Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Einzinger ist ein Heimatdichter, wenn auch in einem etwas anderen Sinn als der Stelzhamer Franzl. Die Dinge in seinen Gedichten kennen wir, befremdlich werden sie erst durch die lyrischen Arrangements. Das wirkt irritierend, stört eingefahrene Sichtweisen und wirkt bisweilen auch urkomisch. Lachen ist bei… Continue Reading „67. Heimatdichter in anderem Sinn“
Helwig Brunner und Stefan Schmitzer lesen aus und sprechen zu »gemacht | gedicht | gefunden. über lyrik streiten« (literaturverlag droschl). In diesem Buch »geht es darum, die Praxis des Schreibens und Lesens mit dem Gespräch über die Praxis in eine Beziehung zu setzen. Verhandelt… Continue Reading „62. Über Lyrik streiten“
Der Lyriker, Aktionskünstler und Mitbegründer der Schule für Dichtung in Wien Christian Ide Hintze ist 58-jährig verstorben Wien – In der Rubrik „Einflüsse“ führt Christian Ide Hintze auf seiner Homepage www.ide7fold.net unter anderem die Gedichte Sapphos, die „Seherbriefe“ Rimbauds, Sprechakttheorien von John Searle, die Songs von Dylan,… Continue Reading „57. Christian Ide Hintze verstorben“
Es gibt für mich keine Zitate, sondern die wenigen Stellen in der Literatur, die mich immer aufgeregt haben, die sind für mich das Leben. Und es sind keine Sätze, die ich zitiere, weil sie mir so sehr gefallen haben, weil sie schön sind oder… Continue Reading „56. Zitate“
Geld, Geld, Geld, Geld, Geld! Wenn das so weiter geht, werde ich als Gegenreaktion bald über das Versmaß experimenteller Lyrik schreiben. Nach Jahrzehnten des verschwiegenen Umgangs mit Einkommen und Honoraren, in denen es in Wien leichter war, Auskünfte über das Sexualleben eines Bekannten zu… Continue Reading „53. Geld, Geld, Geld, Geld, Geld!“
Dabei langweilen mich Gedichte meistens, ich lese fast keine mehr, hier und da erinnre ich mich an eine früh gehörte Zeile, an einen Ausdruck, und wenn mir etwas sehr gefällt, wenn ich meine, es müsse „gerettet“ werden, dann verwende oder variiere ich einen Ausdruck,… Continue Reading „52. Arbeitsverhältnis“
Gregor Seberg hatte andere Pläne. Denn ehe er nach Wien „zwangsgesiedelt“ wurde, strebte er noch den Beruf des Naturforschers an. Die Lyrik jedoch ebnete ihm einen anderen Weg. / ACHIM SCHNEYDER, Kleine Zeitung
In ihren ‚Notizen zu einem Roman in Ich-Form‘, im Frühjahr 1951 entstanden, schlüpfte sie in die Rolle einer Frau, die alles im Griff hat. ‚Ich bin verärgert, weil der junge St. heute nicht gekommen ist. Ich war sicher, ihn bei Professor K. zu treffen,… Continue Reading „28. Hertha Kräftners Lebensroman“
Der mit 8.000 Euro dotierte Rauriser Literaturpreis geht heuer an die bekannte und profilierte Autorin Maja Haderlap. Sie erhält den Preis für ihren Debütroman „Engel des Vergessens“, der 2011 im Verlag Wallstein in Göttingen erschien. … Die Kärntner Slowenin Maja Haderlap wurde 1961 in Bad Eisenkappel in Kärnten… Continue Reading „24. Preis für Maja Haderlap“
Aus der Sendung „Willkommen Österreich“, #168, Teil 1/3, ab min 9: Matura-Reisen wirbt mit „Wodka rund um die Uhr“, Gegenfrage des Moderators Dirk Stermann (gebürtiger Düsseldorfer, Wahlwiener), womit Matura [Austriazismus für Abitur] denn sonst werben solle: „Komm mit uns in die Türkei; wir bilden… Continue Reading „18. Geiler Lyrikzirkel“
Im Standard: Sammler Karlheinz Essl vor Anselm Kiefers „Nur mit Wind mit Zeit und mit Klang“ aus dem Jahr 2011, nach einem Gedicht von Ingeborg Bachmann.
Der Unternehmer und Philosoph Ludwig Wittgenstein (1889 bis 1951) stellte von Ficker einen großen Geldbetrag zur Förderung notleidender Dichter zur Verfügung. Trakl sollte neben Rainer Maria Rilke (1875 bis 1926) 20 000 Kronen erhalten, die alle seine Geldnöte für Jahre behoben hätten. Doch er sah… Continue Reading „2. „Ich verfalle recht oft in eine unsägliche Traurigkeit““
Was diese Bilderreihung, welche keine noch so verwinkelte Gleichung scheut, zu erzeugen vermag, ist das Gefühl, in einem aufgeladenen Filmkosmos zu sein. Assoziationen, Metaphern und ganze Satzkonstruktionen folgen darin den Prinzipien der filmischen Montage- und Schnitttechniken. Zudem wählt der Autor nicht selten den Zoom… Continue Reading „117. Ein kleines Buch mit großen Wundern“
Unwiderruflich vorbei ist jedenfalls die Zeit der zu nationalen Institutionen erhobenen «Grossschriftsteller» wie Thomas Mann. Heute geben, als Schrumpfform sozusagen, die fixen «Themenjobber» den Ton an, die sich als fluide Existenzen dorthin spülen lassen, wohin die medialen Gezeiten sie treiben. Zu ihnen gehört «da… Continue Reading „91. Kein Themenjobber“
In folgendem Gespräch wird das übliche Frage-Antwort-Spiel umgekehrt und zu einem Antwort-Frage-Spiel. Charles Bernstein wurde gebeten, zu Zitaten aus seinen Texten Fragen zu stellen. Sein umfangreiches, bisher nicht übersetztes Werk* befasst sich auf ebenso ironische wie politische und chaotische Weise mit den Unwägbarkeiten aller… Continue Reading „84. Chronische Poetische Aporie (CPA)“
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