeit heute vor allem durch seine Übertragungen aus dem Neugriechischen bekannt. So hat etwa seine Ausgabe der Gedichte von Konstantinos Kavafis geradezu klassischen Status erlangt und gilt bis in die Gegenwart als „außerordentliche poetische Leistung“ (Chryssoula Kambas). Historiker des George-Kreises wissen zudem um seine zeitweilige Zugehörigkeit zum Umfeld von Karl Wolfskehl, Friedrich Wolters und Wolfgang Frommel.
Neben seinen publizierten Schriften hat Helmut von den Steinen aber auch ein umfangreiches Werk geschaffen, das – bedingt nicht zuletzt durch sein langjähriges Exil und den zeitweiligen Abbruch aller beruflichen Kontakte in den deutschsprachigen Raum – bislang unveröffentlicht blieb. Eine Sonderstellung unter diesen nachgelassenen Arbeiten nehmen ohne Zweifel eine Reihe von Übertragungen aus dem „Corpus Platonicum“ ein, die sich durch ihre metrische Form und szenische Akzentuierung fundamental von allen anderen bisher vorgelegten deutschen Platon-Übersetzungen unterscheiden. Dabei beeinträchtigt der Bruch mit der stilistischen Konvention keineswegs die Wiedergabe der Sachebene der Originaltexte. Die genaue Nachvollziehbarkeit der jeweils gebotenen philosophischen Argumentation bleibt immer gewahrt.
Der Queich-Verlag legt nun erstmals eine Ausgabe dieser Übertragungen sowie einiger noch unveröffentlichter kurzer, gleichsam an ihrem Rand entstandener essayistischer Skizzen und Exposés vor, die näheren Einblick in die Grundzüge des umfangreichen Platon-Buchs gewähren, an dem Helmut von den Steinen offenbar bis kurz vor seinem Tod arbeitete.
Band 1 erschien Ende 2012, im April/Mai wird Band 2 mit „Menexenos“, den „Platonischen Sinnbildern“ und den „Epigrammen“ erscheinen.
Helmut von den Steinen:
Platonica I.
Herausgegeben von Torsten Israel
ISBN 978-3-939207-12-2
Gebunden mit Lesebändchen
100 Seiten
2012 erschienen
€ 24,90
Lyrik und Geld? Das eine gilt als brotlose Kunst, das andere regiert die Welt. Katharina Schultens bringt die Gegensätze zusammen und gewinnt den Leonce und Lena Lyrik-Preis. Knut Cordsen hat mir ihr und dem Förderpreisgewinner Tobias Roth gesprochen. / Bayern 2
Auch Gedichte von Kenji Miyazawa wurden bei den Gedenkfeiern rezitiert, dem Lyriker und Kinderbuch-Autor aus Iwate, einer der drei am stärksten betroffenen Präfekturen. Das Werk Miyazawas, der 1933 im Alter von nur 37 Jahren an einer Lungenentzündung starb, verbindet Tragik und Leichtigkeit. Kenji Miyazawa schrieb schon als Kind Tanka, eines der zwei klassischen Genres der japanischen Lyrik. Aus dem siebten Jahrhundert sind Tanka erhalten, die der damalige Kaiser schrieb. Zum ersten Jahrestag der Tsunami-Katastrophe schrieben auch der Kaiser und die Kaiserin Gedenk-Tankas. Hundert Tanka von Trauer und Hoffnung nach der Katastrophe touren derzeit als Ausstellung durch die USA. / Süddeutsche Zeitung 16.3.
Nachrichten aus Weltstädten bringt die Süddeutsche Zeitung regelmäßig. Am 16.3.
NACHRICHTEN AUS TOKIO
– und zwar 3 Lyriknachrichten. Ich mach mal Werbung für die geschätzte von mir abonnierte Zeitung und dokumentiere sie. Hier die erste:
Bei den Gedenkfeiern zum zweiten Jahrestag der Tsunamikatastrophe wurde das ‚Wiederaufbau-Lied‘ gesungen: ‚Hana wa Saku‘, Blumen werden blühen. Das Fernsehen hatte das schwermütige und heitere Lied eigens komponieren lassen. Man singt es stets mit einer Blume in der Hand. Der Text fängt den Vorfrühling ein, in dem die Katastrophe die Küste überfiel: Der erste Blütenduft liegt im Wind, aber auf den Straßen liegt noch Schnee. Das singende ‚Ich‘ hatte Pläne und Träume, an die es sich nun nicht mehr erinnert, aber auf der andern Seite der Traurigkeit sieht es ein Lächeln, und die Blumen blühen für euch, die ihr später geboren werdet.
Endlich geklärt:
Ihr Speiselokal für traditionelle Hamburger Küche und saisonale Spezialitäten.
Seit über 30 Jahren der Klassiker im schönen Hamburg-Eppendorf.
Wieder in unsererm Saison-Angebot:
Fangfrischer Elb-Stint!
KATHMANDU: Zum Welttag der Poesie starteten die BP Koirala India Nepal Foundation und die indische Botschaft „Poemandu“ als monatliches Lyriksymposion. Es will eine gemeinsame Plattform für Dichter aus Nepal und Indien sein. 30 Dichter aus Nepal und Indien lasen in Sprachen wie Englisch, Hindi, Nepal Bhasha (Newari), Maithili, Bhojpuri, Urdu und Awadhi. Unter den Gästen war auch der „Nationaldichter“ Madhav Prasad Ghimire. / The Himalayan Times
Es scheint, als hätte die begeisterte Jury das Urteil der Vorjury zurückgenommen, Kurt Drawert:
„Moderner und besser kann man keine Lyrik schreiben.“
Das Darmstädter Echo berichtet:
Sascha Kokot klang ein wenig verzagt, als er aufs Podium der Centralstation stieg und seine Kollegen ansprach. „Liebe Katharina, lieber Lewin“, fragte er, „wie kann man nach Euch noch lesen?“ Lewin Westermann hatte am Samstagmorgen den Lesewettbewerb des Literarischen März mit sehr konzentrierten Gedichten eröffnet, die den Deutungseifer der ausgeschlafenen Jury ausgiebig beschäftigten. Und direkt vor Kokot hatte sich bei der Lesung von Katharina Schultens ein kleines Wunder ereignet. Ihr Vortrag glitt hell über die langen Texte, setzte zarte Widerhaken in den Rhythmus, verfiel ins Singen und vollzog die emotionalen Bewegungen nach, wenn etwa in dem Gedicht „Gewinnwarnung“ die Herde der Angestellten die Energie aus dem Herdendynamo gewinnt.
Denn Schultens Zyklus „Hysteresis“, für den die Autorin am Abend den Leonce-und-Lena-Preis erhielt, ist eine irritierende Zustandsbeschreibung aus der dunklen Welt globaler Geldgeschäfte. Die Autorin ist gar keine Expertin für derlei Fragen. „Ich interessiere mich für Begriffe aus unvertrauten Bereichen“, sagt sie, „für Begriffe, die banale Tätigkeiten mythologisieren.“ So ist es beispielsweise mit den „dark pools“ im letzten der Gedichte. Es sind anonyme Handelsplätze für Finanzprodukte, die keiner Kontrolle unterliegen. Für Schultens ist das eine unheimliche Vorstellung. In ihrem Zyklus findet sie überraschende Wege, die Entfremdung dieser Arbeitswelt zu zeigen. Sie lässt fremdgesteuerte Wesen um einen Rest an Menschlichkeit ringen, vergeblich: „wie er behauptete manchmal da müsse man / zwischen-d-durch ja auch noch mensch sein // antworte ich verspätet: sind wir aber nicht“.
Mit diesen Texten machte Katharina Schultens die Jury ganz ehrfürchtig. Sibylle Cramer schwärmte von der Vielfalt der Redeformen, in denen sich die Typisierung des „global player“ entwickele, und entdeckte Bilder des Satanischen in dieser Gegenwartsbeschreibung. Joachim Sartorius beschrieb, wie die Sprache von New Economy und Arbeitswelt in die Poesie hineingeholt wird, Kurt Drawert fasste die Begeisterung im Lob zusammen: „Moderner und besser kann man keine Lyrik schreiben.“
(…) Und es war, als habe die Auswahl ein Schaufenster lyrischer Möglichkeiten öffnen wollen. Unter den neun Kandidaten waren etliche, denen man einen Preis hätte geben können. Die Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise von je 4000 Euro gingen dann an Uljana Wolf und Tobias Roth. Roth, der sich am Samstagnachmittag als letzter vorgestellt hatte, bezieht seine Texte auf Malerei. Das lyrische Ich erscheint als Kulturmensch, staunte Juror Jan Koneffke, während Ulrike Draesner insbesondere von der großartigen Beschreibung von Albrecht Altdorfers mittelalterlicher Darstellung der Alexanderschlacht angetan war, die dem Gemälde noch etwas hinzufüge.
Mit Uljana Wolf zeichnete die Jury eine experimentelle Lyrikerin aus, deren Arbeit sich erst in der Verbindung von Lesung und Schriftbild erschließt – die Texte sind gesetzt in lückenhafte Blöcke, enthalten Abkürzungen und Zeichnungen.
Über die Jury:
Insgesamt freilich war das intellektuelle Schaulaufen der Juroren häufiger als die tatsächliche Auseinandersetzung. Aber es ereignete sich auf so ansprechendem Niveau, dass die Unterhaltung gewährleistet war.
/ Johannes Breckner, Darmstädter Echo
This year, however, the most pressing issue facing poetry publishers is the same one that’s facing everyone else in the book biz: the digital transition. While digitizing poetry collections wasn’t anyone’s first priority, the time has come, and, in one way or another, most of the important poetry presses—Graywolf, Copper Canyon, BOA, Coffee House, Wesleyan—will make at least some of their books available as e-books by the fall.
But poetry publishers do have one issue that most publishers don’t in terms of e-books: those pesky line breaks, the things that happen to make poems what they are. It turns out it’s pretty hard to preserve line breaks in EPub and other e-book file formats: one of the ways reflowable text adapts to readers‘ preferences in terms of font size and reading device is to wrap lines on the screen differently depending on those preferences. So, on one reader’s Kindle, the first two lines of „The Road Not Taken“ might appear correctly („Two roads diverged in a yellow wood/ And sorry I could not travel both“), whereas on the same reader’s Kindle smartphone app, in a larger font, it could, for instance, look like this:
Two roads diverged
in a yellow wood
And sorry I could
not travel both
That’s just an example, and it may not seem to matter much—it’s the same words, right?—but poetry is about not just content but form. The packet of thought that is „Two roads diverged in a yellow wood“ is different from the one that is just „Two roads diverged.“
(…)
So publishers can’t just send their poetry collections to mass-conversion houses and hope for the best. A few have tried, and the results are disastrous (take, for example, HarperCollins’s e-book edition of the Collected Poems of Allen Ginsberg, which makes „Howl“ look like a formless blob of text on a screen; it’s unreadable). / Craig Morgan Teicher, Publishers Weekly

Mit Gedichten, die Begriffe der Börsianer aus der Charttechnik aufgriffen, hat sie gestern abend den Leonce und Lena-Preis gewonnen. (…) mit einem Ineinandertreffen, das Zerbrechlichkeit anbietet als fragile Zuspitzung für möglichen oder unmöglichen Raum. Sehr konzentriert vermeidet sie dabei das Fallbeil der Entscheidung, sondern läßt im Spiel. Also ist die Welt nicht mehr heikel und entschieden, sondern offen und von Optionen gelenkt. Ihre Gedichte sind deswegen lebendig und kommen ganz aus der Zeit. Unser Faktisches soll mit Zerbrechlichkeit rechnen lernen, der Schiedsspruch hie bedeutet das vorschnelle Ende der Kommunikation dort, der Kontext der Schwebe aber vereint Sätze wie in einem Schwimmbad und zeigt sich weltbewegt. / Frank Milautzcki, Fixpoetry
eine Palme bei starkem Wind – aufgewühlt wippen die Wedel einzeln hoch und nieder, schwingen hin und her, während der Stamm unbewegt dasteht
Hansjürgen Bulkowski
Die Briefe zeugen davon, dass Stil und Haltung des Autors sich im Privaten und im Öffentlichen kaum unterschieden. Unbeirrbar war und blieb Peter Hacks in seinen mit weitreichenden Studien und Lektüren unterfütterten ästhetischen und politischen Anschauungen. Olymphoch sah er sich über allerlei »Idioten« und deren Kümmernissen stehen. Geplagt wurde er zwar immer wieder von Witterungsschwankungen, Schnupfen und anderen lästigen Zipperlein, in keinem Moment jedoch von Zweifeln, gar Selbstzweifeln. Hacks, der einen sozialistischen Absolutismus für das bestmögliche Staatswesen hielt, stellt sich auch hier als allzeit aus lichter Höhe auf die Dinge blickender und sie in die richtige Ordnung bringender Souverän vor.
Viel Platz nehmen in den Briefen Bestelllisten von Gebrauchs- und Luxusgütern aus dem Westen in Anspruch. Im Wechsel mit den oft recht undankbaren Dankesschreiben für die eingetroffenen Waren, vorwiegend Konfektion und Delikatessen, stehen sie am Anfang beinahe jedes Schreibens an die Mutter. Man könnte nun daraus schlussfolgern, dass das hehre Ideal vom Sozialismus für den DDR-Immigranten Hacks spätestens am Esstisch in der Mangelwirtschaft endete. Tatsächlich zeigt sich in der Vorliebe für exklusive Produkte vor allem die fehlende Bereitschaft eines von seinen exzeptionellen Leistungen überzeugten Künstlers, auf die angemessenen Annehmlichkeiten zu verzichten. / Martin Hatzius, Neues Deutschland 21.3.
Peter Hacks schreibt an »Mamama«. Der Familienbriefwechsel 1945-1999. Hrsg. Von Gunter Nickel, Eulenspiegel Verlag, 992 S., geb., 49,99 €.
Soeben ein Kabel aus Darmstadt:
Der Leonce-und-Lena-Preis 2013 geht an Katharina Schultens
Förderpreise: Uljana Wolf und Tobias Roth
L&Poe gratuliert herzlich!
Dieter Schlesak, der 1969 Rumänien verlassen hatte, veröffentlicht seit 2.3. sein „Tagebuch 1968 – 2013“ in seinem Blog.
Die Reisen nach Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, die lebensentscheidende Begegnung mit Linde im S. Fischer Verlag am 13. November 68 vormittags. Das Hotel Kupferschmidt, die Parvisgeschichte (Lindes Maker, der wegen Drogenhandel im Knast gesessen hatte! Dann rauskam und uns im Bett überfiel, wir vögelten gerade. Er hatte die Tür eingetreten und schlug mit seiner Aktentasche auf mich ein.)
Flug Köln -Hamburg.Hamburg-Frankfurt.Wieder Frankfurt. Manthey kennengelernt. HR.November 1968, die Einladung auf den Sonnenberg, das Treffen mit der tschechischen Delegation.Die Tagebücher ziemlich diffus notiert.Heute am 12.7.2012, so viele Jahre später –Notizen in den TBs (lose Blätter)gefunden:Für Dieter-MichaelIch sehe das Wort nichtUnd kann es sprechenDie Jacke halt ich aufDie du verloren hastIn mir und überall hinausBis an den Rand der Luft.Bist du ein Sprechgerätder Fernen?Als ich dann erst nach einem halben Jahr, März 1969 nach Bukarest zurückfuhr, sagte Magdalena und auch meine Redaktionskollegen: Du hast dich verändert so als wärst du sehr weit, als könntest du hier nicht mehr ankommen. Und T. (so nannte ich mich: „Totalitäre Seele“) wusste das. Er war „gebrochen“, schwach und distanziert geworden.
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