Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Noch immer gehen wir in den Haussocken
der Mütter und Väter spazieren.
Vor und während des Krieges
warn sie unsere verlorene Identität.
Verbotsschilder sprechen für sich.
Und dennoch: Ich pfeif aufs Verbot!
Im Sternenwald füttere ich
Den Großen Bären mit Brot.
Kaffeeflecke gehn mit Rotwein raus
Rotweinflecke mit Blut
Blutflecke mit Teer
#KaiPohl
Mein Lied wird um rein nichts sich drehn:
Weder um mich noch irgendwen,
Um Liebe nicht noch Jugendwehn,
Noch andern Tand
Die Glocken läuten.
Ich lernte von Opa,
wo ich sitzen darf.
Beim Herrn Pfarrer,
wo das Dorf im Himmel stand.
In der abendlichen Sonne
sitzen wir gebeugten Rückens
auf den Bänken in dem Grünen.
Unsere Arme hängen nieder,
unsere Augen blinzeln traurig.
Verworrene Träume schnellten
Durch meinen Schlaf, vergällten
Mir also diesen Schlaf.
Großvater Frosch muß auch einmal sterben:
Erwartungsvoll harren die fünfzig Erben.
Sie schienen gute Nachbarn
von Serben zu sein, trotz allem.
Sie schienen gute Nachbarn
von Albanern zu sein, trotz allem.
der leser muss ein schreiber sein
sonst kann der leser kein leser sein
Weiße Schwäne senken ihre schmalen,
Schlanken Hälse in den schilfdurchragten,
Stillen, grünen Weiher, plätschern leise
Wohin sind sie geflogen alle meine Jahr?
War mein Leben gelogen oder ist es wahr?
Was ich einst wähnte, es wäre – gab es das überhaupt?
Oder hab ich geschlafen und einem Traum geglaubt?
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