Kategorie: Deutschland

19. Zwei Schatten

«Um zu bleiben / braucht man hier / (. . .) / zwei schatten / für eine sonne.» Solche Doppelungen und Spaltungen gehören zur Grundbefindlichkeit des Exilierten, und das Gedicht, dem die Zeilen entnommen sind, wirft denn auch selbst sozusagen einen doppelten Schatten: Es… Continue Reading „19. Zwei Schatten“

18. Venedig ist schöner nicht

„Im sonnigen Glanz, bei des Mondlichtes Schein / Die Stadt ist ein lebend Gedicht / Auf dunkler Flut fahren Schiffe darein; / Venedig ist schöner nicht“, schwärmte der Dichter und Journalist Albert Wiek 1915 über Danzig. Auch Joseph von Eichendorff beschwor schon 1842 den… Continue Reading „18. Venedig ist schöner nicht“

16. Nietzsche und Liliencron

Nietzsche ist eine der beiden Portalfiguren, die der Dichter Wulf Kirsten an den Beginn seiner großen Anthologie zur deutschen Lyrik zwischen 1880 und 1945 gestellt hat. Und ohne Zweifel wird hier ein neuer Ton angeschlagen. Aber das Instrument ist die in der klassischen Literatur… Continue Reading „16. Nietzsche und Liliencron“

13. Intensität

In ihrem ersten Gedichtband teilt Nadja Küchenmeister viel mit, aber plaudert nicht. Die Intensität, mit der sie der Stille, der Dunkelheit oder einer nur sekundenlang anhaltenden Bewegung nachspürt, erfordert bedächtiges Lesen. Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1237192/ Carola Wiemers… Continue Reading „13. Intensität“

11. Preservation of a secret

„Any explanations poets may give about what they do primarily serve the preservation of a secret. Vague as this secret may be, all poets, in their own individual ways, will hold on to it and barricade themselves behind it.“ —Durs Grünbein, The Poem and Its… Continue Reading „11. Preservation of a secret“

10. Sorgen und Ortsnamen

Michael Angele sorgt sich um die Lyrik (und bespricht die Anthologie der „Ostseegedichte“) im Freitag. Zu einem Bericht im pomlit-Blog schreibt ein Leser: Passt gut zu Herrn Angele, der den ehemals reichen Kulturteil des Freitag mittlerweile fast lyrikfrei gemacht hat. Oder täuscht mich mein… Continue Reading „10. Sorgen und Ortsnamen“

9. Fest der sorbischen Poesie

Mit großer Begeisterung und mit internationalem Flair ist am Sonnabend im idyllischen Hof des Cottbuser Wendischen Museums das 32. Fest der sorbischen Poesie, zu dem der Sorbische Künstlerbund eingeladen hatte, eröffnet worden. … Werner Meschkank, Kustos des Wendischen Museums und selbst Dichter, führte zweisprachig… Continue Reading „9. Fest der sorbischen Poesie“

8. Buchland Argentinien

Argentinien wird Gastland der Frankfurter Buchmesse.Die FAZ berichtet über die Literaturlandschaft des Landes, das neben Spanien führendes Buchland der spanischsprachigen Welt ist: Es sind meist Einzelkämpfer oder kleine Gruppen von Gleichgesinnten, die die erstaunlichsten editorischen Leistungen vollbringen. In Rosario, der drittgrößten Stadt Argentiniens, hat… Continue Reading „8. Buchland Argentinien“

7. Wilhelm Bartsch 60

Wilhelm Bartsch, heute der bedeutendste mitteldeutsche Dichter neben Volker Braun, ist als Poet, Erzähler und Publizist nie ein Mann des Mainstreams gewesen. Keiner, der sich von einer politischen Realität den Blick auf die sozialen Wirklichkeiten verstellen ließ: nicht vor, nicht nach 1989. … Über… Continue Reading „7. Wilhelm Bartsch 60“

1. Reimfrei-Sommerfest der Lyrikoase

Es lesen Augusta Laar, Sabina Lorenz, Gabriele Trinckler, Ruth Wiebusch, Armin Steigenberger, Frank Schmitter, Jürgen Bulla und Markus Breidenich. Moderation: Karin Fellner und Andrea Heuser (München) Dienstag, 3. August 2010, 19.00 Uhr Alter Hof, Außenfläche, 80331 München (bei Regen: Infopoint Museen & Schlösser in… Continue Reading „1. Reimfrei-Sommerfest der Lyrikoase“

131. Märtyrer der Schlaflosigkeit

Der russische Dichter Innokentij Annenskij (1855-1909) treibt seine lyrischen Ich-Figuren ruhelos meditierend durchs Gestrüpp eines paradiesischen Gartens. Der seit der Kindheit herzkranke Grübler und Träumer, der 14 Fremdsprachen beherrschte und als Altphilologe sämtliche Tragödien des Euripides übersetzte, bewegt sich – wie ein Gedichttitel lautet… Continue Reading „131. Märtyrer der Schlaflosigkeit“

130. Wind, Luft, Schatten und Licht strömen anders

Selten gelingt mit einem Debüt ein großer Wurf, der sich ins Gedächtnis der Leser einschreibt. „Alle Lichter“ der 1981 in Berlin geborenen Nadja Küchenmeister hat das Zeug dazu. Die ewigen Themen Leben und Sterben, Willkommen und Abschied, Vergänglichkeit und Einsamkeit laufen als Echos und… Continue Reading „130. Wind, Luft, Schatten und Licht strömen anders“

124. Poetry Rain – Gedichte regnen auf Berlin

Am 28.8.2010 regnen im Rahmen der Langen Nacht der Museen 100.000 Gedichte auf den Berliner Lustgarten. Es regnet Poesie:  Auf den Berliner Lustgarten geht am Sa, 28.8.2010, 20.00 Uhr ein poetischer Regenschauer nieder. Ein Helikopter kreist über der Museumsinsel und lässt ca. 30 min 100.000… Continue Reading „124. Poetry Rain – Gedichte regnen auf Berlin“

123. Walhalla-Splitter

Aus einem Bericht der FAZ über die Aufnahme des Spötters Heinrich Heine in die bayrische Walhalla: Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, empfing die [Düsseldorfer] Abordnung mit den Worten: Man freue sich in Bayern ja stets über Besuch, aber in einer solchen Stärke, da sei… Continue Reading „123. Walhalla-Splitter“

121. Cumali Zengin, Dichter

Bücher lesen? Nö, lieber kicken gehen. Rechtschreibung? Geh mir fort! Der Deutsch-Türke Cumali Zengin, 18, hatte ganz andere Interessen, als sich Gedanken über Sprache zu machen. Doch dann schrieb er Liebeslyrik und ist heute ein preisgekrönter Dichter – mit einer miserablen Deutschnote. / Spiegel… Continue Reading „121. Cumali Zengin, Dichter“