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Veröffentlicht am 10. Mai 2014 von lyrikzeitung
War Reinhard Priessnitz, der Vater, in seinem Werk auf Erweiterung der poetischen Möglichkeiten aus, auf Erkenntnisgewinn und Eroberung von Wirklichkeit, wie Hermann Broch das formuliert hätte, so sehen wir bei Konrad Prissnitz die Instrumente des Vaters zum Spielzeug befreit oder verkommen, ganz wie man will. Es ist eine große Selbstverständlichkeit um das dichterische Treiben des Konrad Prissnitz.
Hier versteht es einer, oder hat es geradezu darauf angelegt, Schwierigkeiten zu meistern und es dabei so aussehen zu lassen, als wär‘ s ein Klacks. Sofort fällt die handwerkliche Seite, das Beherrschen des Metiers beim Lesen dieser Gedichte auf. Dass Prissnitz sich aufs Sonett versteift, mag einer Reverenz an den Vater, dem Versuch der Selbstdisziplinierung oder einfach dem Spieltrieb geschuldet sein: Spaß macht das Nachvollziehen seiner Pirouetten und Lazzi allemal. (…)
Er ist ein so wienerischer Dichter (da wird er sich freuen!), ein Dichter der Stadt, ein urbaner Dichter, ein John Ashbery der Innenstadt.
/ Peter Rosei, Der Standard 26.4.
Konrad Prissnitz, „wellness. sonette“. € 14,- / 80 Seiten. Sonderzahl-Verlag, Wien 201
Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Konrad Prissnitz, Peter Rosei, Reinhard Priessnitz
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