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Am Pfingstmontag, 9. Juni, findet in der Akademie der Künste im Tiergarten ab 18 Uhr ein Abend zum Thema „Katastophen/Formen – Der Erste Weltkrieg und die Lyrik“ im Rahmen des poesiefestivals Berlin statt.
Den ersten Teil der Veranstaltung bildet eine von Johann Reißer eingerichtete und inszenierte Gedichtperformance, die Lyrik aus sechszehn der am Ersten Weltkrieg beteiligten Länder aus den Jahren 1911-1919 beinhaltet. Die von Iwona Mickiewicz, Carolin Bohn, Xaver Römer und Julia Trompeter performten Gedichte zeichnen Verlaufslinien des Krieges und den Wandel der (Sprach)Wahrnehmung eindrücklich nach.
Eine anschließende Gesprächsrunde reflektiert die Auswirkungen des Krieges auf Dichtung, Kultur und Gesellschaft. Es diskutieren der belgische Dichter und Literaturwissenschaftler Geert Buelens, Michael Lailach, Kurator der Ausstellung Avantgarde!, und die Romanistin Marina Hertrampf. Die Moderation übernimmt der Literatur- und Medienwissenschaftler Armin Schäfer.
Im letzten Teil des Abends präsentieren zeitgenössische LyrikerInnen neue Gedichte zum Ersten Weltkrieg: Jacques Darras trägt aus seinem Langpoem „Tout reprende à 1914“ vor, welches das Verhältnis deutscher und französischer Dichter zum Krieg behandelt. István Vörös liest Auszüge aus seinem Gedichtband „Heidegger als Postbeamter“. Antony Rowland präsentiert Gedichte, die sich mit Erlebnissen britischer Soldaten im Kampf an der Somme beschäftigen. Sergej Moreinos Gedichte behandeln Erlebnisse seines Großvaters in den Reihen der belgischen Bürgermiliz. Xaver Römer und Julia Trompeter performen Sprechduette, die auf Paul van Ostaijens Langgedicht „Besetzte Stadt“ sowie auf Thomas Klings Gedichtzyklus „Der Erste Weltkrieg“ basieren.
Mehr Infos zur Veranstaltung unter: http://www.literaturwerkstatt.org/de/poesiefestival-berlin/programm-2014/gesamtuebersicht-2014/katastrophenformen-der-erste-weltkrieg-und-die-lyrik
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