Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Veröffentlicht am 24. Januar 2012 von lyrikzeitung
Zweifellos war Valéry, was man einen Großschriftsteller genannt hat, doch im Grunde geht die Charakterisierung an seinen Absichten vorbei. Die Literatur, schreibt er 1917, ‚muss auf einem noch nicht vorstellbaren Grad von Wissenschaftlichkeit ankommen und dann verschwinden‘.
Das ist starker Tobak. Man darf es als das Kunststück seines Lebens bezeichnen, dass es Valéry gelang, für solche Verhöhnungen der bürgerlichen Kunstreligion Respekt erworben zu haben. / RALF KONERSMANN, SZ 16.1.
DENIS BERTHOLET: Paul Valéry. Die Biographie. Aus dem Französischen von Bernd Schwibs und Achim Russer. Mit einem Vorwort von Jürgen Schmidt-Radefeldt. Insel Verlag, Berlin 2011. 660 Seiten, 39,90 Euro.
Kategorie: Frankreich, FranzösischSchlagworte: Paul Valéry, Ralf Konersmann
Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..
Kann zu diesem Blog derzeit keine Informationen laden.
das wußte ich nicht, klingt spannend! michael, ist das „verschwinden“ bei ihm im sinne der poetisierung des ganen lebens zu verstehen? weißt du das zufällig? danke für einen hinweis (kann ja auch von jemand anders kommen, der vielleicht valéry-spezialist ist)
LikeLike